Meine Emotionen meiner Mutter gegenüber sind eine Mischung aus Trauer, Verzweiflung, Liebe, Enttäuschung, Wut und Hass...
Schwer, wenn man all diese Gefühle nirgendwo lassen kann. Hast du daran gedacht, alles mal niederzuschreiben, einen Brief an sie (der nicht weggeschickt werden muss), ein Tagebuch, ein Buch. Das kann sehr helfen.
Ich habe keine Kraft für den täglichen Kampf gegen, für und mit meiner Mutter... :wein:
Dann hör auf zu kämpfen!
Klingt irgendwie zynisch, ich weiß, aber ist durchaus ernst gemeint.
Die Wurzeln, von denen du sprichst, kannst du auch in dir selbst finden. Darum beende deinen Kampf und beginn die Suche nach dir selbst. Das ist ein sehr langer, sehr schmerzhafter Weg. Ich weiß, wovon ich rede. Aber tatsächlich kann man irgendwann den Trost in sich selbst finden.
Schau, dass deine Mutter dich nicht anerkennt, hat gar nichts mit dir zu tun. Du bist wahrscheinlich der liebenswerteste Mensch, der ihr je begegnet ist und sie kann es nicht sehen, will es nicht sehen. In ihrer Kindheit muss sie etwas sehr Schmerzhaftes erlebt haben, was ihre Psyche so krank gemacht hat, dass sie nun unfähig ist, Wärme und Liebe zu geben.
Es macht keinen Sinn, darum zu kämpfen, wenn sie es nicht geben kann. Leider ist ihr das selbst wohl nicht bewusst und darum wird sie nichts daran ändern.
Es ist gut, dass du im September in eine eigene Wohnung ziehst und den engen Kontakt zu ihr nicht mehr hast. Dann wird für dich vieles leichter. Bis dahin musst du noch durchhalten.
Dass du immer noch kämpfst, zeigt, wie viel Stärke zu hast. Finde einen Weg, diese für dich einzusetzen und hör auf, um etwas zu kämpfen, was du nie erhalten wirst. Deine Mutter ist ein ganz, ganz armer Mensch mit sehr viel Schmerz in ihrem Herzen. Mach dir den nicht zu eigen, sondern befreie dich und dann kannst du ein sehr glückliches Leben führen. Es geht. Ich konnte es. Ich habe diese Wurzeln in mir gefunden.
Tuesday