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Hetze gegen Hartz IV Empfänger

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Wenn die großen Firmen so viel Arbeiter einstellen würden, wie Arbeit vorhanden ist, hätten wir beinahe Vollbeschäftigung.

Wer sind denn bitte die "großen" Firmen und woher haben die Ihrer Meinung nach die ganzen Aufträge, die die "vorhandene Arbeit" generieren? Ist das eine Art Verschwörungstheorie? Alá "Die Firmen haben Arbeit, aber sie wollen uns nicht arbeiten lassen!!11elf" ? Wohin sollen denn die ganzen Dienstleistungen und Waren verkauft werden, die produziert werden, wenn das deutsche Arbeitslosenheer plötzlich arbeitet?
Wussten sie das Deutschland diese Jahr den weltweit größten Handelsüberschuss aufweist (http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...trekord-im-handelsueberschuss-a-849680.html)? Das heißt wir exportieren weit mehr als wir importieren (monetär gemessen). Eine gesteigerte Binnennachfrage könnte also tatsächlich mehr Jobs schaffen, aber Vollbeschäftigung? Selbst wenn wir unseren Handelsüberschuss durch mehr Import ausgleichen, stößt die Nachfrage an Arbeitskraft an eine Grenze und die ist weit vor der Vollbeschäftigung erreicht. Global gesehen ist es letztlich auch nur ein Umschichten. Wenn hier jemand Arbeit hat, hat jemand sie in Taiwan halt nicht.

Wenn das Geld da ist, um Manager Millionen zu zahlen, könnte man auch an der Stelle realistische Löhne zahlen und dafür noch zwei, drei weitere Leute einstellen.

Und diese 2-3 Leute kommen dem Ziel der Vollbeschäftigung dann in welchem Verhältnis zu gute? Millionengehälter werden nicht in kleinen bis mittleren Firmen gezahlt, sondern bei Global aggierenden Unternehmen mit mehreren Tausend Angestellten.
Für jeden der ne Million im Jahr verdient könnten Sie 25 Leute einstelle, die 20000 € p.a. (ein Deutscher verdient durchschnittlich mehr als 30000 € p.a.) verdienen und dem Unternehmen in Deutschland wahrscheinlich nochmal 20000 € p.a. kosten. Damit das mal ne Relation erhält: Selbst wenn jeder Manager der 30 Dax-Unternehmen soviel verdienen würde wie der erste Platz (7 Mill. €) wären das 210 Mill. €. Nach obiger Rechnung also 5250 Leute einstellen. Bei einem Arbeitslosenheer von ca. 4 Millionen (bzw. 6 Millionen, wenn man das ganze Statistikgeschummel rausnimmt ^^) geht das im Rauschen unter. Sie können ja mal zusammenrechnen wie viele Angestellte diese 30 Dax-Unternehmen haben...

Bei dir hat die Gehirnwäsche voll funktioniert, was?

Bitte? Soll das in irgend einer Weise beleidigend wirken oder war es eine ernst gemeinte Frage? Falls letzteres zutrifft, was ich nicht glaube, weshalb ich auch einfach das "du" gestrichen habe: Ich kann mich nicht daran erinnern. 😉

Viele Leute Zeitarbeit = nicht existente Kaufkraft = Firmen im Mittelstand gehen Pleite.

Zeitarbeit (Arbeiterüberlassung) ist in erster Linie ein wirtschaftliches Instrument das Unternehmen helfen soll, dynamisch aggieren zu können. Das die Gestaltung "sozialer" sein könnte habe ich bereits gesagt. Das aber Firmen im Mittelstand deswegen in Konkurs gehen (wogegen Zeitarbeit u.a. eigentlich helfen soll) halte ich für eine schlichte Behauptung und fordere daher ein Quelle, die das irgendwie mittels Zahlen untermauert.

Ich sehe es keineswegs als Luxus an, warmes Wasser zu haben oder meine Lebensmittel kaufen zu können und nicht von der Tafel holen zu müssen. Macht man sich da Leistungsdruck?

Warmes Wasser: Gehört zu den Heizkosten, welche (normalerweise) in voller Höhe übernommen werden.
Miete: angemessene Bruttowarmmiete in Berlin 378 € für eine Person. Ich bezahle für 29 m² warm 260 € und wohne, wie ich finde, sehr angenehm.
Dazu gibt es dann den Regelbedarf von 374 €. Darin enhalten 128,46 € für Nahrung. Macht 4,28 € pro Tag. Davon kann man einen Tag überleben, ja sogar ohne Tafel. Ich trinke übrigens fast nur Leitungwasser, wenn man nicht gerade ungünstig wohnt ist das unheimlich günstig.

Und alles was dann kommt überschreitet die Schwelle des schlichten Überlebens (mit Ausnahme der "Gesundheitspflege"). Und dafür hat man noch nichts getan. Alle weiteren Bedürfnisse fangen dann langsam an Leistungsdruck zu generieren.

Dein Leben hängt bei Hartz IV übrgens davon ab, dass du einen Sachbearbeiter hast, der dir wohlgesonnen und kein völliges Schwein ist. Ich kenne Leute, die an diesem Druck zerbrochen sind.

Siehe oben. Man muss keine Angst haben zu sterben. Jedenfalls nicht in Deutschland. Bei psychologischen Problemen sieht das Ganze natürlich anders aus.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du das nicht mitbekommen hast. Gerade geht der Trend wieder in die andere Richtung, weil nicht mehr genügend Auszubildende da sind, aber ganz lang war ein Hauptschulabschluss beinahe eine Garantie, dass du gerade mal als Hilfsarbeiter was gefunden hast.

Die Frage nach dem Beispiel steht immer noch.


Ja und? Was ist falsch an der Spaßindustrie? Und wie du sagst schafft diese ja immerhin Arbeitsplätze. Ist doch super. Nur da arbeiten auch oft zwei für vier. Ich verstehe dieses Beispiel ehrlich gesagt nicht. Was willst du mir damit sagen?

An "Spaß"industrie ist nichts falsch. Und was ich damit sagen will: In Zukunft werden immer mehr Produkte von immer weniger Menschen produziert. Nicht weil die Menschen immer fleißiger werden, sonder weil es automatisiert wird. Ich habe schon ganze Produktionshallen gesehen die täglich eine Wertschöpfung von einigen Zehntausend Euro generieren und dafür waren nur 6 Leute notwenig. Die utopische Variante wäre eine Fabrik die produziert und dafür quasi kein menschliches Zutun benötigt. Einzig Rohstoffe und Energie müssten dann zugeführt werden. Ergebnis: niemand arbeitet, produziert wird trotzdem. Die Grenze bilden dann nur noch Energie und Rohstoffe, welche wie wir wissen begrenzte Fördermengen und Vorkommen haben.

Zeitarbeit ist moderner Sklavenhandel. Und einen Arbeitsplatz zu "verlagern", nur um dem Mitarbeiter weniger bezahlen zu müssen, aber dennoch genauso arbeiten zu lassen, findest du okay, oder was? Sowas kann nur von jemandem kommen, der entweder Chef oder von Beruf Sohn ist

Siehe ein bisschen oben und: einen Sklaven zeichnet aus, dass er nichts, aber auch wirklich gar nichts gegen seine Situation tun kann, misshandelt wird und auch in seiner "Freizeit" jemanden gehört. Aber egal. Wenn jemand die gleiche Arbeit für weniger Geld macht und ich ihn einstellen darf, dann ist das aus der Sicht des Arbeitgebers legitim. Für denjenigen der weniger verdient ist das natürlich Mist. Aber wenn er es tut muss es ihm irgendwie doch noch mehr geben als Hartz IV.
Dann muss zudem die Frage erlaubt sein: Wer in so einer Situation gibt wirklich alles und arbeitet sich kaputt? Wie motiviert und gewissenhaft arbeitet man dann? Welche Positionen werden mit Zeitarbeitern besetzte? Klingt nach Unterstellungen, nicht wahr? Nur was kann dem Zeitarbeiter passieren? Gefeuert werden und dann Hartz IV? Dann siehe oben. Jeder wird in dieser Situation wahrscheinlich "gefühlt abwägen", wie viel ihm das Mehr an Luxus gegenüber Hartz IV an motiverter Arbeit Wert ist.

Achja hier das gleiche wie für Tuesday: Sowohl der Chef als auch der Beruf Sohn sind wohl sehr wenig wohlwollend gemeint... Ist das nötig? Ja, ich bin ein Sohn und nein, ich bin kein Chef.

Selbstverständlich hängt mein Leben von meinem JOb ab. alleine schon wegen der Rente. Soll ich mit 60 vielleicht betteln gehen? Und was heißt bitte "Luxus"? Seine Miete bezahlen zu können und nicht zu verhungern empfindest du als Luxus? Zu mehr reicht das normale Gehalt heute nämlich kaum noch.

Dazu siehe oben. Hierfür nehme ich einfach mal Hartz IV als unterste Grenze des Gehalts an. 😉

In der Familie habe ich jemanden der jahrelang bei der TUI Schulungen und Seminarreisen gehalten hat. Dieser jemand hat zu seiner Zeit eine Ausbildung im Druck gemacht und die Stelle trotzdem bekommen. Davon abgesehen spricht dieser jemand noch nicht mal besonders gut englisch, hat aber stets die besten Bewertungen bekommen. An solche JObs kämst du heute garnicht mehr so ohne weiteres. Für vieles wo zuvor ein Hauptschulabschluß gereichthat brauchst du heute schon mittlere Reife, wo mittlere Reife gereicht hat, ein Abitur. ICh such dir später gern ein paar Beispiele raus.

Ich verstehe nicht ganz. Sollte das bereits ein Beispiel sein? Also ein Beispiel, wo jemand auf Grund von Überqualifikation abgelehnt wurde? Für mich klingt es irgendwie danach, dass jemand einen Job bekommen hat, obwohl er eigentlich nicht qualifiziert war, es aber trotzdem gut gemacht hat.
Und ja, man braucht heutzutage mehr Qualifikation für einen Beruf als früher. Dieser Trend wird sich auch fortsetzen. Warum? Tja, das hat mit dem "immer weniger Menschen, produzieren immer mehr" zu tun. Ein Bäcker muss heute halt nicht nur 20 Rezepte kennen und Teig kneten können. Er sollte größere Maschinen bedienen und teilweise auch warten können (und natürlich noch 20 Rezepte beherrschen). Damit kann er dann statt 300 Brötchen 10000 backen. In einer Großstadt mit viel Tourismus, sollte er dann noch ein bisschen Englisch sprechen. Tjoa und in der utopischen Zukunft wird das Brötchen vollkommen automatisch hergestellt und wird zum ersten Mal menschlichen Kontakt haben, wenn ich es von dem schwebenden Teller nehme der mich in meiner Wohnung besucht. 😉

Ist ja schön, dass es dir gut geht in unserer Welt. Aber leider haben viele nicht "dein" Glück. Deshalb tangiert dich das wahrscheinlich auch alles nicht. Aber wer weiß, die Zeiten können sich auch für dich mal ändern

Ich glaube in Deutschland könnte es fast allen ganz gut gehen, wenn sie erkennen würden was sie haben. Anderswo auf der Welt... ja da ich Ihnen Recht, da geht es Menschen richtig beschissen, aber so richtig, nicht so Deutschland-beschissen.


So gute Nacht, nochmal durchgelesen wird jez nix mehr. Also genießt die Fehler und das erhabene Gefühl, dass sie ein anderer gemacht hat. 😀

Olec
 
Zeitarbeit (Arbeiterüberlassung) ist in erster Linie ein wirtschaftliches Instrument das Unternehmen helfen soll, dynamisch aggieren zu können. Das die Gestaltung "sozialer" sein könnte habe ich bereits gesagt.

Hallo Olec,
ich sehe viele Punkte so ähnlich wie du. Allerdings finde ich, dass du in Sachen "Arbeitnehmerüberlassung" sehr verharmlost und als Randgeschehen darstellst. Das so zu beurteilen hätte vielleicht noch vor zig Jahren gepasst, als diese Geschichte erst losgegangen ist und die Zeitarbeitsfirmen noch nicht wie Pilze aus der Erde sprießten. Aber Heute ist definitiv 5 vor 12 was diese Thematik angeht. Ich musste mich ( kaufmännischer Bereich ) in 2010 nochmal auf Stellensuche begeben. Das war ein Horror. In klein und Mittelgroßen Städten war es nahezu unmöglich, ohne Zeitarbeit überhaupt an irgendwelche Stellen zu gelangen. Und du kannst mir hierbei nicht erzählen, dass dies alles Objekte waren, deren Auftraggeber unvorhergesehene Engpässe oder andere besondere Umstände zu überbrücken hatten. Da wird schlichtweg Schindluder getrieben - und zwar vom Feinsten. Das von dir mit nur einem Satz nebenbei angesprochen zu werden und ansonsten wird die Zeitarbeit aber generell verteidigt, ist schon ein ziemlicher Hammer. Ich hatte in meiner Münchenzeit Kollegen, die wurden regelrecht ausgenutzt. Verdienten einen Bruchteil meines Gehalts, leisteten aber genauso viel. Und bekamen obendrein noch Versprechungen über Festanstellungen, die nicht eingehalten wurden. Wobei ich mich hier Frage, weshalb diese Menschen sich überhaupt erstmal "beweisen" mussten. Ich musste es nicht. Da sieht man mal, wie Negativ das ganze Ding "Zeitarbeit" behaftet ist. Ich denke mal, du hast damit keine wirklichen Erfahrungen gemacht, sonst wäre dieses Thema keine Randnotiz für dich. Hier ist absoluter Handlungsbedarf entstanden. Und nicht lapidar nach dem Motto: "Hier muss halt nachgebessert werden". Nein, entweder zeitgleich mit dessen Entstehung oder das Thema Zeitarbeit muss beendet werden.

Dazu gibt es dann den Regelbedarf von 374 €. Darin enhalten 128,46 € für Nahrung. Macht 4,28 € pro Tag. Davon kann man einen Tag überleben, ja sogar ohne Tafel.

Eine seltsame inoffizielle Aufteilung. Ich würde definitiv mehr für Lebensmittel einplanen. Was geschieht mit dem Rest nach deiner Rechnung?

Ich glaube in Deutschland könnte es fast allen ganz gut gehen, wenn sie erkennen würden was sie haben. Anderswo auf der Welt... ja da ich Ihnen Recht, da geht es Menschen richtig beschissen, aber so richtig, nicht so Deutschland-beschissen.

Natürlich könntest du nun sagen, dass man in Indien gar nichts von alleine bekommt. Aber du müsstest dann in Deutschland die Hartz IV Empfänger in mehrere Lager unterteilen. Derjenige der 37 Jahre gebuckelt hat und dann aus Gründen die nicht seine Person betreffen, vor die Tür gesetzt wurde. Heute zwar bis 67 gearbeitet werden solle, aber ab 42 keine Fachkräfte mehr gesucht sind. Das sind Dinge die gehen gar nicht. Mit Ende 50 stehst du dann bis locker 65 dem Arbeitsmarkt zu Verfügung. Das ALG I längst hinter dir, dein komplett erspartes und aufgebautes mittlerweile verbraucht und nun Hartz IV bis zur Rente mit riesigen Abschlägen, da ja für ihn nur noch ein Mindestsatz während seiner Arbeitslosigkeit eingezahlt wurde. Sorry, möchtest du nun behaupten, dass es diesem deutschen besser geht als seinem Indischen Nachbarn, der nichts verloren hatte, da sich nie etwas aufgebaut? Auch auf den Sturz kommt es an! Das solltest du nicht vergessen!
 
Also mal so nebenbei zur Diskussion beigetragen:
Natürlich gibt es Schmarotzer und die kotzen mich an. Gäbe es die nicht, dann gäbe es auch dieses angebliche Pauschalbild von ihnen nicht. die kotzen mich allerdings nicht weniger an, als alle die über Umstände jammern,die augenscheinlich falsch oder ungerecht sind, aber gleichzeitig nicht bereit sind sie zu verändern.

Sehe ich auch so. Genau diese Fraktion zieht den Ruf aller Hartz-IV-Empfänger in den den Dreck.


Ein guter Freund von mir ist Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen. Der sucht seit Jahren Fachkräfte - sowohl im handwerklichen als auch im kaufmännischen Bereicht. Vom Arbeitsamt kam nichts außer massenhaft Bewerber mit unglaublichen Ausreden. Also private Arbeitsvermittlung eingeschaltet. Einige Resonanz, aber noch lange nicht alle Stellen besetzt. Was ist das Ende vom Lied? Zeitarbeit!
Und da geht es nicht um Akademiker, sondern überwiegend um Handwerker (im Ausbaubereich). Die Firma zahlt gut und pünktlich, aber der Umstand, dass sich einige Baustellen etwas entfernt (also die Woche über ausserhalb) befinden, macht das Ganze unmöglich.
Nee, es gibt viele, die arbeiten wollen. Aus gesundheitlichen Gründen, oder weil kleine Kinder da sind (alleinerziehende Frauen) keinen Job bekommen. Und es gibt genausoviele, die denken: wozu frühs aufstehen, wenn der Staat die Miete bezahlt.
Daneben ist die Tatsache, dass Familien vollbeschäftigt sind und trotzdem noch Hilfe brauchen,weil es eben nicht reicht, einfach traurig.
 
Das von dir mit nur einem Satz nebenbei angesprochen zu werden und ansonsten wird die Zeitarbeit aber generell verteidigt, ist schon ein ziemlicher Hammer. [...] Hier ist absoluter Handlungsbedarf entstanden. Und nicht lapidar nach dem Motto: "Hier muss halt nachgebessert werden". Nein, entweder zeitgleich mit dessen Entstehung oder das Thema Zeitarbeit muss beendet werden.

Das "Nebenbei" kommt lediglich daher, dass es nicht das Thema des Threads ist. Darüber kann man natürlich ausführlich diskutieren, doch dann in einem eigenen Thema. Es geht um Hartz IV und die Hetze gegen die Empfänger. Man könnte natürlich konstatieren, dass die Zeitarbeit schlimmer ist als Hartz IV, aber das wurde hier nicht getan, sondern es wurde irgendwie als Keule geschwungen, um zu zeigen wie schlecht die Welt bzw. Deutschland doch ist.
Was ich rüberbringen wollte ist, dass diejenigen die über die Empfänger schimpfen etc. sich überlegen sollten, ob das in Zukunft nicht mehr und mehr Standard wird, weil die Gesellschaft es sich einfach leisten kann. Die Quote der Leute die tatsächlich nicht arbeiten wollen, geht mit der Höhe des Hartz IV oder des Grundeinkommens einher. Je höher es ist, desto höher die Quote. Die Höhe reguliert sich über die Wirtschaftskraft der Gesellschaft. Diese wiederum aus der Fähigkeit Energie und Rohstoffe zu fördern, zu automatisieren usw....

Eine seltsame inoffizielle Aufteilung. Ich würde definitiv mehr für Lebensmittel einplanen. Was geschieht mit dem Rest nach deiner Rechnung?

Das ist nicht meine Rechnung.

Arbeitslosengeld II

Sorry, möchtest du nun behaupten, dass es diesem deutschen besser geht als seinem Indischen Nachbarn, der nichts verloren hatte, da sich nie etwas aufgebaut? Auch auf den Sturz kommt es an! Das solltest du nicht vergessen!

Der Sturz generiert sich aus einer Erwartungshaltung, die sich durch längere Bedürfnis Befriedigung ergeben hat, während es demjenigen noch richtig gut ging. Ja das kann einen hart treffen und psychologisch böse Folgen haben. Dennoch kann der Deutsche recht leicht überleben. Indien ist ja fast noch ein humanes Beispiel... wenn man tiefer vergleichen möchte, könnte man auch Somalia nehmen. Stürzen können die meisten dort gar nicht..
 
Die Quote der Leute die tatsächlich nicht arbeiten wollen, geht mit der Höhe des Hartz IV oder des Grundeinkommens einher. Je höher es ist, desto höher die Quote.

Nach deiner verqueren Logik dürfte es keine ehrenamtlichen Tätigkeiten geben.

Das ist nicht meine Rechnung.

Arbeitslosengeld II

Du verweist auf eine zurechtgebogene Rechnung die mit den Lebenswirklichkeiten nichts zutun hat. Nach dieser Aufstellung lebt kein Mensch. Mal ne Frage. Lebst du noch zu Haus bei Mutti?

Dennoch kann der Deutsche recht leicht überleben. Indien ist ja fast noch ein humanes Beispiel... wenn man tiefer vergleichen möchte, könnte man auch Somalia nehmen. Stürzen können die meisten dort gar nicht..

Was die soziale und gesellschaftliche Verpflechtung eines Inders oder eines armen Menschen in Somalia betrifft, so steht der Deutsche schlechter da. Armut in einer reichen Gesellschaft wiegt schlimmer auch wenn objektiv der Arme in der Reichen gesellschaft reicher ist als in anderen Ländern. Diese "Kinder in Afrika"-Vergleiche sind deshalb nichts weiter als Phrasendrescherei.

Du machst den Eindruck viel theoretisch zu philosophieren aber von praktischer Lebenserfahrung noch nicht viel gesehen zu haben.
 
Die Quote der Leute die tatsächlich nicht arbeiten wollen, geht mit der Höhe des Hartz IV oder des Grundeinkommens einher. Je höher es ist, desto höher die Quote.

darauf blackjack:

Nach deiner verqueren Logik dürfte es keine ehrenamtlichen Tätigkeiten geben.

unsinn. der (von mir verschiedene) Gast hat nicht gesagt, dass jeder die taetigkeiten einstellt, sobald er genug geld hat.

er hat nur gesagt, dass der anteil derer, die nicht mehr arbeiten wollen, ansteigt, je hoeher das grundeinkommen oder hartz iv ist. das heisst aber nicht, dass jeder irgendwann jegliche taetigkeit einstellt, also, dass diese "quote" irgendwann auf 100% steigt. die quote kann mit zunehmendem grundeinkommen auch ansteigen, ohne jemals (z.B.) 30% zu uebersteigen. die anderen arbeiten dann vielleicht gerne, selbst wenn sie schon genug einkommen fuer ihre beduerfnisse haben, und sie arbeiten vielleicht sogar ehrenamtlich.

die logik dieses gastes, dass der anteil der auf arbeit verzichtenden umso hoeher ist, je mehr grundeinkommen zur verfuegung gestellt wird, erscheint mir aeusserst plausibel. widerlegen koenntest du das mit dem verweis auf die existenz von ehrenamtlichen taetigkeiten hoechstens dann, wenn jeder ehrenamtliche taetigkeiten ausueben wuerde. aber das ist ja nun bei weitem nicht der fall.

die ehrenamtlich taetigen braucht man wohl wirklich nicht beschuldigen, arbeitsscheue faulpelze zu sein. aber von den anderen (nicht ehrenamtlich taetigen), die es ja nun auch gibt, werden viele nur arbeiten, um genug geld fuer ihre beduerfnisse zu verdienen. (ich mach meinen job auch nur deswegen. was allerdings ehrenamtliche taetigkeiten anderer natur nicht ausschliesst, hab ich auch schon gemacht.)

und bei denen, die nur zum geld verdienen arbeiten (ich glaub, das sind verdammt viele) wird das grundeinkommen natuerlich umso mehr leuten ausreichen, je hoeher es ist. ist ja wohl logisch. und die leute sehen dann auch keinen grund mehr, warum sie arbeiten sollten.

bei einem grundeinkommen von 1500 euro pro person wuerde ich zB die arbeit auch gern einstellen. bei 500 euro pro person allerdings nicht.
 
Das Problem bleibt: jeder argumentiert aus seiner persönlichen Sicht. Und die ist immer beschränkt. Wer in seinem Umfeld Menschen erlebt, die unverschuldet in Hartz IV geraten sind und entsprechend leiden, argumentiert so wie der Vorposter hier. Er nimmt 3 Beispiele, um das ganze System zu verdammen. Jemand anders sieht eben nur seinen Nachbarn Heinz, der ohne Ausbildung (und Bildung) ist und sich mit Hartz eingerichtet hat, aber gerne mal nen Hunderter schwarz dazuverdient. Der nimmt dann eben den Heinz, um alle "Hartzer" in einen Topf zu stecken. Recht hat keiner von beiden.

Die Frage ist doch: Wie soll man es besser machen? Der Sozialstaat lässt Menschen nicht verhungern. Nach Meinung vieler ist das, was er Menschen zugesteht, zu wenig. Nach anderer Lesart bekommen Menschen, die nicht arbeiten, "noch viel zu viel, während Andere in 12-Stunden-Tagen malochen". Was tun? Es gibt ja z.B. auch das Dilemma, dass immer mehr Betriebe Stellen und Lehrstellen nicht besetzen können. Eigentlich eine Chance für Arbeitslose - aber die können oft die Anforderungen nicht erfüllen. Wessen Schuld ist das? Die des Staates? Oder die ganz persönliche, weil man keinen Bock hatte, wenigstens nen ordentlichen Schulabschluss zu machen?

Thema: Grundeinkommen...wurde hier auch schon heftig diskutiert. Die Frage, die immer noch steht, wer soll - wer will - das bezahlen?

Das Thema hat halt wirkliche viele Aspekte.

Arbeitslosigkeit ist immer ein gesellschaftliches Problem.
Du hast allerdings in den meisten Dingen recht.

Doch selbst objektiv betrachtet kann ich an Hartz IV nichts gutes erkennen, bis auf die Tatsache, daß Menschen in unserem Land ned verhungern können. Was natürlich lobenswert ist. ABER es kann doch dann genauso wenig sein, daß das System, daß die Gesellschaft, die sich dieses System quasi ausgedacht hat und im Endeffekt dann ja gutgeheissen hat, diese Menschen dann wiederum an den Rand der Gesellschaft drängt und über diese eine geschickt gemacht Hetze im Fernsehen/ in den Medien veranstaltet, kurz nachdem dies System auf den Weg gebracht wurde, aufgrund dieser Entwicklungen frag ich mich dann mit welchem Hintergedanken/welchem Ziel wurde das Hartz-IV-System denn dann überhaupt auf den Weg gebracht????

Klar könnte man sagen: 'Okay es verhungert keiner. Spitze.' Wenn wir in Afrika oder igdeinem anderen 3.Welt-Land wären würde ich sagen, Sinn und Zweck der Sache erfüllt. Da könnte man jubeln ob so einer Entwicklung.

Wir sind aber in Deutschland. Wo die meisten Menschen zu wohlhabend sind und nicht mehr wirklich wissen was wichtig ist und was nicht und wo Menschen, die EGAL aus welchem Grund auch immer - nicht verurteilt werden dürfen, weil sie in eine Situation geraten sind, in die JEDER geraten könnte.

Es ging ja um die Hetze gegen Hartz-IV -Empfänger, also das war das Thema, was der TE eröffnet hatte.

Auch wenn man Hartz IV objektiv betrachtet - und auch die Umsetzung objektiv betrachtet - kann man, gemessen an westlichen Werten, vor allem in Bezug auf Menschenwürde .. und Artikel 1 des GG lautet, wie wir alle wissen: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar', nichts erkennen was mich jubeln lässt oder dieses System als positiv bewerten lässt.
In einem Sozialstaat sollte es selbstverständlich sein, daß man nicht verhungern kann. Da kann man nicht nur aus dem Grund sagen: 'Jo..HartzIV ist top.'

In einem Sozialstaat sollte der Schutz der Menschenwürde ...

- und daß Menschen nicht diskrimiert werden für einen Umstand, in den JEDER geraten kann -

... genauso gegeben sein, wie Wasser und Brot.
 
Wir sind aber in Deutschland. Wo die meisten Menschen zu wohlhabend sind und nicht mehr wirklich wissen was wichtig ist und was nicht und wo Menschen, die EGAL aus welchem Grund auch immer - nicht verurteilt werden dürfen, weil sie in eine Situation geraten sind, in die JEDER geraten könnte.

Mich würde mal deine definition von Wohlhabend interessieren. Und auch was jetzt exakt dein Problem ist. Die Hartz IV Regelung an sich, oder dass man diskriminiert wird? Wobei das ohnehin subjektiv ist und ich gerne mal wissen würde, was genau man sich darunter vorstellen soll.
 
GIERIGER HARTZLER ... lol .. also der Begriff der bringt mich dermassen zum Lachen. Ja ihr gierigen Hartzler..kommt mal bitte alle aus Euren Ecken hervor und hebt die Hand ... und NUUUUN... zeigt uns was Euch Hartz IV alles beschert hat. Zeigt mir Eure Reichtümer. Euren Luxus.

Lächerlich.

Standard-Denken eines Durchschnitts-Menschen, wie es sie leider immer öfter in Deutschland gibt, jajaa wie gut Fernsehkonsum doch hilft sich keine eigene Meinung bilden zu müssen und einfach nur nachzulabern. Das was Du da jetzt vom Stapel gelessen hast, gehörte schon vor 5 Jahren zum Standard-Repertoire dieser Talkshows um die Mittagszeit rum. Die ich zum Glück meide, da ich schon ganz früh gemerkt hab, daß die Nebenwirkung des Konsums einer solchen Sendung folgende ist: Nachplappern, Klatschen wenn jemand anders dir sagt daß Du 'Jetzt' klatschen sollst und dir somit suggeriert was du gut zu finden hast und ganz schlimm : Gehirnzellenschwund !

Die Absudität dieses Denkens werd ich mal versuchen zum Ausdruck zu bringen:

-> 1000 Hatz-IV-Empfänger
davon sind:

-> 950 unverschuldet in die Situation geraten und bemühen sich um Arbeit oder haben gravierende Gründe keiner Arbeit mehr nachgehen zu können, denn um Frührente zu bekommen, da musst heute schon mit dem Kopf unterm Arm durch die Gegend rennen; diese 950 schämen sich für ihren Status ein sozialschwaches Mitglied dieser Gesellschaft zu sein

-> 50 sind genau die, die Du hier anprangerst, und selbstverständlich ist so ein Verhalten für jeden anderen ärgerlich, aber ich denke daß dieses Verhalten denen, die sich so verhalten am meisten Ärger einbringt und früher oder später werden sie es lassen müssen.

Und nun das Phänomen, mit dem ich auch gleich aufzeige, wer diejenigen sind, die wirklich rumjammern und die in mir den Verdacht wecken jemand zu sein, der gern den Finger hebt um damit auf andere zeigen und diese anprangern zu können - schön mit ihren Vorverurteilungen um sich schmeissen zu können:

Anstatt mal positiv zu denken, und anzuerkennen, daß es immernoch so ist, daß die meisten Menschen arbeitswillig sind und mal in die richtige Richtung zu schauen, nämlich in die: Was können wir machen um die arbeitswilligen wahrhaftig in Lohn und Brot zu bringen. Wie können wir das System verbessern? Wie könne wir unsere Energie mal produktiv nutzen, die wir verschwenden um über die Minderheit nachzudenken die wahrhaftig unwillig ist und über diese abzukotzen ...

NEIN...ihr haltet Euch auch noch an der Minderheit fest, die unwillig ist und könnt nix anderes als über die zu meckern und weils ja so einfach ist, und weil das ja auch im Fernsehen medienwirksam aufgebauscht wird und Fernsehen bei den meisten Menschen heute das Denken übernimmt.
Denn DA wird nämlich an denen festgehalten die den kleinsten Teil ausmachen und da wird ständig die Aufmerksamkeit derer hingelenkt, die das Medium Fernsehen immernoch ned durchschaut haben. Damit wir denken, daß ja alle Hartz-IV-Empfänger so sind. Damit bei der nächsten Kürzung wieder keiner was sagt oder bei der nächsten Geldervergabe, die Hartz-IV-Empfänger wieder übergangen werden und auch da jeder denkt: 'Richtig sooo, die dreckigen, arbeitsunwilligen Schmeissfliegen.'

Der wahre 'Jammerer' ist der, der sich an so einer kleinen Minderheit hochzieht...

- die eh bestraft wird, wenn sie sich dermassen unwillig verhält -

... und sich über den nächsten Hartz-IV-Bezieher aufregt, der nen 3er BMW von 1986 fährt, den er womöglich von Mama geschenkt bekommen hat, weil sie ihrem Sohn doch wenigstens in der schweren Zeit, wo er keine Arbeit hat und sich nichts leisten kann doch mal was gönnen und eine Freude machen wollte.


Im Grunde ist das soo paradox. Die über DIE IHR EUCH ständig aufregt und rumjammert, das ist so ein minimaler Teil der Bevölkerung - die bekommen SANKTIONEN LIEBE LEUTE, wenn sie nicht spuren. Die werden angeschrieben und dürfen vielleicht 1x nen 1€-Job ablehnen, vllt auch noch ein 2. Mal, wenn sie einen guten Draht zum Sachbearbeiter haben. Aber auf gar keinen FALL ein 3.Mal. Denn DANN wird ihnen 1/3 des eh schon sehr knappen Lebensunterhaltes gekürzt. Beim nächsten Mal das nächste Drittel .. bis sie nix mehr bekommen.
Und das sowas überhaupt geht in unserem schönen Lande ist der Knaller, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Und das mit den Sanktionen ist nicht nur so ein Gelaber. Das ist tägliche Routine in den deutschen Job-Centern. Das machen die sogar bei alleinerziehenden Müttern mit mehreren kleinen Kindern.

Meine Güte macht Euch doch erstmal schlau über eine Thematik, wenn ihr drüber redet. Und eins verrat ich Euch jetzt noch, was mein Opa schon zu mir sagte: Fernsehen ist nicht die Realität !!!! Was die uns im Fernsehen verklickern wollen, hat nix mit dem Alltag zu tun. Das ist dafür da, um Menschen die es nicht hinterfragen - und man sollte erstmal grundsätzlich alles hinterfragen - bevor man sich eine Meinung drüber bildet - dahin zu bekommen wo man sie haben will.
Zm Bsp. sollte man sich mal informieren, welchem Konzern welcher Sender gehört, und dann sollte man mal schauen welche Politiker in diesen Konzernen mitmischen, bzw. Verbindungen zum Vorstand -o.ä.- unterhalten. Wenn Du Dich jetzt fragst, warum Politiker? Die sind es, die sich solche hirnverbrannten Systeme wie HartzIV ausdenken, und die sind eben daran interessiert dieses System am Leben zu erhalten, vor allem auch deshalb, weil es die Arbeitslosenstatistiken schönt.

Und das ist ganz besonders bei den privaten Sendern so. Zeig mir da mal eine gut recherchierte und wahrhaft kritische Berichterstattung gegen unsere Politiker.
Und man wird durch Hartz-IV auch gaz bestimmt ned reich und Gier nützt nem Hartz-IV Empfänger ganz bestimmt nix. lol Denn die wird ganz bestimmt ned befriedigt werden. Das war schon eher zu den Zeiten so, wo es noch Sozialhilfe anstatt HartzIV gab. Da hatten die nämlich die Möglichkeit alles mögliche zu beantragen. Als Hartz-IV-Empfänger musst Du selbst für eine Waschmaschine und solche Sachen Geld ansparen, von den paar Kröten lol.

Oh mann..wie Ihr alle nur nachlabert was in Bild-Zeitung und den schlechten Sendern gezeigt wird.

'Gieriger Hartz-IV-Empfänger'.. das ist mein Wort des Monats.

Aufruf: Reicht alle die Kündigungen ein und frönt Eurer Gier..denn wenn ihr einen Hartz-IV-Antrag stellt geht's Euch soo gut. Zieht sie richtig ab die Job-Center. *Ironie off*

(Wenn ich an die Sozialberatungsstelle denke, die ein guter Bekannter leitet, und der mir immer wieder die Horrorgeschichten erzählt, wie die Hartz-IV-Empfänger, die zu ihm kommen, um jeden 1€ kämpfen müssen, daß einfach heimlich Geld einbehalten wird, Menschen kämpfen müssen um einigermassen würdige Lebensbedingungen zu haben. Mütter die zu ihm kommen, die nicht wissen wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Wenn ich allein an unserer 'Tafel' hier vorbei fahre und da die ganzen Leute sehe. So viele im Alter von um die 40 und 50..so viele Mamas mit ihren Kindern. Ey ihr solltet Euch so schämen, wegen ein paar schlechten gleich alle schlecht zu machen. Ich wünsch jedem der schlecht über HartzIV-Empfänger denkt, daß er mal in die Situation kommt.)

Und hier noch ein Beitrag zum Thema Hetze gegen Hartz-IV-Bezieher im TV ..denn das war ja das Thema .. der Beitrag ist schon ein bissl älter, aber daran sieht man auch nur, wie lange das Problem mindestens schon besteht.
Die Hetze gegen Hartz IV-BezieherInnen

EDIT: Kann es ein, daß der Post, wo jemand u.a. 'Gierige HartzIV-Empfänger' schrieb, gelöscht wurde? Ich wollte den zitieren und das ging im Nachhinein ned mehr und ich find den jetzt auch ned mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach deiner verqueren Logik dürfte es keine ehrenamtlichen Tätigkeiten geben.

Siehe anderer Gastbeitrag. Meine Quotendefinition impliziert in keinsterweise, dass es nicht auch eine Quote für Leute gibt, die unentgeldlich arbeiten. Wer weiß, wenn das Grundeinkommen bei 1500 € liegt, gehen einige, wie der andere Gast schrieb, vielleicht immer noch arbeiten. Oder gehen arbeiten und spenden noch was.


Du verweist auf eine zurechtgebogene Rechnung die mit den Lebenswirklichkeiten nichts zutun hat. Nach dieser Aufstellung lebt kein Mensch.

Muss ja auch keiner. Man kann das Geld auch komplett für Nahrung ausgeben. Ich habe mich auch nicht dazu geäußert, ob ich die Höhe insgesamt für angemessen halte, sondern lediglich behauptet, dass man damit nicht verhungert, erfriert oder obdachlos wird. Oder gibts Erhebungen, die zeigen, dass Hartz IV-Empfänger öfter als der Durchschnittsdeutsche verhungern, erfrieren oder obdachlos werden?
Wie hoch müsste Hartz IV denn sein, um diesen "Lebenswirklichkeiten" angemessen zu sein? Bitte ein bisschen vorrechnen. 😉

Mal ne Frage. Lebst du noch zu Haus bei Mutti?

Nein. Sinn? Oder soll ich raten? Nehmen wir mal an ich würde es. Das gäbe meinen Aussagen sicher entsprechende Angriffsfläche, obwohl das natürlich nichts über mein Wissen oder meine Erfahrungen aussagen würde. Vielleicht wäre eine Tendenz drin. Auf die Angriffsfläche ließe sich natürlich auch gut seine eigene Überlegenheit durch Lebenserfahrung projezieren. 😉 Gehts bitte ohne sowas? Kann doch nicht sein, dass ich in jedem Beitrag auf derartige Sachen eingehen muss. 😵


Was die soziale und gesellschaftliche Verpflechtung eines Inders oder eines armen Menschen in Somalia betrifft, so steht der Deutsche schlechter da. Armut in einer reichen Gesellschaft wiegt schlimmer auch wenn objektiv der Arme in der Reichen gesellschaft reicher ist als in anderen Ländern. Diese "Kinder in Afrika"-Vergleiche sind deshalb nichts weiter als Phrasendrescherei.

Und wieder: Das liegt an der subjektiven Einstellung, nicht an den objektiven Gegebenheiten. Nichts anderes habe ich gesagt. Es ist also eigene Erwartungshaltung und eigener Leistungsdruck. Verantwortung kann natürlich auch Druck erzeugen. Nichts davon ist verwerflich, kann aber ein - aus subjektiver Sicht - "schlechtes Leben" als Folge haben.

Du machst den Eindruck viel theoretisch zu philosophieren aber von praktischer Lebenserfahrung noch nicht viel gesehen zu haben.

Ja, ich konstruiere und vermute auf theoretischer Basis (zum Philosophieren fehlt irgendwie noch ne Metaebene). Nur was soll ich machen? Eine Studie, eine Erhebung, eine Doktorarbeit oder die Beschreibung von unheimlich aussagekräftigen Einzelfällen? "Praktische Lebenserfahrung" ist nämlich das worauf letzteres hinausläuft bzw. basiert. Wer gegen H4-Empfänger hetzt wird wahrscheinlich genau auf sowas zurückgreifen. Andersrum funktioniert sowas aber auch. Zudem dachte ich die Diskussion wäre schon lang über den Punkt hinaus, wo erkannt wurde, dass Hetzen Unsinn ist, da es sowieso jeden treffen kann. Daher meine Ergänzung, dass es in Zukunft wohl immer mehr Leute treffen wird. Nichts machen wollen und trotzdem kriegen wird damit immer weniger "hetzbar" sein. Nichts machen wollen und mehr haben wollen wird auch dann noch belächelt werden.

Interessant wäre, ein Arbeitsteilungskonzept für diese Situation eines stark automatisierten Überflusses. Hohes Grundeinkommen, aber jeder muss min. ein viertel Jahr einer vermittelten Arbeit nachgehen? Kostenlose Grundgüter (Was H4 ja schon teilweise ist)?


Olec
 
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