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Gast
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Wenn die großen Firmen so viel Arbeiter einstellen würden, wie Arbeit vorhanden ist, hätten wir beinahe Vollbeschäftigung.
Wer sind denn bitte die "großen" Firmen und woher haben die Ihrer Meinung nach die ganzen Aufträge, die die "vorhandene Arbeit" generieren? Ist das eine Art Verschwörungstheorie? Alá "Die Firmen haben Arbeit, aber sie wollen uns nicht arbeiten lassen!!11elf" ? Wohin sollen denn die ganzen Dienstleistungen und Waren verkauft werden, die produziert werden, wenn das deutsche Arbeitslosenheer plötzlich arbeitet?
Wussten sie das Deutschland diese Jahr den weltweit größten Handelsüberschuss aufweist (http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...trekord-im-handelsueberschuss-a-849680.html)? Das heißt wir exportieren weit mehr als wir importieren (monetär gemessen). Eine gesteigerte Binnennachfrage könnte also tatsächlich mehr Jobs schaffen, aber Vollbeschäftigung? Selbst wenn wir unseren Handelsüberschuss durch mehr Import ausgleichen, stößt die Nachfrage an Arbeitskraft an eine Grenze und die ist weit vor der Vollbeschäftigung erreicht. Global gesehen ist es letztlich auch nur ein Umschichten. Wenn hier jemand Arbeit hat, hat jemand sie in Taiwan halt nicht.
Wenn das Geld da ist, um Manager Millionen zu zahlen, könnte man auch an der Stelle realistische Löhne zahlen und dafür noch zwei, drei weitere Leute einstellen.
Und diese 2-3 Leute kommen dem Ziel der Vollbeschäftigung dann in welchem Verhältnis zu gute? Millionengehälter werden nicht in kleinen bis mittleren Firmen gezahlt, sondern bei Global aggierenden Unternehmen mit mehreren Tausend Angestellten.
Für jeden der ne Million im Jahr verdient könnten Sie 25 Leute einstelle, die 20000 € p.a. (ein Deutscher verdient durchschnittlich mehr als 30000 € p.a.) verdienen und dem Unternehmen in Deutschland wahrscheinlich nochmal 20000 € p.a. kosten. Damit das mal ne Relation erhält: Selbst wenn jeder Manager der 30 Dax-Unternehmen soviel verdienen würde wie der erste Platz (7 Mill. €) wären das 210 Mill. €. Nach obiger Rechnung also 5250 Leute einstellen. Bei einem Arbeitslosenheer von ca. 4 Millionen (bzw. 6 Millionen, wenn man das ganze Statistikgeschummel rausnimmt ^^) geht das im Rauschen unter. Sie können ja mal zusammenrechnen wie viele Angestellte diese 30 Dax-Unternehmen haben...
Bei dir hat die Gehirnwäsche voll funktioniert, was?
Bitte? Soll das in irgend einer Weise beleidigend wirken oder war es eine ernst gemeinte Frage? Falls letzteres zutrifft, was ich nicht glaube, weshalb ich auch einfach das "du" gestrichen habe: Ich kann mich nicht daran erinnern. 😉
Viele Leute Zeitarbeit = nicht existente Kaufkraft = Firmen im Mittelstand gehen Pleite.
Zeitarbeit (Arbeiterüberlassung) ist in erster Linie ein wirtschaftliches Instrument das Unternehmen helfen soll, dynamisch aggieren zu können. Das die Gestaltung "sozialer" sein könnte habe ich bereits gesagt. Das aber Firmen im Mittelstand deswegen in Konkurs gehen (wogegen Zeitarbeit u.a. eigentlich helfen soll) halte ich für eine schlichte Behauptung und fordere daher ein Quelle, die das irgendwie mittels Zahlen untermauert.
Ich sehe es keineswegs als Luxus an, warmes Wasser zu haben oder meine Lebensmittel kaufen zu können und nicht von der Tafel holen zu müssen. Macht man sich da Leistungsdruck?
Warmes Wasser: Gehört zu den Heizkosten, welche (normalerweise) in voller Höhe übernommen werden.
Miete: angemessene Bruttowarmmiete in Berlin 378 € für eine Person. Ich bezahle für 29 m² warm 260 € und wohne, wie ich finde, sehr angenehm.
Dazu gibt es dann den Regelbedarf von 374 €. Darin enhalten 128,46 € für Nahrung. Macht 4,28 € pro Tag. Davon kann man einen Tag überleben, ja sogar ohne Tafel. Ich trinke übrigens fast nur Leitungwasser, wenn man nicht gerade ungünstig wohnt ist das unheimlich günstig.
Und alles was dann kommt überschreitet die Schwelle des schlichten Überlebens (mit Ausnahme der "Gesundheitspflege"). Und dafür hat man noch nichts getan. Alle weiteren Bedürfnisse fangen dann langsam an Leistungsdruck zu generieren.
Dein Leben hängt bei Hartz IV übrgens davon ab, dass du einen Sachbearbeiter hast, der dir wohlgesonnen und kein völliges Schwein ist. Ich kenne Leute, die an diesem Druck zerbrochen sind.
Siehe oben. Man muss keine Angst haben zu sterben. Jedenfalls nicht in Deutschland. Bei psychologischen Problemen sieht das Ganze natürlich anders aus.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du das nicht mitbekommen hast. Gerade geht der Trend wieder in die andere Richtung, weil nicht mehr genügend Auszubildende da sind, aber ganz lang war ein Hauptschulabschluss beinahe eine Garantie, dass du gerade mal als Hilfsarbeiter was gefunden hast.
Die Frage nach dem Beispiel steht immer noch.
Ja und? Was ist falsch an der Spaßindustrie? Und wie du sagst schafft diese ja immerhin Arbeitsplätze. Ist doch super. Nur da arbeiten auch oft zwei für vier. Ich verstehe dieses Beispiel ehrlich gesagt nicht. Was willst du mir damit sagen?
An "Spaß"industrie ist nichts falsch. Und was ich damit sagen will: In Zukunft werden immer mehr Produkte von immer weniger Menschen produziert. Nicht weil die Menschen immer fleißiger werden, sonder weil es automatisiert wird. Ich habe schon ganze Produktionshallen gesehen die täglich eine Wertschöpfung von einigen Zehntausend Euro generieren und dafür waren nur 6 Leute notwenig. Die utopische Variante wäre eine Fabrik die produziert und dafür quasi kein menschliches Zutun benötigt. Einzig Rohstoffe und Energie müssten dann zugeführt werden. Ergebnis: niemand arbeitet, produziert wird trotzdem. Die Grenze bilden dann nur noch Energie und Rohstoffe, welche wie wir wissen begrenzte Fördermengen und Vorkommen haben.
Zeitarbeit ist moderner Sklavenhandel. Und einen Arbeitsplatz zu "verlagern", nur um dem Mitarbeiter weniger bezahlen zu müssen, aber dennoch genauso arbeiten zu lassen, findest du okay, oder was? Sowas kann nur von jemandem kommen, der entweder Chef oder von Beruf Sohn ist
Siehe ein bisschen oben und: einen Sklaven zeichnet aus, dass er nichts, aber auch wirklich gar nichts gegen seine Situation tun kann, misshandelt wird und auch in seiner "Freizeit" jemanden gehört. Aber egal. Wenn jemand die gleiche Arbeit für weniger Geld macht und ich ihn einstellen darf, dann ist das aus der Sicht des Arbeitgebers legitim. Für denjenigen der weniger verdient ist das natürlich Mist. Aber wenn er es tut muss es ihm irgendwie doch noch mehr geben als Hartz IV.
Dann muss zudem die Frage erlaubt sein: Wer in so einer Situation gibt wirklich alles und arbeitet sich kaputt? Wie motiviert und gewissenhaft arbeitet man dann? Welche Positionen werden mit Zeitarbeitern besetzte? Klingt nach Unterstellungen, nicht wahr? Nur was kann dem Zeitarbeiter passieren? Gefeuert werden und dann Hartz IV? Dann siehe oben. Jeder wird in dieser Situation wahrscheinlich "gefühlt abwägen", wie viel ihm das Mehr an Luxus gegenüber Hartz IV an motiverter Arbeit Wert ist.
Achja hier das gleiche wie für Tuesday: Sowohl der Chef als auch der Beruf Sohn sind wohl sehr wenig wohlwollend gemeint... Ist das nötig? Ja, ich bin ein Sohn und nein, ich bin kein Chef.
Selbstverständlich hängt mein Leben von meinem JOb ab. alleine schon wegen der Rente. Soll ich mit 60 vielleicht betteln gehen? Und was heißt bitte "Luxus"? Seine Miete bezahlen zu können und nicht zu verhungern empfindest du als Luxus? Zu mehr reicht das normale Gehalt heute nämlich kaum noch.
Dazu siehe oben. Hierfür nehme ich einfach mal Hartz IV als unterste Grenze des Gehalts an. 😉
In der Familie habe ich jemanden der jahrelang bei der TUI Schulungen und Seminarreisen gehalten hat. Dieser jemand hat zu seiner Zeit eine Ausbildung im Druck gemacht und die Stelle trotzdem bekommen. Davon abgesehen spricht dieser jemand noch nicht mal besonders gut englisch, hat aber stets die besten Bewertungen bekommen. An solche JObs kämst du heute garnicht mehr so ohne weiteres. Für vieles wo zuvor ein Hauptschulabschluß gereichthat brauchst du heute schon mittlere Reife, wo mittlere Reife gereicht hat, ein Abitur. ICh such dir später gern ein paar Beispiele raus.
Ich verstehe nicht ganz. Sollte das bereits ein Beispiel sein? Also ein Beispiel, wo jemand auf Grund von Überqualifikation abgelehnt wurde? Für mich klingt es irgendwie danach, dass jemand einen Job bekommen hat, obwohl er eigentlich nicht qualifiziert war, es aber trotzdem gut gemacht hat.
Und ja, man braucht heutzutage mehr Qualifikation für einen Beruf als früher. Dieser Trend wird sich auch fortsetzen. Warum? Tja, das hat mit dem "immer weniger Menschen, produzieren immer mehr" zu tun. Ein Bäcker muss heute halt nicht nur 20 Rezepte kennen und Teig kneten können. Er sollte größere Maschinen bedienen und teilweise auch warten können (und natürlich noch 20 Rezepte beherrschen). Damit kann er dann statt 300 Brötchen 10000 backen. In einer Großstadt mit viel Tourismus, sollte er dann noch ein bisschen Englisch sprechen. Tjoa und in der utopischen Zukunft wird das Brötchen vollkommen automatisch hergestellt und wird zum ersten Mal menschlichen Kontakt haben, wenn ich es von dem schwebenden Teller nehme der mich in meiner Wohnung besucht. 😉
Ist ja schön, dass es dir gut geht in unserer Welt. Aber leider haben viele nicht "dein" Glück. Deshalb tangiert dich das wahrscheinlich auch alles nicht. Aber wer weiß, die Zeiten können sich auch für dich mal ändern
Ich glaube in Deutschland könnte es fast allen ganz gut gehen, wenn sie erkennen würden was sie haben. Anderswo auf der Welt... ja da ich Ihnen Recht, da geht es Menschen richtig beschissen, aber so richtig, nicht so Deutschland-beschissen.
So gute Nacht, nochmal durchgelesen wird jez nix mehr. Also genießt die Fehler und das erhabene Gefühl, dass sie ein anderer gemacht hat. 😀
Olec