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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Heiß kalt - was soll ich davon halten?

Es gibt Leute, welche allgemein viel Zeit und Freiheiten für sich selber brauchen....weil sie es so gewohnt sind und sie es für ihr inneres Gleichgewicht brauchen.

Es gibt aber auch Männer...welche nicht viel Zeit haben und nicht so viel Nähe zulassen, weil sie z.B. noch eine andere Freundin haben oder mit der Frauensuche beschäftigt sind.

Sowohl die erste und die zweite Kategorie gibt es, ja. Er gehört, wenn, dann zur ersten. Zweiteres würde er mir sagen.
 
Wenn ihr mich fragt, solche Vorfälle sind doch wichtig, man wird mit seinen eigenen Ängsten konfrontiert, die kommen da wieder hoch.

Liebe Vayana, du könntest diese Pausen nutzen und deine Emotionen genau anschauen, in die er dich regelmässig wirft. Reagiere einmal NICHT zwanghaft. Nimm nicht das Telefon, frag nicht nach, auch wenn es dich juckt. Lerne diese Pausen auszuhalten. Das können kindliche Traumatas sein, die du nun aufarbeitest. Es kann sein, dass dir dieser Mann unbewusst hilft.
 
Ich glaube, dass viele Mitglieder dieses Forums dazu tendieren, jedes Verhalten erst einmal pathologisieren zu wollen. Das meine ich gar nicht böse, aber hier tummeln sich eben auch viele Menschen mit Traumata u. ä., man beschäftigt sich sehr stark mit den Motiven menschlichen Verhaltens und interpretiert jede sich bietende Situation menschlicher Konflikte auf Anomalien.

Den geschilderten Fall empfinde ich z. B. persönlich als völlig normal. Es prallen hier lediglich 2 Menschen aufeinander, von denen der eine gerne weiterhin seine Freiräume haben möchte, der andere, nämlich die TE, am liebsten jede freie Minute mit dem Mann verbringen würde. Im sozialen Miteinander kommt beides vor, es müssen jedoch überhaupt keine Ängste zugrunde liegen.

Die TE empfinde ich als sehr reflektiert, natürlich unzufrieden, weil sie es gerne doch anders hätte, aber trotzdem noch entspannt und keinesfalls hysterisch - ein bisschen unsicher vielleicht, weil natürlich ein anderes Verhalten immer auch ein bisschen Raum für Spekulationen bietet.

Weder bei ihm noch bei ihr würde ich das allerdings überbewerten und jetzt irgendwelche Ängste wie z. B. Bindungs- oder Verlassensängste herbeireden, die aufgearbeitet gehören.

Ich hoffe, ich krieg jetzt keine Haue. 😜
 
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Ich glaube, dass viele Mitglieder dieses Forums dazu tendieren, jedes Verhalten erst einmal pathologisieren zu wollen. Das meine ich gar nicht böse, aber hier tummeln sich eben auch viele Menschen mit Traumata u. ä., man beschäftigt sich sehr stark mit den Motiven menschlichen Verhaltens und interpretiert jede sich bietende Situation menschlicher Konflikte auf Anomalien.

Den geschilderten Fall empfinde ich z. B. persönlich als völlig normal. Es prallen hier lediglich 2 Menschen aufeinander, von denen der eine gerne weiterhin seine Freiräume haben möchte, der andere, nämlich die TE, am liebsten jede freie Minute mit dem Mann verbringen würde. Im sozialen Miteinander kommt beides vor, es müssen jedoch überhaupt keine Ängste zugrunde liegen.

Die TE empfinde ich als sehr reflektiert, natürlich unzufrieden, weil sie es gerne doch anders hätte, aber trotzdem noch entspannt und keinesfalls hysterisch - ein bisschen unsicher vielleicht, weil natürlich ein anderes Verhalten immer auch ein bisschen Raum für Spekulationen bietet.

Weder bei ihm noch bei ihr würde ich das allerdings überbewerten und jetzt irgendwelche Ängste wie z. B. Bindungs- oder Verlassensängste herbeireden, die aufgearbeitet gehören.

Ich hoffe, ich krieg jetzt keine Haue. 😜

Ich stimme dir bei allem zu, aber Bindungs- und Verlassensängste halte ich für etwas uiemlich normales, was auch in akuten Situationen entstehen kann, auch wenn man nicht traumatisiert ist. Z.B. weil eben ein Partner deutlich weniger Nähe braucht, fühlt sich der andere zurückgewiesen, wie hier. Da werden halt Ängste getriggert durch die akute Situation. Bei ihm vll ähnlich, dass er sich eingenommen fühlt, weil er so viel Nähe nicht gewohnt ist nach Jahren des Singleseins.

Ängste halte ich für das normalste der Welt. Jeder hat urgendwelche Ängste. Auch und gerade in Beziehungen.
 
Ich glaube, wir sind gar nicht weit auseinander. Was mir nicht so gefällt ist der Gebrauch des Angstbegriffs. Angst befindet sich für mich schon auf der negativen Seite eines Kontinuums - die extremen Ausprägungen Leichtsinn und Unbekümmertheit auf der einen Seite, auf der anderen die Panik oder Wahn.

Im Fall der TE würde ich daher viel lieber von Bedürfnissen sprechen, so wie Kirschblüte es direkt im 2 Beitrag beschrieb und auch viele andere Mitglieder es tun - die TE hat ein größeres nach Nähe, er hat eines nach Freiraum. Angst ist für mich schon viel zu viel hineininterpretiert, dabei nennt die TE es einfach unangenehmes Gefühl. Ich lese hier von Triggern, von Zwängen, Altlasten aus alten Beziehungen, womöglich eine schwierige Kindheit werden unterstellt, ein angeschlagenes Ego, Klammern, ganz krude der Beschiss durch andere Frau, Doppelleben, man ließe sich schlecht behandeln etc.

Nope - ich denke, es ist einfach eine Zeit, in der man sich annähert und in der beide eben noch ihr Ideal ausleben möchten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, wir sind gar nicht weit auseinander. Was mir nicht so gefällt ist der Gebrauch des Angstbegriffs. Angst befindet sich für mich schon auf der negativen Seite eines Kontinuums - die extremen Ausprägungen Leichtsinn und Unbekümmertheit auf der einen Seite, auf der anderen die Panik, gar Depression.

Im Fall der TE würde ich daher viel lieber von Bedürfnissen sprechen, so wie Kirschblüte es direkt im 2 Beitrag beschrieb und auch viele andere Mitglieder es tun - die TE hat ein größeres nach Nähe, er hat eines nach Freiraum. Angst ist für mich schon viel zu viel hineininterpretiert, dabei nennt die TE es einfach unangenehmes Gefühl. Ich lese hier von Triggern, von Zwängen, Altlasten aus alten Beziehungen, womöglich eine schwierige Kindheit werden unterstellt, ein angeschlagenes Ego, Klammern, ganz krude der Beschiss durch andere Frau, Doppelleben, man ließe sich schlecht behandeln etc.

Nope - ich denke, es ist einfach eine Zeit, in der man sich annähert und in der beide eben noch ihr Ideal ausleben möchten.

Mein Hinweis auf Ängste speist sich sicher auch aus eigenen Erfahrungen. Im Endeffekt können wir nur Überlegungen und Ideen anbieten und die TE muss schauen, was passen könnte.
Dass sie so darunter zu leiden scheint klang für mich einfach nach mehr als "mein Nähebedürfnis wird nicht so befriedigt, wie ich es gerne hätte", v.a. ihr Hinweis, dass es für sie sich nach Ablehnung anfühlt, klang für mich, als werden hier Ängste getriggert, dass er plötzlich aus ihrem leben verschwinden könnte. Genauso halte ich bei ihm zumindest latente Bindungsängste nicht für einen abwegigen Hinweis. Ob die TE sich oder ihn darin wiedererkennt, kann nur sie wissen.
 
Update: Es muss nicht immer der worst case sein.

Kurzfassung: Er hat tatsächlich eine Affäre, jedoch nicht mit einer Frau, sondern mit sich selbst. 😀

Und hier geht's zur Langversion:
Nach vielen Gesprächen und einer annehmbaren Menge Alkohol für uns beide 😉 habe ich erkannt, dass mein Partner tatsächlich zur Gattung "introvertierter Mensch" gehört. Dieser Kelch ist bisher an mir vorübergegangen, weil ich meist offene, eher extrovertierte Männer hatte. Kein Wunder, bin ich doch selbst die Extrovertiertheit in Person. 🙂

Was mir nicht klar war: Ihn stresst meine Extrovertiertheit genauso wie mich seine Auszeiten. Dass wir uns das so sagen konnten, ist meiner Ansicht nach aber schon mal eine gute Sache. Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie wir diese Persönlichkeitsunterschiede und das damit verbundene Nähe-Distanz-Bedürfnis so ausleben können, dass wir beide damit glücklich sind und haben eine erste Versuchsreihe gestartet. (Ja, das klingt alles andere als romantisch, aber eine Beziehung ist halt nicht immer mit Urlaub am Ponyhof zu vergleichen. 😉)

Lustigerweise haben uns diese Gespräche näher aneinandergebracht. Wir schaffen es mittlerweile, über unsere Eigenheiten zu lachen. Und wir haben unsere eigene Art von Romantik entwickelt. So bin ich zB einmal extra früh aufgestanden und hab mich aus seiner Wohnung rausgeschlichen, damit er seinen Morgen alleine verbringen kann. Er hat sich voll darüber gefreut. (Viele andere Paare würden hierauf vielleicht mit Kopfschütteln reagieren, aber was soll ich sagen? Wir sind halt so.)

Er hingegen hat einen Tag, den er sonst alleine im Dunkeln am Computer verbracht hätte (ja, ich weiß auch nicht, wie einen sowas glücklich machen kann, aber es ist nunmal so) gecancelt und mich mit einem Ausflug an den See überrascht.

Und ja, sowas klingt vielleicht nach Außen hin komisch, aber es scheint ein möglicher Lösungsweg für uns beide zu sein. Hoffe ich halt. Haltet uns bitte trotzdem die Daumen. Ich hab' so ein bisschen das Gefühl, wir lernen gerade zu gehen. 🙂

Vielen lieben Dank fürs Lesen und Posten und eure Kommentare und all das. Das hat dazu beigetragen, dass ich überhaupt den Mut gefunden habe, das Gespräch mit ihm zu suchen. Obwohl es eh auf der Hand lag. Aber dennoch ...

P.S.: Falls sich hier im Forum Introvertierte tummeln. Ich würde so gerne mehr darüber erfahren, wie das so ist, damit ich meinen Partner besser verstehen lerne. Vielen Dank!
 

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