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Heilung ohne Therapie?

Ist die Heilung von einem Trauma auch ohne Therapie möglich?

  • Nein, ich glaube nicht, dass man das alleine schaffen kann.

    Teilnahmen: 8 40,0%
  • Nein, ich habe die Erfahrung gemacht, dass man es alleine nicht schaffen kann.

    Teilnahmen: 8 40,0%
  • Ja, ich glaube, Heilung ist auch ohne Therapie möglich.

    Teilnahmen: 3 15,0%
  • Ja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Heilung auch ohne Therapie möglich ist.

    Teilnahmen: 5 25,0%
  • Ich glaube, der richtige Weg ist eine alternative Therapieform.

    Teilnahmen: 4 20,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    20

Grow

Mitglied
Hallo,
ich bin Überlebende sexuellen Missbrauchs in meiner Jugend durch meinen jeweiligen Partner (mit 11 und 15 Jahren). Heute bin ich 20 Jahre alt und mir inzwischen darüber im Klaren, dass di eUrsachen dafür tiefer liegen, nämlich durch eine gestörte Selbstwahrnehmung (kein richtiges Selbst-gefühl, dafür Überanpassung --> sog. "weibliche" narzisstische Persönlichkeitsstörung) durch emotionalen Missbrauch durch meine Mutter über meine gesamte Kindheit hinweg.
Ich lese Selbsthilfebücher, Ratgeber und Fachliteratur zu diesen Themen, habe schon einige große Schritte auf dem Weg der Heilung genommen - trotzdem stehe ich noch einem unendlich langen Weg gegenüber, bevor ich überhaupt daran denken kann "normal" zu leben.
Durch meine "Kämpfernatur", die alles mit sich selbst ausmachen will, und persönliche schlechte Erfahrungen mit Ärzten im Allgemeinen und auch Psychologen (in der Allgemeinmedizin Fehldiagnosen, falsche Medikamentenbehandlung, die Folgen waren teilweise schlimmer als die Erkrankung selbst; in meiner bisher einzigen therapeutischen Sitzung wurde ich mir Akupunkturnadeln abgespeist) möchte ich - zumindest im Moment - keine Therapie machen. In jedem einzelnen Thread in dem es um Missbrauch geht, wird aber als ultimativ-Methode die Therapie gepostet. Natürlich mag eine Therapie sehr hilfreich sein, aber nur einem Menschen, der sich darauf einlassen kann. Ich habe derzeit nicht das Gefühl dazu in der Lage zu sein.

Ist eine Therapie wirklich der einzige Weg, das Erlebte zu verarbeiten? Gibt es hier jemanden der evtl andere erfahrungen gemacht hat?
Evtl auch einfach alternative Therapieformen, abseits der Psychoanalyse und dem "Psychogequatsche", wenn ich das mal so nenen darf. Was ist mit Selbstheilung? Was ist mit anderen Methoden?
Über Antworten würd eich mich sehr freuen.

Vielen Dank
Grow
 
Hallo Grow,
Begriffe wie "krank" und "gesund" sind was die Psyche betrifft größtenteils Selbst- oder Fremdbeschreibungen eines an sich "neutralen" Zustandes. Sprich: Wenn du von dir sagst "ich bin zu 95% gesund" und der Arzt sieht nur die 5% Krankheit, die du AUCH siehst, können die Folgen/Konsequenzen beider Blickwinkel sehr unterschiedlich ausfallen. Kein Mensch dürfte objektiv gesehen zu 100% gesund sein. Die Frage nach Heilung bzw. Ausheilung von Erlebnissen, die einen starken negativen Eindruck im Leben hinterlassen (auch Traumen heftigster Art) kann nicht pauschal beantwortet werden - auch nicht vom besten Facharzt.
Ebenso der Begriff "Therapie": Letztlich kann alles, was jemand tut oder lässt, "therapeutische" Wirkung haben, selbst ein neuer Gedanke. Die Forschung sagt klar, dass schon ein kleiner Unterschied (auch im Denken, im Verhalten) enorme Folgen und Unterschiede nach sich ziehen kann. Selbst Freud hat manche Patienten in einer Sitzung "geheilt". Und in vielen Biografien lässt sich nachlesen, wie sich Menschen selbst therapieren oder es versuchen. DASS eine Krankheit zur Heilung irgendeine Art von "Behandlung" braucht, scheint logisch. Aber auch die Zeit heilt, wie der Volksmund weiß. Und wieder aus der Forschung ist bekannt, dass alte Wunden (neurologisch gesehen) durch neue, positive Erfahrungen "überschrieben" werden können, ja dass zu viel therapeutisches Fixieren auf das Problem, das Trauma etc. im Hirn die problemverstärkenden Strukturen erst aufbaut und wachhält. Das Ereignis selbst (in deinem Fall) ist ja "vorbei", alles was noch da ist, sind Hirnverbindungen. Und die lassen sich nun mal ändern, weil das Gehirn sehr flexibel ist. Einige eigentherapeutische Tipps in dieser Richtung findest du z.B. im Buch "Veränderung des subjektiven Erlebens" von Richard Bandler oder in "Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben" von Ben Furman.
Viele Leute heilen sich übrigens selbst dadurch, dass sie eine therapeutische Ausbildung machen und dort etwas lernen, das zuerst ihnen selbst und später vielleicht noch vielen anderen weiterhilft. Da kann schon der eine oder andere Workshop zum Erlangen und Ausbauen psychologischer Kompetenzen hilfreich sein.
Gruß, Werner
 
Dankeschön für deine liebe Antwort, Werner.
Danke auch für den Buchtipp.
Diese Art der Selbstheilung des Gehirns die du beschreibst, funktioniert die auch für größtenteils unbewusste Geschenisse in frühester Kindheit (der emotionale Missbrauch) oder nur das was der Mensch halbwegs greifen kann?
Liebe Grüße
Grow
 
Diese Art der Selbstheilung des Gehirns die du beschreibst, funktioniert die auch für größtenteils unbewusste Geschenisse in frühester Kindheit (der emotionale Missbrauch) oder nur das was der Mensch halbwegs greifen kann?

Liebe Grow,
gute Frage. Ich bin nun nicht selbst der Forscher und könnte mir auch denken, dass das sehr schwer überhaupt erforscht werden kann (in einem Labor). Wenn ich Menschen beobachte, die Schlimmes erlebt haben, denke ich: Ja, das geht. Auch das Gehirn und "die Seele" hat enorme Selbstheilungskräfte. Wobei die Art, wie wir über etwas reden oder denken (Vergangenheit), selbst oft mehr Einfluss hat als das Geschehen selbst.
Ich könnte z.B. sagen:
a) meine Eltern haben mich emotional nicht ausreichend bedacht oder geschädigt
b) meine Eltern haben ihr Bestes gegeben, den Rest muss ich selbst erledigen

Mein Gehirn wird nun je nach a) oder b) andere Assoziationen bilden und andere Erlebnisse für wichtig/unwichtig bewerten. Die Erlebnisse selbst (in der Vergangenheit) bleiben natürlich unverändert, nicht aber deren BEDEUTUNG!

Hier setzt übrigens moderne Psychotherapie an, Bedeutungen so zu verändern oder zu festigen, dass man mit seiner Vergangenheit, wie immer sie war, gut leben kann.

Gruß, Werner
 
Hallo Grow (was für ein schöner Name, könnte meine Wahl sein),

ich hatte jahrelang tiefste Depressionen und es ist einem Wunder zu verdanken, dass ich damals meinem Leben nicht ein Ende gesetzt habe.
Mir hat damals eine körperorientierte Psychotherapie geholfen. Es war ein sehr schmerzhafter Prozess aber am Ende war ich soweit, dass ich mit meiner Depression und mit meinen "Verhaltensstörigen" gut umgehen konnte.
Das Problem war aber, dass die Depression davon nicht wirklich wegging. Auch hatte ich das Gefühl, dass ich auch körperlich krank wäre. Untersuchungen ergaben, dass mein Körper tatsächlich an vielen Stellen ständig kleine Missstände zeigte aber nichts Grossartiges.
Die Körperorientierte Psychotherapie brachte mich irgendwann nicht mehr weiter. Ich war dankbar, dass ich sie kennengelernt und für mich nutzen konnte aber es musste irgendwie etwas noch ganzheitlicheres sein, spürte ich.
Auch störte mich vieles an der Beziehung zwischen Therapeuten und Patienten. So gut sie auch sind, irgenwann wächst man aus seiner Rolle raus und mag nicht mehr "behandelt" werden, sondern gleichberechtigt sein, finde ich...
Durch Zufall habe ich dann die Homöopathie endeckt und mich drüber infomiert.
Ich lernte den Unterschied zwischen der Klassichen und den anderen Homöopathieformen und entschied mich ganz eindeutig für die Klassische Homöopathie.
Da ich nicht selber an mir rumdoktoren wollte, weil es gefährlich sein kann, habe ich die Behandlung bei einer Homöopathin angefangen. Aber die schien mich nicht richtig zu "erkennen" und fand auch nicht das richtige Mittel. Dann führte mich ein glücklicher Zufall zu einer anderen Homöopathin, die echt brilliant ist. Sie hat das richtige Mittel gefunden und zum ersten Mal seit Jahren war ich wochenlang ohne Depression...Was für ein tolles Gefühl das war!!!
Sie musste mehrmals über Monate das Mittel wiederholen.
Jedenfalls bin ich seit dem ohne Depressionen und körperlich und seelisch voller Kraft! Dinge die jeden Bären umhauen würden, meistere ich ohne tiefe Schäden...

Ich wünsche Dir, dass du auch Deinen Weg findest!

Sag mal Grow, warum hast du dich für diesen Namen entschieden? Ich habe mal gelesen, das irgend ein Indianer Volk, wenn es was schlimmes erlebte, in einer Krise steckte, "Grow" sagte. Im Sinne von "Wachse durch deine Krise". Ich fand das sehr schön und in meiner Krisenzeit habe ich dann auch manchmal inne gehalten und zu mir selbst gesagt: "Wachse!"

Ich habe das Gefühl, dass Du es schaffen wirst. Frag mich nicht warum..;o)

Alles Gute, liebe Grow
 
Dankeschön lieber Werner und lieber Gast für eure lieben Ratschläge.

@ Werner
diese Methode die du da beschreibst, hört sich sehr richtig an und funktioniert wohl auch. so wie ich das verstanden habe funktioniert das ähnlich wie optimismus: die dinge positiv zu sehen zu versuchen
Ich bin mir aber nicht so sicher ob das für mein Problem die rrichtige Lösung wäre, denn seinen Blickwinkel so drastisch zu ändern, wenn man gerade erst beginnt, überhaupt zu begreifen und zu akzeptieren, dass das was mit einem gemacht wurde nicht in ordnung war, würde zu so einem frühen zeitpunkt gefühlsmäßig einer leugnung gleichkommen. ich glaube, dass das als entgültiger schritt sehr wirksam ist, wenn man mit seienr vergangenheit frieden schließen möchte - ich aber bin gerade erst am beginn des aufwühlens - und dass mir das aufwühlen nicht erspart bleiben kann ist klar, um etwas zu verarbeiten benötigt es die intensive beschäftigung mit der thematik, das nachfühlen der gefühle die nie gefühlt werden durften, das herauslassen aller wut, scham, trauer und verletzung, damit di epersönlichkeit, die in bestimmten bereichen noch die eines kindes ist, reifen und wachsen kann. Was meinst du?

@gast
vielen dank für deinen beitrag, deine geschichte hat mich berührt und mir hoffnung gemacht. Danke auch für deine lieben worte. es ist schön zu hören, dass du an mich glaubst, und das obwohl du mich gar nicht kennst. Während meiner Pubertät und während des ersten Missbrauchs hatt eich auch Depressionen, habe mich selbst verletzt und hatte suizidgedanken. Da ich aber mit niemandem darüber sprechen konnte
, war auch keine behandlung möglich. irgendwann habe ich mich dann selbst "behandelt", habe für veränderungen gesorgt, mich mit positiven dingen umgeben, mir das hören von traurige rmusik verboten und viele geschichten und gedichte geschrieben. so habe ich mich selbst geheilt. Daher weiss ich, dass ich es kann, es ist eines der wenigen dinge auf die ich wirklich stolz bin und es hat mir schon in so frühen jahren viel lebenserfahrung und stärke gebracht. deshalb frage ich mich, ob ich nicht auch mein trauma selbst heilen kann.
auf den namen grow bin ich gekommen, weil es für mich an der zeit ist, zu wachsen. Ich will nciht länger Opfer sein, ich will wieder mein eigenes Leben zurückhaben und ich will dafür kämpfen, zu heilen, egal wie schwer der weg werden wird. Ich muss das schaffen, und ich will das schaffen. ich will daran wachsen, ich will wachsen. ich will auch dem kleinen mädchen in mir, das nie die chance hatte, sich richtig zu entwickeln, das kein normales kind sein durfte, die chance geben, zu wachsen und sich gesund zu entwickeln, meine seele, mein herz und meien sexualität.Es gibt auch ein sehr schönes Lied von dem Soulsänger Lemar, das heisst "Time to grow". Darin singt er über eine vergangene Beziehung, die entgültig vorbei ist, und der es sich nicht mehr lohnt nachzutrauern. "I think it's time to grow" singt er darin, und genauso fühle ich mich. Daher "Grow".
 
... und dass mir das aufwühlen nicht erspart bleiben kann ist klar, um etwas zu verarbeiten benötigt es die intensive beschäftigung mit der thematik, das nachfühlen der gefühle die nie gefühlt werden durften, das herauslassen aller wut, scham, trauer und verletzung, damit die persönlichkeit, die in bestimmten bereichen noch die eines kindes ist, reifen und wachsen kann. Was meinst du?

Liebe Grow,
was du über das "Verarbeiten" denkst ist der Stand der Psychologie - oder sagen wir mal genauer, eines Teils der Psychotherapie - bis vor 20 oder 30 Jahren. Da meinte man, das "Aufarbeiten", "Aufdecken" etc. bringe eine Heilung. Heute weiß man, dass es auch so etwas wie ein "Gesundes Verdrängen und Vergessen" gibt und häufig gerade erst das Ausbreiten und viel-darüber-reden ein Trauma richtig wirksam werden lassen.

Aber sicher lässt sich das nicht pauschalisieren. Wenn du den Eindruck hast, es tut dir gut, wie du es machst, hab mal Vertrauen in deine Einsichtsfähigkeit. Auch wenn das Psychologen nicht so gerne hören glaube ich doch dass der psychisch angeschlagene Mensch zu großen Teilen sein eigener "Heiler" sein kann, wenn man ihn lässt oder ihn ein wenig dazu anleitet. Prinzipiell würde ich "Lernen" oder "Hilfe zur Selbsthilfe" jederzeit dem "Behandeltwerden" oder "Therapiertwerden" vorziehen.

Es geht auch - sorry, wenn ich dir da widerspreche - nicht um Zweckoptimismus oder Gutreden. Sondern um das Zurückgewinnen der "Deutungs- Hohheit" über vergangene Ereignisse. Du sollst selbst entscheiden, was für dich langfristig gesehen welche BEDEUTUNG hat (nicht welche gefühlsmäßige Wirkung).

Ein Bekannter von mir, der als Kind entführt und von der Polizei befreit wurde, sagte zum Beispiel: Ohne dieses Trauma hätte ich viel weniger über mich selbst erfahren, nicht gewusst, dass sich sehr viele Menschen um mich Sorgen machen, sogar ihr Leben für mich aufs Spiel setzen. Das hat mich sehr geprägt und beeindruckt. Das Ereignis selbst kann also sehr schlimm (gewesen) sein. Aber er hat selbst entschieden, nicht mehr als Opfer den Tätern noch lange einen Gefallen zu tun sondern es als nützliches Element in seinem Leben zu integrieren.

Dazu und dahin gibt es sicher viele Wege, therapeutische und andere - etwa künstlerische, wie du ja auch von dir geschrieben hast.

Wollte dir noch schreiben, welche Assoziation mir kam, als ich deinen Kunstnamen hier las - ein Spruch aus dem Talmud:

"Even the smallest
blade of grass
has it's angel
watching over it
that whispers:
Grow, grow."

Weiterhin fruchtbares Wachsen wünscht dir
Werner
 
Hallo Grow,

ich merke schon, du bist auch so eine die sich am eigenem Schopfe aus dem Sumpf zieht.
Ich kann auch sehr gut verstehen, dass ein aufmerksamer Mensch keine Lust auf das Gelaber der Psychologen hat, wie gesagt. Und dann die ganzen Theorien, die durch andere Theorien widerlegt werden usw... Die Therapeuten, die nach Macht zu gieren scheinen.
Mit Ihre Pseudo-Objektiviät und ihren menschlichen Schwächen und Schwachstellen, die sie leider oft weder kennen noch zugeben...
Ganz ehrlich: Die anderen Therapien waren mir zu banal, die Therapeuten zu "doof"...
Auch wollte ich wissen, wie hoch die Erfolgsquoten sind. Die meisten Therapien führen nämlich nicht zum Ziel. Darüber wird leider nicht geredet...

Mein Ansatz bei der Psychotherapie war, dass ich zu jemanden gehe, der mich in einer bestimmten Phase begleiten darf. Und körperorientiert musste die Therapie sein, weil der Zugang zur Seele viel direkter ist - der Körper reagiert absolut ehrlich ohne kopflastige Tricks! Über "Körperarbeit" gelangst du an deine Quellen auch, wenn Du sonst zu resistent, zu schlau, zu selbstständig bist, um dir therapeutisch "helfen lassen" zu können...

Aber etwas zu Deiner eigentlichen Frage:

Ich glaube schon, dass man ohne Hilfe bis zu einem bestimmten Punkt kommen kann. Aber die Frage ist wie weit Du kommen willst. Ich spüre bei Dir (sogar durch die Pixel durch ;o)), dass du absolut tief gehen möchtest.

Weisst du, du könntest z.B. hinabsteigen in Untiefen einer Verletzung und wärst plötzlich wieder Opfer. Nehmen wir mal z.B. an, deine Mutter wäre unglaublich kalt zu dir gewesen, so dass du fast "erfroren" wärst. Nehmen wir an, Du könntest aus eigener Kraft bei der Bewältigung Deiner Vergangenheit wieder zu dieser Stelle zurückkehren.
Du würdest frieren, zittern, wärst ganz klein und hilflos (also irgendwie eine Wiederholung der Situation, die sich körperlich zeigt) und dann? Alleine würdest Du Erkenntnis gewinnen aber das Wissen um etwas alleine hilft leider nur begrenzt. Das wissen drum, dass Deine Mutter kalt war, macht dich vielleicht resisten/stark aber wärmt dich leider nicht).
Nun stell Dir das Ganze nochmal vor aber jetzt ist deine Therapeutin zur Stelle, die dich mit einer dicken Decke und vielleicht sogar warmen Händen "auffängt". Das kann heilend wirken!
Das ist nur ein Beispiel...
Wegen der Homöopathie schreibe ich dir auch noch etwas aber nicht jetzt.
mein bett ruft!

nochmal liebe grüsse und gute nacht
gast
 
vielen, vielen dank liebe gast!!!
Ich hatte beim lesen das Gefühl dass du wirklich verstanden hast worum es mir geht und was mein problem ist. Ich hatte bis jetzt eine einzige mini-mini-therapie-sitzung die eigentlich ungewollt war, ich war krank und brauchte ein attest für die uni, die ärztin zu der ich eigentlich gehen wollte war nicht da, aber der arzt mit dem sie sich eine praxis teilte, war auch allgemeinmediziner nur dass er zusätzlich psychotherapeut war was er jetzt vor allem praktizierte. Wie gesagt, ich wollte eigentlich nur ein attest haben und vielleicht etwas gegen meien magenschleimhautentzündung, und da shab ich ihm auch gesagt, aber er hat sofort angefangen zu analysieren, "wie heisst ihr freund mit vornamen?", "wa smachen sie beruflich?", "was ist ihre mutter für eine frau?" - da kam ich mir einfach vor wie im falschen film! Ich bin mir sicher, dass der therapeut so auf den grund meiner psychischen probleme gekommen wäre - was aber trotzdem komplett unnötig ist, weil ich sie ihm auch SAGEN kann. Die sache ist die, ich habe mich schon sehr früh in meiner kindheit für psychologie interessiert (warum wohl...;-)) und ich bin bestens informiert, in manchen teilgebieten die mich betreffen vielleicht besser als . Zudem wehre ich mich entschieden gegen die klassische Freudsche Psychoanalyse, da ihr Ansatz komplett frauen- und opferfeindlich ist: Freuds Schwestern wurden als Kinder vom Vater missbraucht, Freud, der ja zum übervater der psychologie hochstilisiert wurde und immer noch wird, wollte nicht das überhöhte bild seines vaters aufgeben und machte die schwestern zu den schuldigen: sie hätten den vater verführt. daher rührt seine ganze bescheuerte ödipus-theorie und da krieg ich - mal drastisch gesagt - das kotzen.
Wenn ich eine Therapeutin finden könnte, die kompetent ist in den Bereichen sexueller und emotionaler Missbrauch und weibliche narzisstische Persönlichkeitsstörung, zudem klar Stellung bezieht und feministisch ist, dazu sympathisch, so dass ich das gefühl habe mich ihr öffnen zu können, am besten dasselbe erlebt hat, weil ich leuten lieber aus eigener erfahrung glaube, und eine sex-positive einstellung hat, evtl. ein bisschen ahnung vom tantrismus, sodass auch wirklich eine therapie auf allen ebenen stattfinden könnte - würde ich sofort eine therapie machen. Sojemanden zu finden ist aber wohl eher unmöglich... Aber wenn eine therapeutin wenige rmitbringt, glaube ich mir selbst besser helfen zu können - ich weiss ja schliesslich um was es mir geht.
Das mit dem auffangen stimmt schon, was du gesagt hast, das hat mir auch wirklich zu,m nachdenken gegeben - ich glaube aber nicht dass ich mich jemandem von dem ich mich nicht absolut verstanden fühle, niemals so weit öffnen könnte, dass es so weit überhaupt kommt. ich habe viel gehört davon, dass - gerade narzisstisch gestörte persönlichkeiten - in de rtherapie unterbewusst eine bestimmte rolle einnehmen um sich selbst zu schützen- was natürlich niemals zum erfolg führen kann.
Grundsätzlich muss ich aber zugeben, so sehr ich mich uch mit den psychologischen ansätzen befasst habe, habe ich keien ahnung wie eine konkrete therapie aussieht, bzw aussehen könnte, abseits der genannten psychoanalyse. Hast du selbst vielleicht erfahrungen auf diesem gebeit gemacht?
grow
 
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