Ich könnte ja immer sooo einen Hals kriegen, wenn ich sowas lese. Offensichtlich ist es bei manchen Zeitgenossen heutzutage ein Volkssport, wie man den Vermieter am besten um die Miete prellt. :mad:
Nehmen wir mal die Threaderstellerin. Seit drei Monaten "kaum" Miete gezahlt... was heisst kaum? Vermutlich bedeutet das KEINE Miete. Ihr ist bekannt, dass die Vermieterin die Miete dringend benötigt, da Schulden auf der Immobilie lasten. Statt sich um die erforderlichen Schritte zu kümmern, wie gegen den Arbeitgeber vorgehen, Behörden aufsuchen um evtl. Zuschüsse zu beantragen wird lieber gar nicht gezahlt.
Dann der Beitrag von Susie37...
Aber
immer wieder hinbekommen, nur meldete sich mein Vermieter schon nach Zwei
nicht gezahlten Mieten bei mir!
Das ist auch das gute Recht des Vermieters, schon bei der ersten säumigen Miete. Eine Kündigung hat leider erst bei drei rückständigen Mieten Bestand, aber die Mieten anmahnen kann der Vermieter mit gutem Recht schon vorher.
Ich kann diese Mietnomadenmentalität echt nicht nachvollziehen. Jeder Mensch weiss, dass er ein Dach über dem Kopf braucht. Also hat seine höchste Priorität den Mietzahlungen zu gelten.
Jeder Mensch kann mal in finanzielle Schwierigkeiten geraten, keine Frage. Aber dann sollte man so fair sein, alle möglichen und erforderlichen Schritte zu gehen und zudem auf den Vermieter zuzugehen, und ihm die Lage zu schildern, damit dieser weiss, was los ist.
Ich vermiete selbst Wohnungen, und es kam auch schon vor, dass ein langjähriger Mieter plötzlich arbeitslos wurde und es geschlagene 4 Monate dauerte, ehe sein Arbeitslosengeld durch war, weil der Arbeitgeber keine Unterlagen aushändigte. Mein Mieter schilderte mir ganz offen seine Lage und ich war gerne bereit, ihm Zahlungsaufschub zu gewähren, eben weil er zuvor immer zuverlässig war und er mich ständig auf dem aktuellen Sachstand hielt. Und unaufgefordert zahlte er dann umgehend die rückständigen Mieten, nachdem seine Anträge endlich durch waren. So gehört sich das!
Mietnomaden können einem Vermieter das (finanzielle) Genick brechen, wenn dieser auf die Mieten angewiesen ist, um eine finanzierende Bank zu bedienen. Erst bei der dritten säumigen Mietzahlung hat eine Kündigung bestand, hat man Pech und der Mieter zieht trotz der Kündigung nicht aus, und bleibt weiterhin seine Verbindlichkeiten schuldig, kommen erst richtige Kosten auf den Vermieter zu, da er dann eine Räumungsklage anstreben muss. Das bedeutet zusätzliche Anwalts- und Gerichtskosten, mit denen er zunächst in Vorkasse gehen muss. Gewinnt er den Prozeß, hat der Mieter diese Kosten zwar zu erstatten, aber ist bei ihm nichts zu holen, bleibt der Vermieter auf den Kosten
und den säumigen Mieten sitzen, da nutzt dann auch ein Titel nichts, wenn die Eidesstattliche Versicherung geleistet wurde.
Nochmals zur Threaderstellerin: Du kannst jetzt schon deine Miete nicht bei der alten Vermieterin zahlen, wieso sollte sich das ändern, wenn jemand anders dein Vermieter wäre?
Und nur mal so nebenbei, ein Haus kauft man nicht mal eben so aus der Portokasse, jedenfalls nicht der Ottonormalverbraucher. Es muss in den meisten Fällen über eine Bank finanziert werden. Und wer nicht über genügend Reserven verfügt, um Mietausfälle überbrücken zu können, der wird in deinem Fall im Nullkommanichts genaus so ruiniert dastehen, wie deine jetzige Vermieterin!