Zusage von ein KH hat sie schon (4852€brutto) und Favorit KH ist Montag (5250€ mit mehr urlaubstagen)
Zu dem Haus selber und eurem Finanzierungsmodell wurde ja bereits viel gesagt. Daher möchte ich nochmal einen anderen Aspekt ansprechen:
Verstehe ich das da oben richtig?
Deine Frau beginnt erst als Ärztin in den nächsten Wochen / Monaten zu arbeiten?
Was machst du, wenn sich in den ersten Wochen herausstellt, dass sie dem Stress nicht gewachsen ist und abbricht? Medizin zu studieren ist das eine, als Medizinerin wirklich in einem Krankenhaus als Assistenzärztin zu arbeiten mit all seinen Fallstricken, Schichtdienst und Bereitschaften etwas ganz anderes.
Da deine Frau wohl etwas besser verdient als du und ihr Gehalt fest in euren Finanzierungsplan eingewoben ist, gehst du hier ein schwer kalkulierbares Risiko ein. Etwas anderes wäre es natürlich, wenn sie schon eine gewisse Zeit gearbeitet und sich eingewöhnt hätte.
Wenn deine Frau ihren Job abbrechen muss, bricht euer ganzes, sonst eigentlich ganz gut durchdachtes Finanzierungskonzept auseinander.
Du hast zwar gut gerechnet und ich halte eure Finanzierung (mit Vorbehalt, dass euch wirklich die 3.2k netto deiner Frau regelmäßig zulfießen) für solide, aber nach dieser Info da oben vernachlössigst du den "Faktor Mensch".
Bedenke auch, deine Frau bekäme bei Abbrauch in den ersten Wochen / Monaten nicht mal ALG 1 zur Überbrückung und ihr steht dann da mit einem Hauskredit, noch weiter fälligen Mietzahlungen, frisch ausgegebenen 170k Eigenkapital und einer dann eher mageren Rücklage von 50k, die dann wirklich Monat für Monat schnell aufgezehrt sein wird.
Ich hätte mit dem Hauskauf tatsächlich noch 6 - 12 Monate gewartet, in dieser Zeit etwas mehr EK auf die hohe Kante gelegt und geschaut, wie sich deine Frau im neuen Job so schlägt.
Jetzt kennst du deine Frau natürlich weit besser als ich und ich will mich da auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Doch ich habe eine gute Bekannte aus Schulzeiten, ebenfalls Medizinerin. Wir haben 2004 zusammen unser Studium begonnen. Wir haben öfters mal zusammen gelernt (Mathe, Physik, Biochemie). Sie ist tough, sehr intelligent, absolut belastbar, meisterte das Med-Studium in Regelstudienzeit mit sehr guten Noten, begann nach Promotion ebenfalls als Assistenzärztin in einer Kreisklinik nahe Frankfurt.
Sie hat nach 3 Monaten geschmissen, konnte nicht mehr, war psychsich völlig am Ende.
Hätte ich so bei ihr nie erwartet. War dann 2 Jahre weg vom Fenster (Burn Out), hatte zu ihrem Glück eine intakte Familie, die sie auffing. Doch sie hatte zu diesem Zeitpunkt keine Kinder, keinen Kredit und auch sonst keine privaten Belastungen. Der Stress im Beruf hat gereicht.
Hier sehe ich daher einen großen Schwachpunkt in deinen Planungen und auch das größte Risiko des Scheiterns.