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Hat unsere Beziehung eine Zukunft?

grisu009

Neues Mitglied
Hey erstmal und danke für alle die sich das hier durchlesen.. ich bin aktuell sehr am verzweifeln und brauche dringend Rat..

Vorweg: Der Text ist trotz Kürzung lang, mir fällt es unglaublich schwer zu filtern, was das Wichtigste ist. Vieles steht deswegen nur oberflächlich da, fragt gerne nach. Und das ist nur meine Sicht, sie würde einiges anders erzählen und hätte an manchen Stellen wahrscheinlich recht. Ich weiche Konflikten aus, ich rede Leuten nach dem Mund und kriege Streitverläufe hinterher oft nicht mehr zusammen, es kann also sein, dass ich unbewusst Dinge verdrehe.

Ich bin 25, sie ist 23, wir sind fast vier Jahre zusammen und wohnen seit dreieinhalb Jahren zusammen. Sie ist meine erste Beziehung, ich habe keinen Vergleich, und genau deswegen frage ich hier. Ich will irgendwann Kinder und ein stabiles Leben, aber nicht in einer Beziehung bleiben, nur um nicht alleine zu sein.

Zu mir: Ich habe seit meiner Kindheit eine massive Verlustangst und war bis zu dieser Beziehung eigentlich immer alleine. Seit ein paar Wochen bin ich erstmals in Therapie, diagnostiziert wurden ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung, Angststörung, Zwangsstörung, phasenweise Depression und Hypersexualität. Mein Therapeut hat nach den ersten Gesprächen gesagt, ich wirke auf ihn wie ein gefügiger Blitzableiter in dieser Beziehung. Sie kommt ebenfalls aus einem sehr schwierigen Elternhaus und hat hier vor Ort weder Familie noch Freundinnen. Wir waren füreinander die einzige enge Bezugsperson.

Wenn es gut läuft, ist es wunderschön. Uns wird nie langweilig und ich kann bei ihr zu hundert Prozent so sein wie ich bin. So einen Menschen hatte ich vorher nie, und ich bin sofort in eine Abhängigkeit reingerutscht.

Vor gut drei Wochen haben wir uns am selben Tag alles gebeichtet.

Ich konsumiere seit meiner Jugend zwanghaft Pornografie, während der Beziehung ist es eskaliert. Ich habe auf diversen Plattformen für Inhalte bezahlt, mit Frauen geschrieben und im Internet nach Leuten aus ihrem Umfeld gesucht, und ich habe sie darüber jahrelang angelogen. Sie hat es mehrfach mitbekommen, einmal habe ich vier Monate durchgehalten und bin dann rückfällig geworden. Ich schäme mich abgrundtief dafür und relativiere davon nichts. Inzwischen habe ich Filter auf meinen Geräten, bin in Therapie und vernichte meine alten Datenträger, das erste Mal, dass ich wirklich etwas tue und nicht nur verspreche.

Sie geht seit Anfang letzten Jahres oft feiern und hat in der Zeit immer wieder mit verschiedenen Männern rumgemacht, bis vor kurzem. An einem dieser Abende, vor etwa anderthalb Jahren, hatte sie mit einem Mann Sex in einem Hotelzimmer. Genau in dieser Nacht hatte ich ihr geschrieben, sie soll Spaß haben und mich nicht vergessen, und sie hat geantwortet, dass sie mich natürlich nicht vergisst. Vier Stunden später ist es passiert. Sie sagt, es seien nur fünf Minuten gewesen, an anderer Stelle sagte sie, der Sex sei auf jeden Fall gut gewesen. Als sie später wütend auf mich war, hat sie mir Bilder von ihm geschickt und seinen Namen gesagt, dafür hat sie sich mehrfach entschuldigt. Sie sagt aber auch, sie fühle sich nicht mehr richtig schuldig, weil sie meine Sachen für schlimmer hält.

Sie wollte sich trennen, dann wollten wir es doch versuchen, dann hat sie entschieden, dass wir auf Probe sind, also faktisch getrennt. Praktisch hat sich außer dem Label nichts geändert: Wir wohnen zusammen, schlafen im selben Bett, kuscheln, haben Sex, machen Ausflüge, nach außen weiß niemand etwas. Mal sagt sie, sie kann das auf keinen Fall mehr, mal, sie versucht es, egal wie lange es dauert. Einen Zeitrahmen gibt es nicht. Sie war seitdem auch schon wieder zwei- oder dreimal feiern und sagt, der Abstand von mir tue ihr gut. Dass inzwischen auch ich überlege, ob ich das noch will, hat sie überhaupt nicht verstanden.

Das Fremdgehen ist nicht mein einziges Thema und hat bei mir das Fass ein bisschen zum überlaufen gebracht, aber es ist ehrlich gesagt nicht mal das größte. Das meiste hat mich schon vorher gestört, ich habe es nur nie ausgesprochen.

Ich mache in dieser Beziehung sehr viel und ich mache es gerne. Ich habe sie immer gefahren und abgeholt, oft morgens um sechs vom Feiern, danach teils noch ihre Freundin in eine andere Stadt, auch wenn ich am selben Tag arbeiten musste. Ich koche und mache aktuell fast den ganzen Haushalt, mit gebrochenem Fuß bin ich dafür auf einem Bein durch die Wohnung gehüpft. Ich mag es, gebraucht zu werden. Umgekehrt ist sie schnell genervt, wenn sie mal etwas machen muss. Und wenn ich von der Feuerwehr oder meiner Ausbildung erzähle, interessiert es sie kaum, während ich mir ihre Partygeschichten hundertmal angehört habe.

Ich spreche fast nie an, was mich stört, das ist mein Fehler. Streits laufen fast immer gleich: Sie sagt etwas, ich sage meine Sicht, sie sagt, das stimmt nicht. Ich erkläre es nochmal, sie sagt wieder, das stimmt nicht. Sie ist überzeugt davon, dass ich sie dabei verarsche, und sie hält mich für manipulativ. Ich glaube nicht, dass sie das taktisch meint, sie sieht es ehrlich so. Ich kann diese Diskussionen deshalb nicht gewinnen und ziehe immer den Kürzeren, egal worum es geht.

Aus kleinen Situationen wird sehr schnell eine Trennungssituation, und das oft. Ich bin schon per WhatsApp verlassen worden, weil ich am Telefon genervt war, als sie nachts fragte, wo ich bleibe. Oft heißt es im Streit, ich soll die Wohnung verlassen, sie brauche ihren Raum, ich könne ja zu meiner Mutter drei Kilometer weiter. Weigere ich mich, heißt es, ich nötige sie damit, mit mir zusammen zu sein. Gehe ich, läuft der Streit auf WhatsApp weiter und wird schlimmer. Am Ende eskaliert es fast immer und ich entschuldige mich.

Zweimal bin ich nicht in die Wohnung gelassen worden. Das erste Mal im Februar mitten in der Nacht, ich hatte einen frisch gebrochenen Fuß, keinen Schlüssel dabei und habe mich nicht getraut zu klingeln, weil ich Angst hatte, es schlimmer zu machen. Ich musste meine Mutter anrufen. Das zweite Mal war gestern.

Was in Streits gesagt wird, trifft mich sehr. Sie hat heute alle Fotos von sich auf meinem Handy gelöscht und gesagt, ich solle unser gemeinsames Profilbild rausnehmen, ob mir das nicht peinlich sei. Am Valentinstag hat sie sich in einem Streit betont aufreizend angezogen und gesagt, sie gehe jetzt zu ihrem Schulfreund, nur um mir zu zeigen, dass sie es kann. Und sie hat mir gesagt, ich solle zurück in mein Junggesellenzimmer bei meiner Mutter ziehen und mir wieder Nutten kaufen, weil ich anders bei Frauen nicht mehr lande. Dass ich meine ersten sexuellen Erfahrungen mit Prostituierten hatte, weiß sie von mir. Sie sagt so etwas nur, wenn sie wütend ist, das weiß sie selbst, aber es zielt jedes Mal auf das, wofür ich mich schäme oder was ich ihr anvertraut habe.

Ich habe außerdem unzählige Feuerwehreinsätze und Vereinsabende sausen lassen, weil sie enttäuscht oder genervt war, wenn ich los wollte, und mehr als einmal hatte ich mitten im Einsatz Streit mit ihr.

Ich kaufe ihr gerne Kleidung, weil ich sie darin schön finde. Getragen wird die dann fast nur zum Feiern, und wenn ich sage, dass ich sie darin auch mal sehen will, heißt es, ich soll ihr einen Anlass geben. Für Dates ist oft kein Geld da, fürs Feiern und für Alkohol war immer welches da, auch als sie arbeitslos war.

Zwei Dinge kann ich schwer einordnen. Erstens: Sie hat mich monatelang gedrängt, Ecstasy zu probieren, ich hatte wegen meiner psychischen Sachen Bedenken. Ich habe mich doch überreden lassen und hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch, danach habe ich gesagt, dass ich das nie wieder nehme. Im Dezember hat sie mir beim Feiern trotzdem etwas davon in Pulverform ins Getränk gemacht, ohne dass ich es wusste, und es mir Wochen später gebeichtet. Ich habe es nicht geschafft, darüber wütend zu sein. Nicht mal darüber, weil ich solche Angst hatte, dass sie geht.

Zu gestern: Ich war nach Jahren bewusst mal wieder auf einem Feuerwehrabend. Auf ihre Frage, wann ich komme, hatte ich geschrieben, eher 21 als 22 Uhr, aber ohne feste Uhrzeit. Danach kam anderthalb Stunden nichts. Beim Aufbrechen habe ich mich verquatscht, ungefähr 24 Minuten, und genau da kam ein Alarm, ich war noch auf dem Gelände und bin mitgefahren. Ihre Nachrichten gingen von wer sie denn sei, dass sie warten müsse, bis zu ich hätte ja zum Glück noch ein zweites Zuhause, dann kam Stfu. Als ich sagte, 24 Minuten seien für mich kein Sitzenlassen, kam, dann sei es auch kein Aussperren, wenn sie den Schlüssel von innen stecken lasse. Genau das hat sie dann gemacht. Ich habe geklingelt und sie hat aufgemacht, danach kam die Diskussion, dass ich hier nicht mehr wohnen soll. Heute haben wir uns vertragen, sie sagt, ich sei S**** mit ihr umgegangen, ich sehe das anders. Damit sind wir wieder da, wo wir immer landen.

Was, wenn ich mich trenne und dasselbe Problem mit dem nächsten Menschen habe. Was, wenn sie recht hat und ich nie wieder jemanden finde, bei dem so vieles passt.

Mir geht es gerade nicht gut. Ich bin seit Wochen krankgeschrieben, mein Körper ist dauerhaft im Alarmzustand, Herzrasen, Atemnot, kaum Schlaf. Ich habe sehr detaillierte, zwanghafte Bilder von dieser Nacht im Kopf. Anfangs war da nur die Angst, sie zu verlieren, seit ein paar Tagen kommt zum ersten Mal Wut dazu. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich mit einer Frau zusammen sein möchte, die mit einem anderen geschlafen hat.

Meine Frage an euch: Wird hier fair mit mir umgegangen. Wie viel davon ist eine Dynamik, an der wir beide bauen, und wie viel ist einseitig. Kann eine Trennung auf Probe funktionieren, in der man weiter komplett wie ein Paar lebt. Und vor allem: Hat das aus eurer Sicht Potenzial für etwas Stabiles und Langfristiges, oder investiere ich gerade weitere Jahre in etwas, das nicht gut für mich ist.

Ich bin für ehrliche Antworten dankbar, auch für unbequeme. Ich brauche keine Beschönigung, ich brauche eine Richtung.
 
An deiner
Stelle würde ich mich wieder um therapeutische Gespräche bemühen.

Mit deiner Porno Sucht wirst du sie sehr verletzt haben, aber insgesamt behandelt sie dich sehr mies und du lässt es zu wie ein Masochist.

Oft hat sie dich bereits rausgeschmissen.
Warum lässt du dir von ihr so viel bieten?
Warum lässt du dich von ihr so erniedrigen und demütigen.?

Einen Menschen zu Drogen zu drängen und zu zwingen ist Körperverletzung.

Ich würde mir eine eigene Wohnung suchen, mich mit anderen Leuten treffen, mich von ihr distanzieren und schützen.
Du solltest unabhängiger von ihr werden.

Denke endlich mal mehr an dich selber und was und wer dir gut tut.
Sie tut es bereits.
Suche dir eine bessere und liebevollere Partnerin.
 
Also ganz ehrlich!
Ich finde, dass sie die jenige ist, die manipulierendes Verhalten zeigt.
Sie spielt mit deinen Gefühlen, deiner Angst, deiner Gesundheit und mit den Dingen die du ihr anvertraut hast.

Sie droht mit Trennung, vollzieht sie aber nicht. Warum? Aus Bequemlichkeit?
Du solltest an deinem Selbstwert arbeiten und Grenzen ziehen. Lass das nicht mit dir machen.

Mir geht es gerade nicht gut. Ich bin seit Wochen krankgeschrieben, mein Körper ist dauerhaft im Alarmzustand, Herzrasen, Atemnot, kaum Schlaf.
Wenn es krank macht, ist es an der Zeit einen neuen Weg einzuschlagen und krankmachende Dynamiken zu verlassen.
Vertraue bitte auf die Zeichen, die dir dein Körper sendet.

Was, wenn ich mich trenne und dasselbe Problem mit dem nächsten Menschen habe. Was, wenn sie recht hat und ich nie wieder jemanden finde, bei dem so vieles passt.
Lass dir das bitte nicht einreden.
Du kannst auch Jemanden finden, bei dem nicht nur vieles passt, sondern der dich auch zu schätzen weiß. Der dich nicht ausnutzt, betrügt und mit deinen Ängsten spielt.
 
Oft heißt es im Streit, ich soll die Wohnung verlassen, sie brauche ihren Raum, ich könne ja zu meiner Mutter drei Kilometer weiter. Weigere ich mich, heißt es, ich nötige sie damit, mit mir zusammen zu sein. Gehe ich, läuft der Streit auf WhatsApp weiter und wird schlimmer. Am Ende eskaliert es fast immer und ich entschuldige mich.
DU entschuldigst dich? SIE hat den Vogel, nicht du!
Zweimal bin ich nicht in die Wohnung gelassen worden. Das erste Mal im Februar mitten in der Nacht, ich hatte einen frisch gebrochenen Fuß, keinen Schlüssel dabei und habe mich nicht getraut zu klingeln, weil ich Angst hatte, es schlimmer zu machen. Ich musste meine Mutter anrufen. Das zweite Mal war gestern.
Warum lässt du dich so behandeln?
danach kam die Diskussion, dass ich hier nicht mehr wohnen soll.
Auf wen läuft die Wohnung?
Meine Frage an euch: Wird hier fair mit mir umgegangen.
Nein.
Sie hat mich monatelang gedrängt, Ecstasy zu probieren, ich hatte wegen meiner psychischen Sachen Bedenken. Ich habe mich doch überreden lassen und hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch, danach habe ich gesagt, dass ich das nie wieder nehme. Im Dezember hat sie mir beim Feiern trotzdem etwas davon in Pulverform ins Getränk gemacht, ohne dass ich es wusste,
Dafür hätte ich sie wegen Körperverletzung angezeigt.
Und vor allem: Hat das aus eurer Sicht Potenzial für etwas Stabiles und Langfristiges,
Nein.
Ich bin für ehrliche Antworten dankbar, auch für unbequeme. Ich brauche keine Beschönigung, ich brauche eine Richtung.
Sie benimmt sich wie eine verzogene, egozentrische Diva mit dem Hirn einer Erbse. Dazu geht sie fremd, setzt dich unter Drogen und demütigt dich.
Ihr müsst euch dringend RICHTIG trennen.
DU findest garantiert wieder eine Freundin,und zwar diesmal eine normale, nette.SIE hat Schiss, weil sie genau weiß, dass sie so einen gutmütigen Trottel (sorry, aber das bist du für sie) nie wieder kriegt.
die Zeit ist nicht verloren, denn man lernt aus solchen Beziehungen eine Menge. Aber sie ist vorbei.
Komm gesundheitlich wieder auf die Beine, mach weiter Therapie, geh zur Feuerwehr und erhole dich von ihr.
 
Meine Frage an euch: Wird hier fair mit mir umgegangen. Wie viel davon ist eine Dynamik, an der wir beide bauen, und wie viel ist einseitig. Kann eine Trennung auf Probe funktionieren, in der man weiter komplett wie ein Paar lebt. Und vor allem: Hat das aus eurer Sicht Potenzial für etwas Stabiles und Langfristiges, oder investiere ich gerade weitere Jahre in etwas, das nicht gut für mich ist.
Eine Trennung auf Probe , ohne dass man wirklich getrennt ist, kann nicht funktionieren.
Um eine Trennung auszuprobieren, müsstet ihr eine Zeitlang nicht zusammen wohnen, oder zumindest nicht weiter Kuscheln, Sex haben usw.
Nein, ich finde ,das kann nichts Stabliles werden.
Es fehlt Respekt in der Beziehung.
Sie gibt dir ohne dein Einverständnis Drogen!?!?
Das geht gar nicht.
 
Es wäre m. E. falsch zu sagen, dass du nicht auch dazu beigetragen hast, dass eure Beziehung nicht mehr funktioniert. Dazu gehört die Sexsucht und alle damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten.

Aber auch, dass du mit dir umgehen lässt wie mit einem Fußabtreter und ihr nicht schon viel früher und sehr konsequent Grenzen aufgezeigt hast. Mach dir klar, dass das nichts Löbliches und Gutes ist, auf diese Weise für den anderen da zu sein. Sie hat dein Bedürfnis zu geben und zu helfen, schamlos ausgenutzt und überzogen. Du solltest so etwas nur geben, wenn es aufrichtig wertgeschätzt wird.

Während du aber zumindest schon einmal einen Punkt, nämlich deine Pornosucht, erkannt hast und daran arbeitest, entwickelt sich ihre destruktive Dynamik unvermindert weiter in die falsche Richtung. Sie hat kein Unrechtsbewusstsein und sich einen Freibrief genommen für so ziemlich alles, was nicht in eine Beziehung gehört. Ehrlicherweise fehlt nur noch, dass sie dich schlägt. Mit der Nötigung, Drogen zu nehmen, hat sie diesen Weg allerdings bereits eingeschlagen.

Mach dir auch bitte klar, dass das ein Straftatbestand ist, den sie damit erfüllt, dir Drogen ins Getränk gekippt zu haben. Wärst du kein gesunder junger Mann, hätte sie dich damit umbringen können!! Das ist unverzeihlich und ja, du hättest Anzeige erstatten müssen. Das meine ich bitterernst!

Sie scheint sich absolut sicher zu sein, dass du sie niemals verlassen wirst bzw. dass du immer wieder zu ihr zurückkommen wirst. Das ist das, was du auf deiner Seite mit dem Gefühl der Abhängigkeit und riesiger Verlustangst unterfütterst. Du hältst aus Panik an dieser toxischen Beziehung fest, lässt inakzeptable Dinge mit dir machen, wehrst dich kaum merklich, wenn überhaupt. Ich mag den Begriff der Toxizität eigentlich nicht, aber hier passt er.

Doch frag dich bitte mal, was du eigentlich verlieren würdest und was du nicht um ein vielfaches besser durch eine andere Partnerin bekommen könntest? An dieser Beziehung ist doch wirklich überhaupt nichts wertvoll; und selbst wenn es z. B. tollen Sex gäbe, dann hat der eine sehr geringe Halbwertszeit in Bezug auf das, was eine Beziehung wirklich wertvoll macht.

Ich würde mich tatsächlich trennen, lieber gestern als heute. Diese Frau wird dann sehr schnell merken, was sie an dir hatte und vermutlich alle Hebel in Bewegung setzen, dich wieder in ihr manipulatives Spinnennetz zurückzuholen.. aber mach dir klar, dass es eben leider nicht um deinetwillen wäre, sondern wegen deiner Stillhalter- und Fußabtreterqualitäten. Jemanden, den man aufrichtig liebt, behandelt man so nicht. Auch dann nicht, wenn er selber schwere Fehler gemacht hat. Das solltest du dir auch nicht einreden lassen: Selbst wenn sie stets das letzte Wort hat, hat sie deshalb nicht recht. Sie "gewinnt" hier nicht in der Sache.

Wenn in Beziehungen einmal bestimmte Grenzen überschritten wurden, dann ist es besser, sich zu trennen und nicht zu versuchen, daran zu arbeiten. Davon bin ich 100%ig überzeugt. Du bist jung. Genieß das Leben und hab Spaß mit deinen Kumpels. Es werden sich neue, zig mal bessere Optionen ergeben - lass dich nicht länger demütigen und kaputt machen. Noch sind die Voraussetzungen auch gut, denn du kannst einen 100%igen Cut durchführen. Sollte sie schwanger werden würde euch etwas ein Lebenlang aneinanderketten. Da sie recht skrupellos zu sein scheint könnte das für dich in ein echtes Drama führen.

Da du bei einer Trennung leider deine ureigenen Baustellen mitnimmst und es welche sind, die du nicht mal eben abstreifen kannst, die zudem leider das Zeug haben, auch in neuen Partnerschaften Vertrauen zu zerstören, solltest du daran unbedingt mit professioneller Unterstützung weiterarbeiten. Damit meine ich die Sexsucht, aber auch das, was du mit dir machen zu lassen bereit bist, nur um den anderen nicht zu verlieren. Das hat auch etwas mit Selbstwert zu tun - niemand hat das Recht, dich zu verletzen, auszunutzen, kleinzumachen.

Du bist noch so herrlich jung.
Es ist an der Zeit, neu durchzustarten und diese schlimme Episode deines Lebens hinter dir zu lassen.. du bist kein Fußabtreter!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal herzlichen Dank an euch alle für die Zeit alles zu lesen und mir so ausführlich zu antworten. Ich habe eure Antworten mehrfach gelesen. Manches war hart, aber ich hatte darum gebeten und ich bin froh, dass ihr nicht drumrum geredet habt. Vor allem der Punkt, dass ich mich ständig entschuldige, hat gesessen, weil ich das selbst nicht mehr gemerkt habe.

@Marisol : Die Wohnung läuft auf uns beide und es gibt leider noch Mietschulden aus der Zeit wo Sie arbeitslos war und wir von meinem Ausbildungsgehalt nur das nötigste Zahlen konnten.

Es ist jetzt doch noch einiges passiert und ich möchte das hier aufschreiben, auch weil ich gerade selbst nicht mehr weiß, wo oben und unten ist und ich das irgendwie loswerden will, ich habe leider keinen engen Freund mit dem ich sprechen kann.

Kurz nach meinem Beitrag gab es wieder eine Situation. Sie hat mir geschrieben, dass sie es nicht weiter versuchen will, weil sie sich von mir respektlos behandelt fühlt, und dass ich ausziehen soll. Es ging wieder um die Feuerwehrsache und darum, dass sie das Gefühl hat, ich verdrehe ihr im Streit die Worte im Mund. Ich habe gesagt, dass ich es anders sehe, und mich am Ende trotzdem entschuldigt, weil ich nicht will, dass sie sich so fühlt. Ihr wisst, was ihr davon haltet, ich weiß es inzwischen auch. Wir haben uns dann wieder vertragen und hatten danach sogar einen richtig schönen Tag zusammen.

An diesem Tag habe ich ihr erzählt, dass ich in den Tagen davor eigentlich überzeugt war, mich trennen zu wollen. Sie meinte, sie kenne dieses Gefühl, sie hatte es ganz am Anfang. Bei mir kommt es eben jetzt erst.

Und dann habe ich angefangen, Fragen zu stellen, weil mich die Sache nicht loslässt. Wir hatten eigentlich vereinbart, nicht mehr nachzubohren. Aber bei mir war irgendwann alles auf dem Tisch, und ich hatte das Gefühl, bei ihr nicht.

Was dabei rausgekommen ist:

Sie sagt, sie hatte wohl erst nicht vor, mit ihm zu schlafen, bis sie bei dessen Unterkunft waren, sie wollten wohl nur mitgehen bis dort. Dort hat er ihr dann aber Komplimente gemacht und gefragt, ob sie mit hochkommt. Sie hat ja gesagt. Sie hat ihm gegenüber nie verheimlicht, dass sie einen Freund hat.

Zwei Tage später hat sie ihrer besten Freundin Sprachnachrichten geschickt, in denen sie sagt, dass sie einen Crush auf ihn hat und ihn geil findet. Er hatte ihr auf Instagram geschrieben, sie haben darüber gesprochen, sich im Sommer zu treffen, er hat das vorgeschlagen. Und in diesen Nachrichten steht auch, dass er in dem Gespräch abfällig über mich hergezogen ist, sinngemäß, wie es denn ihrem Freund so gehe. Sie hat das ihrer Freundin gegenüber selbst als herablassend bezeichnet. Der Kontakt lief danach trotzdem weiter und ich fühle mich so unfassbar gedemütigt durch all das.

Im Februar dieses Jahres, also fast ein Jahr nach der Sache, hat er ein Bild von ihr geliket, und sie hat das ihrer Freundin geschrieben, mit Kicher-Emoji und sich wohl sehr darüber gefreut.

Und dann eine Nachricht vom September letzten Jahres. Da waren wir bereits verlobt, seit Juli. In der schreibt ihre Freundin ihr sinngemäß, jeder wolle sie, sie müsse sich nur mehr reinhängen. Und ihre Antwort darauf war, dass sie den Typen mit dem ihre Freundin sie näherbringen wollte zwar Cute findet, aber es eben nicht XYZ ist (der mit dem sie mich ein halbes Jahr vorher betrogen hat). Und wenn sie sich dort mehr reinhängt bzw flirtet, dann würde mehr passieren (es stand eine explizit sexuelle Handlung an dieser Stelle, was sie gerne getan hätte, aber das lasse ich hier mal aus). Ihre Freundin hat scheinbar aktiv versucht, sie beim Feiern mit anderen zu verkuppeln, damit sie dort beide jemanden haben.

Ich habe vielleicht zehn Nachrichten aus ihrem Chat gelesen, der Jahre umfasst und größtenteils aus Sprachnachrichten besteht. Ich habe sie gefragt, wie viele solcher Nachrichten da noch drin sind. Sie sagt, das weiß sie nicht. Und ganz am Anfang, als sie mir alles gebeichtet hat, war sie sich zunächst auch nicht sicher, mit wie vielen Männern etwas gelaufen ist, das musste sie erst mit ihrer Freundin abklären. Blockiert hat sie ihn erst zwei Wochen nachdem sie es mir erzählt hatte. Offenbar lief da sehr lange Kontakt.

Ich bin darüber so wütend geworden, wie ich mich selbst nicht kenne. Ich musste raus, ich habe draußen vier Zigaretten geraucht, und danach war ich wie weggetreten. Sie hat das auch so beschrieben.

Was mich dabei am meisten fertigmacht, ist das Gefühl, überhaupt nichts tun zu können. Sie hat mir schon oft von sich aus gesagt, ich soll gehen. Wenn ich jetzt sagen würde, ich trenne mich, glaube ich nicht, dass es sie besonders treffen würde. Es gibt keine Konsequenz, die ich ziehen könnte, die irgendetwas gerechter machen würde. Es ist passiert und ich kann nur entscheiden, ob ich damit lebe.


Und jetzt der Teil, wegen dem ich hier eigentlich schreibe.

Ich merke in genau diesen Tagen, wie sehr ich sie liebe. Nicht trotzdem, sondern gleichzeitig. Wenn sie da ist, geht es mir besser. Wir haben zusammen schöne Tage, wir lachen, sie tut mir als Mensch gut. Und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen, ich will es auch nicht. Ich weiß, wie das für euch von außen klingen muss, nach allem was ich geschrieben habe. Für mich fühlt es sich nicht wie ein Widerspruch an, sondern wie zwei Dinge, die gleichzeitig wahr sind, und genau das zerreißt mich.

Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Ich weiß nicht, ob ich alles wissen will, was in diesem Chat steht, oder ob mich das endgültig kaputt macht. Ich weiß nicht, ob ich bleiben kann, ohne dass ich in zwei Jahren immer noch derselbe bin, der sich entschuldigt. Und ich weiß nicht, ob ich gehen kann, ohne dass mich das komplett zerlegt.

Falls jemand von euch so etwas schon mal erlebt hat, würde ich gerne wissen, wie ihr damit umgegangen seid. Nicht mal wie ihr euch entschieden habt, sondern wie ihr überhaupt in die Lage gekommen seid, euch entscheiden zu können, wenn man jemanden liebt und zudeme massivste Verlustangst hat. Selbst wenn man sich trennen möchte: Ich wüsste nichtmal wie man das durchzieht. Sachen abholen, finanzielles klären so viele Berühungspunkte die noch Kontakt erfordern und ich würde zu 100% einknicken wenn sie es versuchen würde. Abgesehen davon, dass sobald ich an Trennung denke massivste Panik bekomme..
 
Sie hat mir geschrieben, dass sie es nicht weiter versuchen will, weil sie sich von mir respektlos behandelt fühlt, und dass ich ausziehen sol
Warum sollst DU ausziehen? Sie will die Beziehung beenden, sie soll gehen.
ich habe leider keinen engen Freund mit dem ich sprechen kann.
Du solltest unbedingt darüber reden. Jeder halbwegs vernünftige Freund wird dir helfen, aus dieser emotionalen Bedürftigkeit herauszukommen. Gibt es bei der Feuerwehr keine Netten?
Zwei Tage später hat sie ihrer besten Freundin Sprachnachrichten geschickt, in denen sie sagt, dass sie einen Crush auf ihn hat und ihn geil findet.
Und in diesen Nachrichten steht auch, dass er in dem Gespräch abfällig über mich hergezogen ist, sinngemäß, wie es denn ihrem Freund so gehe. Sie hat das ihrer Freundin gegenüber selbst als herablassend bezeichnet. Der Kontakt lief danach trotzdem weiter und ich fühle mich so unfassbar gedemütigt durch all das.
In der schreibt ihre Freundin ihr sinngemäß, jeder wolle sie, sie müsse sich nur mehr reinhängen. Und ihre Antwort darauf war, dass sie den Typen mit dem ihre Freundin sie näherbringen wollte zwar Cute findet, aber es eben nicht XYZ ist
Warum setzt du dich diesen Demütigungen weiter aus?
Was mich dabei am meisten fertigmacht, ist das Gefühl, überhaupt nichts tun zu können. Sie hat mir schon oft von sich aus gesagt, ich soll gehen.
Du bist ihr Spielball, ihr kleiner Trottel, der Typ, den sie null respektiert.
Sie ist eine Schl*mpe, die es keinen Deut juckt, wie es dir geht. Du scheinst doch ein sympathischer junger Mann zu sein. Warum suchst du dir nicht eine normale Frau, keine egozentrische Betrügerin?
Bisst du dir nicht mehr wert?
wenn man jemanden liebt und zudeme massivste Verlustangst hat.
Da stellt sich die Frage, wie du "Liebe" definierst.
Ich wüsste nichtmal wie man das durchzieht. Sachen abholen, finanzielles klären so viele Berühungspunkte die noch Kontakt erfordern und ich würde zu 100% einknicken wenn sie es versuchen würde.
Nein, nichts abholen. Sie auffordern, auszuziehen.
Du musst Grenzen setzen und dich schützen.
Verlustängste? Hier gibt es nichts zu verlieren.
Abgesehen davon, dass sobald ich an Trennung denke massivste Panik bekomme..
Das weiß sie und genießt es offenbar.
Du brauchst deinen gesunden Menschenverstand und Leute, nit denen du dich austauschen kannst. Konzentriere dich auf Wesentliches. Engagiere dich beruflich verstärkt. Es gibt Foren für Menschen, die unter Trennungen leiden. Auch dort wirst du Unterstützung finden.
Lass dich nicht weiter so behandeln, sie sieh endlich als das, was sie ist: Eine kleine, dreiste, großmäulige Bitch-Attrappe
 
Wenn ich jetzt sagen würde, ich trenne mich, glaube ich nicht, dass es sie besonders treffen würde.
Stimmt. Sie muss sich dann einen neuen Fußabtreter und Bettelbuben suchen, der findet sich nicht so leicht. Aber das nimmt sie gerne in Kauf.
Es gibt keine Konsequenz, die ich ziehen könnte, die irgendetwas gerechter machen würde.
Doch. Du könntest endlich glücklich leben. Ohne sie. DAS würde sie wirklich jucken.
 

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