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Hat unsere Beziehung eine Zukunft?

Meine Frage an euch: Wird hier fair mit mir umgegangen. Wie viel davon ist eine Dynamik, an der wir beide bauen, und
Nein

Kann eine Trennung auf Probe funktionieren, in der man weiter komplett wie ein Paar lebt.
Auch nein, vor allem, wenn nicht BEIDE sich reflektieren und bereit sind, an sich und der Beziehung zu arbeiten. Das sehe ich bei ihr überhaupt nicht.

Hat das aus eurer Sicht Potenzial für etwas Stabiles und Langfristiges, oder investiere ich gerade weitere Jahre in etwas, das nicht gut für mich ist.
Du bist ihr Hampelmann. Du bist gut genug, ihr Dienstbote zu sein. Du als Person bist ihr piepegal. Wie es Dir geht, interessiert sie null. Solange Du nützlich für sie bist, darfst Du bleiben. Deine Gefühle tritt sie mit Füßen.

Ich würde Dir raten, Dich von ihr zu trennen und Dich auf Dich und Deine Therapie zu konzentrieren. Das ist langfristig besser, nur so hast Du die Chance, das zu finden, was Du Dir wünscht. Alles Gute für Dich!
 
Danke fürs Nachfragen, das bedeutet mir mehr, als man vielleicht denkt. Ich versuche, ehrlich zu antworten, auch wenn ich selbst nicht weiß, wo ich stehe.

Körperlich ist es etwas besser geworden. Der Dauer-Alarmzustand hat nachgelassen, seit nicht mehr nur die Angst da ist, sie zu verlieren, sondern auch Wut. Dafür kommt die Nervosität und ich kann mich auf nichts konzentrieren.

Entschieden habe ich nichts, und das ist der eigentliche Punkt.

Ich stecke in einem Zwiespalt, aus dem ich nicht rauskomme. Auf der einen Seite weiß ich, dass mir diese Beziehung in vielen Punkten nicht guttut. Ich sehe das inzwischen klar, ich kann es benennen, ich kann es sogar aufschreiben. Ich halte es sogar für möglich, dass Gehen die richtige Entscheidung wäre.

Auf der anderen Seite bin ich einfach nicht in der Lage dazu. Ich empfinde eine so starke Bindung zu ihr, dass sich der Gedanke ans Gehen nicht wie eine Entscheidung anfühlt, sondern wie etwas, das ich körperlich nicht kann. Ich weiß nicht mal, wie man das praktisch macht. Und ich habe große Angst davor, ohne sie zu sein.

Dazu kommt, dass die guten Dinge wirklich gut sind. Das ist keine Schönfärberei. Wir haben schöne Tage, wir lachen, ich kann bei ihr komplett ich selbst sein. Wenn sie da ist, geht es mir besser. Und genau das macht es so schwer, denn ich kann die schlechten Dinge nicht einfach gegen die guten aufrechnen und dann eine Summe bilden. Beides ist gleichzeitig wahr.

Der Kreislauf sieht so aus: Ich sitze da und es ist gut. Dann kommt ein Gedanke, ein Satz, den sie gesagt hat, und die Bilder von dieser Nacht sind wieder da, sehr detailliert. Dann denke ich, damit will ich nicht leben, auf keinen Fall. Und dann sehe ich sie wieder einfach nur als den Menschen, den ich liebe, ohne das alles, und will bleiben. Das wechselt manchmal innerhalb einer Stunde. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sich irgendwann von innen eine klare Antwort meldet, die mir sagt, was richtig ist. Ich glaube inzwischen, dass dieser Moment nicht kommt.

Es kommen auch immer noch neue Details ans Licht, zuletzt wieder eins. Ich merke, dass ich in diesem Zustand zu jemandem werde, der ich nicht sein will. Vorletzte Nacht bin ich verletzend geworden und habe gezielt Sachen gesagt, die wehtun sollten. Das habe ich vorher nicht gekannt von mir.

Eine Antwort habe ich also leider nicht. Nur die ehrliche Auskunft, dass ich gerade ziemlich verzweifelt bin und mich das innerlich auffrisst und ich nichtmal weiß, wie ich ab nächster Woche wieder mit der Ausbildung weitermachen soll, weil ich an nichts anderes mehr denken kann.
 
Und jetzt der Teil, wegen dem ich hier eigentlich schreibe.

Ich merke in genau diesen Tagen, wie sehr ich sie liebe. Nicht trotzdem, sondern gleichzeitig. Wenn sie da ist, geht es mir besser. Wir haben zusammen schöne Tage, wir lachen, sie tut mir als Mensch gut. Und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen, ich will es auch nicht. Ich weiß, wie das für euch von außen klingen muss, nach allem was ich geschrieben habe. Für mich fühlt es sich nicht wie ein Widerspruch an, sondern wie zwei Dinge, die gleichzeitig wahr sind, und genau das zerreißt mich.

Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Ich weiß nicht, ob ich alles wissen will, was in diesem Chat steht, oder ob mich das endgültig kaputt macht. Ich weiß nicht, ob ich bleiben kann, ohne dass ich in zwei Jahren immer noch derselbe bin, der sich entschuldigt. Und ich weiß nicht, ob ich gehen kann, ohne dass mich das komplett zerlegt.
junge... du schmeißt gerade dein leben für diesen müll mensch weg. in der zeit in der du mit ihr "zusammen" bist, verlierst du wertvolle zeit zum heilen, entwickeln und potenzielle neue Frauen zu treffen die dich schätzen. Was soll denn noch schlimmes passieren, wenn du gehst?

du bist doch schon zerlegt als Fußabtreter, du musst konsequent, zukunftsorientiert eine Entscheidung für dich fällen, die Beziehung schadet dir, die Liebe schadet dir, die schönen Tage können das alles was du geschrieben hast, nicht ausgleichen das weißt du selbst. Du musst Grenzen etablieren und bei verstößen handeln, Menschen merken, wenn die bei dir immer weiter gehen können und werden es ausnutzen. Gehe weiter zur Therapie wegen der ps. ich empfehle 2. bücher. "grundformen der angst" von fritz riemann u. "value of others" von o. taraban
 

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