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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Hat jemand ein paar gute Gedichte oder Zitate parat?

Wie ich mich sehne einmal du zu sein
um dir einmal zu zeigen
wie ich meine Welt sehe
wie sich mich quält
wie sie mich auffrisst
wie sehr sie mich verletzt


wie sehne ich mich
einmal du zu sein
um einmal zu erfahren
wie es ist (war) glücklich zu sein
wie sehr ich mich sehne einmal
ohne jeglichen schmerz
und sorglos zu sein !


wie sehne ich mich danach
nur für ein moment du sein
um einmal zu fühlen wie du es tust
ob du es nicht auch so fühlst oder
es eine illusion mir selbst ist !?

wie sehne ich mich jmd anders zu sein
und trotzdem ICH zu sein
in meinen LEBEN zu sein
nur ohne diese gefühle des quälens

wie sehr sehne ich mich doch danach ....
 
Es geht wieder los...
wie sich der schleier so langsam legt ...
jeden tag jede stunde jede minute ein stückchen mehr ...
zieht er mich wieder runter ...

ich halt das nicht mehr aus will hier raus ...
jedes mal der gleiche schein ....
denkt man is ganz oben und hats geschafft ...
so wird man glei entäuscht ...
von sich selber...
so stark wie ich tu so bin ich nicht ...
doch ich kämpfe innerlich ...
die kraft lässt sich fallen zum schleier entlang ....

ich fühl mich allein ...
die einsamkeit holt mich ein ...
sie würd es immer und immer ...
bis ich ganz zerfall...
solang werd ich noch mein eigener sein ...
werde meine gefühle weg lassen ..
so zerfall ich nicht so schnell...
doch halt es nicht mehr aus ...
es will so langsam raus ....
immer mehr und mehr ...

innerlich kaputt ...
von der frage warum !
warum das mit mir passiert ...
ich versteh es nicht ...
und bis ich es nicht versteh ...
wird es mich quälen ...
immer mehr
bis ich ganz ZERFALL !
 
"Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle."
(kafka)
 
Ich hör die Dinge singen so gern....

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort
Sie sprechen alles so deutlich aus
dieses heißt Hund, und jenes heißt Haus
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles was wird und war
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen: Bleibt fern
Die Dinge hör ich singen so gern
Ihr rührt sie an:sie sind starr und stumm
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Rainer Maria Rilke
 
Reigen

Reigen - die Liebe hält manchmal
im Löschen der Augen ein,
und wir sehen in ihre eignen
erloschenen Augen hinein.

Kalter Rauch aus dem Krater
haucht unsere Wimpern an;
es hielt die schreckliche Leere
nur einmal den Atem an.

Wir haben die toten Augen
gesehn und vergessen nie.
Die Liebe währet am längsten
und sie erkennt uns nie

Ingeborg Bachmann
 
[FONT=&quot]Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Liebe kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Siddhartha[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ich habe mein Leben gehabt, wie es mir paßte, und es hat mir nicht an Freiheit und an Schönem gefehlt, aber ich bin doch immer allein geblieben.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Das Ende[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so sehr schwer?[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Heim kommt man nie. Aber wo befreundete Wege zusammenlaufen, da sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Wer "nicht in die Welt paßt", der ist immer nahe daran, sich selber zu finden.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ich bin ein Stern

Ich bin ein Stern am Firmament,
Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,
Und in der eignen Glut verbrennt.

Ich bin das Meer, das nächtens stürmt,
Das klagende Meer, das opferschwer
Zu alten Sünden neue türmt.

Ich bin von Eurer Welt verbannt
Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen,
Ich bin ein König ohne Land.

Ich bin die stumme Leidenschaft,
Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert,
Und krank an meiner eignen Kraft. [/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ich fragte dich, warum dein Auge gern
In meinem Auge ruht,
So wie ein reiner Himmelsstern
In einer dunklen Flut.

Du sahest lang mich an,
Wie man ein Kind mit Blicken mißt,
Und sagtest freundlich dann:
Ich bin dir gut, weil du so traurig bist. [/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Maria[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Es ist so gut, das zu wissen: daß in uns drinnen einer ist, der alles weiß, alles will, alles besser macht als wir selber.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Zum erstenmal klang die äußere Welt mit meiner innern rein zusammen - dann ist Feiertag der Seele, dann lohnt es sich zu leben.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ja, man muß seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Demian[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Einsamkeit ist Unabhängigkeit, ich hatte sie mir gewünscht und mir erworben in langen Jahren. Sie war kalt, o ja, sie war aber auch still, wunderbar still und groß wie der kalte stille Raum, in dem die Sterne sich drehen.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Der Steppenwolf[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Und auch das unglücklichste Leben hat seine Sonnenstunden und kleinen Glücksblumen zwischen dem Sand und Gestein.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Der Steppenwolf[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Die ganze Kunst war: sich fallen lassen [...] Hatte man das einmal getan, hatte man einmal sich dahingegeben, sich anheimgestellt, sich ergeben, hatte man einmal auf alle Stützen und jeden festen Boden unter sich verzichtet, hörte man ganz und gar nur noch auf den Führer im eigenen Herzen, dann war alles gewonnen, dann war alles gut, keine Angst mehr, keine Gefahr mehr.[/FONT]
[FONT=&quot]- Hermann Hesse, Klein und Wagner[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Liebe ist in dem, der liebt, nicht in dem, der geliebt wird.[/FONT]
[FONT=&quot]- Plato[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Nur wer glücklich ist, kann Glück verbreiten.[/FONT]
[FONT=&quot]- Paulo Coelho, Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Wer liebt, muß sich verlieren und sich wiederfinden können.[/FONT]
[FONT=&quot]- Paulo Coelho, Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Es ist schwieriger zu verändern, was draußen ist, als das, was drinnen ist.[/FONT]
[FONT=&quot]- Paulo Coelho, Brida[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: "Sie haben sich gar nicht verändert."
"Oh!" sagte Herr K. und erbleichte.[/FONT]
[FONT=&quot]- Bertolt Brecht, Das Wiedersehen[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Geh deinen Weg. Es gibt so viele Wege.[/FONT]
[FONT=&quot]- Kurt Tucholsky[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Was ist das für Volk! Denken sie auch oder schlurfen sie nur sinnlos über die Erde?[/FONT]
[FONT=&quot]- Franz Kafka, Der Steuermann[/FONT]
 
All-Ein-Sein

...wenn
ich mit mir
alleine bin
und ich
mit mir
zusammen bin
dann bin ich
schon zu zwein
und
gar nicht mehr
allein...

Vandan

🙂

 
Baut einer kein Haus-
spuckt die Erde vor ihm aus.

Baut einer kein Haus -

Wird nie er zu Erde:
Erst Stroh, dann Asche im Herde...

Ich baute kein Haus


Marina Zwetajewa



Der Sommer ist vorbei
Es ist nichts übriggeblieben,
Es ist schön an der Sonne,
Doch das ist zu wenig.

Alles was es geben kann,
wie ein Blatt mit fünf Zacken,
hat es auf meine Hand gelegt,
Doch das ist zu wenig.

Weder das Gute noch das Böse
sind umsonst geschehen.
Alles war hell und strahlend.
Doch das ist zuwenig.

Das Leben nahm mich unter seine Fittiche,
Es schütze mich - rettete mich.
Ich hatte wirklich Glück.
Doch das ist zu wenig.

Die Blätter sind nicht verbrannt,
die Äste nicht zerbrochen.
Der Tag ist klar wie Kristall.
Doch das ist zu wenig.


Arseni Tarkovski
 
Ich sprach

Ich sprach nachts: Es werde Licht!
Aber heller wurd' es nicht.
Ich sprach: Wasser werde Wein!
Doch das Wasser ließ das sein.
Ich sprach: Lahmer, Du kannst gehen!
Doch er blieb auf Krücken stehen.
Da ward auch dem Dümmsten klar,
daß ich nicht der Heiland war.


(Robert Gernhardt)
 
mein lieber vater, der vor 2 tagen verstorben ist, war 32 jahre in einem amt der sogenannte "häuptling". er hatte einen über die maßen schweren stand, da er viele kämpfe gegen/mit die "üblichen" parteien auszufechten hatte. er war immer


PARTEI- ABER NICHT GESINNUNGSLOS
 

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