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Hass

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B

BodyArt

Gast
Hallo,

Ob jetzt Hass, Wut oder Abneigung....mich persönlich tröstet der Gedanke oder die Gewissheit dass die Person gegen die sich solche Gefühle richten, auf jeden Fall mal auf die Schnauze fliegt. Genuugtung hilft mir also mit solchen Wutgefühlen umzugehen.

Ob das jetzt vernünftig ist oder nicht.:rolleyes:

Liebe Grüße
Bodyart
 

Frank und Frei

Mitglied
Man kann nur hassen, was man geliebt hat.

Mach einfach irgendwas, bei dem du entspannen kannst.
Oder...
Irgendetwas machen, was einen zu 100% beschäftigt, wo man keine zeit hat nachzudenken über den Hass. Denn Hass klingt mit der Zeit ab.

Beides hilft mir... mal das eine mehr, mal das andere.
 

Mamori

Mitglied
so viele Antworten :) Danke ^^

Naja, gestern war das Gefühl äußerst stark bei mir. Ich bin rausgegangen, hab einen Spaziergang gemacht und versucht, das Schöne der Natur zu genießen. Ich habe Sport gemacht und mich richtig ausgepowert. Ich habe mit einer Bekannten gesprochen, wir haben alles rausgelassen ohne Rücksicht auf Formulierungen und sowas. Ich habe mich gestritten (unfreiwillig, es ging um eine einfache Meinungsverschiedenheit) und wieder versöhnt. Ich habe mich abgelenkt. Ich habe mir was schönes zu essen gemacht und so viel gegessen, bis mir schlecht war. Ich habe mich abends mit Leuten getroffen und bin mit auf eine Party gegangen. Ich habe eine "wunderbare" SingleDating Show mitgemacht und eine Flasche Sekt gewonnen (und einen ganz "netten" Menschen, der nach fünf Minuten wieder abgedampft ist) (sowas mache ich normalerweise nicht und finds auch eigentlich ziemlich dämlich) . Ich habe mich betrunken und war erst um halb Sechs zu Hause.
Ich gehe nicht so gerne feiern, aber es war immerhin eine Ablenkung ^^
So, jetzt geht es mir etwas besser. Das ist erstmal wichtig.

Ansonsten stimme ich besonders BodyArt zu :D So fies das klingt, aber sowas tut gut.
Ich kann zwischen Hass und Abneigung normalerweise gut unterscheiden. Es ist auch nicht so, dass ich Personen ohne Grund nicht leiden kann. Selbst wenn mal Sachen vorfallen, die mich verletzen, kann ich damit einigermaßen umgehen. Manchmal ist es der große Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.
Ich denke, es gibt verschiedene Arten von Hass. Das hat mit der Situation zu tun, mit den Menschen, mit der Beziehung, usw. Das wichtigste ist, dass man irgendwie damit umgehen kann. Am liebsten hätte ich mich ins Bett verkrochen und die Decke über den Kopf gezogen. Aber verdrängen oder einfach warten ist, glaube ich, der falsche Weg. Ich habe mich damals fast drei Jahre lang immer mehr in so etwas "gesteigert". Irgendwann habe ich alle gehasst und wollte alle weg. Ich habe (entschuldigt, ich sage es jetzt einfach frei heraus) mir vorgestellt, Menschen umzubringen, ich hatte einen genauen Plan, wie ich was mit wem mache. Ich habe Geschichten darüber geschrieben und mich ausführlich damit auseinander gesetzt. In der Schule saß ich einfach da und war wie in einer dunklen Welt. Ich kann es nicht beschreiben, aber irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich plötzlich anfing, furchtbare Angst vor mir zu haben. Darüber bin ich sehr froh, denn es hat mir geholfen, damit fertig zu werden. Ich habe mich mit den möglichen Auswirkungen beschäftigt, mir vorgestellt, was andere, die mich lieben oder nett finden, fühlen würden.
Ich weiß nicht, aber irgendwie kam ich dann da raus. Und heute finde ich das einfach nur peinlich und übertrieben. Ich hab mit keinem drüber geredet, weil ich ja selbst weiß, dass diese Phase *kein-passendes-Wort-hat* war.
Aber wenn ich dann in so eine Situation komme wie gestern, reagiere ich glaube ich sehr extrem. Ich bin normalerweise ruhig und selbst in solchen Momenten wirke ich sehr gelassen. Aber innerlich bin ich so voller Wut, dass ich mich erst einmal zurückziehe. Ich tue keinem weh oder suche Streit, sondern versuche erstmal, dass für mich zu lösen. Und wenn ich es dann abschwächen kann, dass aus dem Hass eine Abneigung oder zumindest weniger Hass wird, bin ich einfach nur noch kraftlos und würde mich am liebsten einfach nur abschließen.
Wie gesagt, ich bin normalerweise ein ruhiger Mensch, ich sehe immer mehrere Seiten und streite mich kaum. Wenn ich dann mal austicke oder zumindest wütend werde, sind alle sofort geschockt. Aber in solchen Momenten habe ich am meisten vor mir selbst Angst, weil dann ganz plötzlich alle Kontrolle verloren geht.

Lange rede, kurzer Sinn, für mich ist es einfach sehr wichtig, dass ich besser damit umgehen kann. Ich will nie nie mehr in so eine Phase rutschen.
Ich habs jetzt einfach mal gesagt. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich selbst weiß, dass das nicht gut war. Es ist nicht so, dass ich sagen will, dass ich irgendwann durchdrehe oder so. Und wie immer kann ich mich nicht ausdrücken, wie ich es gerne möchte :) Aber ich denke, ihr wisst, was ich meine.
So, und zum Schluss ein ganz ganz großen Dank an alle, die sich die Mühe machen (gemacht haben) diesen langen Text zu lesen. >_<

Ach, und jeffb. ^^ Kopfschmerzen bekomm ich auch immer. Deshalb versuch ich sowas immer zu vermeiden. Ich will einfach damit klar kommen. Ich bin ein guter Mensch (tut mir leid, wenn das jetzt blöd klingt), zumindest kein grundlegend schlechter. Naja, wenn ich einen Tag lang mal alles sagen würde, was ich denke, ohne jegliche Kontrolle oder Vorsicht oder was weiß ich, würden mich eh einige nicht mehr mögen. Nicht, dass ich hinterrücks schlecht bin, dass will ich gar nicht sagen, aber ... naja, es wäre halt wie bei jedem anderen auch.

Das wars jetzt wirklich ^^ Entschuldigt bitte diesen langen Text >_<

Lg, Mamori
 

Mamori

Mitglied
Wer kennt denn solche Phasen? :( Wenns ganz schlimm wird?

Ich hab mit meiner Therapeutin drüber gesprochen und sie meinte, es hätte was damit zu tun, dass ich meine Gefühle auf andere projiziere / projiziert hab...
Naja, das machts nicht viel besser ^^

lg, Mamori
 

Sara7

Aktives Mitglied
hab letztens erst über ähnliches nachgedacht...

ich hab schon einiges in meinem leben erlebt...ungerechtigkeit...körperliche und seelische gewalt...vergewaltigung...mobbing...hass anderer auf mich… und was nicht alles...

aber ich habe überlegt, ob es einen menschen gibt, den ICH hasse oder einmal hasste...

und nein..ich kam auf keinen...

jetzt bin ich beunruhigt!!! bin ich nicht normal?????

ich muss wohl echt noch lernen, wie man richtig hasst, oder wie man mit wut umgeht...sie zulässt oder erstmal spürt...

shit...ich scheine da auch nicht richtig zu ticken....:confused::confused::(

wem geht es noch so? wem ging es so und wie hat der oder die das dann hingekriegt??

lg eure sari
 

Sara7

Aktives Mitglied
ansonsten rede ich mir immer ein, dass diese gefühle für mich reine energieverschwendung sind...

dann versuche ich das nicht an mich ranzulassen...

mich auf wichtigeres zu konzentrieren...

oder "christlich" vergebung zu üben...aber ich meine damit eher folgendes: einen auftrag vergeben...an gott...dass ER sich nämlich darum kümmern soll..so wie ER meint, dass es richtig ist...natürlich wünsch ich mir auch mal was dabei...aber ich glaube ER schmunzelt nur darüber;)
 
L

Lilyan

Gast
Am Anfang steht bei mir oft auch der Hassgedanke wenn mich jemand ungerecht behandelt oder mir übelst kommt . Da gärt es in mir und ich könnte den unliebsamen Zeitgenossen durch den Wolf drehen . Ich schlafe zwar mit Groll ein aber am nächsten Tag sieht die Sache gar nicht mehr so schlimm aus und mein Hass ist verflogen . Sollte mich ein Vorfall doch noch grämen gehe ich zu den jenigen hin und möchte den Vorfall bereinigen . Meistens geht alles gut aus und ich bin zufrieden und mein Unhold ist froh das ich ihn ziehen laße .
 

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