Ich danke jedem einzelnen hier für seine Antwort zu meiner Frage.
Als ich dies alles geschrieben habe, war mir bewusst dass ich sehr viel negatives zu hören bekommen werde.
Wie einige bereits sagten ist es wohl eher die Enttäuschung meinem Freund gegenüber, dass er mich mit dem Großteil der Arbeit alleine lässt.
Es ist nicht so, dass ich die Kinder hasse. Vielleicht war der Titel zu hart gewählt. Hass ist ein großes Wort.
Ich bin wohl einfach etwas überfordert.
Ich mag die beiden sehr gerne und sie mögen mich sehr. Wie gesagt wir haben eine enge Bindung. Eine engere als andere es vielleicht zu ihren ich nenne es mal "Stiefkindern" haben. Selbst andere aus der Familie meines Freundes wie seine Eltern fragen mich manchmal ob ich überfordert bin, da die Kinder meine Nähe mehr suchen als zu jedem anderen. Ich weiß dass sollte mich freuen. Tut es auch. Ich weiß es ist nicht selbstverständlich.
Wenn ich sie hassen würde, würde ich mich nicht in der Form um sie kümmern.
Ihnen Gute Nacht Geschichten vorlesen, mit ihnen spielen und lernen und mit ihnen backen etc. Vielleicht fühle ich mich auch dazu gezwungen diese Dinge zu tun, da ich weiß dass die Kinder bei der Mutter kaum Liebe bekommen und geschlagen werden. Das haben sie mir im Vertrauen erzählt und sogar geweint. Ich glaube ich fühle mich zu verantwortlich für sie. Mehr als es gut ist. Jetzt wo ich das alles hier schreibe ist mir klar, dass sich was an der Beziehung zu meinen Freund ändern muss und nicht zu den Kindern.
Wie gesagt ich wollte hier nichts lostreten.
Ich wollte nur mal alles aufschreiben und Meinungen hören ob ich wirklich so böse bin wie ich mich manchmal kurz nach solchen Gefühlen fühle.
Ob ich "normal" bin in der Hinsicht.
Ich glaube ich bin einfach überfordert, dass die Kinder mich sozusagen zu ihrer Zweitmama machen. Obwohl dass ja eigentlich ein Kompliment ist.
Na das klingt ja schon ganz anders.
Gut, dass du dir das eingestehen kannst, dass du überfordert bist.
Dein Freund hat dich über einen sehr wichtigen Teil seines Lebens vorsätzlich getäuscht. Das ist zum einen dir gegenüber übel, zum anderen aber auch seinen Kindern gegenüber unfair.
Du bist TROTZDEM bei diesem Lügner (und wie sich herausstellte auch noch Faulpelz) geblieben.
Ist es nun jetzt aus Liebe oder weil dir der Weg zurück nach Hause zu den Eltern unangenehm erscheint?!
Wenn du bei ihm bleibst, kannst du dich ohne schlechtes Gewissen auch dieser Verantwortung entziehen. Du musst nicht 150% geben und du musst auch nicht die Rolle der Ersatzmama übernehmen.
Er kann die Kinder holen und du hast das Wochenende frei, z.B. je nach Elternregelung....oder du übernimmst einen Teil, je nach dem.....du kannst die Kinder wohlwollend begleiten - du solltest sie nicht erziehen, das ist die Aufgabe, der leiblichen Eltern. Wenn die Kinder wirklich geschlagen werden, sollte sich der Vater mit der Mutter unterhalten und die nötigen Maßnahmen ergreifen.
Du kannst da nicht wirklich viel machen....Du kannst die Welt nicht retten, wie man so schön sagt....