Moin Eisblume90,
Hass, er gehört wohl dazu, ist ein Teil der da sein muss, wenn es besser werden soll. Auch wir hassten eine zeit lang, nicht immer und ständig, aber immer wieder. Es war ok und je mehr es ok war, desto mehr schwand der Hass und irgendwann war es vorbei damit, der Täter konnte gehen. Es war egal, ob er litt oder nicht, nein anders sein Leid durfte ein Ende haben. Ja auch unser war deutlich zurück gegangen, die Flashbacks waren nach und nach weniger, aber nicht weil wir aufhörten zu hassen, sondern weil wir Verständnis dafür hatten, dass dieser Hass da war und das er berechtigt war, weil er nur da war, weil bewusst wurde, was alles gewesen ist, was von diesem Menschen getan wurde.
Hass ist ein Gefühl, was zeigt, wie schlimm es gewesen ist. Doch wenn du ihn nicht mehr bekämpfst, sondern als das annimmst, was er dir sagen will, dann wird er auch gehen können. Du nimmst ihn wahr, doch wenn du ihn versuchst zu unterdrücken, zu bekämpfen, weil Hass ja so ein "böses" Gefühl ist, dann wird er größer und größer, weil er will dir doch sagen, wie schlimm alles für dich war, er möchte das du es auch erkennst, so hatte ich es empfunden. Hass ist ein Gefühl, ein Gefühl wie Freude, Liebe, Wut, Mitgefühl...
Es geht nicht nur bestimmte Gefühle zuzulassen und andere nicht, doch wollen wir ohne Freude, ohne Mitgefühl ...
leben?
Wir nicht!
GLG
Mittendurch