Hallo,
wahrscheinlich wäre es alles anders und besser für dich gelaufen wenn du den Typen direkt nach der ersten Vergewaltigung angezeigt hättest. Aber du hast dich da selber nicht ernst genug genommen und die Sache heruntergespielt und damit auch an Glaubwürdigkeit verloren, dir selber den Boden unter den Füßen weggezogen. Hattest zu viel Schiss, warst geschockt was ja auch verständlich ist..aber irgendwann ist der erste Schock ja vorbei und man kann und sollte dann handeln. Du wolltest nur verdrängen und vergessen..aber der Körper vergisst NIE und somit baut sich in der Seele immer mehr Druck auf, schwächt dich und macht dich immer wieder anfällig für Opfertum. Deine Taktik war bislang falsch und auch selbstgefährdend, vgl die Wiederholungen des Missbrauchs. Also solltest du deine Taktik und dein Verhalten ändern.
Das war jetzt die schonungslose Analyse..die du dir man reinziehen solltest um dann zu der Überlegung zu kommen warum du damals so gehandelt hast und was du zukünftig anders und besser machen kannst.
Wichtig wäre therapeutische Hilfe! Sonst bleibst du weiterhin stark gefährdet.
Dein Lehrer hat damals S**** reagiert...dem gehört an sich ne Dienstaufsichtsbeschwerde an die Backe geklatscht! War der eigentlich Vertrauenslehrer? Der scheint sozial ja kaum geschult gewesen zu sein....da haste leider nen Griff ins Klo gemacht dich dem anzuvertrauen...grundsätzlich hast du es jedoch richtig gemacht dir Hilfe zu suchen, ich würde diesen Misserfolg nicht zum Anlass nehmen nun aufzugeben dir Hilfe zu suchen!
Ein Therapeut hätte es da glaube ich besser gemacht oder ein Polizeipsychologe, denn die haben Schweigepflicht und halten sich daran..
Durch diese Reaktionen deines Lehrers damals solltest du dich nicht zu sehr beeinflussen lassen...nur weil andere nicht angemessen reagiert haben bedeutet das lange noch nicht, dass du es ihnen gleichtun solltest!
Du allein hast die Verantwortung für dein Leben, deine Unversehrtheit und dafür, dass wenn dir jemand Unrecht antut du ihn zur Rechenschaft ziehst..durch Anzeige, Schmerzensgeldklage etc. etc.
Also kümmer dich um dich, dann tun es auch andere!
Tyra
P.S Dein Leben ist noch lange nicht zerstört, es sei denn du gibst dem Täter freiwillig diese Macht über dich dein Leben nachhaltig beeinflussen und sogar zerstören zu können. Fang an damit dein Leben in die Hand zu nehmen und wieder aufzubauen! Hol dir dazu zunächst mal therapeutische Hilfe. Und mach Kampfsportkurse...sowas ist nach Gewalttrauma nicht nur gut, sondern oft überlebensnotwendig, damit du wegkommst aus der Opferhaltung.
und noch was das Schreiben über die Vergewaltigungen betreffend...ich rate dir dazu das, wenn dann nur im Tagebuchbereich zu tun oder in einer Therapie drüber zu reden...irgendwann einmal...es wäre schon wichtig darüber zu reden...um dieses Ekelgefühl abzubauen, dass ansonsten zu posttraumatischem Stress und langwierigen Verhaltensstörungen (insbesondere dein Sexleben betreffend) führen kann. Also freunde dich mal langsam mit dem Gedanken an offener zu werden...natürlich nur ggü Vertrauenspersonen und im geschützten Bereich einer Therapie z.B. Dir hilft an sich nur ein mutiger Schritt nach vorne hin zur unverschnörkelten Wahrheit..auch wenn die manchmal schmerzhaft oder gar eklig ist.