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Häufiger Streit mit Mutter wenn es um Depressionen geht

Ich möchte mich trotzdem für alle Antworten bedanken, egal, wie ich persönlich über sie denke.

Mein Thread ist aber nicht der einzige, in dem Eltern sehr heftig kritisiert werden. Diese Kritik ist in einigen Fällen sicherlich berechtigt, aber ich bin doch sehr erstaunt darüber, dass auch "normale" Probleme, die die meisten jungen Menschen habe, sehr schnell mit Vorschlägen wie "Zieh aus" kommentiert werden. Sicherlich liegt das auch daran, dass einige User hier selbst keine besonders schöne Kindheit hatte und daher emotional auf familiäre Probleme anderer Nutzer reagieren. Ich rate zwar auch manchmal zum Auszug, aber nur als letzten Auweg oder in einer Situation, in der jemand zuhause wirklich schlimmes Leid wie psychischen oder physischen Missbrauch ertragen muss.
Vielleicht habe ich hier aber auch einen falschen Eindruck vermittelt, da ich ja im ersten Beitrag hier schrieb, vielleicht vorübergehend zu den Großeltern ziehen zu wollen... Diese Option steht mir natürlich jederzeit offen, ist aber eigentlich eine Schnapsidee meinerseits, weil mich schon ein paar Stunden mit meinen Großeltern manchmal in den Wahnsinn treiben (sehr nette Leute, die beiden, aber manchmal extrem aufdringlich und wenig verständnisvoll bei psychischen Problemen, da sie dies aus der Zeit, in der sie aufwuchsen, einfach nicht so kennen).

Mein erster Beitrag entstand direkt nach einer Auseinandersetzung mit einer Mutter, als ich mich immer noch recht instabil fühlte. Jetzt sind ein paar Tage vergangen und zwischen meiner Mutter und mir läuft alles prima, wir haben auch schon über das Thema gesprochen. Weitere Gespräche werden folgen, aber ich glaube nicht, dass unser derzeitiges Problem ein unlösbares ist.

Dass ich meiner Mutter mehr Verständnis entgegenbringe als die typische 19-Jährige liegt an meiner generellen Auffassung von Menschen. Menschen sind unglaublich komplex und gerade in Familien gibt es sehr komplexe Konstellationen udn Einflüsse, was ich zu berücksichtigen versuche. Wenn ich schreibe, meine Mutter hatte kein leichtes Leben, so legt man mir das sofort als Verteidigung auf und unterstellt mir eine ungesunde Beziehung zu ihr. Allerdings habe ich eigentlich lediglich einen Fakt kundgetan; meine Kindheit war nicht leicht und die meiner Mutter auch nicht. Über die Kindheit meiner Großmutter weiß ich weniger, von daher kann ich nicht weiter in die Vergangenheit zurückgehen.
Meine Mutter und ich sind zwei sehr komplexe Menschen mit Stärken und Schwächen. Ich erkenne ja die Schwächen meiner Mutter, aber sie besteht für mich nicht nur aus diesen Schwächen. Ich kenne ja auch meine eigenen Schwächen und rufe mir regelmäßig in Erinnerung, dass nicht nur diese zählen, sondern vor allem meine Stärken wichtig sind.

Hätte meine Mutter mir wirklich tragisches emotionales Leid angetan, so würde ich mich von ihr lösen und umziehen. Vielleicht klang mein Problem aufgrund meiner psychischen Verfassung bei Erstellung dieses Threads eine Spur unlösbarer und schlimmer, als es tatsächlich ist (ich möchte hier das Problem nicht kleinreden, aber darauf hinweisen, dass ich in einer depressiven Phase grundsätzlich nur das Negative wahrnehme, was Menschen in meinem Umfeld schon aufgefallen ist), jedenfalls denke ich, dass meine Mutter und ich diese Schwierigkeiten sicherlich für beide Parteien befriedigend lösen können.

Für mich ist damit eigentlich alles zum Thema gesagt, und ich werde zukünftig auch nur noch Threads verfassen, wenn ich mich nicht in einer depressiven Phase befinde. Ich glaube nämlich, mein ursprünglicher Post hat nicht sehr gut auf den Punkt gebracht, was ich wirklich ausdrücken wollte.
 
Verzeih, Earthling, wenn ich Dir zu nahe getreten bin.

Ich wollte Deine Mutter ganz bestimmt nicht als egoistischen Drachen oder was auch immer hinstellen. Ich kenne Deine Mutter doch gar nicht. Ich gehe davon aus, daß sie eine freundliche liebenswürdige Person ist, die wie wir alle ihre Themen hat.

Ich habe auch nicht gemeint, daß Dein Beitrag nicht in Ordnung sei.
Auch nicht, daß du keine Pläne für die Zukunft hast oder übersehen, daß Du noch Schülerin bist. und schon gar nicht, daß Du nicht allen Grund hast stolz zu sein.

Ich habe mich nur auf Deine Beiträge in diesem thread bezogen und Dir meinen - subjektiven - Eindruck spiegeln wollen, daß die Beiträge auf mich so wirken, als ob Dein Blick sehr auf Deine Mutter gerichtet ist und Du sehr um Rücksicht bemüht bist. Und auf mich wirkt es fast so, als ob Du ihr mehr Aufmerksamkeit widmest als Dir selbst. Und Dir selbst sehr wenig Raum nimmst. Selbst in Deinem eigenen thread hier, ihr mehr Raum einräumst als Dir.

Das ist kein Angriff vo mir Earthling. Ich weiß ja nicht mal, ob mein subjektiver Eindruck stimmt. Aber ich mag Dich und wollte Dir daher eine Rückmeldung aus meiner Sicht geben.

Ich glaube, dass ich hier so auf meine Mutter eingegangen bin, liegt an ein paar der ersten Antworten. Diese fand ich irgendwie... mir fällt das passende Wort nicht ein, aber ich hatte eben das Gefühl, dass hier in Mensch, der gar nicht anwesend ist und sich daher auch nicht verteidigen kann (also meine Mutter) hier als jemand gesehen wird, der sie überhaupt nicht ist. Deshalb wollte ich diesen Eindruck korrigieren, ohne aber zu leugnen, dass es eine schwierige Situation für uns beide ist,wenn ich in so eine depressive Stimmung hineinrutsche.

Momentan sind die gesundheitlichen Probleme meiner Mutter einfach ziemlich präsent, da sie mehrere auf einmal hat, die zwar nicht tödlich sind, die Lebensqualität aber enorm beeinträchtigen und sie an vielem hindern, was für Gesunde selbstverständlich ist. Darum konnte meine Mutter mir in den letzten Monaten, als es ihr noch besser ging, auch mehr Unterstützung geben als jetzt gerade, in diesem Moment - und ja, meine Probleme und noch dazu ihre Probleme, das ist natürlich keine Optimalsituation. Aber ich hoffe das Beste. Ihr wird es hoffentlich eines Tages gut gehen und mir wird es hoffentlich bald schon bessergehen.

Ich danke dir nochmals für deine Beiträge. Ich will dir auch nicht unterstellen, meine Mutter als egoistischen Drachen zu sehen - das Gefühl hatte ich nicht bei deinen, sondern eher bei ein paar anderen Beiträgen hier...
 
Ich möchte auf eure Wohnsituation näher eingehen.
Warum habt ihr nicht jeder ein eigenes Zimmer?
Aus dem jetzigen Schlafzimmer könnte ein Zimmer für dich alleine hergerichtet und deine Mutter hat dann euer Wohnzimmer für sich. Ihr wolltet doch wieso eure Wohnung verschönern.Du hast doch gar kein Rückzugsgebiet und jede Stimmungsschwankung wird von deiner Mutter beobachtet, wenn ihr so nah beieinander seid. Sogar des Nachts. Wirst du während deines Studiums ebenfalls zu Hause wohnen?
 
Nachdem du mal viel mehr von euch erklärt hast, finde ich es auch gut, dass ihr euch unterstützt und zusammen wohnt.

Solange ihr euch irgendetwas überlegt, wie jeder von euch seinen festen Rückzugsort auch innerhalb der Wohnung hat.

Irgendwann führt jede von euch vllt eine Beziehung oder hat das vor, und lädt die Person auch in die Wohnung ein, dann ist das auch viel angenehmer für alle.

Vielleicht ist ja irgendwann sogar ein Umzug in eine größere, vllt sogar etwas günstigere Wohnung möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ich kenne viele Leute, die eine eher kleine Wohnung haben.

Also, wir haben eine Wohnküche, die aber relativ klein ist, daher wird sie nur als Koch- und Essbereich genutzt. Dann haben wir zwei Zimmer, eines davon gehört meiner Schwester. Die ist gerade mitten in der Pubertät und braucht ihre Privatsphäre. Als wir uns noch das Zimmer geteilt haben, haben wir sehr oft gestritten und mir gefiel es auch nicht, da sie z.B. oft laute Musik hört und viel länger wach bleibt als ich.

Deshalb haben meine Mutter und ich jetzt das größere Zimmer (Groß ist es nämlich wirklich!) für uns. Dadurch hat sich mein Verhältnis zu meiner Schwester entspannt und ich kann in einer ruhigeren Umgebung lesen, schreiben etc.

Ich finde es gar nicht schlimm, mir mit meiner Mum ein Zimmer zu teilen. Würde ich mir mein Zimmer mit meiner Schwester teilen, hätte ich ja auch keinen Bereich "nur für mich". Aber natürlich kann man z.B. einen Raumteiler aufstellen. Bisher habe ich das einfach nicht gebraucht. Meine Mutter arbeitet ja auch den ganzen Tag, von daher habe ich eigentlich meistens einen Rückzugsort.

Naja, wenn ich studiere, werde ich wohl zumindest anfangs noch daheim leben, aber sollte ich dann ein eigenes Zimmer wollen, kann man ja z.B. viel mit Raumteilern etc. machen, dafür ist das Zimmer groß genug. Übrigens meiner Ansicht nach auch das schönste Zimmer der Wohnung, ich halte mich sehr gerne dort auf 🙂 Wir haben da auch schon einiges verschönert, da muss nicht mehr viel geändert werden.

Mit einer Beziehung will ich mir eher noch Zeit lassen und mich erstmal auf mein Studium konzentrieren. Ich bin vielleicht auch einfach nicht so ein Beziehungsmensch 😉 Und meine Mutter mag keinen Partner mehr haben. Erstens, weil sie in ihrem Leben keine Zeit für einen hat, und zweitens zieht sie es vor, Single zu sein.
 
Hey, das liest sich doch schön. 🙂

Bleibt offen für andere Menschen. Das hat man mir auch geraten 🙄

Versuch zu heilen, geh vor ins Leben, immer einen Schritt mehr, dann lässt du den Stress der dich in Depris schickt hinter dich.

Versucht miteinander eine gesunde Streitkultur zu entwickeln. Erstellt vllt Regeln.

Lieben Gruß 😉
 
Liebe Earthling!

Ich habe neulich schon mal zu dem was Du geschrieben hast geantwortet. Ich habe geschrieben: Bitte. Gerne! mehr nicht, aber das wurde nicht herausgegeben, und es war auch gar nicht ironisch gemeint. Ich wollte Dir einfach kurz rückmelden, dass was Du geschrieben hast, ich gerne gelesen habe...
Ich hatte den Eindruck, dass Du Dir etwas von der Seele schreiben wolltest, und es erst mal unkommentiert, oder unberatschlagt da hattest stehen lassen wollen...ohne den Druck jetzt zu handeln, oder etwas tun zu müssen...aber es dennoch anderen mitzuteilen.
Ich habe auch schon des öfteren etwas von Dir gelesen, und mir gefällt es auch gut, wie Du Dich ausdrückst, und immer sehr einfühlsam den jeweiligen TE begegnest.
Das Du keinen wirklichen Rückzugraum hast, stimmt mich aber auch ein wenig nachdenklich---> Ich wünsche Dir mehr Raum für Dich!
Da muss ich daran denken das ich als Kind mir immer gerne so kleine Hüttchen, Rückzugsnischen gebaut habe...vielleicht fällt Dir ja was ein...

Ich kenne Dich nicht, aber Du bist mir irgendwie sympathisch, und habe das Gefühl, Du meisterst das schon!

Viele liebe Grüße
 
@ Gast: Vielen Dank für deine lieben Worte! Das, was du da über mich schreibst, finde ich unglaublich nett und auch tröstlich.

Ja, es stimmt, vor allem wollte ich es mir von der Seele schreiben. Zu dem Zeitpunkt ging es mir psychisch auch nicht besonders gut und ich hatte einfach das Gefühl, alles irgendwo niederschreiben zu müssen. Hätte ich geahnt, dass teilweise so heftige Reaktionen kommen, dann hätte ich dies wohl gelassen, aber in dem Moment hatte ich einfach das Bedürfnis, mich mitzuteilen.

Meine Mutter ist ja meistens nicht zuhause, da sie sehr lange Arbeitszeiten hat. Von daher habe ich meistens genug Rückzugsraum für mich, denn dann gehört ja eigentlich die ganze Wohnung mir (nur das Zimmer meiner Schwester natürlich nicht). Da ich mir früher mein Zimmer mit meiner Schwester geteilt habe, kenne ich es gar nicht anders. Auch Freunde und Bekannte von mir teilen ihr Zimmer mit älteren oder jüngeren Geschwistern, also finde ich das eigentlich ziemlich normal, auch wenn es in meinem Fall die Mutter ist, mit der ich zusammen in einem Zimmer wohne. Aber das war ja meine Entscheidung, weil meine Schwester und ich oft stritten 😉

Natürlich möchte ich irgendwann einmal alleine leben, aber nicht jetzt sofort. Ich möchte meine Familie noch gerne eine Weile um mich haben; außerdem ist es wohl schwierig, sich gleich zu Anfang eines Studiums eine eigene Bude zu suchen, denn damit hat man ja den Zusatz-Stress, Miete, Strom etc. zahlen zu müssen. Lieber warte ich etwas länger mit der ersten eigenen Wohnung. Und genieße noch die familiäre Atmosphäre daheim, ich denke, diese hat auch einige Vorteile.
 

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