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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

HAbe ich zu viel Besuch?

Alles, was in einer WG nicht explizit als "Public Domain" deklariert wurde, gehört nur demjenigen, der es eingebracht hat. Der ist dann vor jeder Benutzung zu fragen. Wenn sie also nicht irgendwann mal explizit gesagt hat "die Teekanne hier könnt ihr alle benutzen", dann hast du sie vorher gefälligst zu fragen! Man kann nicht einfach davon ausgehen "oh, cool, da hat ja jemand ne Kaffeekanne gekauft, die kann ich ja gleich benutzen".

Solange sie finanziell für dich gerade steht, solltest du besonderen Respekt vor ihr haben. Bis du deinen Anteil abbezahlt hast, ist es gewissermaßen ihre Wohnung, nicht deine. Ergo hast du dich ihr anzupassen, nicht andersherum.

Als ich damals in meine WG zog, hatten wir genau durchgesprochen, was von allen benutzt werden kann, was Privateigentum ist (grundsätzlich die Zimmer der anderen und alles was darin steht) und inwieweit man die Lebensmittel der anderen mitverbrauchen kann (also was man überhaupt essen darf, bis wann man es nachzukaufen hat und was man ohne Nachkauf verzehren darf, weil man eine Abmachung hat von wegen "deine 20ml Milch für deinen Kaffee kannst bei mir rausnehmen, wenn ich dafür alle paar Tage 10g von deiner Butter haben kann"). Auch über Ruhezeiten und die Menge von Besuch wurde geredet.

Folgende Tipps:
- hängt irgendwo ne Pinnwand hin, wo jeder aufschreibt von wann bis wann er arbeiten muss und in welchen Zeiten er Ruhe wünscht. Daran hält sich dann jeder. Ehe man Krach macht, wird geschaut, ob derzeit jemand Ruhe wünscht. Falls ja: schleichen und flüstern.

- kauft euch ein paar Flaschen Window Color. Alles, was Gemeineigentum ist, kriegt einen schwarzen Punkt aufgemalt. Alles, was in den Gemeinschaftsräumen steht aber nur einem gehört, bekommt einen farbigen Punkt (jeder Eigentümer hat ne eigene Farbe, sodass man auch gleich weiß, wen man zu fragen hat).

- unerlaubtes Betreten der Zimmer ist grundsätzlich tabu. Auch ein kurzes Zeigen an Freunde.

- wenn du dreckiges Geschirr siehst, dann spüle es doch einfach gleich. Egal, ob es von dir stammt oder jemand anderes. So vermeidest du es, dass versehentlich von deinem Besuch benutztes Geschirr liegen bleibt, andererseits ahmen dich deine Mitbewohner dann vielleicht nach und spülen einen Topf einfach, statt ihn in dein Zimmer zu stellen. In meiner WG galt immer die Regel, dass an und für sich zwar jeder das eigene Geschirr spülen muss, die anderen es aber auch mal mit weg räumen, wenn jemand aus Zeitmangel doch mal was liegen hat lassen. Solange niemand das ausnutzt und sein Zeug aus Faulheit liegen lässt, klappt das prima.

- trefft eine Abmachung, wie viel Besuch überhaupt kommen kann, wie lange er bleiben kann und wie oft dein Freund übernachten kann.

- wenn du so viel mehr Besuch (inkl. Übernacchtung) mit entsprechend höheren Nebenkosten (Wasser, Strom...) hast, teilt die Nebenkosten durch 4. Du übernimmst 2/4 der Kosten, die anderen je 1/4. Dann ist der Mehrverbrauch durch deinen Freund und andere Kumpels immerhin finanziell für die anderen abgedeckt.
 
Ich habe mir gestern Tee gemacht und nicht kapiert, dass sie ihre Thermoskanne als "privat" betrachtet. Sie hat mich dann gefragt, wo "ihre" Teekanne sei. Ich habe halt nichts gesagt, da mir nicht klar war, worüber sie spricht. ich bin davon ausgegangen, dass das, was ich benutze, "unsere" Kanne ist. Für mich macht es keinen Sinn, wieso sie die zu "ihrer" deklarieren sollte.
Dann hat sie mich wie ne Irre angefahren, als sie die bei mir drin gesehen hat.

Ich bin mir jetzt 100% sicher, Du verarscht uns, denn so wenig empathisch kann kein Mensch sein. Ich halte Dich wirklich für einen großen Egoisten, dem die Mitmenschen völlig egal sind, aber selbst Dir traue ich nicht zu, dass Du in solch einer eskalierenden Streitsituation Deinen Tee in Ihre Kanne kippst und die dann auch noch in Dein Zimmer entführst. So blöde kann man einfach nicht sein.

Ich bin jetzt raus aus diesem Thread und kümmere mich lieber um echte Problemfälle an meiner Schule, anstatt hier sinnlose Texte zu tippen.
 
Sie hat die Tekanne gekauft, also ist es natürlich ihre Teekanne. Vermutlich hat sie auch nur die eine, deswegen hat sie sie ja vermisst. Das ist doch nervig, wenn sie ihre Sachen nicht findet und nutzen kann, weil Du sie beschlagnahmst.

Eigentlich sagt das der gesunde Menschenverstand, aber hier ein paar Eckpfeiler:
- Alles was sie gekauft hat und sie nur 1-2fach hat, wird nicht benutzt. Das könnte ihr im Alltag fehlen und sie muss ggf ohne Tee in die Bibliothek, obwohl sie gerne welchen in der Thermoskanne mitgenommen hätte.
- Alle Geräte, die teuer sind (über 50 €) nur nutzen, wenn sie das erlaubt hat. Ich benutze zB schon mal das alte Rührgerät meines Mitbewohners. Aber seinen Hightech- Mixer in der Küche habe ich bisher nicht angerührt (traue ich mich nicht ohne Nachfrage).
- Alles was verbraucht wird, wird nicht benutzt, zB Lebensmittel. Das generiert Kosten für den Mitbewohner, der das nachkaufen muss.
-Alles, was mehrfach da und billig ist, wie zB 10 Teller….kann man in ner WG in der Regel nutzen solange derjenige nichts anderes sagt.
- Im Zweifel lieber nachfragen. V.a. dann, wenn man eh schon Streit hat wegen Grenzüberschreitungen.
 
Manchmal kommt es mir vor, als hättest du ein Seminar belegt oder die richtige Terminologie gepaukt: "konstruktiv sein" "nach Lösungen suchen" "ein klärendes Gespräch führen" etc.

... aber was den Geist und die Haltung zu diesen Formulierungen betrifft, scheinst du noch nicht ganz sattelfest zu sein.
 
Ich finde die Unterstellungen wirklich nicht nett. Ih glaube, einige haben hier Dinge in meine Beiträge hineininterpretiert, und dies wird jetzt von allen andern wiederholt.

Ich bin offen für ihre Probleme, ich will ihr zuhören, ich will Lösungen suchen. Aber das kann ich nur, wenn ich mich bereit zum Gespräch fühle. Mein Nein zu den Gesprächen am Wochenende war valide, und jetzt müssen wir gemeinsam eine neue Gesprächssituation aufgleisen.
Hier wird es so dargestellt, als würde ich meine Fehler komplett abstreiten. Das tuhe ich nicht, ich weiss dass mein leben im Moment sehr verrückt läuft aber dafür kann ich nichts. Hätte ich auf der einen Hand manche Situationen besser organisieren sollen? Ja. Sind auf der anderen hand viele Situationen nicht aus meiner Kontrolle ehraus verschuldet? Auch ja.
Ich verlange nur, dass es fair gelöst wird. Dass ich 1. dann sprechen darf, wann ich mich bereit fühle, und 2. mutual accountability stattfindet. Das heisst, dass beide einander fair und offen sagen dürfen, was sie am anderen stört, und beide ihre Fehler akzeptieren. Ich weiss 100%, dass wenn wir jetzt sprechen, sie absolut nicht offen sein würde für Kritik. Dass sie mich rausschmeissen will ist mir klar. Aber: Sie würde einfach auf mich eindreschen wollen und mir Vorwürfe machen. Sie ist überhaupt nicht offen für ein richtiges Gespräch. Und ich kann keine Kommunikation akzeptieren, bei dem eine Seite einfach auf die andere ablädt und 0% offen für Kritik an sich selbst ist.

Sie wollte übrigens gestern Abend zu ihren Eltern fahren. Als sie am packen war, habe ich sie ganz freundlich und neutral gefragt, wohin sie geht. Sie hat mir (wieder in genervtem Ton) erklärt, dass sie Abstand von mir braucht. Ich habe ihr, wiederganz freundlich erklärt dass ich so ein Verhalten respektlos finde und nicht akzeptieren kann. Das ist für mich wie ein kleines Kind, das wegrennt und die Türe hinter sich zuknallt. Sie hat mich dann quasi angeschrien, ich soll sie einfach in Ruhe lassen. Ich habe ihr weiter versucht zu erklären, dass alles was ich will einfach eine respektvolle und höfliche Kommunikation ist. Sie hat mir dann wortörtlich die Tür vor der Nase zugeknallt.
Ich bin dann mit einem Kumpel raus und ca. um 03:00 nach hause gekommen. Wir sind davon ausgegangen, dass sie nicht da ist, und haben uns darum nicht wie auf Eierschalen bewegt. Übermässig Lärm hben wir auch nicht gemacht, wir haben noch gekocht und wollten dann schlafen gehen. Da kam sie plötzlich aus ihrem Zimmer und hat uns angeranzt, dass wir leise sein sollen. Sorry, aber gehts noch?
 
Sie fühlt sich in ihrer eigenen Wohnung nicht mehr wohl und möchte deshalb gehen. Und Du empfindest das als respektlos Dir gegenüber? Wieso? Was geht es Dich an, wenn sie sich der Situation erst einmal entziehen und einen kühlen Kopf bekommen möchte, nachdem das Wochenende so unbefriedigend verlief, weil das Gespräch von Deiner Seite aus (egal ob berechtigt oder nicht) nicht stattfinden konnte? Jetzt würdest Du dich wieder unterhalten können und jetzt muss sie sofort dafür auf der Matte stehen? Was ist so schlimm daran, wenn sie gerne erst einmal Abstand möchte? Finde ich nicht respektlos, sondern gesund. Respektloser wäre es, zu bleiben und Dich tagelang anzumaulen, weil sie so gereizt ist. Lass‘ sie doch zur Ruhe kommen.

Du hättest gerne ein Gespräch, in welchem nicht nur sie sagen kann, was sie stört, sondern auch Du. Eine Liste mit störenden Punkten hast Du ihr schon zur Verfügung gestellt. Dann wäre doch erst einmal sie dran? Wäre es so schlimm, einen Schritt auf sie zuzugehen und ihr die Möglichkeit zu geben, zu erklären, was SIE stört und einfach mal zuzuhören? Dann kannst Du ihr sagen, dass Du das mal sacken lässt und Dir 1-2 Tage darüber Gedanken machst. Dann kannst Du Dir überlegen, in welchen Punkten Du ihr entgegen kommen kannst und ihr das mitteilen. Nicht negativ anfangen von wegen „das und das mache ich nicht“, sondern „das und das werde ich ab jetzt anders machen“. Das dann umsetzen. Wenn sie sieht, es hat sich was gebessert, wird sie bestimmt auch offener für Deine Wünsche sein. Nach ein paar Wochen könntest Du dann mal freundlich 1-2 Sachen (nicht alles auf einmal) sagen, über die Du Dich freuen würdest. Danach kann sie vielleicht wieder Wünsche äußern. So könnt Ihr Euch vielleicht nach und nach aneinander annähern. Ich fände es richtig und auch strategisch klüger ihr erstmal entgegen zu kommen und zuerst mal auf ihre Wünsche einzugehen. So kommst auch Du eher ans Ziel. Schreib‘ ihr doch, dass Du bereit bist, ihr erst einmal nur zuzuhören. Ohne Verteidigungen, ohne eigene Kritik. Es ist an Dir, sie wieder etwas zu beschwichtigen und ihr zu zeigen, dass es Dir ernst ist (denn daran zweifelt sie nach den verpatzten Gesprächsabsprachen vermutlich).
 

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