Hallo Monoi.
Rein vom Lebensstil finde ich Deine Einstellung gut.
Dies bedeutet aber nicht, dass sie nicht an jeweilige Situationen angepasst werden muss, wenn es das erfordert. (Ich meine Corona).
Geselligkeit und Zusammensein befürworte ich auf jeden Fall, und daher lasse ich ( als WG Vermieter) meine Mitbewohner auch wissen, dass Freunde jederzeit willkommen sind.
In anderen WG's gibt es allerdings ein anderes Problem.
Üblicherweise und je nach Vertrag mieten WG-Mitbewohner ein eigenes Reich plus Restnutzung.
Das eigene Reich wäre deren Zimmer, die Restbenutzung der Flur, Küche, WC und Aufenthaltsraum.
Die Mieter sind dadurch Besitzer, und Besitzer bestimmen - aktiv - (aber nicht passiv), was sie mit dem Besitz tun wollen. Das aktive Bestimmen deute ich so, dass die Zimmertüren grundsätzlich zu sind, aber auf Anforderung geöffnet werden ( können , nicht müssen).
Wenn also irgend jemand - egal ob Mitbewohner, Vermieter oder Freund) eine Türe öffnet, muss er vorher(!) fragen, ob er eintreten darf.
Bei Dir ist das anders: sie wissen es vorher, dass sie kommen können und brauchen nicht jedes mal zu fragen. Bei anderen ist es aber anders: da muss man jedes mal fragen.
Ok, also sagst Du, ihr könnt gern kommen, ich freu mich.
Das ist in soweit in Ordnung, als die anderen die Gäste bleiben.
Die Küche, hmmm - eher nicht das Klo...ist verbotene Zone, weil zB in der Küche dann eine Benutzung statt finden kann, die die Gäste für sich selber beanspruchen - aber nichts dafür zahlen - währen die Mitbewohnerin, die zahlt, warten soll.
Das geht natürlich nicht.
Also musst Du für die Leute einen Weg finden, der es aus schließt dass Kosten oder Nutzung entstehen, die nicht nur Du aber auch die anderen bezahlen, von denen die anderen aber nichts haben, da es DEINE Gäste sind.
Auf deutsch: Du musst sie fragen, ob sie einverstanden sind.
Wenn das nicht so ist, bietet sich der Vergleich an, dass Du die Gäste bei Deinen Eltern unter bringst, ohne die zu fragen. Oder bei Nachbarn zwei Häuser weiter. Bei Fremden also, die in der Sache (sorry) ebenso "fremd" sind wie es Deine Mitbewohner sind.
Im Ergebnis finde ich es freundlich und nett wie Du es handhabst, aber Du musst halt auch sehen, ob andere, die mit Dir auskommen müssen - und umgekehrt - ebenso einverstanden sind.