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Habe die Puste verloren

A

Abcde12

Gast
Hallo,

ich muss hier was loswerden:

An sich war ich ein fleißiger Schüler. Habe Abitur und MSA geschafft mit 2,0. Habe dann mit 18 Jahren studieren begonnen und habe das Studium mit gutem Ergebnis bestanden. Ich hatte auch Praktika und Werkstudent. Jetzt bin ich im Master auf der Uni, vorher auf einer Hochschule.

Ich habe das Gefühl, dass ich so richtig faul geworden bin. Ich prokastiniere und will das Masterstudium wechseln. Ich habe das Gefühl: Ich schaffe das nicht. Und möchte das Masterstudienfach wechseln.

Ich habe mich im Bachelorstudium auf Steuern spezialisiert und habe gedacht, dass ich ein Studium mit Accounting, Taxation and Finance-Schwerpunkt ausgewählt. Ich merkte mit der Zeit, dass ich dem Studium nicht gewachsen bin und mit zu schlechtem Ergebnis beenden könnte oder nicht fertig werden würde.

Ich bin sehr traurig und niedergeschlagen.
Habe nirgendswo Zeit verloren, mein Lebenslauf geradlinig und jetzt habe ich das Gefühl, dass ich alles kaputt mache.
 

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Styx.85

Aktives Mitglied
Du beschreibst den Verlauf deines Master - Studiums aus deiner subjektiven Sicht.

Wie schaut es objektiv betrachtet aus? Noten?

Du sagtest nur, dass du noch keine Zeit verloren hast. Mit "Abi mit 18" und Regelstudienzeit kann die Lage noch gar nicht so schlimm sein.
Wenn du jetzt noch überall mindestens auf 3.0 stehst, rate ich dir, dringend weiter zu machen und den Master zu beenden.
Manchmal täuscht einen das innere Gefühl auch gewaltig.
 
A

Abcde12

Gast
Erstmal danke für die Antwort.

Ich habe für den Bachelor 9 Semester gebraucht. Habe Praktika und war auch zum Schluss Werkstudent im Bereich Steuern.

Ich habe im ersten Mastersemester nur 3 Prüfungen geschrieben. In zwei Prüfungen gab es 2en und in der mündlichen Prüfung im Bereich Steuern habe ich ne 3,7 bekommen. Der Prof hat zum Ende der Prüfung gesagt, dass ich faul bin und nicht intellektuell in der Lage das Studium zu meistern. Ich soll abbrechen.

Dieser Kommentar hat mich so aus der Bahn geworfen, dass ich eine weitere Prüfung die eine Woche später war, nicht geschrieben habe.

Seit dem Kommentar vom Prof. habe ich so gut wie nichts gemacht fürs Studium.

Ich habe Angst, dass ich dieses Studium nicht packe oder meine Noten so schlecht sind, dass ich mir damit alles verbaue.
 
A

Abcde12

Gast
Das habe ich schon gemacht. Hat mir nicht geholfen.

Ich solle entweder bleiben und mich zusammenreißen oder wechseln.

Ich habe bloß nie was abgebrochen. Habe halt mega Angst, dass ich mir selbst alles kaputt mache
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Ich habe für den Bachelor 9 Semester gebraucht. Habe Praktika und war auch zum Schluss Werkstudent im Bereich Steuern.
Ähäm... nun... das ist nicht gerade Regelstudienzeit. "Keine Zeit verloren" und "geradliniger Lebenslauf" sehen anders aus. Ich hoffe du verzeihst mir hier meine Ehrlichkeit, aber gut ist was anderes. Selbst wenn deine Noten gute waren, 9 Semester für einen Bachelor sind zu lange. Ich gehe mal von 6 Semestern Regelstudienzeit aus, bitte berichtige mich, wenn ich falsch liege, kenne ja deinen genauen Studiengang nicht.
Kann es sein, dass du bereits vorher so deine Probleme mit Prokrastination gehabt hast?

Ich habe im ersten Mastersemester nur 3 Prüfungen geschrieben. In zwei Prüfungen gab es 2en und in der mündlichen Prüfung im Bereich Steuern habe ich ne 3,7 bekommen. Der Prof hat zum Ende der Prüfung gesagt, dass ich faul bin und nicht intellektuell in der Lage das Studium zu meistern. Ich soll abbrechen.
Die ersten beiden sind solide... die dritte ging ein wenig in die Hose. Wegen einem Rückschlag gibt man nicht auf. Nicht im Studium, nicht im Leben.

Dieser Kommentar hat mich so aus der Bahn geworfen, dass ich eine weitere Prüfung die eine Woche später war, nicht geschrieben habe.

Seit dem Kommentar vom Prof. habe ich so gut wie nichts gemacht fürs Studium.
Verabschiede dich von der Denke, dass du für deinen Prof lernst und arbeitest. Was er denkt kann und sollte dir weitgehend egal sein. Wichtig ist, dass du die Prüfungen bestehst, was du übrigens auch mit einer 3,7 gerade noch so gepackt hast.
Es gab defakto keinen relevanten Rückschritt, lediglich eine schlechte Note und einen doofen Kommentar gratis. Ich will dich hier nicht verschrecken, aber wenn dich sowas derart aus der Bahn wirft, solltest du dringend was dagegen tun. Arbeite an deinem Selbstwertgefühl.

Ich habe Angst, dass ich dieses Studium nicht packe oder meine Noten so schlecht sind, dass ich mir damit alles verbaue.
Weiß du was eine selbsterfüllende Prophezeihung ist? Du bist auf dem besten Weg dahin. Mache dich bitte mal darüber und die zugrundeliegenden Mechanismen vertraut.

Letztendlich ist jeder Mensch ein wenig faul veranlagt. Energie sparen und so. Und man sucht quasi unterbewusst permanent nach Entschuldigungen, warum man dies und jenes nicht leisten muss bzw. am besten gar nicht leisten kann.

Da ist dann mal wahlweise die Gesellschaft, die Eltern, die Komilitonen etc. schuld am eigenen Unvermögen. Nur nicht man selber.
In deinem Fall war es ein dummer Spruch von einem Prof.
Ich rate dir keineswegs zum Aufgeben. Nimm es als Lebenserfahrung mit und mach weiter.

Die Studienberatung hat dir bereits die beiden dir vorliegenden Optionen auf den Tisch gepackt. Was hättest du sonst erwartet? Auch hier im Forum wird es bestenfalls Zuspruch für das eine oder das andere geben.
Deine Arbeit macht hier niemand für dich.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

Abcde12

Gast
Krass, dass du aus so wenigen Worten ohne mich zu kennen das herauszufinden konntest.

Bachelor war 7 semestrig und habe halt ein 6 monatiges Praktikum gemacht. Deswegen hat sich das Studium verlängert.

Ja, ich habe ein geringes Selbstwertgefühl schon über Jahre, habe es aber soweit über die Jahre unterdrückt. Viele Freunde habe ich auch nicht. Freundin auch nicht. Das zieht mich sicherlich runter. Ansonsten schleppe ich schon fast seit meiner Geburt rum, dass meine Mutter mit 28 einen Schlaganfall hatte und ich als ein kleines Kind das mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Mein Vater war nicht Zuhause und ich war da nur 2 Jahre alt. Habe sie dann noch vor Schlimmeren bewahrt, da ich zur Nachbarin gelaufen bin und sie dann den Krankenwagen gerufen hat. Ein paar Jahre später haben sich meine Eltern getrennt. Und so gut wie alles musste ich dann selbst ausbaden.

Auch negative Erfahrungen mit vermeintlichen Freunden hat bei mir auch eher zur sozialen Isolation geführt. Habe meine sozialen Kontakte weiter zurückgefahren.

Sicherlich sind das alles Gründe bzw. was sich über Jahre aufgestaut hat, Grund für diese Reaktionsverarbeitung.

Meine Mutter pflege ich halt bis heute.
 
A

Abcde12

Gast
Ich musste paar 2 Klausuren nachschreiben, weil ich nicht genug gelernt habe im Bachelor. Aber es war halt die richtige Entscheidung, weil jeder in den beiden Klausuren in Steuerrecht ne 4 hatte.

Ich habe halt jetzt die Probleme mit dem prokastrinieren.
 
A

Abcde12

Gast
Aber manchmal war's aber schon so, dass ich für bestimmte Module nicht so viel gemacht habe und da nicht so gute Noten bekommen habe.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Guten Morgen Abcde12,

erstmal Danke vorab für die Offenheit in dieser Sache.

Glaube mir an dieser Stelle bitte, dass ich sehr wohl weiß, was schwierige Startbedingungn für einen neuen Lebensabschnitt wie das Studium bedeuten.

Daher kann ich nur immer wieder lautstark betonen, dass du dir immer vor Augen führen musst, dass du das für dich machst. Nicht für deinen Prof, nicht für deine Mutter, nicht für sonstwen.
Auch mit traumatischen Erlebnissen im Rücken wird man dir keine Bonuspunkte schenken. Du wirst unfaire Erlebnisse haben und du wirst Misserfolge meistern müssen... nicht nur jetzt sondern auch später.

Je nachdem wie belastend die Situation mit deiner Mutter und die früheren Erfahrungen für dich sind, kann ich dir hier nur zu einer begleitenden Therapie und (wenn das möglich ist) zu einer Pflegekraft für deine Mutter raten. Rede hier am besten zuerst mal mit deiner Krankenkasse wegen deiner Mutter und mit deinem Hausarzt wegen der Überweisung zu einem Psychologen. Stelle dich eventuell auf mehrmonatige Wartezeiten ein.

GEBE NICHT DEIN STUDIUM AUF.
Das Studium mit dem von dir gewählten Fach hat das Potential, den Leben grundlegend zum Guten zu wenden. Es wartet ein ordentlicher Verdienst und du hast bereits mit dem Bachelor und den ersten Prüfungen im Master viele Meilensteine hinter dich gebracht. Nutze diese Chance, die das Leben dir bietet. Mache weiter bis zum Erfolg (Master) oder bis du wirklich (!) durchgefallen bist nach objektiven Noten, nicht nach subjektiver Empfindung. Selbst in letzterem Fall stehst du nicht ohne nichts da, sondern immernoch mit Abi und Bachelor. Sogesehen wäre rein rational betrachtet Aufgeben das Schlechteste was du gegenwärtig tun kannst.

Du hast übrigens kein Grund für einen geringen Selbstwert. Wer es mit deiner Geschichte im Rücken zum Abi und Bachelor schafft und dann noch seine kranke Mutter pflegt, hat allen Anlass für einen hohen Selbstwert, für Stolz.
Am Ende hatte dein Prof nur einen schlechten Tag und hat seine Laune an dir ausgelassen. Es wäre eine Schande, wenn jemand wie du, wegen so einem Murks dann sein vielversprechendes Studium beenden würde, denkst du nicht?

Wachse an den Schwierigkeiten, die dir das Leben vor die Füße wirft, schrumpfe nicht daran. Fasse klare Ziele, aber ohne Illusionen.

Ich wünsche dir viel Glück dabei.

Kurz noch zum Thema Bachelor:
Wenn das stimmt, was du sagst, und dein Bachelor auf 7 Semester ausgelegt ist und du noch ein freiwilliges Praktikum von 1 Semester (6 Monate) eingelegt hast, sind auch 9 Semester Gesamtdauer noch im Rahmen. Ignoriere bitte mein Statement explizit dazu im Beitrag zuvor.
 
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