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Habe Angst um besten Freund

G

Gast Mona

Gast
Hallo miteinander,

ich habe gerade so etwas wie ein persönliches Problem und wollte gern wissen, ob mir einer von euch vielleicht weiterhelfen kann.
Um eine kurze Beschreibung zu liefern…
Ich habe seit langer Zeit einen besten Freund. Mit ihm war ich auch schon mal zusammen, wie das eben oft so ist – man versteht sich so gut, dass es irgendwann auf eine Beziehung hinausläuft.
Ich habe dann allerdings nach einigen Monaten recht schnell gemerkt, dass eine Partnerschaft mit ihm für mich nicht funktioniert, langfristig gesehen, und mit ihm darüber geredet. Wir passen einfach nicht zusammen, das hätte nicht funktioniert.
Das war natürlich eine relativ große Belastung, eine „normale“ Freundschaft betreffend; doch nach einiger Zeit, in der erstmal Funkstille herrschte, bis die Wogen sich wieder geglättet hatten, begann es wieder zu laufen. Wir fingen sozusagen noch mal von vorne an.
Wie dem auch sei…seit Anfang des Jahres verstehen wir uns wieder sehr gut, und das finde ich wirklich schön.
In den letzten Wochen ist er jedoch sehr seltsam geworden. Das hat nichts mit mir zu tun – er ist nicht mehr in mich verliebt oder so.
Aber er hat damit angefangen, sich immer mehr zurückzuziehen, und er spricht öfter davon, dass er eigentlich nur noch darauf wartet, „endlich gehen“ zu dürfen.
Das bereitet mir natürlich große Sorgen, zumal er vor fünf Jahren – also mit sechzehn - schon mal einen Selbstmordversuch gestartet hat und nur zufällig noch rechtzeitig gefunden wurde.
Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Ich hatte selber mit Depressionen zu tun, bekam allerlei Zeug vom Arzt verschrieben und weiß, dass es schlimm ist, wenn es einen erstmal erwischt hat. Da bringen gut gemeinte Sprüche wie „das wird schon wieder“ und „so schlecht bist du doch nicht dran, anderen geht’s noch dreckiger“ wirklich nichts, im Gegenteil. Deshalb versuche ich auch nicht, ihn mit so einem Mist aufzumuntern, denn mich selber hat das damals nur noch tiefer runtergezogen.
Aber was soll ich sonst tun? Zum Arzt geht er nicht, und alles andere bringt nichts. Ich bin nicht in der Position, da selber rumzupfuschen, denn auch wenn ich so etwas selbst schon durchgemacht habe – helfen kann ich ihm trotzdem nicht.
Zwar redet er mit mir, was ja an sich schon mal ganz gut ist; aber ich glaube wirklich nicht, dass das ausreicht. Und seit er damit angefangen hat, solche Sachen zu sagen, mache ich mir wirklich große Sorgen. Ich weiß nur, dass ICH mich damals dazu bringen ließ, rechtzeitig professionelle Hilfe aufzusuchen, und dass das vermutlich das Einzig richtige war. Depressionen sind nichts, was man als Stimmungsschwankung oder schlechte Laune abtun kann; es wird nicht von selbst wieder besser. Außer vielleicht, man wartet lange genug ab, das weiß ich nicht.
Aber da er sich schon einmal dazu entschlossen hatte, den „letzten Schritt“ zu tun (auch wenn es nicht funktioniert hat), habe ich jetzt einfach Angst um ihn.
Nur zur Info – klar kam er nach dieser Sache mit dem Selbstmordversuch in die Klinik und wurde eine Zeitlang behandelt. Nur ist das eben schon Jahre her, und dementsprechend lange ist es auch her, dass er irgendwelche Medikamente nehmen oder zur Therapie gehen musste.
Was soll ich denn tun?
Ihm nahe legen, zum Therapeuten zu gehen…? Das versuche ich ja, nur will er nicht.
Seine Familie ist da auch keine große Hilfe; die Verhältnisse sind ziemlich gestört, und seinen Stiefvater, bei dem er noch wohnt, interessiert es nicht sonderlich. Klingt vielleicht komisch, dachte ich auch; ist aber so. Die größte Sorge seines Vaters bezieht sich darauf, dass er endlich mal von Zuhause auszieht.
Ich weiß nicht wirklich weiter. Wie gesagt, es wird schlimmer, und ich weiß nicht, was ich tun soll.
Vielleicht hat irgendjemand hier schon mal etwas in dieser Richtung selbst mitgemacht und kann mir einen Rat geben – ich bin glücklich über jede Rückmeldung.
Ich danke euch im Voraus
Eure Mona
 
Da er nichts in Richtung Therapie machen und auch zu keinem Arzt will wirst du nicht viel für ihn tun können.
Zeig ihm einfach nur das du für ihn da bist, versuch ihm zu helfen Probleme die ihn in Richtung Selbstmord drängen zu lösen. Hilf ihm andere Wege zu finden.
Jetzt immer wieder versuchen ihn zu einer Therapie zu überreden würde warscheinlich dazu führen das er sich noch mehr zurückzieht. Gib ihm das Gefühl das er dir vertrauen kann egal worum es geht.
 

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