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Hab Bockmist gebaut und nun ist sie weg

allerdings grübel ich schon die ganze zeit drüber wie ich das an ihrem geburtstag machen soll. sie wird kommende woche 30 und ich hab einfach überhaupt keine ahnung wie ich mich da verhalten soll. was würdet ihr - vielleicht speziell die frauen - machen bzw. erwarten? ich will da halt auch nix falsch machen, dazu ist sie mir zu wichtig.

Uns brauchst du nicht zu fragen.

Erzähl das deine Mutter, sie ist die Schlüssel zu deine Partnerin. Ich kann mich nicht vorstellen das du von ihr kein Antwort bekommst.
 
Hi zusammen,
ich wollt mich mal kurz bei euch bedanken.
wir haben mittlerweile schon zwei mal ganz lange miteinander geredet, seitdem schreibt sie mir öfter texte mit ihren gedanken und fragen, die ich natürlich alle wahrheitsgemäß beantworte.
zum geburtstag hab ich ihr einen stern geschenkt - also einen stern taufen lassen, damit sie immer jemanden hat der auf sie uns das baby aufpasst. denke sie hat sich sehr drüber gefreut.
am kommenden wochenende fährt sie jetzt erst mal zu ihren eltern. sie will ein bisschen zur ruhe kommen und nachdenken.
hab zwar keine ahnung wie ich die zeit überstehn soll, aber da muss ich halt durch.
so, das wars vom kleinen update.
lg
 
hi,
bei uns ist es immer noch sehr chaotisch, deshalb wollt ich euch mal ein kleines update geben. und vielleicht hat ja auch der eine oder andere noch ein paar hilfreiche ideen. ich weiß gar nicht wo ich eigentlich anfangen soll.
seit mitte oktober ist meine freundin wieder hier in unserer gemeinsamen wohnung. eigentlich wollten wir abends noch mal reden, bevor ich sie am nächsten tag zum flughafen bringen sollte. leider haben wir die erste nacht gleich mal in der frauenklinik verbracht, weil sie starke schmerzen und blutungen hatte. die ärztin dort meinte zwar, dass soweit alles in ordnung sei, aber wir uns keine allzugroßen hoffnungen machen sollten. man könne nur abwarten und sie sollte viel liegen. also flog sie nicht zu ihren eltern, ich hab sie zu hause auf die couch verfrachtet und sie durfte nur aufstehn um zur toilette zu gehen. leider hat sie dann unser kind trotzdem verloren. :wein:
seitdem sind wir beide fix und fertig. ich versuch zwar immer stark zu sein und für sie da zu sein, aber ich erkenne sie überhaupt nicht wieder.
mittlerweile hatten wir auch mehrere termine bei der paartherapie, die alle total emotional waren, vor allem für sie. ich hab meine freundin noch nie so erlebt. ein wimmerndes häufchen elend, das schreit und weint bis sie vor erschöpfung nicht mehr kann. ich würd so gerne irgendetwas für sie tun, ihr helfen, es ihr leichter machen. fühl mich so hilflos. was soll ich nur tun?
 
Das tut mir sehr leid, dass ihr euer Kind verloren habt. Sowas ist eine ganz schlimme Sache. Als Frau haut einen sowas allein dadurch um, dass man das Baby früher unter dem Herzen getragen hat und es nun nicht mehr hier ist. Viele Frauen machen so einen Verlust auch leider an sich fest. Du musst ihr Zeit geben - genauso wie bei den vorausgegangenen Sachen. Vieles wird sie nur für sich selbst klären können und muss dies auch so tun, um alles aufarbeiten zu können. Möglicherweise wäre eine einzelne Therapie neben eurer Paartherapie für sie wichtig oder ein Klinikaufenthalt für einige Zeit, um Abstand zu allem zu bekommen.

Guck mal hier Blackwing, vielleicht hilft euch das ein bisschen weiter:

Die Schmetterlingskinder, Hilfe bei Fehlgeburt, Totgeburt und med. ind. Abbruch - Startseite

Auf der Seite stehen nützliche Infos und weitere Hilfestellungen, die ihr vielleicht noch gar nicht für die Aufarbeitung bedacht habt. Oder aber du kannst für dich Input finden.

Mir fällt noch ein, dass es Selbsthilfegruppen für Eltern gibt, die ihre Kinder verloren haben. Frag doch einfach mal bei Beratungsstellen nach.

Es gibt auch Foren für Betroffene, die sich dort austauschen können, wie z. B. das hier:

http://www.sternenkinder.de/index.php

Mehr als für deine Freundin da zu sein kannst du nicht und eben auch nur, soweit sie es zulässt. Ihre Grenzen musst du respektieren. Neben diesem schrecklichen Verlust hat sie ja noch aus der Vergangenheit den Vertrauensverlust zu dir verkraften müssen und was alles vorausgegangen ist. Das ist sehr viel zum Bewältigen und da kann es schon zu Einbrüchen kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
danke für die links findefuchs, ich werd mich da gleich ein bisschen einlesen.
den vorschlag mit der therapie hab ich ihr auch schon gemacht und sie wollte drüber nachdenken. allerdings haben unsere paartherapeuten auch gesagt, dass sie ihre probleme und sorgen ruhig auch immer mit ansprechen soll. das tut sie zum glück auch.

eigentlich bin ich immer für sie da und wir reden auch viel. insgesamt gehen wir offener miteinander um. aber auch wenn sie versucht stark zu sein, spür ich natürlich ihren schmerz. wenn ich ihr in die augen gucke, dann sehe ich wie traurig sie ist und wie sehr sie leidet.
dann erzählt sie mir ihre ganzen sehnsüchte und sagt gleichzeitig, dass sie eine blockade in sich hat und sie nichts von dem, was sie sich wünscht umsetzen kann. sie hat richtig starke momente und dann wieder welche in denen sie komplett zusammenbricht und sich durch nichts beruhigen lässt.
eins ihrer größten probleme ist auch, dass wir immer noch kein ergebnis vom vaterschaftstest haben und der anwalt sagt es könne sich auch noch bis weihnachten hinziehen. auf mein wort vertraut sie verständlicherweise nicht und sie sagt auch sehr deutlich, dass sie nicht weiter kämpfen wird, wenn ich der vater des anderen kindes sein sollte.
für sie hängt quasi alles an dem einen blatt papier. es ist sehr zermürbend.
 
Vielleicht sollten deine Freundin und du nicht alles gemeinsam in einer Paartherapie klären, sondern sie eben auch für sich selbst in einer eigenen Therapie. Nur weil sie ihre Gefühle und Gedanken in der Paartherapie ansprechen sollte, heißt das nicht, dass sie es immer direkt und zeitnah ansprechen muss und nicht auch für sich selbst erst einmal durchgehen und bearbeiten kann. Auch das ist wichtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie unglaublich wütend und gekränkt sein muss. Auch wenn es gut und effektiv ist, mit dem Betroffenen selbst darüber zu reden, ist es ebenso genauso wichtig, diesen Gefühlen für sich eigenen Raum zu geben.

Ich finde, du bist wieder etwas zu ungeduldig, genauso wie vorher. Deiner Freundin sind mehrere Dinge gleich auf einmal oder kurz hintereinander passiert, die der absolute Horror sind. Sie hat mehrere Baustellen, die sie verletzen und ihr zu schaffen machen. Eine Paartherapie, Entschuldigungen und die Einsicht oder das Versprechen auf Besserung, regeln nicht alles. Es ist löblich, dass es dir leid tut und du um die Beziehung kämpfen willst, aber du hast nunmal vorher Mist gebaut. Und sie sehr verletzt und beschämt. Aus diesem Grund muss sie das ganz anders verdauen als du, auch wenn du sicherlich weißt, was du getan hast und wie schlimm das war, was ebenfalls nicht leicht ist.

Es ist eine ganz furchtbare Sache, wenn man sein Kind verliert, geboren wie ungeboren. Für Väter wie Mütter ist es wichtig, die Sache aufzuarbeiten, gemeinsam und für sich. Doch auch wenn das nicht alle so sehen, so finde ich, dass eine Mutter noch eine etwas andere Position bei so einem Erlebnis hat, als der Vater. Sie hat das Kind gespürt, unter ihrem Herzen getragen, sie hatte eine ganz andere Art von Kontakt zu ihm und sie hat es am eigenen Körper gefühlt, wie es ist, das Kind zu verlieren. Das gibt einen unglaublichen Riss und ein Trauma in einem. Das ist nicht so leicht geklärt und geregelt. Es braucht unglaublich viel Zeit, das zu verarbeiten und zu überstehen.

Hat deine Freundin auch Unterstützung von guten Freunden und Familie? Hat sie noch andere Personen außer dir, die sie intensiver stützen und für sie da sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
genau so hatte ich es ihr vorgeschlagen, dass sie die möglichkeit bekommt ihren teil alleine aufzuarbeiten, für sich selbst lösungen zu suchen und ihre gefühle zu sortieren. allerdings ist sie da ein bisschen bockig und der meinung, ich hätte das alles verursacht und müsse es deshalb mit ihr gemeinsam aufarbeiten. nur weiß ich nicht so genau, ob sie sich damit so einen großen gefallen tut.
sicher gibt es auch dinge, die sie alleine klären sollte, bei denen sie mich nicht dabei haben will.

und klar ist sie unglaublich wütend und gekränkt, sie ist wahnsinnig traurig und zutiefst verletzt. sie hat wutausbrüche, weint dass niemand sie beruhigen kann. wir durchleben das mehrmals pro woche.
es geht mir auch gar nicht drum, dass ich endlich sicherheit bekomme oder ungeduldig bin, sondern dass ich ihr in der beschissenen situation so viel wie möglich abnehmen kann. ich bin mir sicher nicht der vater von dem kind zu sein, sie braucht es schwarz auf weiß. und dazu kommt noch mein betrug und der verlust unseres kindes. auch da geh ich konform. für mich als kerl ist es lange nicht so schlimm ein kind zu verlieren wie für sie als frau. sie hat die körperliche veränderung gespürt, sie hatte schon eine richtige beziehung aufgebaut zu dem baby. deshalb ist mein fokus auch bei ihr. was kann ich tun, damit sie es leichter hat?
ich selbst bin bei all den themen völlig zweitrangig. weder mag ich mich bei ihr ausheulen noch unterstützung von ihr, sondern ich mag nur für sie da sein. in dem maß, in dem sie es fordert, aber dann für sie bestmöglich. verstehst du was ich meine?

nachdem es ihr rein körperlich ein bisschen besser ging, hab ich sie auch gefragt, ob ich für die nächste zeit zu meinen eltern gehen soll, ihr die wohnung überlassen, damit sie zur ruhe kommt. aber das wollte sie nicht. ich sollte sie nicht alleine lassen, also habe ich es auch nicht getan.
in den letzten wochen gab es zusätzlich noch stress bei ihr im büro und es kam zu einigen unschönen situationen mit ihrem vorgesetzten. der hat wohl einige male komplett die kontrolle verloren und unter anderem etwas sehr verletzendes über die fehlgeburt über den flur gebrüllt. am nächsten tag hat sie sich direkt krankschreiben lassen. auch da hab ich so gut es geht versucht für sie da zu sein und sie zu unterstützen.

sie hat einen sehr guten freund, mit dem sie über alles redet und bei dem sie auch in der ersten zeit war. er fängt sie auf, wenn es gar nicht mehr geht.
aus ihrer familie hat sie außer ihrem bruder niemandem etwas erzählt. sie sagt, sie könne das nicht, es würde alles verändern. die familie lebt sehr weit weg und soweit ich das mitbekommen hab, hält sie telefonate bewusst sehr kurz. ihr bruder war für ein wochenende zu besuch.
in unserem freundeskreis möchte sie nicht, dass irgendjemand bescheid weiß. sie ist da der meinung, dass es unsere probleme sind und wir das gemeinsam klären müssen. das heißt im prinzip, dass wir einladungen nur noch getrennt wahrnehmen und für den anderen eine ausrede erfinden usw.
also im prinzip frisst sie sehr viel in sich rein und macht es mit sich selbst aus.
 
Ich denke, ich verstehe dich sehr gut, blackwing. Du hast etwas kaputt gemacht und nun wünscht du dir, dass es wieder gekittet wird und willst alles dafür tun, dass die Wunden verheilen und alles wieder anfängt, sich aufzubauen.

Deine Freundin muss ihre eigenen Entscheidungen treffen. Manchmal muss man durch den ganz tiefen Schmerz gehen und in das tiefste Loch fallen, damit man wieder wirklich aus allem rauskommt oder neue Lebenswege für sich beschreitet. Dabei zuzusehen ist schwer, vor allem wenn man selbst nicht schuldlos an der Situation ist, aber deine Freundin ist auch eine erwachsene, selbständige Frau, die ihre Grenzen für sich festlegt. Sie wird hoffentlich irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie weiß, was gut für sie ist und was ihr weiterhilft. Ob mit dir, oder ohne dich.

genau so hatte ich es ihr vorgeschlagen, dass sie die möglichkeit bekommt ihren teil alleine aufzuarbeiten, für sich selbst lösungen zu suchen und ihre gefühle zu sortieren. allerdings ist sie da ein bisschen bockig und der meinung, ich hätte das alles verursacht und müsse es deshalb mit ihr gemeinsam aufarbeiten. nur weiß ich nicht so genau, ob sie sich damit so einen großen gefallen tut.

Sie wird einfach unglaublich gekränkt und gedemütigt sein. Manchmal zeigt man dann bewusst dem anderen die Verletzungen und sagt damit "Sieh sie dir an, das hast du gemacht!". Sie hat auch ehrlich gesagt nicht ganz unrecht. Du hast es verbockt und dass sie bereit ist, das alles mit dir durchzuziehen, beweist eine gewisse Stärke. Der Punkt ist nur der, diese richtige Heilung wird nur sie selbst sich geben können, keine deiner Entschuldigungen und Änderungen, auch wenn sie deine Freundin natürlich sehr in ihrem Prozess unterstützen und dafür sorgen, dass du die Beziehung, oder das was ihr im Moment noch habt, nicht komplett gegen die Wand fährst.

Wenn sich in der Arbeit der Chef dann natürlich noch mega assi aufführt und so unsensibel, dass sogar ein Elefant im Porzellanladen sensibler und vorsichtiger ist, ist das noch mehr Belastung. Da ist Abgrenzung wichtig. Und vielleicht steckt sie auch in so einer Phase, wo man prinzipiell sein ganzes Leben überdenkt.

Ich finde es gut, dass du sie direkt fragst, was ihr hilft und was du machen sollst. Du solltest nur aufpassen, dass du sie nicht erdrückst und dass sie denkt, du bist aus Schuldgefühlen zu ihr so. Das wäre z. B. ein Gedanke, der mir aufkommen würde: Hat er Schuldgefühle und ist deswegen so bemüht um mich?

So eine Selbsthilfegruppe mit Eltern, die ihre Kinder verloren haben, könnte später für deine Freundin ein wichtiger Austausch sein, um alles aufzuarbeiten. Auch vielleicht für dich. Vielleicht könnt ihr auch irgendwann euer Kind mit einer schönen Zeremonie bedenken und verabschieden. Das kann sehr befreiend sein, auch wenn es manche noch mehr an die schmerzlichen Ereignisse erinnert.

Das erinnert mich an eine Arbeitskollegin von mir. Die hat eine schwere Zeit durchgemacht und wichtige Entscheidungen treffen müssen. Damals ging es auch darum, ob sie ihren jetzigen Mann heiraten soll oder nicht. Er wollte auch Kinder. Sie ist dann völlig überstürzt ein paar Monate ins Ausland gefahren und hat ihre Arbeit für diese Zeit auf Eis gelegt. Alle dachten sich "Die kommt nicht mehr zu ihm zurück!", oder "Das ist verrückt!"
Aber heute sagt sie, diese Zeit war die beste Entscheidung für sie, die sie treffen konnte. Sie hat den Kopf frei bekommen und konnte für sich die Fragen klären, die sie sonst nie so klar hätte beantworten können. Ihr Mann hat sie ziehen und werden lassen. Manchmal muss man ganz bei sich sein, um sich Gutes zu tun. Und wenn man wirklich liebt, muss man auch einfach warten können und Geduld haben. Vielleicht bekommt deine Freundin auch so eine Aufbruchsstimmung oder ändert ihren Plan. Das musst du dann akzeptieren. Es ist gut, dass du es gut findest, wenn sie eine Therapie nur für sich macht. Aber sie muss es selbst wollen. Vielleicht kommt sie sich bevormundet vor, oder dass du ihr zu sehr reinredest. Sie ist sehr verletzt und hat viel aushalten müssen.
 
natürlich wünsche ich mir das alles, aber in erster linie wünsch ich mir einfach, dass sie glücklich ist. egal ob sie eine entscheidung für oder gegen mich trifft. und all das funktioniert auch nur in ihrem tempo und ist für mich auch völlig ok so. und du hast so recht, sie ist eine erwachsene und selbständige frau, die ihre entscheidungen ganz alleine treffen kann und früher oder später sicher auch rausfinden wird, was das beste für sie ist.
und sie zeigt mir ihre grenzen auch sehr deutlich. insgesamt reden wir sehr offen miteinander, auch über unsere gefühle, auch viel über uns. das geht auch überwiegend von ihr aus.

und es wird genau so sein wie du sagst, sie zeigt es mir absichtlich wie sehr ich sie verletzt hab, sie möchte mich bis zu einem gewissen punkt auch leiden sehen. sie testet meine grenzen aus, knutschte letztens mit einem anderen kerl rum und erzählte es hinterher sofort usw.
sie will es einfach wissen, mich mit dem rücken zur wand stellen und gucken wie ich reagiere. und ja, sie will auch rausfinden, ob ich etwas nur aus schuldgefühlen mache, oder weil ich sie wirklich liebe. es ist auch echt schwer es ihr gerade recht zu machen, da ist sie gerade sehr sprunghaft. was sie heute toll findet, kann morgen scheiße sein und übermorgen wirft sie mir dann vor, weshalb ich es nicht mehr mache. es ist sehr schwierig da einfühlsam zu sein und den richtigen ton zu finden. deshalb nehme ich mich immer ein bisschen mehr zurück um sie nicht zu bedrängen oder zu bevormunden.
es ist auch immer wieder witzig anzusehen wie sie sich selbst überlistet und versucht mir ein A für ein U vorzumachen. nachts kommt sie im schlaf unter meine decke und kuschelt sich an, sobald sie wach wird, rückt sie wieder ans andere ende des bettes. sie sagt auch selbst, dass sie sehr große sehnsucht nach mir hat, es aber nicht zulassen könne.

für sie ist es auch keine frage, dass sie ohne mich glücklich werden würde. wir sind nicht abhängig voneinander, weder finanziell noch emotional. sie steht mit beiden beinen im leben und weiß, dass sie ihren weg gehen wird, egal ob ich an ihrer seite bin oder nicht. ihre frage ist eher, ob sie ohne mich leben möchte.

durch ihre berufliche situation denkt sie schätzungsweise wirklich über ihr komplettes leben nach und welche veränderungen für sie möglich sind. berufsbedingt sind die möglichkeiten da aber eher lokal beschränkt, also einfach mal ins ausland, das geht bei ihr nicht. trotzdem befindet sie sich in einer phase der veränderung, das spüre ich sehr deutlich. sie hat sich ihre langen haare fast ganz kurz schneiden lassen, vom einen auf den anderen tag.
das ist wohl bei frauen das zeichen für eine veränderung, oder?

wegen dem baby ist sie seltsamerweise sehr stark, viel stärker als ich. obwohl sie nicht gläubig ist, vertritt sie die ansicht, dass es einen grund hatte. sie sagte auch schon, dass niemand wisse wieso das baby gegangen ist und dass es auch gegangen sein könne, damit wir wieder zusammen sein können. sie hat eine wunderschöne box gekauft und fragte, ob wir die erinnerungen an das baby gemeinsam reinpacken. quasi als abschied. bisher steht die box noch hier, aber wenn sie soweit ist, werden wir uns gemeinsam verabschieden.
trotzdem halte ich genau wie du ihre trauerarbeit für sehr wichtig. allerdings kann ich hier zum glück auf ihren freund vertrauen, der sich sehr gut auskennt und ihr sicher besser helfen kann als ich und sei es nur um ihr genau so eine selbsthilfegruppe zu vermitteln.
 
so, für morgen hab ich für meine freundin eine riesengroße überraschung vorbereitet.
die ganzen letzten tage hat sie jeden tag eine kleine aufmerksamkeit bekommen - resultiert aus der zeit bevor wir zusammengekommen sind, da hatte ich ihr mal eine woche lang verschiedene kleinigkeiten mit nachrichten ans auto gehängt.
vor ein paar tagen war die "aufmerksamkeit" dann ein schickes kleid mit einer einladung zum "blind date". 😀
und morgen hole ich sie dann ab, dann führ ich sie schick zum essen aus und anschließend in den friedrichstadt palast. danach mal gucken ob sie noch lust auf einen cocktail hat. natürlich weiß sie davon noch gar nix, also komplette überraschung.
sie hat mir schon gesagt, dass sie sich sehr freut und ich merk ihr auch schon die aufregung an.
also drückt mir bitte die daumen! 😉
 

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