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Gute Menschen, schlechte Menschen

Und wenn schlechte Menschen wollen, dass gute Menschen schlecht werden? Da kommt es dann darauf an wer mehr Nerven hat? Und ob der gute Mensch sein Herz behält, sodass noch genug davon übrigbleibt? Es heißt ja ungefähr so, starrt man in den Abgrund, starrt der Abgrund zurück. Oder ob man den schlechten Menschen eine Bühne gibt? Nichtbeachtung? Oder die oder jene Lage wird so angespannter zwischen guten und schlechten Menschen? Haben also schlechte Menschen Liebe verdient? Oder machen sich gute Menschen bloß kaputt schlechte Menschen lieben zu wollen?
Man muss sich doch gar nicht mit allen Menschen abgeben.
Mit denen, die schlecht für einen sind schon gar nicht.
 
Klar kann man das, doch schmeckt das nicht allen gut. Denn schlechte Menschen wollen gute Menschen auf ihre Ebene ziehen?
Ich bin da eher skeptisch, denn oft geht das , was man gutes tun kann nur in einen sehr beschränkten Rahmen.
Innerlich ist das sicher möglich ,also gesinnungstechnisch Krieg oder Frieden , Lüge oder Wahrheit, Liebe /Hass, Neid /Güte....
aber oft geht es nur im ganz beschränkten Rahmen, totalitäre Systeme verursachen so etwas, da ist dann bestimmt was gut und richtig ist , durch die Machtinhaber, bzw. politische Führer.


Da ist dann ggf. gut wenn Du eine Arbeit hast, auch wenn Du Dich dadurch weiter verschuldest.....denn der Lohn deckt nicht die laufenden Kosten .....also arbeitet die Familie mit , was aber nur bedeutet, dass die alle in die Falle tappen und somit werden die Kinder mit Schulden geboren, die sie später abzuzahlen haben, die sehen nie eine Schule.
Da gibt es einige Non Profit Versuche das bspw. in Indien , und Pakistan ,wo es gängige Praxis ist einzudämmen, aber das versuchen die schon seit Jahren ....

Wenn Du klauen musst, ist es gut wenn Du es kannst .......sozusagen, weil es überlebenswichtig wird , wenn die Rahmenbedingungen derartig sind ....

ich denke nur die wenigsten Menschen haben da einen so großen Rahmen wie wir .
 
Oder noch etwas anders ausgedrückt:

Du kannst nicht gleichzeitig gut und schlecht sein. Zumindest aus meiner Sicht wäre das etwas widersprüchlich bzw. schizophren.
Warum sollte das nicht möglich sein?
Ein Unternehmer kann zum Beispiel die Natur gnadenlos ausbeuten, was grundsätzlich sehr schlecht ist.
Gleichzeitig kann er den Mitarbeitern gute Löhne zahlen und sie über dem üblichen Standard sozial absichern. Somit verschafft er anderen Menschen ein besseres Leben, und holt sie aus der Armut heraus.
Je nach Sichtweise erfüllt er also die Vorraussetzungen für gut und schlecht.
 
Wie passt das aber zu dem Beispiel, das @Werwiewas gebracht hat? Dass Hitler gleichzeitig Befehle für grausamste Kriegsführung/'Reichsführung' geben konnte und dabei freundlich heiter im Kreis seiner Leute feiern?
(Verstehen bzw. mir vorstellen können tu ich es auch nicht, v.a. bei so Beispielen von grausamen KZ-Wächtern zB, die angeblich gleichzeitig wirklich liebevolle Familienväter waren..)

Ich sagte und @Werwiewas zitierte von mir:

Man kann ja bspw. nicht gleichzeitig freundlich bzw. herzlich sein und einen Krieg führen.

Weitere Beispiele:

- Du kannst dein Kind liebevoll umarmen und grausam sein.

- Du kannst einen Mordbefehl unterschreiben und lachend am Abendbrottisch sitzen.

- Du kannst den Jakobsweg beschreiten und an der ukrainisch-russischen Front ein Maschinengewehr bedienen.

Du kannst das alles tun und/oder sein, nur eben nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Das war mein ganzer Punkt. Ist doch logisch, etwa nicht?

~~~

Weiters:

Das Spektrum an möglichen sowie realen Einstellungen, Handlungen und Verhaltensweisen ist nahezu unendlich. Alles, was Menschen getan haben oder auch heutzutage tun, steht jedem von uns grundsätzlich zur Verfügung. Und für unseren Alltag und die Zeit unseres Lebens suchen wir uns ein paar von diesen ganzen Einstellungen, Handlungen und Verhaltensweisen aus. Auch hier: Vieles davon ist nicht gleichzeitig möglich, sondern nur nacheinander.

Es kann auch sein, dass wir im Affekt handeln, wir Dinge ausblenden und uns mancher Dinge nicht bewusst sind, aber sehr viel von dem, was wir tun oder nicht tun, was wir an Gutem oder Schlechtem tun, wo wir uns gut oder schlecht verhalten, ist uns durchaus bewusst. Etwa nicht?
 
Warum sollte das nicht möglich sein?
Ein Unternehmer kann zum Beispiel die Natur gnadenlos ausbeuten, was grundsätzlich sehr schlecht ist.
Gleichzeitig kann er den Mitarbeitern gute Löhne zahlen und sie über dem üblichen Standard sozial absichern.
Somit verschafft er anderen Menschen ein besseres Leben, und holt sie aus der Armut heraus.
Je nach Sichtweise erfüllt er also die Voraussetzungen für gut und schlecht.

Ich hatte das mit der 'Gleichzeitigkeit' in meinem vorhergehenden Beitrag bereits etwas näher ausgeführt. Es beinhaltet, dass eine Einstellung oder Handlung im selben Moment eine andere zwingend ausschließt. Das ist in deinem Beispiel so nicht gegeben. Eher sind es sequenzielle bzw. voneinander unabhängige Sachverhalte/Handlungen/Entscheidungen. Das eine hat mit dem anderen nicht zwingend was zu tun.

Okay, noch ein letztes Beispiel, aber dann muss es reichen:

Ich kann nicht gleichzeitig meinen Hamster füttern, ein Videospiel spielen oder meine alte Mutter pflegen und dabei auch noch einen Krieg führen, jemanden zusammenschlagen, jemanden mobben, etc.

~~~

Eine alte Theorie von mir: Die ganzen Kriegstreiber und Kriegsführer sollten mehr Videospiele spielen, am besten den ganzen Tag... dann wäre es vielleicht etwas ruhiger auf dieser Welt.
 
Eine alte Theorie von mir: Die ganzen Kriegstreiber und Kriegsführer sollten mehr Videospiele spielen, am besten den ganzen Tag... dann wäre es vielleicht etwas ruhiger auf dieser Welt.
Und ich finde, man sollte die Labertaschen die mit sich selber reden und nur Schwachsinn plappern, zu dreimal lebenslänglich Videospiele verurteilen, ohne Aussicht auf Bewährung.
 

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