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Grüner Käfer

A

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Re: Grüner Käfer
Hallo mikenull,

schau mal hier:
Grüner Käfer. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Du solltest wohl echt einmal nen Buch schreiben 😎🙂🙂🙂
Habe auch alle (leider viel zu kleine)Storys gelesen🙂
Obwohl Ich sonst nie "irgendson Zeug" lese🙄

Echt gut...🙂

MfG Nick
 
Ein Hund

Es ist eine komische Geschichte. Nein, keine Geschichte - es ist Realität. Ich schreibe über einen Hund, dessen Namen ich noch nicht mal kenne.
Ein mittelgroßer Hund mit braun-rötlichen langen Haaren. Der Hund meines Nachbarn. Als ich vor gut 10 Jahren hierher gekommen bin, ist er mir schon aufgefallen. Eigentlich ein Collie mit einer langen Schnauze und dem typischen Fell.
Als ich damals diesen Nachbarn zum ersten Mal besuchte, kam dieser Hund - ich nenne ihn "Gaston", weil ich meine sein Besitzer würde ihn so oder so ähnlich nennen - sofort angelaufen, beschnupperte mich interessiert und blickte mich aus seinen wachen Augen an.
Bei meinen weiteren Besuchen im Laufe dieser zehn Jahre bekam ich mit, das dieser Hund seinen Platz - seinen Schlafplatz - beim Nachbarn unter der Treppe hatte. ( hat! ) Also zwar im Bereich des Hofes, aber doch jedem Wind und jeder Temperatur ausgesetzt. Zum besseren Verständnis sei angemerkt, das alle Hunde der Bauern hier frei leben - sich also im Dorf mehr oder weniger frei bewegen.
Selbstverständlich ist dieser "Gaston" seinem Besitzer ein bester Freund; er ist dabei wenn es hinaus mit dem Trakto aufs Feld geht, er ist dabei wenn sein Herr auf dem Hof seine Arbeit verrichtet. Er hat allerdings nie das Haus des Bauern betreten, oder würde gar - wie mein Hund - mit dem Auto hinaus in den Wald zum Spazierengehen gefahren.
Vor vier Monaten etwa; es war ein Samstagnachmittag, kam ich nach Hause gefahren. Computer eingeschaltet und währenddessen aus dem Fenster gesehen. Nanu? Gaston lief die Straße entlang. Nein, er lief nicht, er humpelte auf drei Beinen. Er hatte das rechte Hinterbein angezogen.
Auch an den folgenden Tagen änderte sich daran nichts und ich begann mir Gedanken zu machen. Am folgenden Mittwoch traf ich den Nachbarn.
"Was ist mit Deinem Hund"? fragte ich. Inzwischen kam Gaston angehumpelt und setzte sich - wohl müde - neben uns auf die Wiese.
Der Besitzer, trotz allem dem Weinen nahe ( ! ) erzählte dann, das dieses Hinterbein gebrochen wäre. Der Tierazt wäre zweimal dagewesen, aber bei einem Alter von 16 Jahren wäre da nichts mehr zu machen. Er hätte das Einschläfern vorgeschlagen, weil diese Knochen nicht mehr zusammenwachsen würden. Er, der Nachbar, hätte daraufhin aber gesagt: "Oh, laß ihn noch eine Weile leben"! Wir spekulierten darüber, wie das wohl passiert sein könne, denn weder er noch irgendein anderer Nachbar hatte etwas gesehen. Er war allerdings der Ansicht, daß dies nur einer der Autofahrer gewesen sein könne, die aus einem winzigen Wohngebiet hier täglich vorbeifahren. "Aber", sagte er düster " diesem Menschen wird dasselbe passieren. Das weiß ich"!


In den folgenden Wochen beobachtete ich das Tier hier durchs Fenster oft. Tatsächlich gewöhnte es sich an den Makel, ja rannte sogar auf den funktionsfähigen Beinen durch die Straße. Vor etwa einem Monat war zu beobachten, daß Gaston wieder auf das verletzte Bein vorsichtig auftrat - und eben als ich zu schreiben begonnen habe, läuft das Tier vorne auf der Straße wieder ganz normal auf allen Vieren.
 
Der Frühling kommt am Karfreitag - und warum es manchmal wichtig ist einem Gonepteryx Rhamni auszuweichen.......

Oh je, so langsam wird Mike, mein Hund, zum Problem. Er sieht nicht mehr so gut. Heute Morgen habe ich ihn auf dem bekannten Waldweg ohne seine Leine laufenlassen, und ( eigentlich läßt er mich ohne Leine laufen; das aber nur am Rande ) als ich 20 Meter von ihm weg bin und ihn rufe....Stutzt er kurz, denkt nach und beginnt in die andere Richtung zu rennen. Natürlich, er sieht mich nicht mehr auf diese Entfernung und kann dann die Richtung meiner Rufe nicht lokalisieren.
Nun, er ist auch nicht mehr besonders schnell - ich aber auch nicht. Ich starte also wie weiland Armin Hary und spurte fluchend hinterher. Das passiert mir ja nicht zum ersten Mal.....
Als ich angestrengt renne, kommt mir doch so ein zitronengelbes Ding entgegengeschwirrt. Ich versuchte noch auszuweichen, hatte den Kopf schon unten - aber denoch streift mich was am Kopf und zappelt in meinen Haaren.
Was war das denn jetzt?
"Jetzt hör gefälligst auf mit Deinen Händen in Deinen Haaren herumzufuhrwerken - Du erdrückst mich ja!", schrie es von oben.
Klar, ich bin seit dem "grünen Käfer" schon einiges gewohnt - sprechende Tiere sind mir nicht mehr fremd.
"Entschuldige, ich wollte ja ausweichen. Aber Du bist einfach zu tief geflogen", sagte ich.
"Ja, ich weiß, es war meine Schuld - zu blöd, ich habe mich in Deinen Haaren verfangen".
"Und jetzt? Und wer hat sich in meinen Haaren verfangen"?
"Ich bin ein Gonepteryx Rhamni"!, kam es trocken zurück.
"Äh, ein Grieche, oder sowas"?
"Das war mein wissenschaftlicher Name - für Dich bin ich sozusagen Herr Zitronenfalter".
"Ach so - wie sieht´s aus? Kommst Du alleine los?"
"Ich bin eigentlich schon los. Nur - mein Flugapparat hat sich gelöst".
"Flugapparat? Du willst mich verkohlen, oder was"?
"Nein, ich bin ja kein Kohlweißling".
"Das habe ich schon mitgekriegt".
"Wir Zitronenfalter sind ja nur Raupen, die sich bei schönem Wetter mal den Flugapparat umschnallen und ein wenig in der Landschaft herumsegeln".
"Hoppla. Ich gehe davon aus, daß dies unsere Wissenschaft gar nicht weiß".
"So, ich habe ihn wieder angezogen. Tu mir einen Gefallen und lauf mal zwei, drei Meter. Da startet es sich leichter".
Ich lief los.
Nach zehn Metern fuhr ich mir instinktiv in die Haare. Da war nichts mehr. Weggeflogen, vermutlich sicher gestartet. Aber irgendwie denke ich doch, daß er mich er mich mit dem Flugapparat angelogen hat......
 
und wie hat Lena heute einen Großteil des Karfreitags verbracht🙄😕indem sie sich Deine Wald, Tier und Wiesenabenteuer zu Gemüte geführt hat.😀
Die erste Geschichte fand ich so putzig und orginell, das ich einfach später noch den Rest lesen mußte.
Du hast wirklich eine Begabung zum schreiben -sehr witzig, auch bewegend, und was für die Lachmuskelnl 😉


LG🙂
Lena
 
Zuletzt bearbeitet:
mikenull
.Da sehe ich doch auf meinem staubigen Amaturenbrett einen Käfer liegen, nicht groß, schwarzer Unterleib, die sechs Beine nach oben. Nanu, was macht denn sowas in meinem Auto? Als sich die Beine bewegten, war ich überrascht. Der lebt ja noch! Immerhin war es in der Sonne extrem heiß; weiß ja jeder der so ein Armaturenbrett hat. Jedenfalls bin ich mit dem Kopf etwas nach vorne um mir das Tierchen näher zu betrachten. Nanu? Der Käfer pfiff! Ich beugte mich noch weiter vor, legte mein Kinn dicht vor ihn aufs staubige Kunstleder.
"Dreh mich um", rief ein dünnes Stimmchen.
Das kann ja wohl nicht wahr sein. Ich hatte nichts getrunken, ich rauche schon lange nichts mehr und auch ansonsten scheint bei mir alles zu stimmen.
"Dreh mich um, verdammt nochmal und guck nicht so blöd", rief es wieder.


Ob sie wohl noch immer in Frankreich rumfliegen die sprechenden kleinen Käfer🙄
 
Hier, einfach mal zum entspannen. Da wird garantiert jedes kleine Mädchenherz schwach. Weide bis zum Horizont.
 

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