Hallo zusammen,
nun konnte ich Zeit finden, um euch zu antworten. Zunächst Danke für euren zahlreichen Antworten und Beteiligung ihr habt mir damit wirklich viel geholfen.
Ich habe gestern mit ihr nun telefoniert und nochmals über das ganze gesprochen. Kurz zusammengefasst habe ich in diesem Gespräch ihr ausdrücklich erklärt , dass ich niemals eine Bürgschaft abschließen würde und in solch einem Fall nur einen gemeinsamen Kauf anstreben würde. Ich habe ihr versucht zu erklären, was wäre, wenn sie arbeitsunfähig wäre/stirbt usw, dann würde ich auf der Bürgschaft hocken ohne auch nur eine Sicherheit zu haben und das man über solche Szenarien bei solchen Projekten auch bedenken muss.
Sie hat geweint und zuerst gemeint, dass ich nur aufs Geld schaue, alles horten möchte, niemanden vertraue und dass meine Einstellung zu Geld ungesund bzw. krank ist und es sie traurig macht, dass ich über Szenarien nachdenke wo sie krank ist oder stirbt. Nach einer Zeit hat sie sich beruhigt.
Auch habe ich klar gemacht, dass ein Ring in dieser Größenordnung nicht in Frage kommt, ein Auto wird anfangs auch nicht drinnen sein und Möbel sollten gemeinsam angeschafft werden.
Eine Hochzeit ist meinerseits aufs Eis gelegt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Ihr habe ich gesagt, dass es im Sinne beider ist, zuerst einen gemeinsamen Alltag zu erleben und dann sehen ob man für einen großen Schritt wie eine Hochzeit bereit und kompatibel ist. Nachdem Deutschland keine Option ist habe ich vorgeschlagen, dass sie in einem anderem EU-Land eine Arbeit suchen kann und ich mit Remote-Work über meinen Arbeitgeber länger dort sein kann, weil es im europäischen Ausland möglich ist. Darüber hinaus habe ich auch angeboten für ein Austausch-Programm in Skopje arbeiten zu können, da mein Arbeitgeber auch dort tätig ist.
Sie hat gemeint, dass sie das nicht glücklich machen würde, wenn man unverheiratet zusammen wohnt und sie den Sinn nicht versteht, was ein Jahr Alltag bringen würde, es sei dann noch mehr Kummer vorprogrammiert, wenn ich zurück muss. So ging es lange hin und her. Schlussendlich hat sie gemeint, dass sie immer sowas ablehnen würde, wenn ein Mann sich nicht zur Ehe committed, aber sie da jetzt nur mitmacht, weil sie so viele Gefühle für mich hat und mich nicht verlieren möchte. Sie habe jetzt Angst, dass es keinen fixen Plan gibt und wir irgendwann mal mangels Perspektive uns in einigen Jahren trennen und wir beide Lebenszeit verloren haben werden. Sie sei sich auch nicht sicher, wie sehr ich sie liebe.
Den Urlaub in Spanien wollen wir in zwei Wochen antreten.
Beim Schreiben der Zeilen merke ich schon, dass nun ein ziemlicher Bruch vorliegt. Ich denke es war aber wichtig, dass ich nun meine Grenzen gesetzt habe und die Positionen neu verteilt habe. Dennoch habe ich noch Gefühle für sie.......und ich weiß wirklich nicht, wie das mittelfristig sich weiterentwickelt zwischen uns 🙁
Was sind eure Einschätzungen?