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Großer Streit Beziehung

Hallo an euch alle 🙂

Vielen Dank für das Lesen meiner Nachricht und für eure Antworten!

Ich sehe hier bei den Antworten die Tendenz, welche in die Richtung geht, dass eine Rückkehr sinnvoller wäre.

Derzeit bin ich natürlich immer noch hin und her gerissen und mache mir schon seit ein paar Tagen Gedanken und wäge alle Pro und Contras ab und würde diese auch gerne hier niederschreiben.

Die Pros sind:
-Der Job wäre weit weniger stressig, viel besser bezahlt und vor allem sicher, da er im staatsnahen Bereich ist inkl. mehr Urlaub und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Lehrgänge. In der Großstadt (Studienstadt) müsste ich wahrscheinlich in meiner Position noch sehr viele Jahre arbeiten, um so ein Gehalt zu bekommen
-Meine Familie ist hier mit der ich einen super Kontakt habe und immer schon wöchentlich telefoniere in den vielen Jahren, in denen ich weg bin
-Die Lebensqualität ist höher, Lebensmittel auch regionaler, meine Heimatstadt ist eine klassische Mittelstadt mit einer schönen Natur umgeben, jedoch kein Dorf, sondern hat eine gute Infrastruktur
-Outdoor Sport ist hier auch viel besser möglich
-Ich könnte mir ein Auto und eine größere Wohnung leisten und mehr Reisen
-2 gute Freunde aus der Schulzeit leben immer noch dort, der Kontakt bestand in meiner Abwesenheit immer (mal mehr mal weniger), wobei wir oft Treffen organisieren konnten, als ich in meiner Heimatstadt auf Besuch war.
-Ich habe selbst auch immer gesagt, dass ich niemals ein Kind in der Großstadt (Studienstadt) aufziehen möchte, sofern ich eines hätte.

Die Contras:
-Mein Hauptfreundeskreis ist definitiv in der Studienstadt. Das sind wirklich gute und tolle Freunde über die ich glücklich bin, sie in meinem Leben zu haben. Ich kenne hier so viele Leute, dass ich nahezu täglich etwas unternehmen könnte, wenn ich die Zeit immer hätte. Und auch in schweren Zeiten waren sie für mich immer da.
-Das Freizeitangebot (Konzerte, Partys, Sport-Events, Stadien usw) ist hier am Level einer Weltstadt und natürlich aufregend. Die Stadt pulsiert, es ist ständig etwas los
-Infrastruktur und Öffis sind hier noch besser
- Ich befürchte auch, dass es in der Heimatstadt schwerer ist, um auch so einen großen Freundeskreis aufzubauen, vor allem in den 30iger des Lebens

Meine Bedenken:
-Ich habe "Angst", dass mir nach einer Zeit in meiner Heimatstadt langweilig werden könnte und ich außerhalb der Familie keine neuen Freunde kennenlernen kann. Vielleicht ist das auch völlig irrational: Ich hatte auch schon Praktika im Ausland und habe dort auch Kontakte geknüpft mit denen ich auch heute noch in Kontakt bin. Eigentlich bin ich zugänglich und eher extrovertiert. Im Erwachsenenleben ist es mir nie schwer gefallen, um Leute kennenzulernen.

-Ich frage mich auch, wie ich in diesem Alter neue Kontakte in der Heimatstadt leicht knüpfen kann und ob ich dort eine Frau kennenlernen kann, da ich doch Single bin und einige Leute dort in diesem Alter schon oft in langjährigen Beziehungen sind.

Ich habe auch schon mit meinen Eltern darüber gesprochen, da ich ihren Rat auch sehr schätze. Sie meinen ebenfalls, ich soll es annehmen, weil so eine Chance wird sich nicht mehr so schnell ergeben.

Ich fand auch den Kommentar von Ihnen interessant als sie sagten: "Sie verstehen mich total, wie wichtig meine Freunde sind und das ist auch schön und ehrenhaft. Ich werde genug Geld und Zeit haben um sie mehrmals im Jahr zu besuchen und sie mich umgekehrt. Aber das ist eine Momentaufnahme und wenn in der Studienstadt meine Freunde auch langsam Familien gründen oder für bessere Jobs wegziehen, kann es auch sein, dass meine soziale Kontakte in der Studienstadt nach vielen Jahren ebenfalls weniger werden, da es der Lauf der Dinge ist und ich auf der Strecke bleibe, weil ich so eine Möglichkeit mir entgehen habe lassen"

Natürlich bin ich mir sicher, dass meine Eltern total happy wären, wenn ich zurückziehen würde. Wie seht ihr das Ganze? Findet ihr die Aussage meiner Eltern plausibel?

Einen schönen Abend euch allen! 🙂
 
Hallo liebe Community,

ich möchte mich wieder einmal bei euch melden und euch ein Update geben, was sich in den letzten Monaten bei mir so getan hat. Vorab nochmals ein herzliches Dankeschön, dass ihr mich hier virtuell begleitet habt und mich so unterstützt habt 🙂

Mittlerweile hat sich die Situation so geändert, dass wir schon seit mehreren Monaten absolut keinen Kontakt haben. Das ganze ging von ihr aus, nachdem ich nicht sofort Zeit hatte, um mit ihre Nachrichten zu beantworten (ca. 1 Tag), da ich zu dieser Zeit im Herbst durch den Jahresabschluss mit Arbeit im Konzern sehr eingedeckt war. Es kam von ihr dann nur die Antwort, dass sie das Interesse an jeden Kontakt verloren hatte, da ich nicht mal mir ein paar Minuten zum Antworten nehmen wollten (wir waren aber zu diesem Zeitpunkt schon lange getrennt).

Das Statement habe ich zur Kenntnis genommen und nicht mehr reagiert, da die Nachricht für mich klar war. Seitdem kam gar nichts mehr von ihr, weder zu Feiertagen, Anlässen oder sonst was. Ebenso von mir. Mir ist nur aufgefallen, dass sie mich einige Wochen später aus sämtlichen Social Media Kanälen entfernt hat. Im Nachhinein würde ich sagen, dass die Trennung das beste für alle beteiligten war.

Mittlerweile hat sich jedoch in meinem Privatleben etwas anderes aufgetan - und hierzu bin ich ziemlich in der Zwickmühle und wäre froh, mich mit euch deshalb austauschen zu können:

-Vor kurzem war ein Elternteil von mir unerwarteterweise im Krankenhaus mit einer Not-OP. Das war für mich ein großer Schock, ich war auch diese Zeit in meiner Heimatstadt um für meine Familie da zu sein. Es ging zum Glück alles am Ende gut aus, aber ich habe gesehen, wie schnell etwas Unerwartetes passieren kann, vor allem dazu, da ich viele hunderte Kilometer von daheim entfernt wohne.

-Seit dieser Zeit habe ich mehr den Drang verspürt, um vielleicht wieder in meine Heimat zurückzukehren, da meine Familie hier ist, ein paar Freunde aus meiner Schulzeit und generell die vertraute Umgebung.
Gleichzeitig habe ich ein Jobangebot in meiner Heimatstadt vorliegen. Es wäre eine interessante Aufgabe und das Gehalt wäre fast doppelt so hoch wie jetzt in der (Studien) Stadt in der ich jetzt wohne und mehr Urlaub gäbe es auch im Jahr.

-Auf der anderen Seite bin ich schon total an meine Studienstadt nach diesen vielen Jahren gebunden: Ich habe hier einen großen Freundeskreis, mit dem ich ständig unterwegs bin und Reise und auch meine zwei besten Freunde wohnen hier in der Studienstadt, die mir sehr wichtig in meinem Leben sind.

-Ich bin mir auch unsicher, ob ich mir so einen großen, tollen Freundeskreis in meiner Heimatstadt wieder aufbauen kann, wie hier in der Studienstadt, davor habe ich auch Angst, vor allem ob dieser Schritt zu früh wäre und ich das Großstadtleben noch genießen soll. Vor allem da ich Single bin und keine Kinder habe.

-Das Freizeit Angebot ist in der Studienstadt auch sehr breit. In meiner Heimat könnte ich jedoch meiner Passion dem Bergsport wieder mehr nachgehen. Teilweise merke ich auch, dass das Großstadtleben mir zu hektisch wird.

-Meinen aktuellen Job in der Studienjob habe ich fachlich sehr gerne, auch wenn er mit extrem viel Stress verbunden ist (einige Kollegen sind schon im Burnout). Das Team ist auch cool. Der Job in der Heimatstadt wäre aber finanziell definitiv lukrativer und ein gewaltiger Sprung, auch wäre dort mit ziemlicher Sicherheit weniger Stress vorhanden.

Ich bin wegen dem Ganzen hin und her gerissen. Ich weiß nicht, ob es eine Flucht ist von den ganzen Erlebnissen oder ob es jetzt um den 30iger herum eine Art Lebenskrise ist und ich den Sinn des Lebens ergründe.

Über eure Ratschläge wäre ich sehr dankbar!

Viele liebe Grüße!
Sehr gut, dass du die andere Geschichte so gut verdaut hast und mit Abstand sagen kannst dass es das Richtige war.
Zum Job kann ich dir nur meine Meinung sagen: ich wäre gleich wieder zurück 😊
 
Ich würde auch zurückziehen.
Du würdest sicherlich auch schnell wieder Freunde finden, möglicherweise auch alte Freundschaften stärken bzw. reaktivieren. Du scheinst der offene, kommunikative Typ zu sein, du schaffst es überall. Und wenn die Kleinstadt langweilig wird, kannst du mit dem besseren Gehalt leichter Wochenendtripps und Besuche machen, als anders herum mit dem niedrigeren Gehalt.
Es ist halt die Qual der Wahl. So als könnte man sich nicht zwischen Schokoladenkuchen und Nougatplätzchen entscheiden.
 

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