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Großeltern zerstören mein Leben

Nochmal: ganz am Anfang deines Beitrages hast du geschrieben, du würdest mit deiner Mutter bei deinen Großeltern leben, weil dein Vater deine Mutter verlassen hat.

Wie ist das zu verstehen?
 
Das hört sich wirklich so an, als ob Du mit "Verhandlungen" nicht weiter kommen wirst. So ein Mist!

Es klingt jetzt vielleicht blöd, aber wenn Du keine Hilfe von Deiner Mutter erwarten kannst und Dir sonst auch niemand aus Deiner näheren Familie einfällt, der/die Dir zur Seiten stehen könnte, dann gibt es noch ein paar Anlaufstellen (und jetzt kommt, was sich zuerst blöd anhört🙂 z.B. den (Jugend-)Pfarrer eurer Kirche, eine Familientherapeutin/Therapeut, und sicher fallen anderen Leuten hier noch mehr Ansprechpartner ein, bevor Du Dich an die offizielle Stelle, das Jugendamt wendest. Solche "Profis" sind geschult im Umgang mit "Dickschädeln" und können vielleicht etwas "Gegendruck" aufbauen und Dir den Rücken stärken.

Denn ganz klar, eine solch rigide und übergriffige (z.B. Nicht allein im Bad sein) "Erziehung" geht viel zu weit. Wenn sie das nicht mehr beurteilen können, dann muss Ihnen das jemand klar machen. Auch pfiffige Vertrauenslehrer haben da was drauf und ein wenig "offizieller Touch" kann vielleicht auch was nützen.

Gib nicht auf und werde kreativ. Du hast schon viel Geduld bewiesen und das ist sehr anerkennenswert, alle Achtung.
 
Ich würde dir raten zum Jugendamt zu gehen. Das was die Alten mit dir machen nennt man seelische Misshandlung. Das tut dir nicht gut und könnte auch Auswirkungen auf dein späteres Leben haben. Schau dir deine Mutter an, wie Abhängig sie von ihren "Eltern" ist, das ist einfach nur krank und gefährlich.

Du musst da unbedingt raus besser gestern als heute. Mich wundert es ja extrem, dass das niemand geschrieben hat. Gehe oder rufe noch heute beim Jugenamt an und erzähle denen was du uns erzählt hast.
 
Ich kann dir von dem was meine Eltern oft erzählen versichern, die oft mit solchen Fällen zu tun haben wegen ihrer Arbeit, dass das Jugendamt bei seelischer Misshandlung nicht viel machen wird.
Die agieren meist nur, wenn das Kind schon körperlichen Schaden genommen hat oder sichtlich verwahrlost ist.
Bei seelischer Misshandlung gibts vielleicht 1 bis 2 Gespräche (heißt glaube Hilfeplangespräche) und es kommt nichts dabei heraus und ändern tut sich auch nichts. Dafür müsste deine Mutter abhängig sein und du regelmäßig geschlagen werden. Das Problem ist halt, dass sich deine Aussagen schwer nachweisen lassen (das meine ich nicht als Vorwurf eher als Fakt), weil es eben keine blauen Flecken sind. Das ist leider wie bei psychischen Problemen.

Du könntest wie Gray Bear sagt eine Beratungsstelle aufsuchen oder einen Vertrauenslehrer.
Therapie ist schwierig als Jugendlicher, weil es oft mit Verwaltungsaufwand verbunden ist und mit Gesetzen, die glaube festschreiben, dass man das so einfach nicht machen kann ohne das es Erwachsene wissen.

Ich glaube dass deine Großeltern deine Mutter immer noch als ein Kind sehen und sie deshalb nie die Rolle einer Mutter für dich einnehmen konnte.

Deine Großeltern (wahrscheinlich dein Opa) scheinen Patriarchen zu sein, die alles unter Kontrolle haben wollen.
Vielleicht auch aus Angst vor Kontrollbverlust.
 
Also bleiben nur 2 Möglichkeiten: Warten bis zum 18 Lebensjahr oder hoffen die Alten machen die Flatter, sind ja nicht mehr die jüngsten.

Eigentlich typisch, die psychischen Schäden die hier raus resultieren jucken keinen. Später braucht man zig Therapien umd wieder halbwegs klar zu kommen.
 
Meine Eltern können ein Lied davon singen.
Die sehen nämlich ganz oft die Konsequenzen, wenn sie die Erwachsenen dann vor sich haben, die aus den Kindern geworden sind.
Sicher werden nicht alle so, aber viele.

Ich würde übrigens nicht sagen, dass sich die Situation zwangsläufig verändert, wenn die Großeltern nicht mehr sind.
Dann entsteht zwar eine neue Beziehung, aber die Mutter hat sich ja nie entwickelt und ist mit der FS wie in einer Art Geschwisterbeziehung.

Gut möglich, dass die Mutter dann die Rolle der Großeltern übernimmt.
 
Ich denke auch, dass Jugendamt nichts bringen wird. Da geht dann zu Hause womöglich erst recht die Post ab, so nach dem Motto: „Du undankbares Gör! Wir tun alles für dich und du hintergehst uns!“ o.ä.
Aber man könnte eventuell auch anonym um Rat bitten oder über das Sorgentelefon (falls es sowas auch in Österreich gibt). Vielleicht wäre das noch eine Alternative.
 
Die vom Jugendamt sind eben immer so eine Sache, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann.
Wenn in der Woche 60 Anrufe wegen Gewalt gegen Kinder und an Säuglingen rein kommt und die grün und blau geschlagen werden, ist es für die pille palle, wenn eine 15 Jährige sich schlecht behandelt fühlt wegen Worten (was es natürlich subjektiv nicht ist).

Meine Eltern haben schon Kindern aus Wohnungen geholt, um die sich kein Mensch gekümmert hat und auch schon Jugendliche von der Straße aufgesammelt, die immer wieder abgehauen sind.
Schlimm fanden sie beides, denn die Jugendlichen haben auch Gründe warum sie abhauen.
Mein Papa meinte immer wenn er voll betrunkene Teenager irgendwo findet, fragt er sich warum man als Eltern sein Kind so hängen lässt und was bei den Eltern schief läuft.


Ich würde mich eher auf die aussichtsvollen Sachen konzentrieren.
Lehrer mit ins Boot holen, sich Verbündete suchen und mich darauf konzentrierten und kangfristig meinen Auszug planen, damit ich schnellst möglich die Biege mache.

Wichtig ist hier aber: Bist du psychisch überhaupt in der Lage? Denn viele Familien wie die hier verstehen es dann dich als Betroffene so zu ketten, dass du das Gefühl hast allein kriegst du nichts mehr auf die Kette.

Genau das ist es was sie wollen, denke ich. Dass du denkst, du schaffst es nicht allein und sie wollen gebraucht werden. Hängt vielleicht auch mit dem Alter zusammen. Die haben Angst aufs Abstellgleis zu kommen.
Zu kontrollieren und Ängste übertragen, weil sie selbst irgendwas ausgleichen wollen.
 
Hallo!

Ich kann deine Frustration gut nachvollziehen, vor allem wenn man den Eindruck hat, dass man selbst alle vernünftigen Mittel ausgeschöpft hat, kann man in der Regel nicht verstehen, weshalb sich Menschen, vor allem solche, die einem sehr nahestehen, selbst nicht vernünftig verhalten.

Es spricht meines Erachtens für dich und für deine geistige Reife, dass du versucht hast, dich mit deiner Mutter über dein Problem zu verständigen, letztlich kann ich persönlich aber auch ihre Position nachvollziehen, die meines Erachtens darauf ausgerichtet ist, ein harmonisches Miteinander zu produzieren, wobei der Respekt vor ihren eigenen Eltern, denen sie es imho auch recht machen will, meiner Ansicht nach in ihren Entscheidungen überwiegt.

Die Verhaltensweisen deiner Großeltern lassen für mich darauf schließen, dass sie rigorose Erziehungsmethoden als einziges probates Mittel sehen, aus einem jungen Menschen einen verantwortungsvollen Erwachsenen zu machen.

Dies kann mehrere Gründe haben, über die ich jedoch lediglich spekulieren kann. Eine Möglichkeit wäre z.B., dass sie selbst "Opfer" einer solchen rigorosen Erziehung gewesen sind. Ohne sie selbst zu fragen, wird sich die Frage nach dem Ursprung ihres Verhaltens aber nicht klären lassen.

Diese Art von Erziehung baut vor allem auf das Prinzip der "Abschreckung", insofern, als dass alle "unerwünschten" Handlungsweisen mit unangenehmen Situationen/Worten/Gefühlen bestraft werden.
Dazu gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten, von denen physische Gewalt nur die brutalste Option ist.
Psychische Gewalt hingegen äußert sich z.B. in Beschimpfungen ("Du bist unverschämt und frech!"), Entwertung der eigenen Person ("Du bist verwöhnt und verzogen!"), Erzeugen von Schuldgefühlen ("Du lässt dich immer nur bedienen"), etc. pp.

Das Problem dabei ist, dass sich gewalttätige Erziehung, egal ob physischer, oder psychischer Natur, selbst verstärkt, d.h. dass die Strafen meist mit der Zeit unabhängig von der Reaktion des "zu Erziehenden" zunehmen.
Auch das hat mehrere Gründe, ein wichtiger Grund ist aber imho, dass diese Art der Erziehung auch ein Ventil für persönlichen Frust bietet.
Das "Auslassen" von Frust am "zu Erziehenden" wird dann immer mehr damit gerechtfertigt, dass diese Gewalt erzieherischen Maßnahmen dient, wodurch sie eigentlich unbeschränkt gerechtfertigt werden kann.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind Angst und Hilflosigkeit, beides Gefühle, die keinem Elternteil der Welt fremd sein dürften und oft auch zu Frust und seltener auch zu Gewalt führen.
Besonders zu Anfang des Lebens der eigenen Kinder sind diese oft (nicht immer) sehr stark abhängig von den Eltern und sehr anhänglich. Jedes Kind findet in der Regel seinen Bezugspunkt für Sicherheit bei seinen Eltern.
Je älter das Kind aber wird, desto unabhängiger wird es auch, es entwickelt sich stark von einem Kind weg zu einem erwachsenen Menschen, der v.a. auch sexuelle Bedürfnisse hat.
Besonders die Angst vor der Verletzung des eigenen Kindes, und ganz speziell von Mädchen, die aus konservativer Sicht besonderen Schutzes aufgrund ihrer körperlichen "Schwäche" bedürfen, führt oft zu völlig überzogenen Ängsten seitens der Eltern, die wiederum das Risiko auf ein Minimum reduzieren wollen.
Das geschieht dann meist durch von Kindern absolut nicht nachvollziehbaren, rigorosen Vorgaben, wie etwa: "kein Mann vor 30!"/"Nicht nach 20 Uhr außer Haus!"/etc.

Angst und Hilfosigkeit sind überdies immer mehr Begleiter, wenn man ein gewisses Alter überschritten hat (70+):
Die eingeschränkte Mobilität macht einem Angst vor Verletzungen, die körperlichen Einschränkungen, wie der Verlust der Sehkraft, oder des Gehörs machen einem zu schaffen und erzeugen in einem das Gefühl, jüngeren, stärkeren Menschen hilflos ausgeliefert zu sein (oft auch ein Grund, warum man sich dann auch nicht helfen lassen will - oder ein Hörgerät ablehnt- weil man sonst schwach erscheinen könnte).
Überdies kommt mit dem Alter oft auch die Angst vor dem Tod. Viele Bekannte und Verwandte "sterben einem weg", ab einem gewissen Alter ist man, sozusagen, öfter auf Beerdigungen, als auf Taufen. Man wird einsam oder hat Angst vor der Einsamkeit, insbesondere, wenn der Partner verstirbt.

Was helfen dir diese Erkenntnisse in deiner Situation weiter?
Mir persönlich kommt es aufgrund deiner Schilderungen so vor, als seien Angst, Frustration und konservative Ansichten hier außer Kontrolle geraten. Es sollte dir bewusst sein, dass deine Situation nicht normal ist, sondern das Produkt vieler Einflüsse, die sich leider negativ auf dich auswirken.
Das Problem, das ich sehe und das auch ander Poster imho implizit vermitteln wollten, ist, dass sich deine Situation durch deinen Einfluss mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ändern lassen wird.

Welche Probleme dem Verhalten deiner Großeltern auch zugrunde liegen, sie sitzen zu tief, um sich durch dich alleine lösen zu lassen. Ob es Frustration, oder Angst, oder ihre eigene Erziehung oder alles zusammen ist, was sie dazu bewegt, sich so zu verhalten, du bist meiner Ansicht nach derzeit nicht in der Lage, auf ihre Ansichten alleine Einfluss zu nehmen.

Deswegen ist es sinnvoll, sich Hilfe zu suchen:
Wende dich an einen Vertrauenslehrer, halte das Verhalten deiner Großeltern fest, schriftlich, als Audiodateien, oder auf Video, sammle Beweise für deine Aussagen über deine Großeltern und diskutiere dein Problem mit deinem Umfeld. Das Jugendamt einzuschalten, kann ebenfalls sinnvoll für dich sein.

Eventuell gäbe es die Möglichkeit, aus deinem Haus in betreutes Wohnen zu wechseln, in eine WG z.B.
Allerdings hat Lyrica auch einen Punkt:
Lyrica meinte:
Die vom Jugendamt sind eben immer so eine Sache, über die man unterschiedlicher Meinung sein kann.
Wenn in der Woche 60 Anrufe wegen Gewalt gegen Kinder und an Säuglingen rein kommt und die grün und blau geschlagen werden, ist es für die pille palle, wenn eine 15 Jährige sich schlecht behandelt fühlt wegen Worten (was es natürlich subjektiv nicht ist).

Nichtsdestotrotz möchte ich dich ermutigen, dich an das Jugendamt zu wenden, um dir zumindest Rat zu holen, ob tatsächliche Konsequenzen folgen können, wird sich dann noch zeigen.

Letztlich wäre mein Rat an dich, deinen möglichst frühen Auszug zu planen, unter diesen Verhältnissen solltest du nicht länger, als nötig leben müssen. Besprich dich hierzu noch einmal mit deiner Mutter. Falls sie sich weigert, dir dabei zu helfen, kannst du dich wiederum an das Jugendamt wenden.


Viel Glück!
Nagelring
 

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