Nein, sie ist kein böser Mensch, aber sie hat sich mir gegenüber geändert. Letztes Jahr zu dieser Zeit zum Beispiel war sie sehr empathisch und habe auch gespürt, dass sie sich auch Mühe gegeben hat für mich. Aber als die Ausbildung ab Mai begann und ich ihr dann auch mit den größeren Geldsummen unter die Arme gegriffen habe, wurde sie distanzierter. Klar hatte sie den Kopf voll mit der Ausbildung und hab das damals schon verstanden. Vielleicht hatte sie dazu noch Scham oder Schuldgefühl, das weiß ich nicht. Wir haben darüber nie gesprochen, weil wir beide im grunde harmoniebedürftig sind, und Streit aus dem Weg gegangen sind. Und wenn wir gestritten haben, hat sie sich zurückgezogen. wenn sie wieder auf mich zukam, haben wir nie ein klärendes Gespräch gehabt, sondern sie sagte immer, „nee, ist jetzt alles okay“. Das Problem war wohl, dass wir unsere Differenzen für uns selber irgendwie gelöst haben und nicht zusammen. Gemeinsame Klärung wich sie aus und ich hab mich „zufrieden“ gegeben.
Das haben wir beide vermasselt.
Nur komme ich auch langsam an den Punkt, wo ich merke, dass ich immer mehr gegeben habe, als sie bereit ist mir zu geben. Wenn sie Kummer hatte, war ich immer sofort zur Stelle. Umgekehrt aber nicht. Das war wohl nie eine Sache auf Augenhöhe, sondern gegenseitige Abhängigkeit … bei ihr eher finanziell, bei mir eher emotional … denke ich
Und als sie die Umschulung fertig und bestanden hatte, feierte sie ihren Erfolg mit anderen … nicht mit mir … siehe Dezember. Das tat schon sehr weh, als hätte ich sie nicht unterstützt …. Nicht nur finanziell, sondern auch emotional und mental. Als wäre da noch etwas von dem ich nichts wissen soll.