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Glaubt ihr der Mensch ist für Monogamie geschaffen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 130385
  • Datum Start Datum Start

Ist der Mensch für Monogamie geschaffen?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    56
Meinst du, das ist ein Trend, der so erst seid 10, 20 Jahren und einhergehend mit dem Zeitalter des digitalen Datings (Tinder und Co, Datingplattformen usw.) immer stärker wurde?

Oder gab es das deiner Meinung nach schon immer?
ich denke die ausprägung/häufigkeit solcher frühzeitigen wunschäußerungen hat sich durch onlinedating nochmal (stark?) gesteigert. so zumindest mein eindruck.
die sexuelle freizügigkeit hat ja seit den 60ern stetig zugenommen, entsprechend hat sich die kommunikation beim daten auch anpassen müssen. ich würde es also eher nicht als trend bezeichnen, das nun direkt kommuniziert wird wonach gesucht wird.
 
Schön wärs. Als ob Absprachen nicht gebrochen werden würden.

Denn du schreibst ja selbst, dass du lügen würdest:

Das ergibt so überhaupt gar keinen Sinn.

Du sprichst das "lockere" nicht an, weil du davon ausgehst, dass sie was "festes" will und stimmst nonverbal dem "festen" zu, ohne je zu hinterfragen, was sie eigentlich wirklich will.

Und dann lebst du das "feste", obwohl du doch eigentlich was "lockeres" wolltest.
Genau so glaube ich, läuft das bei vielen Paaren ab.
 
Ist auch wieder von Mensch zu Mensch unterschiedlich, was eine Lüge ist. Ist ein Nicht Aussprechen von Informationen schon eine Lüge oder ist nur das Aussprechen falscher Informationen eine Lüge?
 
Tatsächlich halten Wissenschaftlichen Studien zufolge gerade mal 5% aller Polygamen Beziehungen! 95% scheitern.. Was schon mal an sich gegen Polygamiespricjt zumindest gegen eine Polygame Partnerschaft. Aber natürlich hast du recht, soll letztendlich jeder machen wie es ihn und seinen partner/Partnerin glücklich macht!🙂

Wie steht es um die Haltbarkeit vermeintlich monogamer Beziehungen, wenn ich nicht nur die Scheidungsquote als Indikator heranziehe?
Sondern unter Einbezug der nebeneinander statt miteinander Lebenden, der Arrangements und der Fremdgänger?
Umfragen dazu werden tendenziell kaum ehrlich beantwortet, sonst hätte es in den letzten Jahren einen deutlichen Treueschub gegeben. Woran ich nicht glaube.

Die wenigsten Ehen würde ich als gute Ehen betrachten und dass es da keine Scheidungen gibt, hat verschiedene praktische Gründe.

Bei diesem Konstrukt ist vieles (Selbst)Betrug.

Genau so glaube ich, läuft das bei vielen Paaren ab.

Weshalb vielleicht so viele fremdgehen?

Ist auch wieder von Mensch zu Mensch unterschiedlich, was eine Lüge ist. Ist ein Nicht Aussprechen von Informationen schon eine Lüge oder ist nur das Aussprechen falscher Informationen eine Lüge?

Das ist dann eine gelebte Lüge.
 
Jeden Tag Salzkartoffeln zu essen ist langweilig, öde, macht keinen Spaß.
Durch meine Partnerin habe ich gelernt Kartoffelgerichte zu lieben, denn es gibt eine unendliche Zahl von sehr schmackhaften Möglichkeiten Kartoffeln zu verarbeiten.

Ähnlich sehe ich es mit einer langen Beziehung, wenn man sich nicht bemüht Abwechslung und positive Spannung aufrechtzuerhalten, kann es auch langweilig und öde werden.
Der Spaß geht verloren.
Kommt dann noch Sprachlosigkeit hinzu, ist das Desaster perfekt.

Wir haben so ziemlich alles erlebt, aber immer den richtigen Weg gefunden.
Wir, meine Partnerin und ich sind für die Monogamie geschaffen, aber nicht für eine öde, langweilige.

In vielen Fällen ist es schwer, eine Partnerschaft von außen wirklich zu beurteilen.
Ich kenne aber einige, die seit Langem gut laufen.
Aber ehrlicherweise mehr, die nicht so gut laufen oder gar schlecht.
 
Ich finde das Thema auch sehr interessant und möchte einfach mal meine persönlichen Gedanken zusammenfassen:
  • ich glaube, je jünger man ist umso mehr ist man überhaupt in der Lage diese wirklich romantisch, sexuell-prickelnde Beziehung führen zu können. In seinen 20ern ist der Mensch sicherlich idealistisch genug, um lange an diesem Modell (Monogamie) festhalten zu können. Voller Überzeugung und in Übereinstimmung mit den eigenen, inneren Gefühlen
  • Frauen wird die Vorstellung allgemein leichter fallen (bis zum Lebensende nur noch mit ein und derselben Person Sex zu haben)
  • Unabhängig davon, ob Monogamie theoretisch, physisch möglich ist (was sie ja eindeutig ist) wie regelmäßig macht sie Menschen dauerhaft glücklich?
  • ich denke auch, dass im Sinne der genetischen Vielfalt serielle Monogamie wahrscheinlich (!) die natürlichste und vielleicht auch zufriedenstellendste Beziehungsart für den Menschen ist. Eigentlich ist die „Erfindung“ von Voll-geschwistern im genetischen Sinne total sinnbefreit. Anders wäre es, wenn der Mensch wie ein Hund einen großen Wurf gebärt, wo nur die stärksten Nachkommen sich durchsetzen gegen die Geschwister.
Ich persönlich würde mir für mich wünschen ich wäre entweder asexuell oder aber absolut nicht eifersüchtig. Denn eigentlich (!) muss ich sagen, dass wir uns alle selbst einen riesigen Ballast mit der sexuellen Exklusivität aufbürden. Um es klar zu sagen: wenn ich in einer Partnerschaft bin, will ich Exklusivität. Ich bin aber nüchtern genug um zu sagen, was bringt mir sexuelle Treue wenn mein Partner (wie alle anderen) doch ständig noch am Glotzen ist. Wieso hört dieser Trieb nach anderen nicht auf, wenn man sich in einer Beziehung wiederfindet? Warum muss das ein Spiel, ein Kampf sein bis zum Lebensende? Irgendwie wissen sowieso alle, dass der Partner natürlich noch andere geil findet, Pornos schaut. Du kannst regelmäßig Sport treiben, dich pflegen, süß sein, sexy sein. Das ist alles wunderbar. In der Fußgängerzone würde jeder Mann (oder auch Frau) trotzdem noch 100 andere sehen, mit denen er sich Sex vorstellen könnte. Diese Magie, dass man nur diesen einen Menschen schön findet, gibt es doch sowieso nicht. Und das bestätigt auch jeder, jeder ist vollkommen fine damit, dass der Partner sich Pornos reinzieht. Geht es aber um den echten, realen Akt an sich wird plötzlich das Fass aufgemacht. Ist das wirklich „nur“ ein hygienischer Aspekt? Das man es eklig findet und Angst vor Krankheiten hat? Denn ja, genau diese „Doppelmoral“ finde ich tatsächlich super strange. Alle wissen es, es ist absolut normal und der große Beweis der Liebe3 gründet denn darin, die verbotenen Früchte halt nie zu probieren. Auch wenn man beim Sex mit dem Partner vielleicht schon die ganze Zeit sich jemand anderen vorstellt.

Wir sind besitzsüchtige Egoisten. Und dann zu idealisiert um unsere Wünsche und Triebe in Einklang zu bringen. Und ich denke darüber verzweifelt der Mensch regelmäßig. Ich zumindest, denn ja, Ich wünsche mir eine monogame Beziehung ABER mit echter sexueller Exklusivität, mit echtem Glücklichsein. Dieses ich hab jetzt einen Partner für den Alltag aber natürlich guckt jeder weiterhin nach links und rechts ist für mich Augenwischerei. Und irgendwie bleib ich dann lieber wirklich allein, reduziere die Kontakte zum anderen Geschlecht von vorneherein auf das sexuelle und lebe so das für mich kleinere Übel.
 
Ähnlich sehe ich es mit einer langen Beziehung, wenn man sich nicht bemüht Abwechslung und positive Spannung aufrechtzuerhalten, kann es auch langweilig und öde werden.
Der Spaß geht verloren.
Kommt dann noch Sprachlosigkeit hinzu, ist das Desaster perfekt.

Das ist es, was leider in den meisten Beziehungen passiert. Und oft nur von einer Seite angegangen werden will.
Und das war es dann.
 
Das ist es, was leider in den meisten Beziehungen passiert. Und oft nur von einer Seite angegangen werden will.
Und das war es dann.
Und dann geht man - gerade in Langzeitbeziehungen in denen man sich gewisse Dinge gemeinsam aufgebaut hat und nicht alles über den Haufen werfen will - zu Paarberatungen um wenigstens den Status Quo noch beibehalten zu können und den Alltag noch weiter gut wuppen zu können und sich nicht auch noch im Streit und mit Vorwürfen zu trennen.
So ist es momentan bei uns zumindest.
 

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