Ich hab eine Theorie, wieso das in der Tat sein kann, dass Gläubige gesünder sein könnten:
sie befolgen die Regeln ihrer Religion.
Essen wenig Fleisch, rauchen und trinken nicht, haben einen Rückhalt bei schwierigen Lebenssituationen und gehören einer Gemeinschaft an, sehen einen Sinn in Krankheit und Tod.
jo, das könnte sein... Wobei es sich auch Atheisten gibt, die gesund leben... und nicht alle Gläubigen halten sich an die Regeln der Religion. Aber vielleicht reicht das für eine Signifikanz von Studien.
Und Sori: Deine Erklärung mit der Erpressung versteh ich nicht. Du meinst, Gott lässt sich nicht erpressen, indem man Versuche macht. Aber das Gegenteil ist bei dem Versuch heraus gekommen. Die Menschen, für die nachträglich gebetet wurde, denen ging es besser als den anderen.
Es gab ja verschiedene Studien dazu. Wie sagte Dr. House: "Zu jeder Studie, die das belegt, gibt es eine, die es widerlegt".
Und ich halte solche Studien im Allgemeinen für nicht haltbar, weil ich sie mit meinem Glauben nicht vereinbaren kann. Wenn das so einfach wäre, Gott mit solchen Gebetsforderungen zu erpressen, dann würden wohl mehr Leute an ihn oder zumindest an die Wirksamkeit von Gebeten glauben.
Und ich glaube nicht, dass Gott sich erpressen lässt und mit dem Leben anderer Menschen spielt, nur damit ihn ein paar Wissenschaftler beweisen können.
Es geht doch um persönliche Beziehung, um ernsthafte Bitten für andere, nicht um einen Testen.
Aber das ist nur die Kritik, die ich mit meinem Glauben begründe. Ich denke, die andere Kritik müsste eigentlich jedem einleuchten, der solche Studien als aussagekräftig ansieht:
Wenn ich beweisen will dass es Gruppe A ohne Gebete schlechter geht als Gruppe B mit Gebeten, dann muss ich ausschließen, dass für Gruppe A gebetet wird. Das heißt, dass ich theoretisch JEDEM Angehörigen (und noch so fernen Bekannten, der evtl. von der Krankheit weiß oder Patient A sowieso immer in sein Gebet mit einschließt) VERBIETEN, zu beten.
Also, allein schon ersteres gestaltet sich sicher schwer. Denn man weiß ja gar nicht immer, wer für einen betet. Zweiteres dürfte ja schon mal gar nicht gehen. Den Aufstand möchte ich sehen, wenn da so ein paar Leutchen ankommen und dem Angehörigen erklären "Ey, du darfst aber für deinen Vater da nicht beten, wir wollen mal testen, obs ihm dann schlechter geht als der Gruppe B". Und wie will man das überprüfen??
Auch wenn ich an Gott glaube, heißt das nicht, dass ich völlig unkritisch bin. Ich denke, dass ich rational genug bin, um auch Sache, die den Glauben "beweisen" würden, zu hinterfragen. Ich muss nicht alles gut finden, nur weil es zu meiner Ansicht passt.
Anderes Beispiel: Ich kann Politiker A ganz toll finden und glauben, dass er der geeignetste Mann für unser Land ist. Dennoch muss ich es nicht gutheißen, wenn andere ihn durch Bestechung oder Fälschung von Wahlergebnissen an die Macht bringen.
Das sollte man unterscheiden können.