Ich stelle mir das ja ungefähr so wie bei einem Vorstellungsgespräch vor:
House: Guten Tag, Herr Gott.
Gott: Guten Tag.
House: Ja, nehmen Sie doch bitte Platz.
Gott: Danke.
Gott setzt sich.....
House: Okay, Sie haben sich bei mir beworben auf die Stelle meines Gottes. Erzählen Sie mir doch bitte, was hat sie dazu bewogen, bei mir vorstellig zu werden?
Gott: Nun, ich bin Gott von über 6 Milliarden Menschen und bin ständig weiter auf der Suche nach neuen Anhängern.
House: Gut, gut..... Ich hatte mir mal Ihren Lebenslauf angesehen und bin da auf ein paar Lücken gestoßen. Er geht nur etwas mehr als 2000 Jahre zurück. Was haben Sie davor gemacht?
Gott: Ich muss zugeben, da war ich in meiner Experimentierphase. Hatte mir damals mehrere Identitäten zugelegt, Gott der Fruchtbarkeit, Gott des Krieges usw. und hatte auch noch nicht meinen wirklichen Weg gefunden. Mal habe ich meinen Anhängern paradiesische Zustände gebracht, mal habe ich sie getötet. Je nach Lust und Laune.
House: Aha.....
House schaut skeptisch drein.
House: Ich sehe hier, verheiratet sind Sie nicht, haben allerdings einen Sohn. Haben Sie den Kontakt zur Mutter abgebrochen, teilen Sie sich das Sorgerecht, wie hab ich mir das vorzustellen?
Gott: Das ist eine etwas längere Geschichte. Hatte mal wieder einen üblen Tag und wollte die Menschheit strafen. Hab es mir dann allerdings anders überlegt, konnte aber nicht mehr absagen. Das Himmelsfeuer war schon bestellt, Erdbeben, Krankheiten und andere Plagen. Wie hätte das jetzt ausgesehen, wenn ich einen Rückzieher gemacht hätte?! Also musste ich mir jemanden suchen, den ich auch strafen kann..... Hab dann den leichtesten Weg genommen und vom Himmel mit verbundenen Augen einen Stein herab geworfen. Der Stein landetet auf dem Haus einen gewissen Maria, tja, die habe ich mir dann gegriffen und geschwängert. Diesen Sohn - Jesus - hab ich dann bestraft.
House: Sie sind recht impulsiv, oder?
Gott: Damals vielleicht. Heute kann ich mich zurückhalten.
House: Sicher?
Gott: Doch, doch. Es gibt so viele Dinge wie Vergewaltigungen, Missbrauch, Morde usw. Glauben Sie mir, da kann ich mich schon zurückhalten.
House: Was sind Ihrer Meinung nach ihre Stärken und ihre Schwächen?
Gott: Ich kann so gut wie immer verzeihen, bin ein guter Menschenkenner und verfüge Allmacht.
House: Allmacht? Sie können also richtige Wunder geschehen lassen?
Gott: Korrekt.
House: Können Sie mir mal was davon zeigen?
Gott: Nein! Das müssten Sie mir schon so glauben.
House: Gut, lassen wir das. Und ihre Schwächen?
Gott: Ich bin relativ faul. Also seit meinen Anfangstagen, wo ich alles erschaffen habe, habe ich eigentlich nichts mehr vollbracht.
House: Leben also vom Ruhm vergangener Tage?
Gott: So könnte man es sagen. Dazu lehne ich es ab, persönlich mit meinen Anhängern zu sprechen. Ich benutze dafür immer Zeichen, Visionen oder andere Menschen oder Gefühle usw.
House: Und warum lehnen Sie das persönliche Gespräch ab?
Gott: Och, wissen Sie, wenn man dann einem antwortet, dann muss man allen antworten. Und dazu habe ich weder die Lust noch die Zeit.
House: Gut, ich habe mir soweit mein Bild gemacht und danke Ihnen fürs kommen. Ich melde mich dann die nächsten Tage bei ihnen.
Gott: Ja, ich erwarte Ihren Anruf. Und danke ebenfalls.
Gott steht auf und verlässt den Raum. House wirft die Bewerbung Gottes in den Mülleimer.😀