pete
Sehr aktives Mitglied
Das Thomas-Evangelium - erst 1945 aufgefunden - lässt sich im Internet nachlesen.
Im Stern 52/2007 war ein grosser Artikel über die Entstehung der Bibel - trotzdem unvollständig recherchiert. Ein gewisser Hieronymus hat im 4.Jahrhundert, als das Christentum römische Staatsreligion geworden war, die Bibeltexte zusammengetragen und einiges als apokryph eingestuft, was in der Bibel dann nicht mehr auftauchte. Die Bibelfassung von Hieronymus, die Vulgata, diente Luther dann als Übersetzungsvorlage ins Deutsche. Ich zitiere mal einen Satz aus dem Stern: "In der Vorrede, die sein fertiges Werk einleitet, klagt Hieronymus, dass es mindestens so viele Evangelien gebe wie Handschriften."
Auch der Satz "Auch für die Schriften des Neuen Testamentes rangen die Gläubigen des 1. und 2. Jahrhunderts um Erleuchtung, welche Texte von Gott inspiriert und welche ihre Existenz schlichter Frömmigkeit verdankten" besagt einiges. Origenes war so ein Zeitgenosse, der z.B. die Wiedergeburt vertrat, und diese Ansicht ist später - auf dem Konzil von 556 - mit dem Bann belegt worden. Kaiser Justinian hatte damals den Papst gezwungen, den Gedanken der Wiedergeburt aus der Bibel zu tilgen und mit dem Bannfluch zu versehen.
Jedenfalls hat viel viel Uneinigkeit geherrscht über das, was wir als Neues Testament kennen.
Peter
Im Stern 52/2007 war ein grosser Artikel über die Entstehung der Bibel - trotzdem unvollständig recherchiert. Ein gewisser Hieronymus hat im 4.Jahrhundert, als das Christentum römische Staatsreligion geworden war, die Bibeltexte zusammengetragen und einiges als apokryph eingestuft, was in der Bibel dann nicht mehr auftauchte. Die Bibelfassung von Hieronymus, die Vulgata, diente Luther dann als Übersetzungsvorlage ins Deutsche. Ich zitiere mal einen Satz aus dem Stern: "In der Vorrede, die sein fertiges Werk einleitet, klagt Hieronymus, dass es mindestens so viele Evangelien gebe wie Handschriften."
Auch der Satz "Auch für die Schriften des Neuen Testamentes rangen die Gläubigen des 1. und 2. Jahrhunderts um Erleuchtung, welche Texte von Gott inspiriert und welche ihre Existenz schlichter Frömmigkeit verdankten" besagt einiges. Origenes war so ein Zeitgenosse, der z.B. die Wiedergeburt vertrat, und diese Ansicht ist später - auf dem Konzil von 556 - mit dem Bann belegt worden. Kaiser Justinian hatte damals den Papst gezwungen, den Gedanken der Wiedergeburt aus der Bibel zu tilgen und mit dem Bannfluch zu versehen.
Jedenfalls hat viel viel Uneinigkeit geherrscht über das, was wir als Neues Testament kennen.
Peter