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Gitarrenunterricht

AW: Ich verlange 100,- € für 6 Wochen!

Zugestimmt hab ich Blackjack vor allem auch wegen dem letzten Absatz.
Und in einer Hinsicht hat er wie ich finde recht, nämlich was die Einstellung angeht:

Wenn man ein Instrument spielerisch lernt und wenn man es locker sieht und erstmal überhaupt der Spaß, auf dem Instrument zu spielen im Vordergrund steht, macht das die Sache viel leichter, auch wenn man weiß, dass man vielleicht noch nichts oder kaum was kann.
Und wenn man es auch so sieht, dass so ne Technik z.B eigentlich ne relativ einfache Bewegung mit der Hand ist und doch nichts superkompliziertes, wenn man auch die richtige Einstellung dazu hat, dann ist das was anderes, als wenn man ne Wissenschaft draus macht und nen riesen oder zumindest zu großen Respekt hat vor dem Instrument oder dem Spiel darauf - was auch demoralisierend und demotivierend sein kann.

Und ja, Leidenschaft ist verdammt wichtig. Vielleicht sogar das wichtigste, egal wie viel oder wenig Talent man nun hat.

Wer mit der Einstellung rangeht, dass Spiel auf einem Instrument sei erstmal ein harter Weg, weil man sich erst durch Dinge durchbeißen muss, wie in der Schule, bis man dann mal nen Fortschritt macht, der hat es - trotz vielleicht vorhandenem Talent - auch schwerer.
Sicher ist es am Anfang schwerer, aber spielerisch und locker lernt man viel viel leichter, als wenn man das durch ne Einstellung wie, dass sei "reine Arbeit" macht. Mir ist das Gitarrespielen bzw. lernen auch viel schwerer gefallen ganz am Anfang, bis ich meine Einstellung dazu geändert hatte.

Talent spielt sicher eine Rolle, aber bestimmt ist es in einem normalen Rahmen nicht alleine ausschlaggebend, sofern man nicht zufällig zu den wenigen hochbegabten auf dem Gebiet gehört.

und damit disqualifiziert sich deine ganze Aussage, denn wie willst du das aus Sicht von jemandem beurteilen, der weniger Talent hat als du?
davon abgesehen, dass du wie meisten eh Müll laberst.
"eigene Erfahrung" - das ich nicht lache. "es gibt keine Begabung" - größter Schwachsinn ever.
schon mal vor einem Musiktalent gestanden, das es hinterher auf eine Musikhochschule geschafft hat, in 3 Monaten besser spielt als du mit zig Jahren Gitarrenunterricht?
schon mal jemanden getroffen, der sich in 2-3 Jahren 4 Instrumente selbst beigebracht hat?

wenn man keine Ahnung hat....den Rest kennste bestimmt.


Skynd
 
Zuletzt bearbeitet:
ich geb dir in gewisser Weise Recht. durch Leidenschaft und Spass an der Sache lernt man Dinge viel schneller als man es unter gezwungenen Umständen tun würde.
aber das es sowas wie Begabung nicht geben soll, ist ja mal der größte Schwachsinn, den ich je gelesen habe.

grade weil ich in der Vergangenheit viele musikalische Talente kennengelernt habe und vielleicht auch das andere extrem bin (sehr unmusikalisch) weiß ich, das Musik nochmal was anderes ist als Sport.
denn körperliche Ertüchtigung kann man lernen. auch wenn ich jetzt einfache Sportarten wie zb alle Laufensportarten nicth so toll finde, wie Kombinationssportarten wie zb. Tennis, Tischtennis, Basketball oder Fussball (also Sportarten, wo "Laufen" nur Mittel zu Zweck ist), kann im Grunde jeder mit ausreichender Hingabe und Training extrem stark darin werden.

das ist bei Musik anders.
es gibt sowas wie ein Musikgehör. ein Freund von mir kann einzelne Tonspulen auf einer Kassette hören oO
andere können die Tonlage und die entsprechenden Accorde von jedem Musikstück sagen, dass sie das erste mal hören.
manche Menschen können bis auf 99% genau einen Ton treffen, den man ihnen sagt. eine unfassbar seltene Gabe - selbst unter Musikern.
das kann man nicht lernen. das kann man oder kann man nicht.

es gibt also 100% eine Begabung, die einem den Einstieg in die Musikwelt enorm erleichtern kann - wenn man es denn will.
und da musikalische Menschen schneller Fortschritte machen, hat man natürlich schneller Erfolgserlebnisse, die einen durchschnittlich mehr motivieren weiter zu machen.


Skynd
 
Die Zielbeschreibung des TE finde ich etwas dürftig. Er will Leute unterhalten. Viel mehr erfahren wir nicht.

Ich selbst habe früher oft 30, 50 oder mehr Leute per Gitarre mit Gesang "versorgt". Allerdings habe ich die Gitarre nur als Begleitinstrument verwendet. Das heißt, dass ich im wesentlichen nur Akkorde gespielt habe. Ich nehme mal an, dass die Ambitionen des TE auch nicht weiter gehen.

Die Gitarre als Begleitinstrument zu beherrschen, ist nicht so schwierig. Ich sage mal ganz grob, dass man mit 30 Akkorden 97 % aller Stücke begleiten kann.

Wer in Richtung Rock gehen möchte, dem würde ich echt eine E-Gitarre mit Verstärker empfehlen. Selbst wenn man nur drei Akkorde kann, motiviert die verzerrte Darstellung derselben über die Laufsprecher doch ungemein.

Und wer ein guter Gitarrist werden will - dessen primäre Motivation sollte eigentlich aus dem Inneren kommen. Nervig ist es, wenn man eigentlich keinen Bock hat und nur widerwillig das macht, was ein Lehrer von einem erwartet. Gutes Gitarrenspiel hat was mit Aktivität und Freiheit zu tun, nicht mit autoritärer Unterwerfung unter einen Zwang.
 
Bei dieser ganzen Talent-Diskussion sollte man eines nur nicht vergessen: Niemand ist 100% talentfrei. Mit entsprechendem Einsatz kann tatsächlich jeder in fast allen Bereichen richtig gut werden.
Das was Skynd angesprochen hat nennt sich übrigens Gehörbildung und kann sehr wohl erlernt werden. Sicherlich gibt es Leute, denen das leichter fällt und die "von Natur aus" erschreckend gute Lauscher haben, aber zu behaupten, man könne sowas nicht lernen, ist einfach falsch.

Um irgendwie drei Akkorde zu spielen brauch man wohl wirklich einen Lehrer.. Aber jeder, der wirklich Spaß an einem Instrument hat, wird es sicherlich nicht bei diesen drei Akkorden belassen wollen - es seie denn, er will es wirklich nur als Mittel zum Zweck (z.B. als Begleitung zum Singen) erlernen, was hier ja wohl nicht der Fall ist.

es ist übrigens egal ob man jetzt akustisch oder elektrisch, Rhytmus- oder "Lead"-Gitarre spielt.. es gibt überall wirklich schwierige Techniken.
 
AW: Ich verlange 100,- € für 6 Wochen!

Hallo Wolfi!

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluß das Gitarrenspiel zu erlernen, denn Gedanken und Gefühle durch Singen und Musizieren auszudrücken, macht froh und beschwingt, weckt heilende Kräfte und knüpft Verbindungen von Herz zu Herz!

Mein Bruder Stephan Schmidt und ich wir haben das Gitarrenlehrbuch "Der neue Weg zur Gitarre" geschrieben, mit dem man auch im Selbstunterricht in wenigen Wochen das Gitarrenspiel zur Liedbegleitung erlernen kann.

Aber mit Lehrer und erst recht in einer Lerngruppe geht es natürlich noch viel leichter, macht mehr Spaß und man kann sich gegenseitig motivieren!

Ich unterrichte die Anfänger meist nur 6 Wochen lange und verlange dafür 100,- €, denn in 6 Wochen kann man nach unserer Methode die einfach Liedbegleitung mit verschiedenen Schlag- und Zupfmustern ganz gut erlernen und z.B. schon fast alle Weihnachtslieder spielen!



Hallo Rainer,


sagmal - Dein Bruder Stephan Schmidt - hat er ein ehrgeiziges Synthesizer-Eigenbau-Projekt großgezogen?



Danke für die Info - es reicht wenn Du es nur kurz erwähnst.


Grüße.
 
AW: Ich verlange 100,- € für 6 Wochen!

schon mal vor einem Musiktalent gestanden, das es hinterher auf eine Musikhochschule geschafft hat, in 3 Monaten besser spielt als du mit zig Jahren Gitarrenunterricht?

erster Teil JA, zweiter Teil NEIN und ich hatte nie Gitarrenunterricht. Dafür hatte ich aber mal Klavierunterricht und das Ergebnis ist das ich das Tasteninstrument von allen Instrumenten die ich bespielen kann am wenigsten beherrsche. Nicht weil mir dein ominöses "Talent" dafür fehlt, sondern weil ich schlicht und ergreifend wenig Klavier gespielt habe und die Übung fehlt.

schon mal jemanden getroffen, der sich in 2-3 Jahren 4 Instrumente selbst beigebracht hat?

Ja, der schaut mich jeden Morgen im Spiegel an. Übrigens jeder erste Versuch auf den Instrumenten zu spielen sah bei mir völlig talentfrei aus. Die Gitarre, das Instrument das ich am besten beherrsche, hielt ich am Anfang für das schwierigste und hatte mich lange nicht daran getraut. Ich konnte mir nicht vorstellen das ich es je schaffe mehrere Finger gleichzeitig so zu koordinieren das ich auch die Saiten an der richtigen Stelle treffe.

wenn man keine Ahnung hat....den Rest kennste bestimmt.

schön das du Einsicht zeigst.
 
AW: Meine Erfindung bei Jugend-Forscht

Hallo Rainer,


also dann ist der nicht der S.Schmidt welchen ich meinte...
....es ging mir um den sogenannten Schmidtsynthesizer - ein 8 stimmiger analoger "Vertreter" - aktuell ein umgarntes Synthprojekt - seit 2010 auf den etablierten Musikmessen.

Danke für die Info.


Grüße.
 
Also diese seltsamen Vorschläge von wegen "lass es bleiben" sind doch wirklich mehr als nutzlos.

Überleg mal...wenn du, seitdem du diesen Thread gestartet hast, intensiv geübt hättest, könntest du vielleicht zumindest, was die Grundlagen angeht schon weiter sein und vermutlich wäre dein Problem in vielen Punkten gar keins mehr.
Soll nur ne Anregung sein.
 

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