...nohope, ich kann fühlen, was du meinst. Was ich dir geben kann ist nur ein kleiner Moment, in dem du dich ein bißchen besser fühlst. Mir hilft das lesen; ich hab dir etwas rausgesucht, womit es mir kurz besser geht. Und wenn du die kurzen Glücksmomente würdigen lernst, und ihnen genauso viel Aufmerksamkeit entgegenbringst, wie den Momenten, die dich runterziehen und dich am Leben leiden lassen, dann kann eine Veränderung deiner Wahrnehmung und deinem allgemeinen Wohlbefinden stattfinden.
Denn wenn du dir das Recht herausnimmst, dich schlecht zu fühlen ( und du wendest täglich sehr viel Energie für das " Schlechtfühlen " auf, obwohl es dir nicht bewusst ist, weil es zur Gewohnheit geworden ist) dann kannst du genauso gut die Energie dafür nutzen, die guten Tatsachen in deinem Leben zu fokussieren; d.h. deine Wahrnehmung zu ändern und auf die guten Sachen zu richten.
Das fühlt sich anfänglich widerwertig, ja fast falsch und sinnlos an, dich auf das Gute zu konzentrieren, aber bedenke, dass du es jahre/jahrzehntelang umgekehrt praktiziert hast und davon nichts hast außer unglücklichsein und am Leben leiden.
Wenn die veränderte Wahrnehmung mit der Zeit (ja, du musst das trainieren und ohne Einsatz wird das nichts) Wohlgefühl und dir deinen Sinn des Lebens zurückgibt, nämlich, das du lebt ( aber richtig, d.h. bewusst) wäre es diese Veränderung nicht wert, auszuprobieren?
Sogar beim Lesen der Antworten pickst du dir doch diejenigen heraus, die deinem Unwohlsein am nächsten kommen; damit verschaffst du deinem negativen Zustand wieder Nahrung....verstehst du?
Ich sage nicht, dass es leicht ist und weise Menschen wissen, dass die Wahrheit nicht nett ist ;-) aber: 1)du solltest es dir wert sein
2) wenn du keinen Wert finden solltest oder finden willst, dann mach es einfach mal andersrum zum Zweck einer ganzheitlicheren Erfahrung. Ein Leben, von dem man behaupten kann, man hat es die ganze Zeit unglücklich gelebt, beinhaltet ja nicht sehr viel Erfahrung.
Erspüre erst mal den Widerstand und geh rein....ja, merkst etwas, du bist lebendig 🙂
Und hier der Text, weil du sagtest, du möchtest was antireligiöses...siehst du, du wünscht, wir spielen 🙂
Ps: versuch die Bezeichnungen eher sinnbildlich zu sehen ( zb Buddha als ein Mensch, der sich selbst bewusst und sogesehen "erleuchtet" ist)...ohne Begriffe kommen wir in dieser Welt leider noch nicht aus.
Nur ein Heide kann ein Buddha werden
Heiligenanbeter oder Heide?
Was ist ein Heide? Nicht das, was die Christen immer als Heide bezeichnen. Ein Heide ist ein natürlicher Mensch - aufrichtig, ohne Heuchelei, jemand, der ein natürliches Leben lebt und sich nicht vom Verstand beherrschen lässt.
Ein Heide ist Teil der Existenz. Er versucht keine andere Richtung einzuschlagen, sondern ist immer in einem Zustand des Loslassens und folgt der Existenz, wo immer sie ihn hinführt. Im Leben des Heiden gibt es kein festgestecktes Ziel.
Es geht in seinem Leben nicht um Bedeutung. Das Leben selbst ist so wunderschön, dass die Frage nach der Bedeutung des Lebens einfach unsinnig erscheint. Denkt daran: Wir fragen nur dann nach der Bedeutung, wenn etwas falsch läuft. Menschen, die nach dem Sinn des Lebens fragen, sind solche, die das Leben verpasst haben. Sie leben nur, weil sie noch atmen, weil ihr Herz und ihr Puls noch schlagen, aber ansonsten sind sie bereits tot. Außer diesen Körperfunktionen gibt es nichts Lebendiges mehr in ihnen.
In einem solchen Zustand fragt man sich natürlich, was hat das Leben für einen Sinn hat? Das Herz schlägt, die Atmung funktioniert, der Puls stimmt - aber können diese drei Dinge dir irgendeine Erfüllung, irgendeine Freude bringen? Können sie die der Sinn deines Lebens sein, der Sinn des Daseins? Nein, das ist Vegetieren, nicht Leben. Und solche Leute fragen dann: “Was ist der Sinn des Lebens? “, weil sie ihn nämlich verpasst haben.
Menschen, die wirklich leben, lieben das Leben, Sie lieben die kleinen Dinge des Lebens und sehnen sich nicht nach irgendetwas Großem. Sie sind nicht ehrgeizig. Schon eine Tasse Tee ist Freude genug für sie. Allein der Sonnenaufgang ist eine solche Herrlichkeit. Wer fragt da noch nach der Bedeutung des Lebens? Sie haben Freude am Essen, sie haben Freude an ihrer Kleidung, an ihren Häusern und Gärten. Sie haben Freude an ihrer Liebe, an ihren Liebsten. Sie genießen die Musik und die Dichtung/Poesie. Sie freuen sich an allem, woran man sich nur freuen kann - und das ohne jedes Schuldgefühl.. Freude ist keine Sünde und Glücklichsein ist kein Verbrechen. Im Gegenteil: Sich nicht zu freuen ist eine Sünde, nicht glücklich zu sein ist ein Verbrechen. Denn ein Mensch, der nicht glücklich ist, kommt früher oder später auf die schiefe Bahn. Er könnte sich zu einem Verbrecher entwickeln. Denn wenn er selbst nicht glücklich sein kann, kann er auch nicht mitansehen, dass irgendjemand anders glücklich ist. Das ist unerträglich für ihn. Er wird das Glück und die Freude anderer zerstören wollen. Wer sich nicht freuen kann, kann auch nicht zulassen, dass andere sich freuen. Es schmerzt ihn, dass andere ihren Spass haben. “Was ist bloß falsch mit mir?
Ein Heide spielt niemals den Retter. Wenn der andere unglücklich sein will, so ist das sein gutes Recht - soll er sein Unglück genießen! Wenn er gerne unglücklich ist, wer sind wir, dass wir ihn dabei stören? Wenn er zur Hölle fahren will, wer bist du, dass du ihn daran hinderst? Er hält dich auch nicht davon ab, in den Himmel zu kommen; lauf einfach mit der Herde mit, aber lass ihn zufrieden
Der Heide lebt ganz ohne Prinzipien. Wer nach bestimmten Prinzipien lebt, lebt überhaupt nicht. Dein Leben nach Prinzipien auszurichten, bedeutet, dass du es entsprechend zurechtschneiden musst. Dann wird das Prinzip wichtiger als dein Leben, und musst dein Leben den Prinzipien opfern, du kannst nicht das Prizip dem Leben opfern. Für den Heiden gibt es nichts Höheres als sein Leben. Der authentische Heide braucht keine Religion, denn alles, was die Religion ihm geben kann, das hat er schon. Die Religion nährt lediglich Hoffnungen und der Heide hat diese Hoffnungen bereits hier und jetzt verwirklicht.
Ein Heide ist jemand, für den es kein “du sollst” gibt. Sein Leben ist soll-frei. Er lebt einfach ohne Richtlinien, ohne irgendwelche Prinzipien, ohne einen Erlöser, Propheten oder Messias. Er ist sein eigener Erlöser, sein eigener Messias, sein eigener Prophet, seine eigene heilige Schrift. Er ist tatsächlich ein einzigartiges Individuum. Ich nenne ihn Zorba. Der Heide lebt ein friedliches Leben im Einklang mit der Natur. Religiosität erblüht in ihm, ohne dass er besondere Anstrengungen unternimmt. Wenn ein Mensch ein echter Zorba sein kann, dann ist er auch nicht weit davon entfernt ein Buddha zu sein. Er hat schon den halben Weg zurückgelegt. Und der erste Teil ist der schwierigste, denn alle Religionen sind dagegen. Sie alle wollen dich in eine andere Richtung ziehen, weg vom ersten Teil des Weges. Und wenn du erst einmal in eine andere Richtung gezerrt worden bist, kannst du nie mehr ein Buddha sein, denn nur dieser Weg führt zum Buddha. Zorba ist der Weg zum Buddha.
Wenn man dich vom Weg abbringt, wird aus dir ein Christ, ein Hindu, ein Buddhist, ein Jain, ein Mohammedaner. Dann besteht keine Hoffnung mehr, dass du jemals zum Buddha wirst. Man hat dich deiner Natur entfremdet. Die Harmonie zwischen dir und der Existenz ist zerstört. Man hat dich zu jemand unnatürlichem gemacht. Ein Heide ist natürlich – so natürlich wie die Bäume, wie die Vögel, die Flüsse und die Berge. Ein Zorba ist die Knospe, ein Buddha ist die Blüte. Man kann die Knospe verformen, man kann sie zerstören – und überall auf der Welt werden Millionen von Knospen zerstört. Sie werden niemals zu Blüten, sie erfahren nie, wie es sich anfühlt, wenn man erblüht. Blühen ist eine Ekstase. Die Blume, die ihre Blütenblätter öffnet, ist wie ein Vogel, der seine Flügel öffnet und sich in die Lüfte schwingt. Wenn die Blume ihren kostbarsten Schatz, ihren Duft frei verströmt, dann breitet sich eine tiefe Zufriedenheit aus. Sie ist angekommen. Der Zorba ist eine Knospe. Es stimmt: Die Knospe sollte keine Knospe bleiben, aber um zu wachsen braucht sie keine Religion. Sie muss nur so weiterwachsen wie bisher. So wie sie zur Knospe geworden ist, so muss sie weiterwachsen – es ist der gleiche Weg – dann erblüht sie von selbst. Und denkt daran, wenn das Erblühen von selbst geschieht, hat es eine Schönheit, eine Anmut. Wenn es dir aufgezwungen wurde, dann ist es nur aufgemalt, ein Make-up aber keine echte Schönheit.
Ich möchte, dass ihr einfach ihr selbst seid, ohne dass irgend etwas hinzugefügt wird. Ihr braucht keine Religion, niemand braucht sie. Ein Heide ist heil und gesund. Er benötigt die Religion nicht, sie kommt zu ihm. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich sage, er benötigt die Religion nicht, sie kommt ihm entgegen. Ohne sie zu benötigen, erblüht sie in ihm. Wirkliche Religiosität wird von Leuten verbreitet, die sie selbst nicht benötigen. Nur ein Heide kann zum Buddha werden. Und nur ein Heide, der zum Buddha wird, verströmt diesen Duft, den man Religion nennt. Aber er braucht sie nicht. Er hat das Bedürfnis zu teilen und alle damit zu beschenken – Bekannte und Unbekannte, Freunde und Fremde – es spielt keine Rolle. Er ist wie eine Regenwolke, die einfach nur regnen will.