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Gibt es (gute) Gründe, um zu leben?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Aber abgesehen von meinen Eltern, denen ich das wie gesagt nicht antun wöllte, gibt es eben keinen, der davon direkt betroffen wäre. Ich hab keinen Freund, und Bekannte/Freunde sind auch alle in ihre Familien eingebunden und brauchen mich nicht.
Es ist völlig egal, ob ich lebe oder nicht...




Hallo Nohope,
ich habe Deinen Thread gerade eben erst entdeckt.Das klingt ja wirklich unheimlich traurig.
Da wird mir bewußt, wie froh kann ich sein, dass ich z.b meine Kinder habe. Meine Freundinnen wohnen auch alle weiter weg, so das ich im näheren Umkreis auch niemanden habe.
Gerade am Sonntag habe ich mich auch von meiner Gemeinde getrennt in die ich seid ca. 17 jahren gehe.
Das sind auch viele Menschen die ich dadurch zurück lasse.
Ich wußte aber, das ich diesen Weg nun gehen soll und Gott für mich eine andere Gemeinde hat.

Dadurch das es mir gesundheitlich nicht so gut geht kann ich auch nicht so den Kontakt zu anderen Menschen pflegen, bei mir läuft also alles hauptsächlich übers Internet oder Telefon.
Manchmal ist mir das allerdings schon fast zu viel.
Ich kenne allerdings auch kurze Zeiten wo ich mich mal einsam gefühlt habe im letzten Jahr.
Mir ist es aber dann klar geworden, ich sehe es so, dass Gott mir das gezeigt hat, das ich nicht warten darf darauf, etwas von anderen Menschen zu bekommen, sondern das ich anderen etwas geben muß.
Ganz praktisch sehnt man sich als Mensch ja manchmal nach Liebe.In dem Moment wo ich anfange anderen Liebe zu geben, sie eben liebevoll und herzlich zu behandeln, ( wie gesagt ist das bei mir hauptsächlich übers internet), merke ich das ich dadurch selber große Freude bekomme, und diese Liebe dadurch wieder zurück bekomme.

Nohaope Du hattest doch auch schon öfters mal so einiges von Dir geschrieben das Du Glaubensdingen gegenüber nicht so ganz abgeneigt bist.
Wie wär es denn, wenn Du Dir bei Dir wo Du wohnst mal eine freie christliche Gemeinde ansiehst?
Dadurch bekommst Du jede Menge Kontakt zu anderen Menschen.Man trifft sich meist mehrmals in der Woche, außerdem finden immer mal wieder alle möglichen Veranstaltungen statt.
Oder Freizeiten zu denen man gemeinsam fährt.
Ich kann Dir nur empfehlen, Dir so etwas mal an zu sehen. Es gibt kleine Gemeinden mit wenigen Mitgliedern oder auch relativ Große.Ich werde mir in der nächsten Zeit auch mal was in Wiesbaden ansehen, eben die Gemeinden die für mich in Frage kommen.
Wenn Du Fragen hast, kannst Du mir gerne eine PN schicken.

P.N. Ich würde diesen Thread übrigens in den Bereich "Ich", oder "Leben" verschieben, hier sieht den nämlich so gut wie niemand.




Liebe Grüsse🙂
Lena
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lena
Danke für Deinen Betrag, Lena... aber ich bin katholisch! Und das jetzt seit fast 6 Jahren...
Ich bin ja auch im Kirchenchor, aber wir haben ein Durchschnittsalter von 67 Jahren. Es ist generell halt so, dass man in der Kirche eher ältere Menschen trifft oder wenn überhaupt dann noch Familien.

Aber wie auch immer, sicher, ich bin in der Kirche... aber ich weiß nicht mehr so recht, was ich glaube... ich will auch keine Glaubensdiskussion starten, aber auf jeden Fall ist der Gedanke, ich lebe, weil Gott es so will, für mich als Antwort definitiv beispielsweise nicht (mehr) ausreichend...

Es hat mich keiner gefragt, ob ich leben will. Als ich geboren wurde, hatte ich die Nabelschnur dreimal um den Hals gewickelt mit Knoten, und ich pflege zu sagen, dass ich wohl schon als Baby keinen Bock auf dieses Leben hatte, da ich eh nicht wirklich geliebt und gewollt war (wäre ich wie meine Schwester eine Hausgeburt gewesen, hätte ich die Geburt wohl nicht überlebt)... ich sollte die Ehe meiner Eltern kitten, aber das hat nicht funktioniert.

Ich sehe mein Leben als sinnlos an. Sicher pflege ich Kontakte oder versuche, Kontakte zu pflegen. Ich hab während Deines Beitrages mit einer Freundin telefoniert, die ich nun aber zuletzt vor ca. 1,5 Jahren gesehen habe, bevor ihr zweites Kind geboren wurde. Die Leute haben alle keine Zeit und nur Stress. Sie schien sich durchaus zu freuen, dass ich mal angerufen habe, aber irgendwie meldet sich von sich aus nie einer bei mir... die würden gar nicht merken, wenn ich nicht mehr da wäre...

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich hab echt das Gefühl, ich werde nie "normal" sein... 🙁
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lena
Danke für Deinen Betrag, Lena... aber ich bin katholisch! Und das jetzt seit fast 6 Jahren...
Ich bin ja auch im Kirchenchor, aber wir haben ein Durchschnittsalter von 67 Jahren. Es ist generell halt so, dass man in der Kirche eher ältere Menschen trifft oder wenn überhaupt dann noch Familien.

Aber wie auch immer, sicher, ich bin in der Kirche... aber ich weiß nicht mehr so recht, was ich glaube... ich will auch keine Glaubensdiskussion starten, aber auf jeden Fall ist der Gedanke, ich lebe, weil Gott es so will, für mich als Antwort definitiv beispielsweise nicht (mehr) ausreichend...

Es hat mich keiner gefragt, ob ich leben will. Als ich geboren wurde, hatte ich die Nabelschnur dreimal um den Hals gewickelt mit Knoten, und ich pflege zu sagen, dass ich wohl schon als Baby keinen Bock auf dieses Leben hatte, da ich eh nicht wirklich geliebt und gewollt war (wäre ich wie meine Schwester eine Hausgeburt gewesen, hätte ich die Geburt wohl nicht überlebt)... ich sollte die Ehe meiner Eltern kitten, aber das hat nicht funktioniert.

Ich sehe mein Leben als sinnlos an. Sicher pflege ich Kontakte oder versuche, Kontakte zu pflegen. Ich hab während Deines Beitrages mit einer Freundin telefoniert, die ich nun aber zuletzt vor ca. 1,5 Jahren gesehen habe, bevor ihr zweites Kind geboren wurde. Die Leute haben alle keine Zeit und nur Stress. Sie schien sich durchaus zu freuen, dass ich mal angerufen habe, aber irgendwie meldet sich von sich aus nie einer bei mir... die würden gar nicht merken, wenn ich nicht mehr da wäre...

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich hab echt das Gefühl, ich werde nie "normal" sein... 🙁


Nahope, das mit dem Vorschlag evtl. mal eine freie christliche Gemeinde zu besuchen ist ja nicht davon abhängig ob Du katholisch, evangelisch oder sonst was bist.
Das ist ja keine andere Glaubensrichtung wäre also kein Hinderungsgrund.
Das war auch nur eine Idee von mir weil ich weiß, dass man dadurch relativ viel Menschen kennen lernt.
Natürlich kommt es auch immer auf die Gemeinde an.Ich war ein paar mal in Wiesbaden zb. in einer freien evangelischen Gemeinde (FeG) dort sind ca. 300 Mitglieder und ich würde sagen fast mehr jüngere als ältere. In der Gemeinde die ich mir am Sonntag ansehen werde sind nur ca.20 Mitglieder.
In der Gemeinde in die ich seid langem gegangen bin waren wir so ca.40 -60 Personen.
Aber wie gesagt das war nur eine Idee und ich denke Du hast nichts zu verlieren wenn Du es ausprobieren würdest, aber Du mußt das natürlich selber wissen.
Bei mir ist das so eine Sache mit dem telefonieren.Ich telefoniere generell ganz gerne aber leider überfordert es mich meistens mit den Personen schon gewaltig die ich kenne. Ich gehe mittlerweile also oft gar nicht ans Telefon wennes mir nicht so gut geht, weil die Leute es anscheinend schlecht kapieren wenn ich sage ein andermal und trotzdem weiter reden.
Ich schreibe Dir jetzt aber leiber mal eine Pn, da ist das besser zu erklären.





liebe Grüsse🙂
Lena
 
Oh nein...

Wie gesagt, dieser mein eigener Thread soll keine Glaubensdiskussion werden, aber ich hab soeben, als ich in alten Mails etwas suchte, eine Aussage von MIR selbst von Juni 2006 gefunden...

Dort schrieb ICH doch allen Ernstes folgenden Satz:

"...und ich habe halt mittlerweile gelernt, dass der Sinn unseres Lebens ist, Gott zu erkennen, Ihn zu lieben, Ihm zu dienen und einst in den Himmel zu kommen... und mehr will ich nicht... ;-)"

😕😎🙁

Okay, Leute, ich wende mich mal ganz bewusst an Atheisten:

Warum lebt Ihr??? Bitte sagt es mir!!!
 
Okay, Leute, ich wende mich mal ganz bewusst an Atheisten:

Warum lebt Ihr??? Bitte sagt es mir!!!


ich lebe,weil mein vater mich vor vielen jahren zeugte.
ich lebe nicht,weil gott mir seinen atem einhauchte.
ich denke dir werden aussagen von einem atheisten wie mir keine befriedigung bringen.dafür sind beide spezies zu verschieden und die meinungen zu kontrovers.
 
@Juwu
Ja, sicher hat Dein Vater Dich gezeugt.

Mein Hauptanliegen war ja aber, warum lebst Du immer noch und hast Dein Leben nicht beendet...

Da würden Gläubige halt was anderes sagen als Atheisten, und genau da möchte ich die Antwort der Gläubigen nicht hören, weil ich damit eben derzeit nichts anfangen kann...

Warum lebt jemand immer noch und ist möglicherweise sogar glücklich und zufrieden, wenn er keinen Glauben hat?
UND - siehe Eingangsposting aus 2007 - auch keine Kinder und keinen Partner...?!

Was hält Euch hier???
 
wenn man dich reden hört sollte man denken,menschen ohne glauben,ohne kinder und ohne partner haben keine daseinsberechtigung.
 
Es geht nicht um die "Berechtigung".

Ich sehe keinen Sinn in meinem Leben.

Also suche ich nach Antworten...
 
Hallo Nohope,

ich weiß für mich, warum ich auf eine Beziehung und auf Kinder verzichte- warum schließt Du diese Erfahrungen für Dich so rigoros aus?

Es ist noch nicht all zu lange her, da musste ich erkennen, dass, normalerweise wichtige, Ziele sich für mich in Luft auflösten.

Selbstmordgedanken waren auch mir längere Zeit penetrante Begleiter.

Als gläubiger Mensch wird Dir der Satz was sagen: "Gib, so wird Dir gegeben werden."

Das ist die Antwort, die ich für mich gefunden habe.
Nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage, in einer Beziehung zu leben, Kinder zu haben, diese zu erziehen, ein eigenes Haus zu bauen... .

Etliche müssen sich andere Ziele suchen.
Eines meiner neu gesteckten Ziele ist es, zu helfen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten und Fähigkeiten.
Das mache ich hier, auf dieser Seite; indem ich auch anderweitig im Internet schreibe, gegenüber meinen Eltern, im Rahmen meiner Grenzen gegenüber anderen Verwandten, in absehbarer Zeit auch eventuell ehrenamtlich...

Ich investiere Zeit und Gedanken, um über ein Thema zu informieren, welches mir aus verschiedenen Gründen zur Herzensangelegenheit geworden ist.
Und lerne auf diesem Wege Menschen kennen, denen ich ohne dieses Thema nie im Internet begegnet wäre.
Einigen dieser Menschen begegne ich auch real und es entwickeln sich sogar langsam Freundschaften... .

Was interessiert Dich? Was kannst Du, womit Du anderen helfen könntest?
Gibt es ein Thema, welches Deine Herzensangelegenheit ist und über welches du informieren willst, weil es vielleicht noch zu unterbelichtet wahrgenommen wird?


Was hältst du hiervon?:
dieGesellschafter.de: Freiwilligendatenbank: Engagieren
Jede Menge Möglichkeiten, seine Erfüllung im dankbaren Lächeln anderer Menschen zu finden...

Alles Gute beim Suchen und finden
NewMan


 
Hallo Nohope

Das mit dem Sinn des Lebens aus atheistischer Sicht finde ich gar nicht so einfach. Irgendwann so mit 25 Jahren habe ich bemerkt, dass alle Antworten gleichwertig sind. Eine allgemeingültige, richtige Antwort würde Wissen voraussetzen, das ich vermutlich nicht erlangen kann. Ich kann Teil eines Computerspiels sein, ohne das feststellen zu können. Entsprechend habe ich damals beschlossen, weniger darüber nachzudenken.

Aus biologischer Sicht scheine ich ein Teil eines Netzes von Lebewesen zu sein. Es gibt unzählige Generationen vor mir, die letzten in etwa 100.000 Generationen nennt man wohl Homo. Es gibt unzählige Lebewesen neben mir. Es wird in Zukunft vielleicht auch noch unzählige Generationen geben. Auf der einen Seite ist das beeindrucken, das Ende einer derartig langen Kette zu sein, vielleicht am einzigen Ort im Universum, wo es Leben gibt. Auf der anderen Seite läßt es mich auch klein erscheinen.

Vermutlich gibt es wenigstens etwa 7 Milliarden Menschen, mit 7 Milliarden Weltbildern, und genauso vielen Fragen nach dem Sinn des Lebens.

Biologisch scheint es darum zu gehen, sich fortzupflanzen, seine Gene und seine Erfahrungen weiter zu reichen. Entsprechend kann ich den Kinderwunsch der Menschen gut verstehen, auch, dass viele Menschen ihren Sinn über ihre Kinder finden.

Nun bin ich kinderloser Single, werde es vermutlich auch bleiben. Entsprechend hilft mir das für meinen Sinn nicht weiter. Aber ich kann diesen biologischen Sinn ja auch weiter fassen. Ich bin nicht nur Glied einer Kette von Generationen, ich bin gleichzeitig Teil der verschiedensten Gemeinschaften, Teil der Menschheit, Teil des Lebens auf der Erde.

Eines darf ich jedoch nicht übergehen. Es spricht manches dafür, dass mein Leben die einzige Existenz sein könnte, die ich habe. Ich werde geboren, und sterbe irgendwann. Nehme ich mir vorzeitig mein Leben, verkürze ich die Zeitspanne meiner Existenz. Das mit einer Existenz nach dem Tod ist eine sehr unsichere Sache, darauf sollte ich mich nicht verlassen.

Ich werde meine Existenz also hinnehmen müssen. Es bleibt die Frage, wie ich diese Existenz am besten für mich nutzen kann.

Meine Bestimmung - Partner und Familie - scheine ich aufgrund innerer Konflikte nicht erfüllt zu haben. Daran habe ich ganz schön zu knabbern gehabt. Große anderweitige Ziele für mein Leben habe ich auch nicht, hatte ich noch nie.

Es scheint aber Unterschiede zu geben, die davon abhängen, was ich mache. Abhängig von dem, was ich mache, empfinde ich mehr oder weniger Zufriedenheit. Wenn ich jeden Tag Zeit draußen verbringe, fühle ich mich wohler. Wenn ich regelmäßig Zeit unter anderen Menschen verbringe, fühle ich mich wohler. Wenn ich eine Beschäftigung habe, fühle ich mich wohler. Wenn ich eine Aufgabe habe, bei der ich mich konstruktiv in die Gesellschaft einbringen kann, fühle ich mich wohler.

All das erfüllt keine Sehnsüchte, und es beantwortet auch nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens, aber es ist besser, als nichts.

Etwas anderes habe ich diesen Sommer entdeckt. Es ist möglich, dieselbe Situation positiv oder negativ zu betrachten. Ich war immer der schon-halb-leer-Typ, habe die Möglichkeit, das halbvolle Glas anders zu betrachten, nie verstanden. Irgendwie habe ich diesen Sommer zum ersten mal geahnt, wie es sein könnte, wenn man das Glas noch als halb voll betrachten kann. Es klingt wie ein Taschenspielertrick, aber es gibt Menschen, die sich über einen Umstand freuen können, und Menschen die unter demselben Umstand leiden können. Vielleicht ist es möglich, dass ich ab und an zu den Menschen gehöre, die sich freuen können.

Ob das an meinem Alter liegt, dass ich diese Möglichkeit entdecke? Ich habe keine großen Sehnsüchte mehr. Keinen Drang nach etwas, was unerfüllt bleibt. Ich empfinde das als Verlust, aber vielleicht kann ich dadurch meinen Blickwinkel etwas verändern. Meine Haare werden grau, meine Zähne sind auch nicht mehr die Besten, der Schaden im Auge ist zum Glück fast vollständig verschwunden. Ich habe noch eine ganze Menge Möglichkeiten. Einen tieferen Sinn wird mein Leben vermutlich nicht haben. Ich kann nur jeden Tag aufs neue versuchen, mich zu motivieren, etwas zu machen, was mich möglichst etwas zufriedener macht.

Günter
 
Status
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