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Gibt es eine Seele ? Was glaubt ihr ?

zum ersten absatz:
du hast diese wahl aber nicht. es liegt nicht in unserer hand, ob chaos oder das was du unter "sinn" verstehst herrscht. entweder es trifft das eine zu oder das andere, völlig unabhängig davon was dir besser passt.

Was wirklich Sache ist, kann der Mensch doch gar nicht erkennen! Und wenn keine Beweise in die eine oder andere Richtung möglich sind, dann muss der Mensch glauben (weil er nicht wissen kann). Und dann gibt es eben einen sinnvollen und vernünftigen oder einen unsinnigen Glauben. Es geht beim Glauben nicht um Wissen, sondern darum, wie man mit Unwissenheit vernünftig umgeht!

du kannst entscheiden was dir besser gefiele, aber das beeinflusst die realität nicht im geringsten. insofern stellt sich garnicht erst die frage nach der "vernunft" dahinter.

Im Fettgedruckten klingt das an, was ich im letzten Absatz gesagt habe. Es geht aber nicht um Gefallen, sondern um Vernunft.

zum zweiten absatz: lächerlich. das sind einfach zwei hypothesen, die du aufstellst, die du aber nicht belegen kannst.
dass nichts mehr wert hätte, wenn es keine seele gäbe ist keine tatsache, sondern eine deiner vorstellungen.

Was ist denn wertvoller als ein Mensch, der sich mit aller Kraft um das Gute bemüht?

"ohne seele gäbe es keine moral" ist ebenfalls nicht richtig. lediglich eine behauptung. moral kann man auch ganz ohne das konzept der seele ableiten- und das sogar, so paradoxes klingt, aus völlig egoistischen erwägungen heraus.

Eine egoistische Moral ist ein logischer Widerspruch.

dein dritter absatz setzt sich selbst ad absurdum. der verstand subsummiert schlichtweg alle sinnvollen gedanken, die dein hirn so produzieren kann. vernunft ist für das individuum sinnvoll, da sie vorteilhafte verhaltensweisen erwirkt und folgerichtig ist die vernunft nur ein abkömmling, ein kleiner teil des verstandes und kann daher auch nicht über ihn hinaus gehen.

Ohne Vernunft keine Moral. Es gibt sehr kluge Menschen mit viel Verstand, die aber nur Böses im Schilde führen und ihre Vernunft nicht benutzen. Daher steht die Vernunft im Wert über dem Verstand. Auch formal: die Vernunft entscheidet auf der Basis der Daten, die ihm der Verstand bietet.

nun das große ABER: es ist nicht sinnvoll an etwas zu glauben, was andere bereits widerlegt haben. das sollte man im hinterkopf behalten, wenn man diesen wunderschönen und zweifelsfrei richtigen satz verwendet.
darüberhinaus ist zu bedenken, dass dieser satz nicht nur für religiöse menschen, sondern auch für menschen wie mich, den ungläubigen, gilt. wir glauben an die wissenschaft.

a) was ist denn bitteschön widerlegt?
b) an die Wissenschaft muss man nicht glauben, weil es hier ums Wissen geht. Beim Glauben geht es nicht ums Wissen, als muss man glauben. Bitte nicht durcheinander werfen!


ich persönlich trete für die friedliche koexistenz aller religionen mit der wissenschaft ein. es erstaunt mich immer wieder, dass religiöse menschen ihren glauben angegriffen fürchten, weil jemand andere ansichten hat. wären sie sich ihrer sache so sicher, wäre das unnötig. träte die religion etwas souveräner auf, so wäre sie deutlich glaubwürdiger.
ich bemühe mich darum, die religion nicht abwertend zu betrachten, sondern als gleichwertiges modell der welt. ofenbar ist ihr das nich genug und sie versucht stets anspruch auf alleinherrschaft zu erheben. da stellt sich die frage nach der "fairness" die dir "deine vernunft" doch so nahelegt.

Religion und Wissenschaft haben nichts miteinander zu tun. Daher widersprechen sie sich auch nicht. Wir leben als Menschen in beiden Bereichen. Es ist doch überhaupt kein Problem, zB ein gläubiger Wissenschafter zu sein. Zum Thema "Glaube und Wissenschaft" habe ich bereits in diesem Thread geschrieben.
 
Schade, dass man den Thread mal wieder "... was glaubt ihr?" genannt hat. Das lässt schon erahnen, dass es eine Glaubensdiskussion wird. Grundsätzlich können Diskussionen auch sinnvoll sein, obwohl die Ausgangsfrage nicht beantwortet werden kann. Wenn sich beide Seiten Argumente für ihre Sichtweise näher bringen, kann es für alle Beteiligten ein Denkanstoß sein, auch wenn die eigene Meinung sich dadurch nicht ändert. Nur wer sich auch die Argumente der Gegenseite anhört und Kritik an der eigenen Meinung zulässt, kann überhaupt eine gefestigte Meinung haben, hinter der er steht.
Ja, find ich auch.

An etwas zu glauben, muss auch heißen, dass man es hinterfragt. Wenn man etwas noch nicht besser weiß, kann man erst einmal daran glauben. Als Neandertaler denke ich mir "Ugga ugga, Wesen im Himmel machen Blitze", aber als Mensch der Neuzeit weiß ich mittlerweile, dass es ein physikalisches Phänomen ist, dass durch die Reibung der Wassertröpfchen in den Wolken ausgelöst wird. Ein übernatürliches Wesen ist also zur Erklärung schon lange nicht mehr notwendig.
Ich kann aber trotzdem sagen das der Blitz einem Engel als Leiter dient, als Tor. Weil ein Engel in meiner Ansicht wie die Seele aus Energie ist. Das kann ich nach wie vor glauben, auch wenn ich weiß wie der Blitz funktioniert. Das sein zwei Dinge die sich nicht ausschließen oder behindern. Ich bin der Wissenschaft kein Klotz am Bein. Der Glaube hat Vorteile aber den Nachteil das er im Ernstfall wiederlegt wird. So hat auch die Forschung ihre Vor- und Nachteile.

Es hat schon so viele verschiedene Götter und Religionen in unterschiedlichen Kulturen gegeben, weil es immer Dinge gab, die sich die Menschen nicht erklären konnten. Heute sind nur noch wenige Götter übrig im Vergleich zu früheren Zeiten. Was ist aus den alten Göttern, z.B. den griechischen oder römischen geworden? Die sind einfach out und keinen interessieren sie mehr, obwohl sie früher das Maß aller Dinge waren.
Für uns Christen ist es heute ein namenloser Gott, aber warum sollte dieser plötzlich vorhandener sein als die abgelösten Götter von damals?
Letztlich doch egal wie sie heißen oder aussehen. Sie erfüllen einen (tieferen) Zweck wenn du verstehst was ihr Sinn ist. Ihre Optik ist egal. Du musst sie im Herzen tragen, bzw. deinen Glauben.

Da der Glaube an eine Seele immer wieder mit dem religiösen Glauben in Verbindung gebracht wird, blieb mir nichts anderes übrig, als darauf einzugehen. Wer an Gott glaubt und davon ausgeht, dass zum einen ein Leben nach dem Tod existiert und zum anderen, dass man sich für seine Sünden verantworten müsse, dem bleibt nichts anderes übrig, als an eine Seele zu glauben. Sonst macht das restliche Fantasiekonstrukt nur wenig Sinn. Da durch den Tod meine menschliche Hülle nutzlos wird, muss ja etwas weiter existieren, dass sich zu den anderen Seelen im Himmel gesellt und für die begangenen Sünden geradesteht. Also kreiert man die Vorstellung einer Seele mit den entsprechenden Eigenschaften, damit sie den eigenen Glauben unterstützt. Wer nicht religiös ist, braucht demnach auch keine Seele als Rechtfertigung.
Vor etwa mehr als 2 Jahren hätte ich das gleiche gesagt. Ich hätte alle Gläubigen belächelt. Bis ich das an was ich heute glaube ‚berührt‘ habe. Glaub mal das bringt mächtig durcheinander und danach sieht die Welt anders aus. Egal wieso und warum. Der Effekt ist da. Für mich und in meiner Realität sind Seelen eben existent. Das muss dir nicht gefallen, aber es gibt auch kein Grund sich groß dran zu stören. Man muss nicht immer irgendwie betonen wie unsinnig es denn eigentlich ist zu glauben. Genauso unsinnig es nicht zu tun.
Das bringt einfach gaaar nix.

Auch in der Wissenschaft steht am Anfang nur der Glaube an etwas. Der Unterschied ist aber, dass der Glaube hier nur als Überbrückung dient, bis es konkrete Ergebnisse gibt. So hat man z.B. festgestellt, dass sich das Universum immer weiter ausdehnt, wobei man sich bisher nicht erklären kann, wodurch die Expansion ausgelöst wird. Als hat jemand die Theorie aufgestellt, dass es eine bisher unbekannte Energie geben muss, die die Ausbreitung vorantreibt. Man weiß es nicht, aber es klingt logisch, also glaubt man daran. Weiterhin wird aber nach der konkreten Ursache gesucht.
Genau. Aber jemand der sagt das ist unfehlbar erzählt Humbug. Es kann auch sein das etwas von außen auseinander gezogen wird und wenn der Soog weg ist es in sich zusammen fällt.
Oder weiß jemand genauer warum das so nicht sein kann/könnte?
Ausserdem hat jemand vor dir (Atheist) in glauben und gläubig getrennt. Also wiedersprecht ihr euch im 1. Satz. Am Anfang – würde auch ich sagen – steht die Hypothese – eine Behauptung/Annahme/Vermutung. Kein glauben. Glaube nkannst du erst wenn es bestätigt wird.

Wer an eine Seele glaubt, nimmt sie auch lediglich an. Eine Existenz ist nicht bekannt. Der Unterschied zu den Physikern ist aber, dass der Glaube an die Seele (und auch an Gott usw.) als unantastbar angesehen wird. Und egal wie viele logische Gegenbeweise es gibt, es wird einfach weiter daran geglaubt. Diese Art des Glaubens ist naiv und dumm. Dumm, weil um jeden Preis an einer Ideologie festgehalten wird. Niemand ist gerne im Unrecht und erfährt gerne, dass seine jahrelangen Vorstellungen total daneben waren. Aber ein vernünftiger Wissenschaftler wird nie an einer unsinnigen Theorie festhalten, wenn ihm jemand anderes den Gegenbeweis liefert. Er weiß ja auch, dass seine eigene Theorie nur den Glauben an etwas, ihm ursprünglich sinnvoll erscheinendes, darstellte.
Muss man auch nicht sofort immer gleich annehmen was die Forschung so zustande bringt. Oder war die Erfindung und Anwendung von Contergan etwa gut, letztlich? Ich bin neuen Entwicklungen gegenüber stets kritisch, hat aber nix mit dem Glauben zu tun.
Und genauso naiv: Angenommen es gibt einen klassischen Gott. Der ist oben im Himmel. Und nur weil wir eine Blechbüchse bauen mit Propeller und hochfliegen kannst du kleines Menschlein den Gott – ein Wesen das die Erde erschaffen hat – mal kurz unter die Lupe nehmen? Wie weit willst du einen Schöpfer herabsetzen? Verstehst du was ich mein? Selbst wenn es so wäre würdest du ihn deswegen noch lange nicht zu Gesicht bekommen. Du willst also auch einen Bibeltreuen dumm und naiv nennen? (Oder verallgemeinerst du? Deswegen hab ich dich auch grad in der Mangel -.- Ein Stück weit fühl ich mich davon auch sehr unverschämt betitelt. Will ich nicht ausschließen kann das du letztlich alle meinst.)
Glaubst du ernsthaft, maßt du dir an, das wenn es Gott so gibt in seiner Allmacht, das du ihn so finden würdest? Dass man ihn so gefunden hätte? Du willst einen GOTT finden? Wenn er so ist wie ihn die Bibel beschreibt kannst du ihn lange suchen.
Turmbau zu Babel, Turmbau zu Gott – ein Sinnbild dafür das der Mensch sein Maß verliert in jeder Hinsicht. Man wollte Gott beweisen – Gott lässt sich nicht beweisen. Nicht wenn er so ist wie der klassische Glaube besagt. Ihr könnt euch alle mal alle eure Diskussion sparen, eigentlich.
(Mit dieser Aussage verteufel ich nicht die Wissenschaft keine Panik.)

Jeder, der an eine Seele glaubt, muss auch irgendwann einmal Überlegungen angestellt haben, die ihn darauf kommen ließen. Er hat also entschieden, dass die Existenz einer Seele sinnvoller erscheint, als ein Bewusstsein, das auf elektrischen Schaltvorgängen im Gehirn basiert. Genauso ist es mit dem Glauben an einen Gott, wenn man es für zu banal hält, dass das Universum zufällig entstanden sein soll. Aber warum geht einem Gläubigen die Fähigkeit im Laufe der Zeit verloren, zwischen verschiedenen Theorien abzuwägen? Es muss ja auch weiterhin ein für den Gläubigen sinnvolles Argument für seinen Glauben vorliegen. Wer nur an etwas glaubt, weil es in einem uralten Buch so geschrieben steht oder weil einem die Idee an sich gefällt, ist nicht ernst zu nehmen.
Ach danke dann bin ich also nicht ernst zu nehmen?? Aber ich die Forschung? Aha. Da bekommt man natürlich Bock ganz radikal gläubig zu werden wenn man überall nach Strich und Faden schon fast für unmündig erklärt wird.
Die Forschung/Wissenschaft – beklagt nicht das so viel Gläubige so extrem sind, ihr treibt sehr viel auch erst dort hin!! Mir war noch nie zuvor so bewusst wie sinnlos mich die Wissenschaft bzw. ihre ‚absoluten Anhänger‘ wegen meines Glaubens degradiert obwohl ich sie sehr bewundernswert finde. Mich verletzt das grade – in der Seele.

Dazu passt auch die unsinnige Forderung eines Beweises für die Nichtexistenz einer Selle oder eines Gottes. Es ist heute nicht möglich und wird niemals möglich sein, eine Nichtexistenz zu beweisen. Für die Existenz dagegen würde ein einziger, reproduzierbarer Beweis ausreichen. Die Antwort auf die Frage "Gibt es eine Seele?" kann also nur mit einem naiv glaubenden "Ja" beantwortet werden. Selbst Wissenschaftler, die in diesem Gebiet unterwegs sind, werden niemals eine so eindeutige Antwort abgeben. Sie sagen höchstens, dass sie etwas entdeckt haben, das sie sich noch nicht erklären können.
Warum soll den nicht grade die Forschung den Beweis erbringen? Dazu ist sie doch da. Wenn ich eine Nichtexistenz nicht beweisen kann, dann hat sich die Frage schon erledigt. Dann bin ich auch nicht naiv. Wenn ich sage neben dir steht jetzt grade kein Alien – dann kannst du mir seine Nichtexistenz absolut nicht beweisen? Kannst du sehr wohl weil an seiner Stelle andere Dinge zu finden sind. Was soll also der Unsinn?
Und ihr tut alle als wärt ihr die größten Wissenschaftler selbst. Ich bin kein Theologe. Ich beanspruche aber nicht das Recht das ich ihn theologischen Fragen unfehlbar bin, ich sage nur was ich denke. Ich kann nichts Beweisen – aber jeder von auch da am PC auch nicht.

Da in 5 Tagen Heiligabend ist: Als kleines Kind habe ich auch an das Christkind geglaubt, das mir zu Weihnachten die Geschenke bringt. Schließlich musste ich immer in mein Zimmer gehen, da es nicht vorbeikommt, wenn ich im Wohnzimmer bin. Und es kam tatsächlich jedes mal, weil ich brav im Zimmer gewartet habe. Aus der Sicht des kleinen Invaders machte die Existenz Sinn, weil sie erklärte, woher die Geschenke kommen. Mittlerweile habe ich aber die Erkenntnis, das meine Eltern mir diesen Mist nur eingeredet haben und muss nicht mehr an das Christkind glauben. Andere Personen aus diesem Forum müssten aber ihr gesamtes Leben an das Christkind glauben, da sich die Nichtexistenz nicht beweisen lässt.
Du verdrehst den Sinn des Ganzen. Für das Kind ist es eben schön mit der Überraschung. Es soll nicht etwas vermitteln das du in deinem Atheismus nun gerne hineininterpretierst. Aber wahrscheinlich haben wir beide einen irreparablen psychischen Schaden durhc die Christkind-Lüge und müssen dringend zum Psychologen…
Was machst du dann: Kein Weihnachten und kein Ostern weil das christliche Feste sind und keine anderen Verspaßungen wie Weihnachtsmänner oder Zahnfee – denn die gibt ja alle nicht. Als Atheist hast du dann aber wenig Spaß, bzw. deine Kinder. Ziehst du das durch? Das will ich sehen. Ansonsten brauchst du das gar nicht erwähnen weil es keine Rolle spielt. Natürlich glauben Erwachsene gläubige die noch im Rahmen sind sowas nicht. Dafür glaube ndeine Kinder vllt mal das es die Teletabies in echt gibt wenn sie sie sehen. Ob das besser ist?
Ihr werft immer all in einen Topf. Zum Glück bin ich mir sehr sicher das es unter den Wissenschaftlern auch andere gibt und auch Gläubige.

Und was die Quantenphysik angeht, finde ich es lustig, dass sich auf einmal alle Gläubigen auf dieses Thema stürzen und sie für die Grundlage von Wundern und sonstigem esoterischen Gedöns heranziehen. Ich behaupte mal, dass 99% davon überhaupt keine Ahnung haben, worum es eigentlich geht. Aber hey, wieso picken wir uns nicht einen bestimmten Satz aus einer uns unbekannten, unbewiesenen Theorie eines kaum erforschten Teilgebietes der Physik heraus und beweisen einfach damit unsere Thesen.
Ich gehör zu denen die keine Ahnung haben aber ich rede auch nicht von Quanten. Ich rede nur von dem ich weiß. Soviel das ich mir sicher bin mich nicht zu blamieren.

Ich bin durch mein Studium etwas voreingenommen, was die Naturwissenschaften angeht, aber jeder hat die Möglichkeit mir Argumente entgegenzubringen, die mir bisher nicht erklärbare Phänomene näherbringen könnten. Aber das einzige, was ich als Argumentation lesen kann, ist, dass man erst einmal glauben müsste, um es zu verstehen. Das ist allerdings gar keine Argumentation, sondern eine Endlosschleife.

Ich glaube ein atheistischer Forscher findet die Seele vor allem dann, wenn er sich unvoreingenommen mit jemand wie mir an den Tisch setzt und man gemeinsam überlegt. Denn meine Vorstellung und meine Eigene Erklärungssuche enthält viele Ideen und Denkanstöße die ihm helfen, welche die er alleine ohne Glauben nicht hätte.
Ihr alle findet eure Seele dann wenn ihr den Glaube akzeptiert und für voll nehmt. Vielleicht entsteh eine Seele eben auch wie ein gedachtes Bild im Kopf: Es ist erst da wenn ich glaube. Bleibt doch mal unten und denkt einfach nach.
Und wie will man als Forscher was finde von dem man stur behauptet das es nicht existent ist/sein kann auch wenn man das doch noch gar nicht sicher sagen kann?

Auf die Ausgangsfrage des Threads kann jeder antworten. Aber an einer vernünftigen, konstruktiven Diskussion kann niemals ein Gläubiger beteiligt sein. Wer jetzt meint, mir schreiben zu müssen, dass ich ja auch an etwas glaube, nämlich an die Naturwissenschaften, der soll sich noch mal alles durchlesen und wird dann feststellen, dass Glaube nicht gleich Glaube ist. Ich bin glaubend, nicht gläubig.
Wenn du das ernst so meinst, dann bin ich dir nicht gläubig genug oder du erklärst den vorherigen Absatz von mir zum Schwachsinn. Aber wenn du das tust dann sei sicher das das auf Gegenseitigkeit beruht. Denn auch ein Atheist kann radikal und fundamentalistisch oder fanatisch sein. Und dann wird ungesund – und schwachsinnig.


PS: Ich weiß das es schwer ist immer genau zu differenzieren, aber ich lass mich eben ungern mit in die Masse drücken. =)
 
So… erstmal vorweg – die meisten haben diese Diskussion schon aufgegeben, vermutlich wohlweißlich.
Ist eine Glaubendiskussion geworden. Hab ich keinen Bock drauf. Ich bin Atheist und glaube an eine Seele. Was geht mich ein Gott an? Nö.... den brauch ich nicht.

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Derweile erzählen wir unsern Kindern, entgegen aller Logik, etwas vom Weihnachtsmann und Märchen. Jahre später... April April... alles nur Qautsch. Selber Schuld wenn du dran glaubst. :daumen:

Mit der Höhlenmalerei hatts halt angefangen mit der Seele auzudrücken. Heute verkauft man seine Seele für einen Euro mehr die Stunde. Wenn nicht, kommt der 1€ Job. Am Ende geht man zum Seelenklemtner, weil Zuckbrot und Peitsche auf Dauer nicht funktioniert, krank macht. Daran kann auch ein Gott nichts ändern. Der Arbeiteber mutiert hier zum Teufel der Moderne. Und jetzt will man den Leuten auch noch die Seele ausreden.:daumen:

Hach ja... das Leben... eine einzige Einbildung. Ein Teufelswerk. 😀

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Eine Seele glaubt an sich selber. Um mehr geht es doch garnicht. Damit glaubt der Mensch an sich selbst.


LG...
abendtau
 
Eine Seele glaubt an sich selber. Um mehr geht es doch garnicht. Damit glaubt der Mensch an sich selbst.

So ganz schlicht hab ich das noch nie gesehen. =) Aber stimmt, solange man dran glaubt. Ich hab mich nie gefragt ob das mein Kern ist, also ob ICH das bin, ob ich meine Seele bin. Jetzt wo ich so zurückdenke... Ich vermute das ich auf sowas nicht komme weil es zu offensichtlich sit. Es ist da und es ist gut als guck ich es nicht genau an und belasse es dabei.
Ein Beispiel: (Hab mehr Erfahrung mit schlechten Gefühlen): Wenn ich Trauer und Sehnsucht empfinde, sehr stark, dann bildet das einen nicht in Organen oder Glidmaßenn lokalisierbaren Schmerz zwischen irgendwo zwischen und um Das Brustbein, der aus meinem Innern zu kommen scheint. Manchmal wenn es stark ist schmerzt die Brust/der Bauch und die Hände und Unterarme wenn sie nah dran sind. Wie ein Feld aus Schmerz und alles was von meinem Körper nah genug ist schmerzt. Áls wäre der Körper zwar Quelle aber nicht Grenze. Ich muss dazu sagnen das ich abnormal stark und intensiv empfinde/fühle, (ist dann sehr gefährlich).

Für mich ist das normal. Ich weiß nicht wie es anderen geht. Aber wenn ein Gefühl negativ ist hat auch mein Körper Schmerzen, sozusagen. Von einer psychischen Ursache gehe ich nicht aus, da meine Grundzustand und meine Grundeinstellung dazu sich mit den Jahren imme wider stark verändert hat.

Ich hab mich nie so richtig gefragt was das ist. Auch wenn es unerträglich ist manchmal. Wenn es stark ist fühlt es sich an als würde man etwas quer durch mein Inneres stechen, wie ein Schwert zum Beispiel.

Irgendwann habe ich für mich zwar festegelegt das das meine Seele ist die leidet. Aber als direktes ICH und als Kern meiner selbst hab ich es nie gesehen. Kann aber auch sein das ich aufgrund meiner Gewalterfahrung dauerhaft zu sehr neben mir stehe als das ich mich darin fühle. Es ist immer wie eaus einer Distanz. Vllt hat mich das die letzen Jahre auch oft vor Schlimmerem bewahrt. Ich habe meien Seele immer als etwas vom Verstand oder von den Gedanken gelöstem empfunden. Erreichen kann ich sie indem ich mit Gedanken geziehlt Gefühle auslöse.

Ich kann da viel probieren und an mir beobachten, aber ich kann mich, wenn mein Kopf nicht eine klare Richtung hat, in Gefühlen verstricken und weiß nicht mehr dann im schlimmsten Fall welche echt sind und welche vorgestellt.
Ängste sind dann tötlich. Ich fühle etwas als wäre es passiert auch wenn ich mir nur überlege das es passieren könnte. =/
 
Für mich ist das normal. Ich weiß nicht wie es anderen geht. Aber wenn ein Gefühl negativ ist hat auch mein Körper Schmerzen, sozusagen. Von einer psychischen Ursache gehe ich nicht aus, da meine Grundzustand und meine Grundeinstellung dazu sich mit den Jahren imme wider stark verändert hat.
Wenn die Seele/Psyche krankt, äußert sie sich über den Schmerz um sich bemerkbar zum machen. Psychosomatischer Schmerz kann bis hin zum Herzinfakt gehen.

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Genau wie Schüchternheit krank macht. (Buchempfehlung) Unsere Seelen brauchen einander, wir sind nun mal keine Einzelgänger. Vielleicht fällt es uns dehalb so schwer das eigene Leben einfach zu beenden.
Die Religionen usw. werden auch das erkannt haben, aber die Seele erfunden? Nein. Das will und kann ich nicht glauben. Denn wäre ich auf einsamen Insel aufgewachsen, gäbe es keine Kirche. Sondern Einsamkeit die krank macht.

Wenn Gläubige meinen Moral und Vernuft kommt und geht nur mit Gott, sorry.... ohne Worte.... das ist Wunschkonzert.
Die kindliche Moral kommt sicher nicht von einem Gott oder Religion. Dafür ist der Verstand und die Vernuft logischerweise viel zu klein/ungewachsen/unerfahren.

Die Kidis so früh wie möglich in die Kirche zerren und /oder sie einfach ungefragt beschneiden, ist für mich Ausdruck von Macht und Egoismus des Menschen um Menschen gefügig zu machen bzw. an den eigenen Glauben, mittel Familienband, zu binden. Nichts mit Glaubensfreiheit.
Mit sowas will ich nix zu tun haben! Dann wollen die mir heute noch missionarisch was von Moral erzählen. Das ich nicht lache. So als wären Atheisten grundsätzlich dumm oder zu blöde und unmoralisch.
Einziger Trost, sowas passiert nur noch selten. Dank meiner Tür die sofort ins Schloß fällt.😀
 
Was wirklich Sache ist, kann der Mensch doch gar nicht erkennen! Und wenn keine Beweise in die eine oder andere Richtung möglich sind, dann muss der Mensch glauben (weil er nicht wissen kann). Und dann gibt es eben einen sinnvollen und vernünftigen oder einen unsinnigen Glauben. Es geht beim Glauben nicht um Wissen, sondern darum, wie man mit Unwissenheit vernünftig umgeht!

lieber manuel da hast du mich offenbar völlig falsch verstanden. vielleicht habe ich mich nicht eindeutig ausgedrückt. ich habe überhaupt kein problem damit, wenn du sagst, dass du deinen glauben sinnvoll und vernünftig als kompensation für unwissen heranziehst. das ist legitim. man mus dabei nur aufpassen, dass man sich keinen lückenbüßergott bastelt..aber das ist ein anderes thema.
worauf ich hinaus will ist, dass du der festen überzeugung bist, dass es unvernünftig wäre nicht an die seele zu glauben. das stimmt einfach nicht. ich glaube nicht daran und verhalte mich dennoch ethisch. e beeinflusst mich in keiner weise. ob man daran nun glaubt oder nicht ist weder vernünftig noch unvernünftig. das ist was ich rüberbringen wollte.

Im Fettgedruckten klingt das an, was ich im letzten Absatz gesagt habe. Es geht aber nicht um Gefallen, sondern um Vernunft.

eben!

zum zweiten absatz: lächerlich. das sind einfach zwei hypothesen, die du aufstellst, die du aber nicht belegen kannst.
dass nichts mehr wert hätte, wenn es keine seele gäbe ist keine tatsache, sondern eine deiner vorstellungen.

Was ist denn wertvoller als ein Mensch, der sich mit aller Kraft um das Gute bemüht?

so gut wie nichts. aber das ist kein widespruch, denn dazu ist keine seele nötig. das wäre wieder nur eine behauptung.

"ohne seele gäbe es keine moral" ist ebenfalls nicht richtig. lediglich eine behauptung. moral kann man auch ganz ohne das konzept der seele ableiten- und das sogar, so paradoxes klingt, aus völlig egoistischen erwägungen heraus.

Eine egoistische Moral ist ein logischer Widerspruch.

das ist falsch. ich habe nicht ohne grund auf den herrn solomon verwiesen. das thema ist nicht ganz einfach aber letztlich lässt sich aus rein logischen schlussfolgerungen die moral und sogar die ethik ableiten. allerdings weiß ich nicht, warum die moral dir so wichtig ist. die ethik ist doch viel wichtiger. moral orientiert sich an normen und konventionen. beide können menschenverachtend sein. so ist es mancherorts moralisch eine ehebrecherin zu steinigen- ethisch wird es dadurch noch lange nicht.

dein dritter absatz setzt sich selbst ad absurdum. der verstand subsummiert schlichtweg alle sinnvollen gedanken, die dein hirn so produzieren kann. vernunft ist für das individuum sinnvoll, da sie vorteilhafte verhaltensweisen erwirkt und folgerichtig ist die vernunft nur ein abkömmling, ein kleiner teil des verstandes und kann daher auch nicht über ihn hinaus gehen.

Ohne Vernunft keine Moral. Es gibt sehr kluge Menschen mit viel Verstand, die aber nur Böses im Schilde führen und ihre Vernunft nicht benutzen. Daher steht die Vernunft im Wert über dem Verstand. Auch formal: die Vernunft entscheidet auf der Basis der Daten, die ihm der Verstand bietet.

deiner letzer satz sagt schon aus: ohne verstand keine vernunft- somit also kann vernunft im wert nicht über dem verstand stehen.
die menschen die du meinst haben nicht das problem, dass sie unvernünftig sind, sie verhalten sich vielmehr unethisch. welche gründe das hat muss von fall zu fall erörtert werden und kann nicht einfach mit "unvernunft" abgetan werden. darüberhinaus frage ich mich was du mit "böses" meinst. gut und böse sind wieder nur religiöse konzepte, an die man glauben kann aber nicht muss. hier stoße ich also auf ein verständnisproblem und möchte mich daher nicht weiter dazu auslassen.

nun das große ABER: es ist nicht sinnvoll an etwas zu glauben, was andere bereits widerlegt haben. das sollte man im hinterkopf behalten, wenn man diesen wunderschönen und zweifelsfrei richtigen satz verwendet.
darüberhinaus ist zu bedenken, dass dieser satz nicht nur für religiöse menschen, sondern auch für menschen wie mich, den ungläubigen, gilt. wir glauben an die wissenschaft.

a) was ist denn bitteschön widerlegt?
b) an die Wissenschaft muss man nicht glauben, weil es hier ums Wissen geht. Beim Glauben geht es nicht ums Wissen, als muss man glauben. Bitte nicht durcheinander werfen!

a) ich habe nicht versucht etwas zu widerlegen, sondern habe lediglich eine ergänzung vorgenommen. hätte ich das widerlegen wollen, hätte ich widerspruch eingelegt.
b) das ist nicht korrekt. die grundlagen aller wissenschaften sind gewisse axiome, die sich nicht beweisen lassen. an die muss man GLAUBEN, sonst wird das nix mit der wissenschaft. ein schönes beispiel ist die schrödingergleichung. bis heute konnte niemand diese gleichung aus anderen gesetzen ableiten. daher wird sie postuliert. erstaunlicherweise beschreibt sie das was sie beschreiben sehr gut (womit gemeint ist, dass sie mit beobachtungen bestätigt wird), dennoch ist die annahme ihrer gültigkeit kein wissen sondern eher glaube. analog das parallelenaxiom der planimetrie. wie das wort schon sagt ist es ein axiom. absolut nicht beweisbar,d.h. nicht aus einfacheren axiomen ableitbar. somit auch eine frage, ob man es glauben will oder nicht. noch ein beispiel ist die cantor'sche kontinuumshypothese. wieder eine glaubensfrage...ist a eine kardinalzahl größer gleich aleph 0, so gibt es zwischen a und 2^a keine weitere kardinalzahl. das kann man glauben, muss man aber nicht. das ist nicht beweisbar und unabhängig vom rest der mathematik.


ich persönlich trete für die friedliche koexistenz aller religionen mit der wissenschaft ein. es erstaunt mich immer wieder, dass religiöse menschen ihren glauben angegriffen fürchten, weil jemand andere ansichten hat. wären sie sich ihrer sache so sicher, wäre das unnötig. träte die religion etwas souveräner auf, so wäre sie deutlich glaubwürdiger.
ich bemühe mich darum, die religion nicht abwertend zu betrachten, sondern als gleichwertiges modell der welt. ofenbar ist ihr das nich genug und sie versucht stets anspruch auf alleinherrschaft zu erheben. da stellt sich die frage nach der "fairness" die dir "deine vernunft" doch so nahelegt.

Religion und Wissenschaft haben nichts miteinander zu tun. Daher widersprechen sie sich auch nicht. Wir leben als Menschen in beiden Bereichen. Es ist doch überhaupt kein Problem, zB ein gläubiger Wissenschafter zu sein. Zum Thema "Glaube und Wissenschaft" habe ich bereits in diesem Thread geschrieben.

religion und wissenschaft haben sehr wohl etwas miteinander zu tun. beides sind nämlich modelle der wirklichkeit. keins von beiden kann anspruch auf richtigkeit erheben und beide versuchen ihr bestes. es ist nur natürlich, dass sie sich sehr wohl in bestimmten punkten widersprechen- siehe entstehung des lebens. das ist aber garkein problem, schließlich sind es nur modelle. sie können sich gegenseitig odr selbst weder beweisen, noch widerlegen. das ist doch wunderschön. findest du das nicht elegant, dass diese beiden unterschiedlichen modelle einander widersprechen können, ohne sich dabei gegenseitig schaden zuzufügen? ist es nicht eine bereicherung, wenn man sich darüber austauschen kann? ich habe vor ein paa wochen eine wunderbare diskusion mit einer christin über die entstehung des lebens geführt...und wir beide sind zufrieden aus der diskusion herausgegangen. niemand muss das konzept des anderen übernehmen- es geht nur um den austausch, die verdeutlichung und begründung des eigenen standpunktes. ich verstehe nicht, warum man daraus eine art streit machen will.

glaube und wissenschaft widersprechen einander also gelegentlich. damit will ich aber nicht sagen, dass sie einander auschließen- ich stimme dir hier also zu. es sind halt modelle...wer zwei modelle parat hat, der liegt mit höherer wahrscheinlichkeit mal richtig. ist doch eine schöne sache.

ps: die zitate sind mir ineinander gerutscht..aber du weißt ja noch was von dir stammt und was von mir.
 
Hallo Webster!

Danke für Ihren langen Beitrag, der interessante Sachverhalte anspricht!




worauf ich hinaus will ist, dass du der festen überzeugung bist, dass es unvernünftig wäre nicht an die seele zu glauben. das stimmt einfach nicht. ich glaube nicht daran und verhalte mich dennoch ethisch. e beeinflusst mich in keiner weise. ob man daran nun glaubt oder nicht ist weder vernünftig noch unvernünftig. das ist was ich rüberbringen wollte.

Ich habe die Seele als etwas definiert, dass notwendig mit Freiheit verbunden ist: Seele als die Möglichkeit, frei zu handeln. Seele als verantwortungsbestimmte Persönlichkeit. Nimmt man dem Menschen diese Freiheit, kann er nicht mehr moralisch handeln, weil zur Moral Freiheit gehört. Keine Seele, keine Freiheit, keine Moral.

allerdings weiß ich nicht, warum die moral dir so wichtig ist. die ethik ist doch viel wichtiger. moral orientiert sich an normen und konventionen. beide können menschenverachtend sein. so ist es mancherorts moralisch eine ehebrecherin zu steinigen- ethisch wird es dadurch noch lange nicht.

Unter Moral verstehe ich nicht die Ausübung einzelner spezieller Sitten, die zB kulturellen Zufälligkeiten unterliegen. Unter Moral verstehe ich nur eine einzigartige, erfahrungs-, zeit- und kulturunabhängige Einstellung. Moral orientiert sich nicht an Beliebigkeiten oder gar meinen Trieben sondern am moralischen Gesetz, das über die Vernunft zu uns Menschen spricht. Man kann unter diesem Gesetz ganz unterschiedliche Dinge tun (zB aus Gründen des unterschiedlichen Wissens), aber die Haltung als Basis ist dieselbe.

Moral ist nie menschenverachtend, weil gerade durch sie das wertvollste im Menschen befördert wird.

deiner letzer satz sagt schon aus: ohne verstand keine vernunft- somit also kann vernunft im wert nicht über dem verstand stehen.
Die Grundelemente einer Sache sind nicht notwendig besser als die Gesamtheit, die sich durch diese Elemente zusammensetzt. Nach Ihrer Logik wäre die Zelle wertvoller als unser Gehirn. Macht irgendwie keinen Sinn!

So wie der Verstand unter anderem auf den Daten unserer Sinneseindrücke aufbaut, baut die Vernunft auf den Daten des Verstandes auf. Man erkennt eine Art Hierarchie. Und wenn die Vernunft sich zB konkret dafür entscheidet, einem Hungernden Nahrung zu geben, so ist dies wertvoller als irgendwelche kühlen Verstandesleistungen. Der Verstand ist blind für Ethik oder Moral. Ein Mathematiker braucht Verstand, aber keine Vernunft. Das Lösen von Gleichungen hat noch keinen Wert an sich. Erst mit Hilfe der Vernunft können Ergebnisse verstandesgeleiteten Denkens moralisch fruchtbar werden, zB wenn ich einem Unfallopfer aufgrund meiner medizinischen Kenntnisse helfe.

die menschen die du meinst haben nicht das problem, dass sie unvernünftig sind, sie verhalten sich vielmehr unethisch. welche gründe das hat muss von fall zu fall erörtert werden und kann nicht einfach mit "unvernunft" abgetan werden.
Wer sich an seine Vernunft hält, handelt moralisch. Welchen Grund soll es denn sonst für Amoral geben?

darüberhinaus frage ich mich was du mit "böses" meinst. gut und böse sind wieder nur religiöse konzepte, an die man glauben kann aber nicht muss. hier stoße ich also auf ein verständnisproblem und möchte mich daher nicht weiter dazu auslassen.

Gut und Böse sind moralische und keine religiösen Kategorien. Die Religion greift lediglich diese aus der Moral stammenden Begriffe auf und macht sich Hoffnung oder Befürchtung aufgrund des jeweiligen Verhaltens des Menschen im Hinblick auf diese Kategorien.

Gut und Böse sind übrigens keine "Konzepte" sondern Realität. Jeder Mensch mit Vernunft weiß sofort, was gut und was böse ist - jeder zwölfjährige. Und dazu braucht man keine Religion.

a) ich habe nicht versucht etwas zu widerlegen, sondern habe lediglich eine ergänzung vorgenommen. hätte ich das widerlegen wollen, hätte ich widerspruch eingelegt.
b) das ist nicht korrekt. die grundlagen aller wissenschaften sind gewisse axiome, die sich nicht beweisen lassen. an die muss man GLAUBEN, sonst wird das nix mit der wissenschaft. ein schönes beispiel ist die schrödingergleichung. bis heute konnte niemand diese gleichung aus anderen gesetzen ableiten. daher wird sie postuliert. erstaunlicherweise beschreibt sie das was sie beschreiben sehr gut (womit gemeint ist, dass sie mit beobachtungen bestätigt wird), dennoch ist die annahme ihrer gültigkeit kein wissen sondern eher glaube. analog das parallelenaxiom der planimetrie. wie das wort schon sagt ist es ein axiom. absolut nicht beweisbar,d.h. nicht aus einfacheren axiomen ableitbar. somit auch eine frage, ob man es glauben will oder nicht. noch ein beispiel ist die cantor'sche kontinuumshypothese. wieder eine glaubensfrage...ist a eine kardinalzahl größer gleich aleph 0, so gibt es zwischen a und 2^a keine weitere kardinalzahl. das kann man glauben, muss man aber nicht. das ist nicht beweisbar und unabhängig vom rest der mathematik.
Es ist schon sehr abenteuerlich, der Wissenschaft ihr Wissen abzusprechen. Die Wissenschaft weiß vieles, wie Sie selbst wissen 🙂. Die Wissenschaft bekommt Züge des Glaubens, wenn sie an ihre Grenzen stößt. Wissen ist eben nicht Glauben. Man darf diese Bereiche einfach nicht vermischen.

religion und wissenschaft haben sehr wohl etwas miteinander zu tun. beides sind nämlich modelle der wirklichkeit. keins von beiden kann anspruch auf richtigkeit erheben und beide versuchen ihr bestes. es ist nur natürlich, dass sie sich sehr wohl in bestimmten punkten widersprechen-
Ich sehe keinen Widerspruch zwischen einer vernunftorientierten Religion und der Wissenschaft. Solche Widersprüche entstehen nur dadurch, dass sich ein Bereich in den des anderen einmischt.

siehe entstehung des lebens. das ist aber garkein problem, schließlich sind es nur modelle. sie können sich gegenseitig odr selbst weder beweisen, noch widerlegen. das ist doch wunderschön. findest du das nicht elegant, dass diese beiden unterschiedlichen modelle einander widersprechen können, ohne sich dabei gegenseitig schaden zuzufügen? ist es nicht eine bereicherung, wenn man sich darüber austauschen kann? ich habe vor ein paa wochen eine wunderbare diskusion mit einer christin über die entstehung des lebens geführt...und wir beide sind zufrieden aus der diskusion herausgegangen. niemand muss das konzept des anderen übernehmen- es geht nur um den austausch, die verdeutlichung und begründung des eigenen standpunktes. ich verstehe nicht, warum man daraus eine art streit machen will.

glaube und wissenschaft widersprechen einander also gelegentlich. damit will ich aber nicht sagen, dass sie einander auschließen- ich stimme dir hier also zu. es sind halt modelle...wer zwei modelle parat hat, der liegt mit höherer wahrscheinlichkeit mal richtig. ist doch eine schöne sache.
Ganz wichtig: Glaube und Wissenschaft sind nicht zwei Modelle, die um die Erklärung derselben Sache streiten. Beide streiten nicht miteinander, weil sie von Haus aus unterschiedliche Bereiche bearbeiten: die Wissenschaft die Natur und der Glaube die Metaphysik. Das macht den Unterschied zwischen Glaube und Wissenschaft aus.
 
Ich habe über ihn geschrieben (Atomtheorie) und er war Athesist.... 🙂
Also her mit ihm!😉

Lese ich doch nicht!

Falls Du Atheist meinst...

Eben!!🙂

Ich hatte in diesem Thread teilweise leider den Eindruck, dass Gläubige
Atheisten generell eine Seele absprechen, da sie nur ihre gläubige Seele
kennen - und für sie die [ungläubige] menschliche Seele als solche gar nicht existiert.
(Wobei es ja auch möglich ist, durchaus an etwas zu glauben - z.B. Schicksal, Zufall, Magie,
oder was auch immer - was nichts mit Religion zu tun haben muss.


Die Seele ist natürlich nicht an irgendeine Form der Göttlichkeit/Religion gebunden -
Wenn eine Seele existiert - was man glauben mag oder auch nicht - ist sie ein Teil von mir
und Jenen, die sich ihrer bewusst sind/sein möchten!
 

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