Fakt ist:
Da du behauptest, eine Seele existiert, muss du auch beweisen, dass sie existiert! Logisch, oder?
Man kann nicht beweisen was nicht existent ist.
Fakt ist, lieber Rhenus, wer Thesen aufstellt, ist in der Beweispflicht. Und solange du nicht beweisen kannst, dass es keine Seele gibt, ist auch das nur eine These. Ansonsten kann ich deine Haltung nur als Versuch werten, die eigene Meinung als absolut und richtig zu erklären.
Für jemand, der die katholische Kirche so mit Hähme und Schimpfe überschüttet, verwendest du ihre Argumentationstaktik sehr geschickt. So weit seid ihr gar nicht auseinander.
Als jemand, der sich dem Schamanismus verbunden fühlt, ist es mir egal, ob ich mit den Herrenmenschen-Fantasien einer katholischen Kirche oder mit denen einer Wissenschaft konfrontiert bin.
Obwohl sich die Wissenschaft intensiv bemüht, einen Gott, eine Seele nachzuweisen, gelingt es ihr nicht, daher ist bis zum Gegenbeweis von der Wissenschaft bewiesen, dass es weder Gott noch Seele gibt.
Die Wissenschaft ist auch intensiv bemüht, dunkle Materie nachzuweisen. Da es ihr bis jetzt nicht gelungen ist, dies zu tun, existiert auch keine dunkle Materie? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige Wissenschaftler das anders sehen.
Was die Wissenschaft
vielleicht bewiesen hat, und das auch nur vielleicht, ist die Tatsache, dass sich weder Gott noch eine Seele mit den zurzeit bekannten Werkzeugen der Wissenschaft nachweisen lassen.
Für die Wahrheit einer These, ist immer der beweisbare Stand der Wissenschaft, maßgebend. Der Rest ist eben "Glauben" oder allenfalls Annahmen!
Du sagst das so, als wäre Glauben etwas Schlimmes. Hätte es nicht immer wieder Wissenschaftler gegeben, die an sich und ihre Visionen geglaubt hätten, sähe die Welt heute ganz anders aus. Ohne Glauben kann man sich nicht entfalten; was ich in der Tat an einigen Menschen in diesem Forum beobachte.
Und das eine Seele mit der Liebe gepaart sein soll, dies erscheint mir sehr fragwürdig.
Dann muss es im Umkehrschluss so sein, dass böse Menschen keine Seele haben...?
Haben Menschen, die schreckliche Dinge tun, keine Seelen?
Nun, man könnte auch sagen, dass böse Menschen ihre Seele verleugnen.
Diskutieren kann man nicht auf Basis von könnte, wäre, hätte, vielleicht.
Diskutieren kann man
überhaupt nur auf der Basis von könnte, wäre, hätte und vor allem vielleicht. Sonst wäre eine Diskussion überflüssig.
Sich gegenseitig Positionen um die Ohren zu hauen, so wie du und einige andere dies tun, ist tatsächlich sinnlos. Diskussion lohnt sich nur da, wo Offenheit herrscht. DAS aber ist in diesem Forum ganz sicher nicht der Fall und darum haben viele Leute für sich entschieden über sich und ihre Erfahrungen zu schweigen. Das ist dein Verlust. Du könntest hier vielleicht sogar das eine oder andere dazulernen. Aber ich habe eh den Eindruck, dass du wenig Interesse daran hast.
Na ja, aber das geht in die alte Richtung: Wir Gläubigen und Seelengläubigen sind die armen Verfolgten. So agieren sonst nur Nazis. ( Wenn man die Strategien miteinander vergleicht ) Dem ist aber nicht so. ) Glauben und Glauben an alle möglichen Dinge genießen in diesem Land noch immer eine überraschend große Freiheit. In anderen Ländern ist das weitaus einegschränkter. ( Trennung von Staat und Kirche )
Und selbstverständlich respektiert ein Ungläubiger das sich andere Leute - ohne jeden Beweis - sich irgendwelche Dinge ( ich sage immer scherzhaft: Krüken ) zurechtlegen und zurechtbasteln mit denen sie glauben besser durchs Leben zu kommen. Das ist in Ordnung.
Aber sich auf eine "Verfolgtheit" zu berufen ist lächerlich.
Für Religion, Seele und Co. gilt eben das was im übrigen Leben - und das auch von Gläubigen anerkannt wird - gilt: Beweisen muß derjenige, der behauptet. Und wenn man da unverständlcihes Zeug brabbelt, muß man eben auch mit Contra rechnen.
Ein gelungener Beitrag in der Kategorie: So geht Intoleranz!
Drehen wir die Sache mal um: Man könnte auch behaupten, dass die Menschen, die für alles einen Beweis brauchen, die es anfassen, riechen, schmecken, verstandesmäßig einordnen müssen, im Herzen und Bauch blockiert sind. Dort aber liegen die eigentliche Wahrheiten. Wer mit sich selbst verbunden ist, braucht keine Wissenschaft.
Im Schamanismus entdecke ich immer wieder so etwas wie ... nennen wir es "Seelenwissen". Dinge, von denen die Wissenschaft im 21. Jahrhundert eben mal eine Ahnung bekommt, ist den indigenen Völkern schon seit Jahrtausenden bekannt. Gerade in der Psychologie tauchen immer wieder Therapeuten mit ganz neuen Methoden, ganz neuen Ideen auf. Wenn man sich dann aber mit Schamanismus ein wenig auskennt, erkennt man, dass sie im Grunde alle das Rad neu erfinden. Schade aber auch, dass sie in ihrer Arroganz gefangen sind, sonst könnten sie gleich an der Quelle klauen. Wäre einfacher und heilsamer. Heilsamer deswegen, weil die Schamanen mit ihren 5.000 Jahre Erfahrungen auch die Gefahren kennen. Und gerade wenn ich da die gute Frau Reddemann mit ihren Fantasiereisen sehe, wird mir ein wenig schlecht!
Wer braucht denn hier wirklich eine Krücke? Der Mensch, der in der Lage ist zu glauben, zu vertrauen, der auf sein eigenes Inneres hört? Oder der Mensch, der darauf angewiesen ist, dass ein ANDERER ihm Beweise vorlegt?
Ich möchte darauf hinweisen, es waren nicht die Indianer, die die Erde in eine vergiftete Müllhalde verwandelt haben; eben weil sie mit dem großen Ganzen verbunden sind, weil sie sich dem großen Geheimnis des Göttlichen verpflichtet fühlen, weil sie Zusammenhänge verstehen, die die Wissenschaft wahrscheinlich in einer Millionen Jahre noch leugnen wird. Krank ist die Welt immer dort, wo Menschen ihre Spiritualität verlieren.
Um auf die Frage nach der Seele zu antworten, das ist im Schamanismus eine völlige Selbstverständlichkeit. Sie ist der schöpferische, der göttliche Teil, der uns mit der Einheit des Ganzen verbindet. Unser jetziges Dasein ist nur ein kleiner Aspekt unserer Seele. Ich glaube nicht nur daran, ich lebe danach. Und die schönsten Augenblicke sind für mich, wenn ich den Menschen, die ich liebe, ein Stück meiner Seele zeigen kann und ich einen Blick auf die ihre erhasche. Das kann man gar nicht in Worte fassen und wohl auch nicht verstehen, wenn man das selbst nie erlebt hat.
Es ist auf jeden Fall sehr traurig, dass viele Menschen so indoktriniert von Kirche und Wissenschaft sind, dass sie die Verbindung zu ihrem wahren Kern, ihrer Seele ganz verloren haben. Es bereichert mein Leben ungemein, die Freiheit zu besitzen, meinen eigenen Weg gehen zu können.
Die Kirche mag das Mittelalter in die "dunkle Zeit" verwandelt haben. Aber die Wissenschaft stand ihr im 20. Jahrhundert in nichts nach. Die Quantentheorie macht Hoffnung, dass die Wissenschaft langsam auf einem humaneren und toleranteren Weg ist - etwas, was die Kirche bis heute nicht geschafft hat.
Tuesday