Sonnenspirale
Neues Mitglied
Hallo in die Runde,
ich bin neu hier und auf der Suche nach Meinungsaustausch zu einer besonderen Situation.
Ich versuche, sie so neutral wie möglich darzustellen.
Wir sind seit circa zwölf Jahren eine Patchwork Familie. Jeder von uns hat zwei Kinder, alle sind erwachsen. Ein Kind meines Mannes hat für ewige Zeiten ausgesorgt, das andere Kind ist über 30 und kommt beruflich und finanziell nicht auf die Beine, hat eine seltene, chronische Erkrankung, die es zeitweise auch sehr schwierig machte, beruflich Fuß zu fassen. Doch hält sie jetzt schon seit geraumer Zeit Ruhe.
Mein Mann und ich haben kurz nach der Ehe jeder ein gleich lautendes Testament gemacht. In diesem Testament sorgen wir in erster Linie gegenseitig komplett für uns im Alter. Jeder von uns hat Eigentum, welches nach dem Tod des letztlebenden an die jeweiligen Kinder fällt. Bis dahin hat jeder den Nießbrauch der Immobilie des anderen. Alles andere Vermögen erhält der länger Lebende.
Mein Mann war schwer krebskrank, ist vor vier Monaten gestorben.
Seine Kinder erhielten das Testament vom Amtsgericht und waren sehr schockiert, dass sie seine Immobilie zwar geerbt haben, aber ich den Nießbrauch bis zu meinem Ableben davon habe.
Sie haben sich angemeldet zu einem Besuch. Ich wusste nicht, dass ihr Anliegen die Besprechung des Testamentes war. An dem Abend folgte eine Aufzählung von Ansichten zu dem Testament. Sie versuchten unaufgeregt ihre Meinung dazu zu äußern. Es wäre unmoralisch und ein Schlag ins Gesicht für sie. Ich sei erst zehn Jahre mit ihrem Vater zusammen , sie ihr Leben lang. Die von Ihnen geerbte Wohnung hätten ihr Vater und ihre Mutter gemeinsam gekauft und nach der Trennung hätte die Mutter diese Wohnung mit Schulden ihrem Ex Gatten geschenkt. Ich hätte mit der Wohnung doch gar nichts am Hut und keinerlei Verbindung dazu. Ihr Vater hätte in meiner Immobilie ganz viel Energie und Zeit reingesteckt. Da ich das Testament mit unterschrieben habe, wäre ich mit dieser Entscheidung einverstanden gewesen. Sie wollen mir nicht unterstellen, ich hätte Einfluss darauf genommen. Das Testament fühlt sich für sie moralisch schwierig an.
Ihr Vorschlag ist die Immobilie zu verkaufen und zu dritteln oder die Mieteinnahmen zu dritteln. Sie finden ihr Brainstorming sehr fair. Niemand habe gesagt, ich solle das Testament ändern.
Es hat sie sehr getroffen, dass wir in all den Wochen nicht einmal darüber gesprochen haben . Sie verstehen, dass ich im Rahmen meiner Trauerarbeit mich noch nicht von Dingen ihres Vaters trennen kann, sind traurig, dass sie für ihre Trauerarbeit nicht gefragt worden sind ob sie etwas von ihrem Vater haben könnten. Ich merkte an, dass mein Vorhaben war und ist ihnen jeweils eine große Kiste mit Andenken fertig zu machen, mir dies aber momentan noch nicht gelänge, ohne einen tiefen Schmerz zu verspüren. Alles wäre noch an seinem Platz, wie vor dem Tod meines Mannes. Sie hätten sich gewünscht, dass ich dies vorher so mit ihnen kommuniziert hätte. „Wir bleiben durch das Testament außen vor, du nicht.“ „Du hast einen gut bezahlten Job, deine Nebentätigkeit und du hast geerbt.“ „ Vielleicht können wir ja alle etwas aus dieser Situation lernen und falls es noch mal eine ähnliche gibt, mit allen Beteiligten an einem runden Tisch besprechen, wie eine gute Lösung aussehen könnte.“
Hinweis von mir:
Mein Mann wollte ausdrücklich, dass ich den Nießbrauch der Wohnung erhalte und das restliche Vermögen mir zu fällt, da meine finanzielle Situation, sobald ich in Rente gehe, komplett anders aussehen wird.
Ich persönlich bin sehr irritiert, ob solcher Kommentare, welche ich hier nicht vollständig aufgelistet habe.
Vielen Dank fürs Lesen, ich freue mich über Feedback.
ich bin neu hier und auf der Suche nach Meinungsaustausch zu einer besonderen Situation.
Ich versuche, sie so neutral wie möglich darzustellen.
Wir sind seit circa zwölf Jahren eine Patchwork Familie. Jeder von uns hat zwei Kinder, alle sind erwachsen. Ein Kind meines Mannes hat für ewige Zeiten ausgesorgt, das andere Kind ist über 30 und kommt beruflich und finanziell nicht auf die Beine, hat eine seltene, chronische Erkrankung, die es zeitweise auch sehr schwierig machte, beruflich Fuß zu fassen. Doch hält sie jetzt schon seit geraumer Zeit Ruhe.
Mein Mann und ich haben kurz nach der Ehe jeder ein gleich lautendes Testament gemacht. In diesem Testament sorgen wir in erster Linie gegenseitig komplett für uns im Alter. Jeder von uns hat Eigentum, welches nach dem Tod des letztlebenden an die jeweiligen Kinder fällt. Bis dahin hat jeder den Nießbrauch der Immobilie des anderen. Alles andere Vermögen erhält der länger Lebende.
Mein Mann war schwer krebskrank, ist vor vier Monaten gestorben.
Seine Kinder erhielten das Testament vom Amtsgericht und waren sehr schockiert, dass sie seine Immobilie zwar geerbt haben, aber ich den Nießbrauch bis zu meinem Ableben davon habe.
Sie haben sich angemeldet zu einem Besuch. Ich wusste nicht, dass ihr Anliegen die Besprechung des Testamentes war. An dem Abend folgte eine Aufzählung von Ansichten zu dem Testament. Sie versuchten unaufgeregt ihre Meinung dazu zu äußern. Es wäre unmoralisch und ein Schlag ins Gesicht für sie. Ich sei erst zehn Jahre mit ihrem Vater zusammen , sie ihr Leben lang. Die von Ihnen geerbte Wohnung hätten ihr Vater und ihre Mutter gemeinsam gekauft und nach der Trennung hätte die Mutter diese Wohnung mit Schulden ihrem Ex Gatten geschenkt. Ich hätte mit der Wohnung doch gar nichts am Hut und keinerlei Verbindung dazu. Ihr Vater hätte in meiner Immobilie ganz viel Energie und Zeit reingesteckt. Da ich das Testament mit unterschrieben habe, wäre ich mit dieser Entscheidung einverstanden gewesen. Sie wollen mir nicht unterstellen, ich hätte Einfluss darauf genommen. Das Testament fühlt sich für sie moralisch schwierig an.
Ihr Vorschlag ist die Immobilie zu verkaufen und zu dritteln oder die Mieteinnahmen zu dritteln. Sie finden ihr Brainstorming sehr fair. Niemand habe gesagt, ich solle das Testament ändern.
Es hat sie sehr getroffen, dass wir in all den Wochen nicht einmal darüber gesprochen haben . Sie verstehen, dass ich im Rahmen meiner Trauerarbeit mich noch nicht von Dingen ihres Vaters trennen kann, sind traurig, dass sie für ihre Trauerarbeit nicht gefragt worden sind ob sie etwas von ihrem Vater haben könnten. Ich merkte an, dass mein Vorhaben war und ist ihnen jeweils eine große Kiste mit Andenken fertig zu machen, mir dies aber momentan noch nicht gelänge, ohne einen tiefen Schmerz zu verspüren. Alles wäre noch an seinem Platz, wie vor dem Tod meines Mannes. Sie hätten sich gewünscht, dass ich dies vorher so mit ihnen kommuniziert hätte. „Wir bleiben durch das Testament außen vor, du nicht.“ „Du hast einen gut bezahlten Job, deine Nebentätigkeit und du hast geerbt.“ „ Vielleicht können wir ja alle etwas aus dieser Situation lernen und falls es noch mal eine ähnliche gibt, mit allen Beteiligten an einem runden Tisch besprechen, wie eine gute Lösung aussehen könnte.“
Hinweis von mir:
Mein Mann wollte ausdrücklich, dass ich den Nießbrauch der Wohnung erhalte und das restliche Vermögen mir zu fällt, da meine finanzielle Situation, sobald ich in Rente gehe, komplett anders aussehen wird.
Ich persönlich bin sehr irritiert, ob solcher Kommentare, welche ich hier nicht vollständig aufgelistet habe.
Vielen Dank fürs Lesen, ich freue mich über Feedback.