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Gesundheitsgefährdene Ruhestörung seit über einem Jahr

Du wohnst im Nachbarhaus? Er hat doch in seinem Haus sicher auch Nachbarn?
Der Nachtruhestörer bewohnt mit Mutter und 2 Brüdern ein komplettes Eckhaus, das 1 Wand gemeinsam mit dem Haus hat, in dem ich wohne. Die anderen 3 Hauswände stehen frei. Hinterm Haus gibt es 100te Meter keine Nachbarn, da ist freies Gelände (Hinterhof, Bach, Wiesen, ...). An den beiden anderen Seiten gibt es Straßen, Vorgärten, ... und erst danach gibt es weitere Nachbarn/Häuser. An diesen 3 Wänden gibt es keine Nachbarn, die den Lärm mitbekommen.

In dem Haus in dem ich wohne, gibt es mehrere Wohnungen. In der Wohnung unter mir wohnt eine alte Frau. Sie sagt, sie hört keinen Lärm vom Ruhestörer. Zwar hört sie wirklich schlecht, aber es kann auch gut sein, dass dort nichts zu hören ist. Wie das funktioniert, kann ich nicht sagen, aber als der Nachtruhestörer bis vor etwa 1 Jahr sein Zimmer 1 Stockwerk höher hatte, habe ich auch nichts von ihm gehört. Dann gibt es noch eine Wohnung über meiner. Dort wohnte ein Mann, der jetzt ausgezogen ist. Warum weiß ich nicht. Vor 2 Wochen ist dort nun ein anderer Mann eingezogen.

Über eine Mietminderung habe ich nachgedacht. Ich will mich mit meinem Vermieter nicht auch noch streiten. Ich habe schon keine Kraft mehr für den Streit mit dem Ruhestörer, da kann ich nicht noch an einer zweiten Front anfangen.
 
O. K. Der Ansprechpartner könnte dann auch die Mutter sein.

Wenn die natürlich wirklich keinerlei Interesse haben, dann bleibt dir nur der Auszug. Mietminderung hilft ja bei Lärm nicht.
 
O. K. Der Ansprechpartner könnte dann auch die Mutter sein.
Ich hab auch mit der Mutter geredet, leider ohne Erfolg. Ebenso die Polizei. Die Mutter macht reumütige "tut-mir-leid"-Bekundungen, verspricht einem, was man hören will und dann ... passiert nichts. 🙁
Die Mutter des lärmenden Nachbarn und seiner 2 Brüder ist Alkoholikerin und auffällig. Sie heul-schreit stundenlang (eine Mischung aus schreien und Wolfsgeheul) sodass die Polizei auch wegen ihr mehrmal da war.
Wenn die natürlich wirklich keinerlei Interesse haben, dann bleibt dir nur der Auszug.
Das ist es, was ich fürchte. Deshalb weiß ich ja nicht mehr weiter! Ich weiß nicht, wie ich eine Wohnungsuche schaffen soll, geschweige denn einen Umzug, die Kündigungsfrist einhalten, bis dahin ist die andere Wohnung weg, die Kaution, ... Mir wird schon schlecht, wenn ich nur daran denke. Ich leide unter Depressionen und Burnout, habe eine kleine Rente und Sozialhilfe. Eine andere Wohnung muss auch dem Sozialamt gefallen. Nachdem ich mich jahrelang aus den Depressionen herausgearbeitet habe, ist es durch die seit 1 Jahr anhaltente Nachtruhestörung und die damit verbundene Belastungen wieder schlimmer geworden! Lärm macht krank! Bei jedem Schreien von ihm und seinen Kumpels erschrecke ich so schlimm, dass mein Blutdruck hochschießt, Ablagerungen in den Arterien lösen sich und bumm ... Schlaganfall im letzen Jahr. Und glaub mir, der Nachbar und seine Kumpels erreichen Lautstärken wie im Fußballstadion!

Eine Besserung in dieser Wohnung scheint aussichtlos. Ein Wohnungswechsel ist quasi das Erste, was jedem einfällt, auch mir. Aber eine Wohnung ist nicht wie ein Fahrrad, ein Paar Schuhe oder ein Auto. Die Wohnung kann man nicht eben mal wechseln, bis man eine gefunden hat, die passt. Wegen meiner Krankheiten bin ich nicht in der Lage, eine Wohnungssuche zu bewältigen. Seit 1 Jahr frage ich bei jeder Gelegenheit bei Freunden und Bekannten, ob jemand eine Wohnung kennt, die zu meinen Belangen passt. Mit "kennen" meine ich, dass jemand tatsächlich die Wohnung und den Vermieter kennt und sagen kann, ob es tatsächlich so ist, wie jeder Vermieter seine Wohnung gerne beschreibt.

Ich habe in meinem Leben schon viele Wohnungen angesehen und einige bewohnt. Diese hier ist die erste, in der ich seit nunmehr 20 Jahren wohne. Ich meine, es wäre einfach blauäugig, wenn ich dächte, "einfach umziehen und alles ist gut". Vielleicht ist die andere Wohnung noch schlimmer!?

Ich hoffe, du verstehst nun, warum ich nicht mehr weiter weiß und Hilfe suche. Auf jeden Fall bin ich froh über deine Vorschläge und die der anderen hier! Wenn jemand weiß, wie man eine Wohnung findet, die auch tatsächlich richtig ruhig ist, ... das wäre wunderbar.
 
Ich würde trotzdem dranbleiben. Polizei, drüben klingeln. Immer wieder mit der Mutter reden.
Die Nachtruhe ist einzuhalten. Das ist natürlich eine ganz blöde Konstellation.

Der Typ ist mit Sicherheit nicht böswillig, aber anscheinend ist er etwas geistig schlicht.
 
Der Typ ist mit Sicherheit nicht böswillig, aber anscheinend ist er etwas geistig schlicht.
Wenn man mit ihm spricht, ist er freundlich und verständnisvoll, er verspricht dir das, was du hören willst. Beim Schiedsmann wurden seine Versprechen schriftlich aufgenommen und er hat unterschrieben. Für ein paar Tage hat er sich gemäßigt, dann nicht mehr. ... Nach 2 Wochen habe ich nachts bei ihm angerufen, er konnte mich kaum verstehen, da seine Kumpels rumgrölten. Dann meinte er, "Tschuldigung, das hatte ich vergessen". Die nächste Nacht das gleiche Theater. Er versteht scheinbar nicht den Ernst der Lage, wollte verhandeln, ab Mitternacht leiser zu sein, seine Kumpels nur jeden zweiten Tag zu sich zu holen, ... In meiner Verzweifelung bin ich auf einiges eingegangen, solange er sich daran hält. Aber auch davon hat er nichts eingehalten.

Ich würde trotzdem dranbleiben. Polizei, drüben klingeln. Immer wieder mit der Mutter reden.
Die Nachtruhe ist einzuhalten. Das ist natürlich eine ganz blöde Konstellation.
Ich danke dir von Herzen! Ich habe nicht die Kraft, das durchzustehen. Wenn man alleine lebt, ist das Rufen der Polizei nicht so leicht. Die haben mich mehr durchleuchtet, als den Nachtruhestörer. Auch habe ich Angst, dass ich dadurch einen weiteren Schlaganfall erleide. Der Stress ist für mich noch höher, wenn die Polizei kommt. Ich würde mich am liebsten verkriechen, wenn das ginge. Es gibt niemanden, der mir beisteht. Ich hatte mich im letzen Jahr sogar an den hießigen katholischen Pfarrer gewandt. Er war sehr verständnisvoll und mitfühlend, so wie man sich jemanden vorstellt, der dir helfen will. ... Leider hat er sich nicht mehr gemeldet. Als ich nach Wochen bei ihm nachfragte, kam "Leider kann ich nichts machen."

Ich werde mich vielleicht noch an den evangelischen Pfarrer (Priester?) wenden.

Ich habe auch beim Sozialamt angerufen, dort gibt es einen sozialen Dienst. Der will sich bei mir melden und einen Termin ausmachen. In der E-Mail stand gleich noch dabei, dass er aber wahrscheinlich nichts ausrichten kann. So langsam gehen mir die Ideen aus. Ein Rechtsstreit dauert ewig, kosten viel Kraft und Nerven und ob er Erfolg hat, ist ungewiss. Im letzen Jahr habe ich für den Schiedsmann ein Lärm-Protokoll geführt. Das will ich nicht nochmal machen! Ein enormer Stress, weil meine Gedanken dann ständig mit dieser Sache beschäftigt waren.
 
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Das klingt ja fast wie bei mir hier...
Lebe seit gut 2 Jahren auch "im Lärm" und kann verstehen, dass es einen krank macht. Mein Nachbar über mir ist ein ähnlicher Zeitgenosse: es ist den gesamten Tag über laut hier.

Man wird leider auch immer empfindlicher, reagiert auf jedes kleine Geräusch und schießt sich darauf ein. Das ist aber leider einfach nicht zu vermeiden. So eine Situation macht krank, das ist klar.

Nach bald über 2 Jahren hier, folgende Eckpunkte:

- Lärmprotokoll führen (wann, wer, genaue Störung)
- ggf. auch mit Handyvideos aufzeichnen
- bei jeder Ruhestörung ab 22 Uhr Ordnungsamt / Polizei informieren
- Miete mindern (in deinem Fall über das Sozialamt erfolgen lassen)
- Vermieter immer wieder anschreiben / ansprechen

Fakt ist: nur der Vermieter der Störer-Wohnung kann Abhilfe schaffen. Habe leider nicht genau rauslesen können, wer das in deinem Fall ist. Eine Unterlassungsklage wird dir wohl nicht viel bringen. Wenn die Vermieter den Störenfried nicht loswerden wollen, hat man eigentlich keine Chance.

Ganz ehrlich: du wohnst zur Miete, die Wohnung ist vom Amt gestellt. Ein Umzug ist in diesem Fall durchaus machbar und einfacher als bei mir (ich lebe im Eigentum).

Bevor du deine Nerven weiter kaputt machst, würde ich gehen. Denn die Aussicht auf eine neue Wohnung (in Ruhe!) schafft wahre Wunder! Alles gute!
 
@tonytomate Sehr geehrter tonytomate, ich will von ihnen nichts mehr lesen! Inhalt wurde gemeldet.

@Lavendelgrau24

Vielen Dank für deine Anteilnahme und deinen Beitrag! Leider mag ich das Forum so nicht nutzen, wenn solche Trolle hier ungestraft posten dürfen! Leider hat sich bisher kein Admin bei mir gemeldet und es gibt auch keine sichtbaren Änderungen. Hingegen beteiligen sich weitere Benutzer, indem sie den Trollen Likes geben. Das dient offensichtlich NICHT der Hilfe, wofür das Forum steht. Es verstößt gegen die Forenregeln und ist NICHT in Ordnung!
 
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WG würde ich nicht empfehlen. Aber dass du da ausziehen musst, ist wahrscheinlich unvermeidbar.
 
Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Ich habe ähhnliches durch, und zwar in absolut JEDER Mietwohnung, in der ich gelebt habe. Immer gab es Mieter die keine Rücksicht nahmen (Drogendealer, Schläger, Alkoholiker, Putzfrauen Samstag morgens um 5 die laute Musik an machen, etc)
Ich habe davon einen bleibenden Tinnitus bekommen, da ich mich oft geärgert habe und mein Blutdruck in die höhe geschnellt ist. Lärm macht krank, das ist nichts neues.
Jetzt ist die Frage was DEINE Lösung sein kann. Meine war es, in ein richtiges freistehendes Haus zu ziehen. Das kann natürlich nicht jeder. Option 1: Gewissenhaft nach einer Wohnung suchen, nach Möglichkeit welche die Neubau oder mordernisiert wurden. Vorher gründlich alles prüfen und abchecken was einem wichtig ist, evtl vorher mit Nachbarn sprechen. Wenn du es dir leisten kannst nicht mitten in einer Stadt zu leben, sollte das gehen.
Das positive dabei: Du hast etwas auf das du dich freuen kannst. Klar, es ist mit einmaligem Stress verbunden. Aber danach hättest du deine RUHE.
Option 2: Weiterhin "damit arrangieren", Protokoll schreiben, sich mit verantwortlichen in Verbindung setzen, täglich weiter in Depressionen verfallen, täglich Polizei rufen, bis Sie dich schon an deiner Nummer erkennen.
Ich habe das alles selber durch. Manche Menschen brauchen auch mehr Ruhe als andere. Ich zähle mich dazu. Man kann so eigentlich nicht glücklich werden.

ps:Klar, dein Nachbar hat ein Recht auf sein Leben und so wie er es will, aber DU hast auch Recht auf deine Ruhe. Es gibt nicht umsonst RUHEZEITEN.

Ich persönlich würde mich SCHÄMEN wenn ich wüsste, es ist Mittwoch Nacht um 3 und ich LACHE lautstark und benehme mich wie eine dumme unerzogene D*******, nehme keine Rücksicht auf eventuelle Menschen die Ihre Ruhe brauchen von der Arbeit, zu der ich mit meinem Fetten A**** nicht in der Lage bin. Peinlich. Aber jeder hat das Recht drauf eine dumme F*tze zu sein. ;-)
 
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