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Gesetz oder doch was anderes?

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Die Gesetze spiegeln nur den Geisteszustand der Volksvertreter wieder, die lieber an den Symptomen rumdoktern als die Ursachen zu beseitigen.

Wäre doch besser, wenn alle niedrigere Steuern zahlen, aber es dafür keine Erstattungen mehr gibt, denn dann fällt jede Menge Arbeit weg.

Aber vielleicht sind die Steuern auch so hoch, weil immer weniger Menschen arbeiten, die immer mehr Erwerbsuntätige durchschleppen müssen.
 
@ Landkaffee, Eigenes Empfinden bestimmt schon nicht unwesentlich unser Verhalten, gerade bei Konfrontationen mit Recht oder Gesetzen.

Sich entsprechenden Vorgaben zu widersetzen kennen wir z.B. im Zusammenhang Befehlsverweigerung oder auch bezogen auf Notwehrsachverhalte.
Gerade bei derartigen Fragen wird logischerweise auf einen Grundkonsenz, die Moral betreffend gebaut.

@ hasenfuß, es gäbe sicher Möglichkeiten gerade die Steuergesetzgebung wesentlich zu vereinfachen, der "Bierdeckel von Merz" geistert mir durch den Kopf, ... aber es scheint leider andere Interessen zu geben (?).
 
Die Frage von Prophet71 fand ich schon länger interessant. Wann darf man Gesetzen widersprechen? Diese Frage sahen wir zuletzt im Falle von Ägypten.

Es gibt eben auch Gesetze, die einfach unsinnig sind. Wenn die Freiheit des Einzelnen mit der Freiheit aller in Harmonie gebracht wird durch das Gesetz, ist das schon mal eine Formel, gegen die man wenig sagen kann.

Ansonsten würde ich sagen, dass das eigene Gewissen über jedem Gesetz steht. Das meinte ich unter anderem mit der Priorität der Moral über dem Gesetz. Gesetze regeln die Natur, Moral die Freiheit.
 
Wie heißt es so schön ?
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht."
Ich zitiere hier lediglich einen ehemaligen Bundespräsidenten.
Aber wessen Moral und Rechts-,bzw. Unrechtsverständnis legen wir dabei zu Grunde?
Da herrscht ja wohl nirgends Einigkeit.
Darum geht es bei uns nach Mehrheitsentscheidungen in einer repräsentativen Demokratie.
Welche an sich durchaus hinterfragt werden darf.
 
Wie heißt es so schön ?
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht."
Ich zitiere hier lediglich einen ehemaligen Bundespräsidenten.
Aber wessen Moral und Rechts-,bzw. Unrechtsverständnis legen wir dabei zu Grunde?
Da herrscht ja wohl nirgends Einigkeit.
Darum geht es bei uns nach Mehrheitsentscheidungen in einer repräsentativen Demokratie.
Welche an sich durchaus hinterfragt werden darf.

Hallo Wapiti!

Bei der Moral sehe ich das so: man kann in der Tat ganz unterschiedlich handeln. Das liegt zB daran, dass man über ein unterschiedliches Wissen verfügt.

Aber!!!: es kommt auf die Gesinnung an! Man sollte sich einfach maximal anstregen, das beste zu tun. Der Gute Wille entscheidet über die moralische Qualität einer Handlung und nicht das Ergebnis oder die Art der Durchführung.

Es kommt also eher auf die Form als auf den Inhalt einer Handlung an - jedenfalls unter dem Blickwinkel der moralischen Perspektive.
 
Wie heißt es so schön ?
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht."

Na da kann ich noch was anderes von Thomas Jefferson zitieren:

"Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt; die Wahrheit steht von alleine aufrecht".

Und in Hinsicht der Gesetze, oder besser gesagt wie man sie verbiegen kann, ist da doch heute noch gegeben. Wenn ich bedenke wie von gewissenlosen Winkeladvokaten mitunter die Gesetze derart verdreht und verbogen werden, daß man zum Beispiel einen mißliebigen Mitbürger daraus "einen Strick drehen kann" ist es schon bedenklich. Lügner und Betrüger wissen wie sich sich die Gesetze nach ihrem Maße zurechtschneidern. Gewisse Gesetze sollten da also einfach mal eindeutiger sein, und zwar daß es kein "eventuell, naja, aber nach § So und so....." gibt.

Viele Grüße

Lumpi
 
Hallo Wapiti!

Bei der Moral sehe ich das so: man kann in der Tat ganz unterschiedlich handeln. Das liegt zB daran, dass man über ein unterschiedliches Wissen verfügt.

Aber!!!: es kommt auf die Gesinnung an! Man sollte sich einfach maximal anstregen, das beste zu tun. Der Gute Wille entscheidet über die moralische Qualität einer Handlung und nicht das Ergebnis oder die Art der Durchführung.

Es kommt also eher auf die Form als auf den Inhalt einer Handlung an - jedenfalls unter dem Blickwinkel der moralischen Perspektive.



Aber manchmal kann man mit gutem Willen allein auch viel Schaden anrichten. Denn auch was das Beste ist,ist häufig zu recht strittig und darüberhinaus von unterschiedlichen Interessen bestimmt.
Ethische ( Moral ist für mich ein fragwürdiges Wort, weil zu oft die
katholische Sexualmoral daranhängt) Prinzipien zu haben und dann auch noch zu leben ist eine schwere und vielleicht sogar unlösbare Aufgabe für uns Menschlein.
Und was nutzt es letztlich,es zwar immer gut zu meinen,aber nichts zu erreichen ? Wird die Welt dadurch besser?
 
Na da kann ich noch was anderes von Thomas Jefferson zitieren:

"Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt; die Wahrheit steht von alleine aufrecht".

Und in Hinsicht der Gesetze, oder besser gesagt wie man sie verbiegen kann, ist da doch heute noch gegeben. Wenn ich bedenke wie von gewissenlosen Winkeladvokaten mitunter die Gesetze derart verdreht und verbogen werden, daß man zum Beispiel einen mißliebigen Mitbürger daraus "einen Strick drehen kann" ist es schon bedenklich. Lügner und Betrüger wissen wie sich sich die Gesetze nach ihrem Maße zurechtschneidern. Gewisse Gesetze sollten da also einfach mal eindeutiger sein, und zwar daß es kein "eventuell, naja, aber nach § So und so....." gibt.

Viele Grüße

Lumpi

Da hast du völlig recht. Dazu darf man nicht die Entstehungsgeschichte unserer Gesetze vergessen. Man muß immer fragen, wem sie nutzen. Dienen sie dem Schutz des Eigentums , dem Schutz der Freiheit, der körperlichen Unversehrtheit?
Auch Gesetze selber darf und muß man in Frage stellen. (Seit ich denken kann,habe ich alles und jedes in Frage gestellt und mir damit einen Haufen Ärger eingehandelt)
Gesetze sind die Grundlage von Machtstrukturen.
 
Nehmen wir als Beispiel die Flüchtlingspolizei und diese Eu-Beschlüsse ,,Dublin 2"

Ich denke, gerade in solchen Fällen, sollte man nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn man Menschen nicht strikt zurück ins Meer schickt, wo sie vielleicht sterben.

Es ist in vielen Fällen so und immerhin haben ja hauptsächlich die Leute die uns die Gesetze vorkauen mehr Dreck am Stecken als wie es jemals haben werden.
 
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