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Neues mögliches Gesetz Wöchentliche Höchstarbeitszeit 48std

Twilight

Aktives Mitglied
Hallo,


Es gibt ja Pläne der Schwarz- Roten Koalition die tägliche Höchstarbeitszeit durch Wöchentliche tu ersetzten.
Was sagt ihr dazu?
Ich bin zwiegespalten fürchte aber es wird von vielen Arbeitgebern ausgenutzt und die Beschäftigten regelmäßig 10 Std am Tag arbeiten zu lassen ohne ordentlich Pause.
 
Ich wusste nicht mal, dass es eine wöchentliche Höchstarbeitszeit in Deutschland gibt. Von daher finde ich solche Pläne jetzt auch unbedeutend.
 
Ich würde mal stark davon ausgehen, dass viele Arbeitnehmer bereits jetzt ein solches Arbeitsvolumen aufbringen.
Für mich war in den 35 Arbeitsjahren die ich vollbracht habe immer klar dass ich nicht einfach den Bleistift fallen lassen kann.
Ich war auch beim Landessportbund wo ich am Wochenende Seminare in Baden Württemberg durchführen durfte/konnte. Da ist eine 70 Stunden Woche schnell da. Dafür gibt es dann irgendwann den Ausgleich. Und? Ich habe als Arbeitnehmer mich an den Gegebenheiten des Arbeitsplatzes orientiert .... wenn mir das zu viel war, dann musste ich den Arbeitsplatz wechseln.

Hat ein Arbeitgeber heute einen großen Produktionsauftrag, dann sollten die Mitarbeiter froh sein, dass dieser Auftrag da ist und entsprechend bewältigt wird - falls es nämlich Zeiten ohne Aufträge gibt.....

Gruß von Grisu
 
Wie kommst Du zu solch einem Schluss?
Pausenzeiten sind gesetzlich geregelt, warum sollte sich daran etwas ändern?
Im Übrigen kann man mit jemandem nur etwas machen, wenn derjenige es mit sich machen lässt.

Aktuell liegt die wöchentliche Höchstarbeitszeit bei 48 Stunden, eine Aufstockung auf 60 Stunden ist unter besonderen Umständen vorübergehend möglich.

Man erhofft sich durch eine Neuregelung mehr Flexibilität, auch für die Arbeitnehmer.
Das Für und Wider ist ziemlich strittig.
Nach einer schnellen Lösung sieht es nicht aus.
 
Na wenn Arbeitgeber unmotivierte Arbeitnehmer haben wollen, die nicht produktiv und kreativ genug sind, dann würde ich sagen: Ja, dann macht es! 😅 Wenn nicht, dann nicht! 🙂 Oder anders: Die Menschen werden sich einfach fragen, wozu sie das alles machen werden... Wozu sich auffopfern, wozu seinen Körper für irgendeine sinnfreie Arbeit kaputt arbeiten? Oder eine andere Meinung: Auch jetzt schon gibt es Überstunden, die werden ja wohl schon noch ausreichen für die Unternehmer!...
 
Man will doch flexiblere Arbeitszeiten, die besonders da wichtig sind wo die Arbeit sehr unregelmäßig anfällt, mal viel und mal wenig. Die Pausen werden im Arbeitsrecht geregelt, um die braust Du Dir keinen Kopf machen. Ausgleiche für Überstunden dito, die werden wahlweise mit Geld oder mehr Freizeit in Flautenzeiten ausgeglichen. Also wo soll da ein Problem sein.
 
Bis 10 h ist ja jetzt schon erlaubt...

Als Schichtarbeiter ist es jetzt schon möglich 9-10 Tage a 8 h arbeiten zu gehen....
Das frei gibt es dann etwas später.

12 h Schichten plus jeweils 1 h hin und zurück= kein Leben an Arbeitstagen.

Wir würden auch keine 12 h Schichten schaffen mit einer Kindbetreuung?
( Hab deshalb schon Jobs abgesagt...)

Fazit nicht so toll bzw schon jetzt teilweise möglich.
 
Die Pausen werden im Arbeitsrecht geregelt, um die braust Du Dir keinen Kopf machen. Ausgleiche für Überstunden dito, die werden wahlweise mit Geld oder mehr Freizeit in Flautenzeiten ausgeglichen. Also wo soll da ein Problem sein.
So schnell und auch einfach sind jegliche andere Gesetze doch auch geändert.
Was genau sollte davon abhalten?

Man will doch flexiblere Arbeitszeiten, die besonders da wichtig sind wo die Arbeit sehr unregelmäßig anfällt, mal viel und mal wenig.
Flexible Arbeitszeiten?
Muss man nicht in manchen Berufssparten (Pflege, Erzieher, Lehrer usw.) froh sein, wenn noch ausreichend Kräfte vorhanden sind?
Da sehe ich dann ganz schnell Gründe um die Gesetze wieder entsprechende anzupassen. S.o.
 
Bis 10 h ist ja jetzt schon erlaubt...
Als Schichtarbeiter ist es jetzt schon möglich 9-10 Tage a 8 h arbeiten zu gehen....
Das frei gibt es dann etwas später.
12 h Schichten plus jeweils 1 h hin und zurück= kein Leben an Arbeitstagen.
Wir würden auch keine 12 h Schichten schaffen mit einer Kindbetreuung?
( Hab deshalb schon Jobs abgesagt...)
Fazit nicht so toll bzw schon jetzt teilweise möglich.
Was machen dann angehende Ärzte mit Bereitschaftsdienst, bei denen 16-Stunden-Tage keine Seltenheit und sogar erlaubt sind? https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/TV_L-42 Die haben null Privatleben und können sich logischerweise auch keine Kinder leisten in dieser Zeit, weil sie für die gar keine Zeit übrig hätten.

Wer aber unbedingt auf 4-Tage-Woche rauswill (bei gleichen und nicht gekürzten Gesamtarbeitszeiten!) muß logischerweise die bisherige feste 10-Stunden-Grenze für die meisten Angestelltenberufe abschaffen. Denn in den 4 x 10 Stunden sind dann noch nicht die vorgeschriebenen Pausen enthalten, die kommen zusätzlich drauf. Macht insgesamt mindestens 11 Stunden plus Fahrtzeiten die noch dazukommen, je nach Fahrtzeit also locker 12 - 13 Stunden je Arbeitstag. Da bleibt dann vom Privatleben an diesen 4 Tagen auch nicht mehr viel übrig. Aber man möchte das ja so, damit man dann als Ausgleich einen freien Tag pro Woche zusätzlich zu den Wochenenden hat.
Egal wie, Abstriche muß man immer irgendwo machen, wenn man anderswo was besseres haben will. Wer weniger als 40 Stunden in den 4 Tagen arbeiten will, bitte, gibt es auch, dann muß halt ein entsprechender Arbeitsvertrag abgeschlossen werden, dann verdient man für 32 Stunden Arbeit auch nur das übliche Gehalt für 32 Stunden.

Flexible Arbeitszeiten?
Muss man nicht in manchen Berufssparten (Pflege, Erzieher, Lehrer usw.) froh sein, wenn noch ausreichend Kräfte vorhanden sind?
Da sehe ich dann ganz schnell Gründe um die Gesetze wieder entsprechende anzupassen. S.o.
Schlechte Beispiele, denn gerade Lehrer und Erzieher müssen zu festen Kernzeiten anwesend sein, sonst stehen die Kinder zuhause vor der Tür wenn die Eltern noch auf der Arbeit sind. Bei Corona hat man ja gemerkt wie die Eltern ins Schleudern kamen, wenn der Staat nicht mehr für die tägliche zeitlich festgelegte Bespaßung des Nachwuchses zur Verfügung stand.
In der Pflege ist flexible Schichtarbeit (mit möglichen Überstunden) seit jeher üblich, weil Kranke und Alte halt auch in der Nacht und an Wochenenden und Feiertagen betreut werden müssen.
Für alle Berufe wo bisher schon sehr viel Flexibilität und individuelle Vereinbarungen zwischen AG und AN galten, ist das geplante neue Gesetz daher ohnehin nur kalter Kaffee. Völlig sinnlos sich darüber zu ereifern.
 

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