ich fahre selber kein auto mehr. wenn, dann gelassen, entspannt. früher war das anders. ich finde es krass, wieviel aggression auf autostrassen (aber auch beim zugfahren, halt anders.. wenn man ein- und aussteigt zum beispiel und die leute die türen verbarrikadieren, sich fast übern haufen rennen um bloss nen platz zu kriegen) ausgelebt wird. ich fahre wegen mir nicht mehr so viel auto, weil ich den nerv nicht mehr dazu habe. drängler, möchtegern wichtigtuer. es ist halt relativ einfach aufs gaspedal zu drücken. früher hatte ich mich auch weniger unter kontrolle, beziehungsweise war auch oft gestresst. hatte mal ein erlebnis, das bei mir zu ner erkenntnis geführt hat.
ich weiss nicht, ob blosse geschwindigkeitsreduktion ausreicht um rücksichtsvolles fahren zu fördern. bezüglich spritverbrauch: natürlich macht es sinn in einem tempo zu fahren, wo wenig sprit gebraucht wird. und auch nicht immer schnell zu beschleunigen und dann abzubremsen.
vielleicht weil man sonst klein im leben ist, man damit nicht umgehen kann, muss man dann beim autofahren seine autonomie "zurückegewinnen". ist natürlich lächerlich.
das letzte mal beim autofahren steckte ich im stau. das war krass, wie die leute dann reindrängeln, rechts überholen, whatever, der ganze stress wird ausgelebt. sind so schlechte vibes. ich ertrag das nicht mehr. will es nicht mehr ertragen. sprüche wie, S**** wieder stau, dabei ist man selber ein auslöser davon. oder wenn man ohne abstand fährt. voll nervös immer alle sekunden bremst und die ganze schlange dann abbremst, dabei war gar nichts. vielleicht haben die leute sonst nichts, oder können mit ihrem stress nicht umgehen.
geschwindigkeitsbeschränkung find ich bezüglich unfallgefahr relevant. bremswege und so. aber das nützt nichts, wenn man dicht auffährt oder wie ein hooligan fährt oder voll gestresst, oder besoffen oder bekifft.
geschwindigkeitsbeschränkung.. könnte man auch so auf der fussgängerzone einführen. bei rushhour-zeiten ist im bahnhof völliges gedränge. manche passen auf, fliessen mit, andere glauben sie seien so wichtig, dass ihnen andere ausweichen müssen, weil sie einfach drauflos laufen.
ich würde eher sagen.. man sollte bewusst fahren. nicht mit wut im bauch. und ohne betäubende drogen im körper. dann ist es egal.. ob 100 oder 150. vielleicht auch ökologisch fahren.
am lustigsten finde ich noch immer, wie das auto zur verlängerung der persönlichkeit wird.
die zwischenmenschliche kommunikation zum erliegen kommt. aber das wiederrum ist auch beim zugfahren sichtbar.
hier in der schweiz ist es usus, dass alle viererplätz zuerst mal voneiner person besetzt werden. also wenn ich reinkomme und es 10 vierer-plätze hat.. dann hockt auf jedem viererplatz eine person. (natürlich nicht bei leuten, die sich kennen, dich hocken zusammen ab). dann steht man da, und ist scheinbar gezwungen, sich zu einem einzelnen dazuzugesellen. wie schwer es leuten fällt kurz hallo zu sagen. sich für kurze zeit zu öffnen, miteinander zu reden, ohne aufrdinglich zu werden.
das ist bei auch bei autofahrern sichtbar. solche die einen mitnehmen und solche die vorbeibrausen und nicht gestört werden wollen.
vielleicht erkennt man am verhalten der auto- und zugfahrer ihre persönlichkeit oder wie sie gerade drauf sind.
drängler könnt ich auf den mond schiessen. aber auch solche die notorisch zu langsam fahren und solche die ängstlich sind und ihr fahrzeug nicht beherrschen. aber schlussendlich ist es egal.
was nicht egal ist: sind unfälle.
viele glauben ja, sie hätten alles im griff beim autofahren. fühlen sich wie erprobte und hartgesottene formel1rennfahrer. oder alte menschen, oder menschen die aufgrund von medikamenten nicht fahren dürften, es dennoch tun. oder total übernächtigt sind und trotzdem fahren.
viele fahren, obwohl sie nicht zu hundertprozent tüchtig dazu sind.
find ich verantwortungslos. da kommt das ich halt in die erste reihe. das persönliche bedürfnis. und die möglichen konsequenzen nimmt man dann in kauf.
ein ehemaliger chef von mir, der schlafanfälle bekam, ist immer gefahren. ich
war die einzige im geschäft, die sich damit und mit ihm auseinandergesetzt hat.
der typ ist bis zum schluss gefahren und fährt noch immer.
das ist dann schlimm, wenn man wie etwas tun muss, obwohl man sich und andere
gefährdet. ich war sogar einmal bei ihm im auto, wo er so einen anfall hatte.
plötzlich fährt das auto auf den pannenstreifen. ich schau zu ihm rüber und
sehe wie er vor sich hin starrt. ich schreie auf ihn ein, versuch ihn zu wecken.
so was ist mir noch nie zuvor passiert. schmeiss mich ans lenkrad.
nach 30 sekunden kommt er wieder zu sich. weiss von nichts. und auch nachdem
ich es ihm verklickert habe tut er so als wäre es harmlos.
wenn da stau gewesen wäre oder gerade dichter verkehr hätte es einen unfall
gegeben.
mittlerweile setzt ja die verkehrserziehung bei den ursachen an. den radarfallen
und bussen helfen nicht. oder regeln. diese werden notorisch verletzt.
bei rasern, die einen kurs beim psychologen besuchen müssen. bei manchen
hilft es.
zurück zum geschwindigkeitsthema.
ich denke, je schneller man fährt, um so sicherer und fitter und konzentrierter
und gelassener muss man sein. wenn man sich nicht im griff hat soll man ein
dreirad fahren und das scheiss auto stehen lassen. wenn man persönlichkeitsprobleme
hat, soll man zum psychologen oder mit guten freunden reden.
mir kommen gerade geistesfahrer in den sinn. auch ein thema für sich.
ansonsten ist autofahren eine nützliche angelegenheit. wie vieles.
mensch muss damit umgehen können.
manche fahren ja gerne. es ist schön, mal vom fleck zu kommen.
dennoch finde ich es oft eine öde angelegenheit. weil obwohl ich ja
fahre, ich eigentlich still hocke.
da bewege ich mich lieber.
und wenn ich mal das auto brauche, dann ist mir bewusst, was ich
davon habe. wie schnell es mich transportieren kann. durch stürme
und was weiss ich. eine mega technische erfindung.
geschwindigkeitsreduktion machen für mich sinn. aber das alleine
reicht nicht aus.
gruss
gastvvv