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Geschwätzige Freundin

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Die_Fragende

Gast
Ich möchte mal gerne einige Meinungen zu folgendem hören:

Eine Frau 40 Jahre nennen wir sie Person A hat zwei gleichaltrige Freundinnen die sich gegenseitig aber nur vom Hörensagen kennen.
Nennen wir sie Nicki und Anna.

Anna und Nicki erzählen der A ihre ganzen Sorgen und Probleme die wirklich sehr persönlicher Natur sind und die man wirklich nur besten Freundinnen erzählt die verschwiegen sind. Nun erzählt A aber der Anna über die Sorgen der Nicki und nennt dabei ALLE Details die wirklich schon fast peinlich sein. Nicki ihr Mann steht in der Öffentleichkeit und ist sehr bekannt. A erzählt der Anna über die Fremdgeherein des bekannten Mannes von Nicki, wie die finanzielle Situation ist, was für Peinlichkeiten es in der Ehe gibt und über sexuelle Probleme und vieles mehr. Als Nicki durch Zufall von der Geschwätzig ihrer Freiundin A erfährt, kündigt sie A die Freundschaft. Übertrieben? Ist das nicht heutzutage normal, dass man anderen Freunden von den Sorgen seiner Freunde erzählt? Bitte um Eure Meinungen
 

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Gastin100

Gast
Hallo,

solche pikanten Details finde ich gehören auch im Detail nicht in das Ohr der besten Freundin.
Gewisse Eheprobleme, Finanzelle Probleme usw. gehen doch nur beide Ehepartner etwas an.
Das man die Freundin involviert, klar, aber doch nir bis zu einem Gewissen Punkt.
Und zwar der Punkt den man ohne sich schlecht zu fühlen auch nach aussen vertreten kann.
So halte ich es.
Wer alles ausplaudert muss sich nicht wundern wenn es weitergetratscht wird.
 
D

Die_Fragende

Gast
Aber ist es denn wirklich so ein Vertrauensbruch, dass man die Freundschaft kündigen muss? Nicki und Anna kannten sich doch nicht. Und mal Handy aufs Herz, wer redet nicht übers andere?
 
G

Gast

Gast
Ist das nicht heutzutage normal, dass man anderen Freunden von den Sorgen seiner Freunde erzählt?
Nein, natürlich NICHT! Und ganz besonders nicht mit der Nennung des Namens bei anderen, die genau wissen, um wen es sich handelt. Das ist ein Vertrauensbruch, der nicht wieder zu kitten ist. Besonders nicht, wenn jemand so ein Verhalten als "normal" ansieht. Bei mir wäre diese "Freundschaft" ebenfalls sofort und ohne klärendes Gespräch beendet.
 

Goldamsel

Mitglied
Hallo,

solche pikanten Details finde ich gehören auch im Detail nicht in das Ohr der besten Freundin.
Gewisse Eheprobleme, Finanzelle Probleme usw. gehen doch nur beide Ehepartner etwas an.
Das man die Freundin involviert, klar, aber doch nir bis zu einem Gewissen Punkt.
Und zwar der Punkt den man ohne sich schlecht zu fühlen auch nach aussen vertreten kann.
So halte ich es.
Wer alles ausplaudert muss sich nicht wundern wenn es weitergetratscht wird.
Im Prinzip sehe ich das auch so, ich finde nur, dass man abwägen muss.
Denn genau die pikanten Details gehören in die Gespräche mit einer sehr guten Freundin, oder überhaupt irgend jemandem, die dazu beitragen, dass man eine Sache, die man anders alleine nicht bewältigen kann, so beschreibt, dass der andere einem dabei helfen kann. Schließlich sind wir als Menschen nicht dazu geboren, alleine durch die Welt zu gehen und alles alleine zu meistern.
Und genau die pikanten Details dürfen weitergegeben werden, die der Helfer-Person dabei helfen, mit einer sehr extremen Sache selbst fertig zu werden, die zwar eine andere Person im Vertrauen erzählt hat, jedoch auch belastend für den Hörer sein können.
Im Extremfall und einer Selbst- oder Fremdgefährdung ist es sogar angemessen, es einer dritten Instanz anzuvertrauen.

Da ich aber nicht davon ausgehe, dass es sich um derart belastendes Material handelt, halte ich diese Geschichte auch für einen extremen Vertrauensbruch, und Grund, sehr enttäuscht von der anderen Person zu sein und sie in Vertrauensfragen künftig mit Vorsicht zu genießen.
Ob es einen sofortigen Beziehungsabbruch oder Kontaktsperre gibt, hängt ein wenig davon ab, wie wichtig diese Person ist, welche positiven Eigenschaften sie noch mitbringt, und ob ein Verzeihen möglich ist.

PS: Nein, es ist nicht normal, Sachen weiterzutratschen. In jedem Fall ist es sehr unschön.
 
D

Die_Fragende

Gast
Es ging nicht um Leben oder Tod.
Hier Beispielhaft die Geschwätzigkeiten:

Person A erzählte über Nicki und ihren Mann, dass sie miteinander schon jahrelang nicht mehr schliefen, die Nicki sich nicht wundern muss das ihr Mann fremdgeht weil sie ihn vor anderen mit Worten entmannt, die Nicki mit dem Handy ihres Mannes heimlich der Affäre ihres Mannes schrieb (selbstverständlich im Namen ihres Ehemannes) um unfrieden zwischen der Affäre und ihm zu schaffen, dass Nicki vom Ehemann trotz der Trennung heimlich finanziell unterstützt wird weil sie sonst nicht klar kommt, dass die Nicki keine schöne Frau ist, die Nicki sich damals umbringen wollte und Person A sdie Nicki viel stärker eingeschätzt hat, dass Nicki über ihren Mann schlecht spricht aber trotzdem mit ihm in den Urlaub fährt und dass der Mann von Nicki vorher auch schon Affären hatte usw.

Das waren im groben beispielhaft die Geschwätzigkeiten.
Ich soll hier raten und weiss selber nicht was ich raten soll. Ich weiß dass Person A aber auch über Anna viel privates erzählt. Selbst A spricht viel über sich und ihre eigenen Affären und bringt diese Männer (die Familie haben ) dadurch auch in Gefahr.

Die Frage ist bis wohin ist Klatsch und Tratsch vertretbar und kann und sollte man mit einer Person wie A befreundet sein?
 

Tyni

Mitglied
Wir hatten vor längerer Zeit mal einen ähnlichen Tread.

Person A scheint wirklich sehr gesprächig zu sein. :)
Trotzdem:
Man kann nicht genau sagen, was richtig oder falsch ist, was gut und böse ist. Jede Persönlichkeit ist einzigartig und lebt andere Ideale. Entweder die passen zu mir oder nicht. Man kann seine Ideale und Vorstellungen dem Anderen nicht wie ein Pullover überstülpen.

Wichtig ist nur zu wissen, was einem gut tut und was nicht und ob man mit dem Verhalten einer Freundin und deren Ansichten und Handeln konform geht oder nicht. Was den einen arg enttäuscht, tangiert den anderen nicht im geringsten.

Wenn sich die Nicki hier maßlos enttäuscht fühlt und Person A die Freundschaft kündigt, ist es ihr gutes Recht. Nicht weil Person A am Ende am höchsten Galgen hängen muss, sondern weil Nicki hier offenbar andere Vorstellungen und Werte hatte, die A nicht erfüllte.

Was für den einen nur rumgetraatsche ist, bedeutet für den anderen den größten und schmerzlichsten Vertrauensbruch. Die Motive sind auch zu hinterfragen und (wie Goldamsel schon richtig sagte) wie wichtig ist mir der Mensch sonst und welche Vorzüge hat er sonst die mich anziehen. Wenn der Mensch an sich liebenswert ist, kann man verzeihen, vorausgesetzt man versteht warum der Gegenüber so handelte.

Wegwerfen geht immer schnell.

Vielleicht redet A nur gerne (wie es scheint) und macht sich wichtig aufgrund von Selbstwertproblemen. Wenn der angerichtete Schaden nicht zu groß ist, sollte man versuchen auch immer das Verhalten des anderen zu beleuchten. Manchmal ist das aber aufgrund des entstandenen Schadens nicht mehr möglich.

Was aber meines erachtens gar nicht geht, ist das konkrete Lästern über eine Freundin.

Schade finde ich persönlich schon, dass heutzutage schneller geredet wird als der Kopf denkt....
 
Zuletzt bearbeitet:
S

Seefahrer77

Gast
Wer die Klappe bei sehr persönlichen, intimen Problemen gegenüber Dritten nicht halten kann, ist kein Freund. Er/sie hat sich als nicht vertrauenswürdige Person erwiesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Goldamsel

Mitglied
Person A erzählte über Nicki und ihren Mann, dass sie miteinander schon jahrelang nicht mehr schliefen, die Nicki sich nicht wundern muss das ihr Mann fremdgeht weil sie ihn vor anderen mit Worten entmannt, die Nicki mit dem Handy ihres Mannes heimlich der Affäre ihres Mannes schrieb (selbstverständlich im Namen ihres Ehemannes) um unfrieden zwischen der Affäre und ihm zu schaffen, dass Nicki vom Ehemann trotz der Trennung heimlich finanziell unterstützt wird weil sie sonst nicht klar kommt, dass die Nicki keine schöne Frau ist, die Nicki sich damals umbringen wollte und Person A sdie Nicki viel stärker eingeschätzt hat, dass Nicki über ihren Mann schlecht spricht aber trotzdem mit ihm in den Urlaub fährt und dass der Mann von Nicki vorher auch schon Affären hatte usw
?
Die schlimmste Verletzung und der tiefste Verrat für Nicki muss sein, dass ihre Freundin nicht nur Informationen weitergibt, sondern diese auch noch negativ kommentiert, und so hinter dem Rücken abfällig mit einer dritten Person redet.
Warum ist Person A mit einer Person befreundet, über die es nur negativen Klatsch zu erzählen gibt, und was sagt das über jemanden aus?
Wenn ich eine Freundin haben möchte, muss ich erst eine Freundin sein. Mit allem was dazugehört.
Wenn Nicki in Erwägung aller Umstände zu dem Schluss kommt, dass es ihr einen persönlichen Gewinn für ihr Leben gibt, weiter mit Person A befreundet zu sein, ist das die richtige Entscheidung für sie, die sie nur alleine treffen kann.
Wäre ich allerdings sie, wäre der Verrat in jedem Fall zu verletzend für mich, als dass ich Person A jemals wieder vertrauen könnte. Vertrauliche Informationen wären also immer unter größter Vorsicht unter Verschluss zu halten. Für mich wäre das keine gewinnbringende Beziehung mehr.
Aber jeder geht mit einer solchen Situation anders um, und kann anders verzeihen.

Ich wünsche Nicki, dass sie nur aufgrund ihres eigenen Bedürfnisses entscheidet und gut mit der Entscheidung leben kann. Und ich wünsche ihr, dass sie (egal wie sie sich entscheidet) dieses Kapitel bald hinter sich lassen kann.
 

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