Ich persönlich finde ja, dass die Schönheit und Macht der Sprache so mit das Größte überhaupt ist. Ohne Sprache kann man kaum etwas tun, aber mit Sprache bleibt dir kaum eine Tür verschlossen.
[Hatte noch ein paar andere Gedanken, aber lasse es vorerst einfach mal so stehen...]
Aber ja, ohne eine Mindestfähigkeit an Sprache, wäre bspw. auch dieser Faden gar nicht möglich.
Johannes 1🤐-18 HFA
Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden. In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen. Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können....
Immer wieder frage ich mich, wie sich dieses Phänomen "Gott" anders formulieren lässt, so, dass man auch als Atheist durchaus etwas damit anzufangen weiß. Ich "denke", rein durch dieses "Denken" werde ich ununterbrochen mit Worten konfrontiert. Im Halbschlaf konzentriere ich mich gern auf diese Worte, sie formen wie aus dem Stegreif Reime, die Begriffe beeinhalten, wo ich googeln muss, weil ich die genaue Bedeutung nicht kenne, beim Googeln aber "wird mir gewahr", hach, dieser Begriff passt wunderbar...
Meine beste Freundin hat Germanistik studiert und zugleich ist sie Spezialistin für Fremdworte. Ich bitte sie öfters, mir das eine oder andere Wort zu übersetzen, denn dies höre ich gerade in dem Zusammenhang, worüber wir gerade reden. Verblüffend..passt perfekt.
Es gab mal eine Zeit, da bat sie ( meine Freundin) bitte, teile mir mit, was du gerade "hörst" und ich ging mit mit diesem Gehörten und "ließ es laut werden" und wir beide lauschten und wunderten uns sehr, welche Reden, welcher Ausdruck, gigantisch.
Man kann das nicht erklären, ich auch nicht. Du? Irgendwer hier? Beethoven war taub und hat dauernd Kompositionen gehört, ebenso, ich kann ständig malen im Kopf, mische meine Farben und male praktisch im Geiste dauernd Bilder und wenn man kleine Kinder beobachten, die machen ähnlich, sie wissen, welche Farbe sie brauchen, jeder Punkt sitzt, sie malen ( so beobachte ich es) wie geführt und psst, sie interpretieren ihr Gemaltes, als ob sie eine Erklärung suchten, die aber offenbar erfunden ist.
Es ist sehr verwunderlich, aber kaum wer staunt noch, es schaut aus, als ob man alles selbstverständlich hinnimmt, all dieses Wunder.