@ Husch: Beim Lesen des Textes sind mir mehrere Stellen aufgefallen, wo du die Situation hättest entspannen können und allen zeigen können, dass du über die Kompetenz verfügst, Probleme zu lösen, unabhängig davon, wer jetzt Schuld hat.
- Wenn mir jemand sagt, dass ich mich um das Geschirr kümmern soll, dann ist es für mich auch klar, dass ich auch mal nach den Gläsern und dem Besteck schauen soll.
- Auch beim Hinstellen der Teller hätte ich kurz nachgeschaut, ob noch was fehlt bzw. ob alles in geforderter Menge verfügbar ist.
- Es hatte sich beim Rausschöpfen des Essens doch sicherlich abgezeichnet, dass das Besteck schneller ausgehen wird, als die Teller. Spätestens da hätte ich einen Kollegen/Azubi dazu gebeten entweder kurz in die Kantine (oder in die Küche) zu rennen um Besteck zu holen oder jemanden bitten, der das Essen weiter austeilt, während du Besteck holst.
Da du das nicht erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass du auch nicht versucht hast, diese Situation zu retten. Als Arbeitgeber sehe ich nur die mangelnde Problemlösungskompetenz und ich würde auch nie auf die Idee kommen, die höherwertigere Aufgaben anzuvertrauen. Letztendlich ist das alles wahrscheinlich ein Teufelskreis. Du bekommst nur die "Drecksarbeit" und hast dadurch wenig motiviert mehr als das Nötige zu tun. Die Vorgesetzten sehen die mangelnde Bereitschaft und die Weitsicht und wollen keine anspruchsvolleren Aufgaben übergeben. Hier möchte ich niemandem die Schuld geben und ich kann auch nicht beurteilen, wer damit angefangen hat. Aber da du in der Nahrungskette in eurer Kanzlei ganz unten stehst, würde ich dir raten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Sei es denn, indem du andere von dir überzeugst, dass du andere Aufgaben übernehmen kannst oder indem du dich anderweitig orientierst.
Dass das Verhalten des Geschäftsführer nicht angemessen war versteht sich meiner Meinung nach von selbst. So geht man als aktive oder passive Führungskraft einfach nicht mit Mitarbeitern um. Genauso fand ich aber dein Verhalten nicht angemessen gegenüber von einem Geschäftsführer, aber wie er in den Wald hinenschreit... 🙂