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Generation Angst?!

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Es scheint sich in unserer Gesellschaft ein Typus zu entwickeln, der primär und fast ausschliesslich auf die Verwirklichung seines eigenen Glücks aus ist.

Diesem Ziel wird alles unterworfen. Dass es neben Glück auch Moral und Werte gibt, die sich nicht mit egozentrischem Glückserwerb vereinbaren lassen, wird ausser Acht gelassen.

Man funktioniert nur noch in einem relativ kleinen abgesteckten Rahmen.

Vor allem wird die metaphysisch-religiöse Komponente vollkommen abgeblendet. Damit reduzieren sich die Betroffenen auf einen funktioniierenden Hamster, der im Rad der Leistungsgesellschaft seinem Glückshappen hinterherjagt. Es bleibt nur noch Fressen und GefressenWerden.

Schade. Der Mensch kann mehr als sich wie ein intelligentes Tier zu verhalten. Der Mensch hat die Pflicht, sich menschlich zu verhalten. Und weil er es nicht macht, bekommt er ein umso schlechteres Gewissen und wird mit seinem puren "Glück" (sagen wir mal "Befriedigung seiner animalischen Bedürfnisse") nicht wirklich glücklich.
 
Es scheint sich in unserer Gesellschaft ein Typus zu entwickeln, der primär und fast ausschliesslich auf die Verwirklichung seines eigenen Glücks aus ist.

Diesem Ziel wird alles unterworfen. Dass es neben Glück auch Moral und Werte gibt, die sich nicht mit egozentrischem Glückserwerb vereinbaren lassen, wird ausser Acht gelassen.

Man funktioniert nur noch in einem relativ kleinen abgesteckten Rahmen.

Vor allem wird die metaphysisch-religiöse Komponente vollkommen abgeblendet. Damit reduzieren sich die Betroffenen auf einen funktioniierenden Hamster, der im Rad der Leistungsgesellschaft seinem Glückshappen hinterherjagt. Es bleibt nur noch Fressen und GefressenWerden.

Schade. Der Mensch kann mehr als sich wie ein intelligentes Tier zu verhalten. Der Mensch hat die Pflicht, sich menschlich zu verhalten. Und weil er es nicht macht, bekommt er ein umso schlechteres Gewissen und wird mit seinem puren "Glück" (sagen wir mal "Befriedigung seiner animalischen Bedürfnisse") nicht wirklich glücklich.
Dazu möchtre ich ssagen: es ist politisch so gewollt. Von wem wohl? ?

Aufruf: Laßt euch nicht steuern und denkt doch bitte mal (selber) nach. Stichwort: Ziviler Ungehorsam.
Man sollte wohl
auch

  • seinen Unmut,

  • seine Erkenntnisse aus dem gesellschaftlichen Sein: überall und immer wieder an passender Stelle (d.h. dort wo gerade ein Beispiel läuft),


    • zum nur halbwegs passenden Zeitpunkt an die gerade greifbaren, anwesenden Zuhörer mitteilen,
    • nicht diesen Unmut ins unermeßliche anwachsen lassen, damit zerstört man sich selber und am Ende dann passiert sowas, wie in Norwegen am 22.07.2011 oder 11.9.2001 in den USA.
Es gibt zwar kleine Gruppen und Grüppchen - Ärzte, Prof., Alt-Politiker (wie H. Schmidt udgl. -), die gegen den professionellen (kommerzionellen) Trend reden, aber wer hört schon auf die paar Vernünftigen? Die Lobby derer, die DAS Steuer in der Hand halten, ist mächtiger. ---> siehe die Zahl derer, die daran zerbrechen und darob in Zwiespalt kommen, wächst und wächst.

FG Gelinda
 
Hallo liebe Schreiber,


sehr interessant, was sich hier an Meinungen gesammelt hat.

Ich gebe zu, meine anfängliche Frage war provokant gestellt.

Dass Leistungsdenken und Statusorientierung nichts Neues in unserer Gesellschaft sind, ist mir klar, aber noch nie waren die Möglichkeiten, sich zu vergleichen, komplexer und zugleich subtiler.

Zwei Generationen früher konnte man schon am Kleidungsstil sehr deutlich sehen, wer zu welcher Schicht gehört. Und heute?
Gibt es auch nen Hosenanzug und schicke Kleidung bei KIK...man muss also "genauer hinschauen", und erkennt an Labels, wer "dazugehört"...

Lg
 
ich weiss nicht, ob es angst ist.
für mich ist es vielmehr neid, missgunst. kein aufrichtiges sich-freuen können mit anderen.
- edit: passt gar nicht zum eingangspost. aber ich lass es trotzdem so stehen.
 
Pamir, kannst du dich aufrichtig mit und für andere freuen?


Ich arbeite grade in einem Freizeitpark. Momentan habe ich 10 Tage am Stück Schichten zu 11 Stunden, davon ist eine Dreiviertelstunde unbezahlte Pause. Das ist das gesetzliche Maximum.
Freue ich mich da aufrichtig für jemanden, der währenddessen am See liegt?
Eher nicht, denn auch wenn wenig los ist, wird man bei uns pausenlos beschäftigt. Man darf sich nie hinsetzen, das ist das schlimmste. Nie! Das sieht faul aus, sagt man. Also beißen wir die Zähne zusammen.
Mir tun abends manchmal so die Füße weh, dass ich kaum zum Parkplatz laufen kann.

Man wird ständig kontrolliert. Bei jedem Schritt. Man bekommt ein vorgegebenes Formular, auf dem Fragen verzeichnet sind, die man den Gästen stellen soll, um serviceorientiert zu erscheinen ("Sind Sie zum ersten Mal bei uns?" "Seid ihr schon viel gefahren heute?"). Undercover- Shopper überprüfen, ob das so eingehalten wird.

Das ist einfach sch**sse. Und doch habe ich Angst, den Job zu verlieren. Ich brauche das Geld und mache mit. Alle machen mit, alle hassen den Job, hassen die Kunden, hassen den verdammten Park, hassen ihre Vorgesetzten, die sie nicht auf Toilette lassen. Ich gönne denen überhaupt nix.
 
ich kann mich aufrichtig mit anderen freuen, wenn sie eine neue stelle gefunden haben oder eine prüfung erfolgreich hinter sich gebracht haben. ich habe mühe damit, wenn das eine person ist, die in direkter konkurrenz zu mir steht und bsp. sie den job bekommt und ich bleib aussen vor.
freizeit-neidisch bin ich nicht, da ich auch einen tag pro woche frei hab. gibts für dich keine alternativen? wie lange ist deine kündigungsfrist? oder ist der job so gut bezahlt, dass du all das ertragen kannst?
 
Angst ist eine unserer Hauptemotionen und wird es so auch immer geben.

In unserer Gesellschaft wird vorallem das perfekt sein vorgemacht, sei es in der Werbung, im Beruf oder in der Schule. Bringst du nicht jeden Tag deine Höchstleistung können wir dich nicht gebrauchen.
Speziell bei der Mitarbeitersuche von Firmen erkennt man das deutlich. Ich war letztens auf einer Firmenkontaktmesse für Studenten und was da für eine Gehirnwäsche abgezogen wird geht auf keine Kuhhaut. Erstmal muss man den perfekt passenden Studienabschluss haben, natürlich nahe an der Regelstudienzeit, perfekt Englisch. Die ganzen netten Ausbeutungsworte wie Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Reisebereitschaft jede 5 Minuten wiederholt.

Das das höchstens 10% der Menschen mitmachen können ist klar, der Rest interesiert niemanden.

Eigentlich traurig, aber wie schon von einigen angesprochen, das ist auch politisch so gewollt. Stichwort 2-jahres Verträge, Kündigungsschutz, HarzIV.
 
bin voll bei dir! schon von klein auf wird uns konkurrenz und erfolg eingetrichtert, als bestimmende faktoren die zu einem glücklichen leben führen. als ich noch klein war hat man mir erzählt man kann nicht der beste sein und ich möge mich in bescheidenheit üben und dankbar sein über das bisschen was ich habe. das hat sich total auf den kopf gestellt heute lernen kinder und jugendliche in castingshows das nur der erste platz etwas wert ist
wenn es plötzlich nur mehr einen einzigen gewinner und hunderte verlierer gibt ist es kein wunder dass man davor angst hat "mitzuspielen". und wenn man tagtäglich "verliert" muss man schon wirklich geistig gestört sein um nicht in eine depression zu verfallen. (wie erich fromm sagt: die gesunden sind die kranken, und die kranken die gesunden)

ausserdem haben alle angst, vorallem, vor der zukunft. (weil uns das von werbungen in denen mütter und väter ihren 1 jährigen kindern pensionsversicherungen kaufen eingeredet wird, damit wir diese produkte konsumieren und weil) wir aufgehört haben anderen menschen blind zuvertrauen dass sie sich um uns kümmern würden. und weil "wir" uns das einreden agieren auch wir selber wiederum so.
in der bibel sagt jesus: Gott stattet schon die Blumen mit großer Schönheit aus. Und er kümmert sich um kleine, unbedeutende Spatzen. Weil der Mensch jedoch noch wertvoller ist als Blumen und Spatzen, kann er sich sicher sein, dass Gott sich auch um ihn kümmert. (Matthäus 6, 25-34)

das glaubt heut zutage keiner! und deswegen rennen alle wie panisch, stoßen mit den ellbogen, und treten mit den füßen um noch einen sitzplatz im theater des lebens zu ergattern weil sie nicht darauf vertrauen es gäbe für alle genug. der zweck heiligt die mittel sozusagen ... keiner wunder dass man da angst bekommen kann ...
 

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