Es ist halt so, Neverleaving, daß es schon sehr blöd ist, wenn er erst nächste Woche fertig ist. Mitte Mai ist schon arg spät, richtig spät. Das finde ich zu dem Preis schon 3x nicht in Ordnung. Dazu kommt:
- Du musst Aussaaten kaufen. Vieles ist jetzt schon ausverkauft. Ein Gärtner kauft Samen im Winter oder Frühjahr. Jetzt bekommst Du fast nur noch das Ausgeklaubte und das Ewigdagewesene. Oder Du musst Jungpflanzen kaufen, die, ehrlich gesagt, manchmal überhaupt nicht billig sind. Auch da ist die Auswahl mittlerweile recht begrenzt. Das sind Kosten, die kommen alle noch obenauf.
- Du kannst nichts anpflanzen, das mehrjährig ist. Sei es Kräuter oder Gemüse, von Beerensträucher, Topinambur oder Rhabarber, Kren mag ich gar nicht reden. Das darfst dann alles schön brav wieder ausgraben, noch bevor es richtig angewachsen ist. Oder es wird einfach untergeackert, das scheint der Plan zu sein.
- Hast Du die Gartengeräte dazu? Dünger und anderes Zubehör, z.B. Tomatenstäbe kosten auch Geld.
- Was ist das für Kohl, der da in Jungpflanzen zur Verfügung steht? Schnöder Weißkohl aus einer Ertragssorte oder was? Ißt Du so viel Mais und Kohl?
Ich will es Dir nicht ausreden, wenn es Dir das Geld wert ist, dann tu es. Aber wenn man wenig Geld hat, ist es schon sehr teuer. Es scheint mir eher etwas zu sein für gelangweilte Großstädter, die mal Natur spielen wollen und auf die Kosten keine Rücksicht nehmen müssen. Klar kostet eine Handtasche oder ein Wellnesstag umgerechnet mehr. Muß man halt immer schauen, was es einem wert ist.
Ich finde es immer noch komplett überzogen vom Preis/Leistung her. Die Gemeinschaftsäcker, die ich kenne, kosten umgerechnet nicht die Hälfte (großstadtnah) und haben ganz andere Konditionen.
Jetzt im Moment habe ich keine Zeit, aber wenn Du willst, beschreibe ich Dir ein Projekt, bei dem ich eine Parzelle pachten würde und das nachhaltig und gemeinschaftlich funktioniert, wesentlich billiger.