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Gemüse-Miet-Acker, Erfahrungen/Meinungen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 114641
  • Datum Start Datum Start
Ich finde das Preis-Leistungsverhältnis ok. Wer will dem Bauern absprechen, auch daran verdienen zu wollen? Ist doch sein gutes Recht.
Für 170€ kauf mal Gemüse, vielleicht noch in Bioqualität... da kommt man nicht weit. Wenn ich mich mal im Bioladen umsehe und die Preise anschaue... Aber auf 60m² kann man schon ne Menge anbauen, wenn man es geschickt anstellen, das kann fürs ganze Jahr reichen. Ich habe ca 80 m² und baue da Gemüse für 5 Personen fürs ganze Jahr an.
 
Ich finde das Preis-Leistungsverhältnis ok. Wer will dem Bauern absprechen, auch daran verdienen zu wollen? Ist doch sein gutes Recht.
Für 170€ kauf mal Gemüse, vielleicht noch in Bioqualität... da kommt man nicht weit. Wenn ich mich mal im Bioladen umsehe und die Preise anschaue... Aber auf 60m² kann man schon ne Menge anbauen, wenn man es geschickt anstellen, das kann fürs ganze Jahr reichen. Ich habe ca 80 m² und baue da Gemüse für 5 Personen fürs ganze Jahr an.
Du hast es verstanden.
Es geht um den Spass.

Wegen 170€ zu überlegen, ob es viel oder wenig ist.
Wenn ich sehe wie schnell die Menschen ihr Geld für alles mögliche ausgeben. Wird da auch lange überlegt, ob der Anbieter daran viel Geld verdient? Ne, aber wehe wenn ein Bauer Mal eine andere Geschäftsidee hat. Echt krank.
 
Na ja, ich kann schon verstehen wenn man am Existenzminimum lebt, dass 170€ da erst einmal viel erscheinen. Doch wenn man es auf die Monate umrechnet ist man bei nicht einmal 23€ im Monat. Ich finde, für 23 € bekommt man im Monat nicht ausreichend frisches, ungespritztes Gemüse. Und hinzu kommt einfach der Spassfaktor. Ein mal Freizeitpark ist teurer für eine Person...
... und der Bauer verdient gerade mal 38 ct pro m² - vor Steuer und so.

Nachtrag: ich würde allerdings mit dem Bauern abklären, wie er den Boden aufbereitet. Für mich würden da nur Biostandarts in Frage kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also so unverschämt teuer finde ich das jetzt nicht.
Aber .........
Hast Du schon einmal über einen Schrebergarten nachgedacht?
Der kann zwar etwas teurer sein, aber er ließe sich auch zu mehreren nutzen.
Da kann man was zu futtern, Obst und schöne Blumen anpflanzen.
Und da kann man sich auch mal, zum entspanmnen, in den Schatten eines Baumes legen.
Da können Kinder spielen, und da kann man auch mal gemütlich grillen.

OF
 
@Angua:
Solawi sagt mir nichts.
Weitere Jungpflanzen als die auf den 10qm müsste ich selber kaufen und anbauen.
Der Bauer wird schon wissen was er da tut, wenn es um den Gemüseanbau geht.
Auf dem Feld wurde sonst immer Gemüse angebaut. Und von einem Garten reden wir hier nicht.

@Old Flow:
Über einen Schrebergarten habe ich zwar nachgedacht, aber dafür bräuchte ich mehr Zeit, mehr Geld, Hund die mitfahren wollen und ein zuverlässiges Auto. Das habe ich alles nicht.
 
@Angua:
Solawi sagt mir nichts.
Weitere Jungpflanzen als die auf den 10qm müsste ich selber kaufen und anbauen.
Der Bauer wird schon wissen was er da tut, wenn es um den Gemüseanbau geht.
Auf dem Feld wurde sonst immer Gemüse angebaut. Und von einem Garten reden wir hier nicht.
Eine Solawi ist eine solidarische Landwirtschaft.
Da gibt es verschiedene Modelle davon, aber im Grunde läuft: Jemand hat einen Betrieb und verkauft Anteile daran zu einem festen monatlichen Betrag an andere Leute. Diese bekommen dann das Recht, monatlich Gemüse (manchmal auch Fleisch, Eier oder Käse...je nach Betriebsart eben) zu bekommen. Was halt da ist und was so wächst. Erzeugt nach Bio-Richtlinien, manchmal sogar Demeter.
Ist eine Solawi recht jung, ist manchmal mehr Fläche da, als direkt in diesem Jahr bewirtschaftet werden kann. Da kommt man dann auf den Gedanken, die Fläche zu Kleinparzellen (und 60qm sind echt nicht viel) als Gartenland zu verpachten...da der Preis sehr hoch, die Parzelle sehr klein und die Pachtdauer auf praktisch eine Saison beschränkt ist, dachte ich, es könnte auch ein Solawi-Projekt sein.
Deshalb habe ich nachgefragt.
P.S.: Manche Bauern wissen nicht, was sie tun. Manche töten ihre Böden.
 
Nein es sind keine Pflanzen auf dem Acker. Ich schrieb doch, dass der Bauer den Acker nächste Woche fertig macht. Und welche Pflanzen drauf kommen wurde nun schon 3x geschrieben.

100 Euro für 700qm halte ich für arg unrealistisch. Das wäre ein Verlustgeschäft für den Landwirt. Es will auch kein Mensch auf 700qm Gemüse anbauen.

Wenn der Landwirt 250 Parzellen vermietet dann wird er sicher nicht anfangen mit jedem einzelnen über den Preis zu diskutieren. Das machst du doch im Supermarkt auch nicht, oder?
 
Mir scheint, dass der Bauer den größten Aufwand mit den Interessenten selbst hat. Ne Menge Infogespräche mit den Kunden, die noch nie Gemüse angebaut haben, Gespräche mit den Preisdrücker, als Schlichter zwischen den Neugemüseanbauern, die permanenten Nörgler.
Also da muss man schon ein ganz dickes Fell haben und viel Zeit.
Zeit, davon hat der Bauer ja ganz viel. Zeit kostet ja nichts.

Ich empfehle euch Mal einige Stunden in Betriebswirtschaft.
 
Es ist halt so, Neverleaving, daß es schon sehr blöd ist, wenn er erst nächste Woche fertig ist. Mitte Mai ist schon arg spät, richtig spät. Das finde ich zu dem Preis schon 3x nicht in Ordnung. Dazu kommt:
- Du musst Aussaaten kaufen. Vieles ist jetzt schon ausverkauft. Ein Gärtner kauft Samen im Winter oder Frühjahr. Jetzt bekommst Du fast nur noch das Ausgeklaubte und das Ewigdagewesene. Oder Du musst Jungpflanzen kaufen, die, ehrlich gesagt, manchmal überhaupt nicht billig sind. Auch da ist die Auswahl mittlerweile recht begrenzt. Das sind Kosten, die kommen alle noch obenauf.
- Du kannst nichts anpflanzen, das mehrjährig ist. Sei es Kräuter oder Gemüse, von Beerensträucher, Topinambur oder Rhabarber, Kren mag ich gar nicht reden. Das darfst dann alles schön brav wieder ausgraben, noch bevor es richtig angewachsen ist. Oder es wird einfach untergeackert, das scheint der Plan zu sein.
- Hast Du die Gartengeräte dazu? Dünger und anderes Zubehör, z.B. Tomatenstäbe kosten auch Geld.
- Was ist das für Kohl, der da in Jungpflanzen zur Verfügung steht? Schnöder Weißkohl aus einer Ertragssorte oder was? Ißt Du so viel Mais und Kohl?
Ich will es Dir nicht ausreden, wenn es Dir das Geld wert ist, dann tu es. Aber wenn man wenig Geld hat, ist es schon sehr teuer. Es scheint mir eher etwas zu sein für gelangweilte Großstädter, die mal Natur spielen wollen und auf die Kosten keine Rücksicht nehmen müssen. Klar kostet eine Handtasche oder ein Wellnesstag umgerechnet mehr. Muß man halt immer schauen, was es einem wert ist.
Ich finde es immer noch komplett überzogen vom Preis/Leistung her. Die Gemeinschaftsäcker, die ich kenne, kosten umgerechnet nicht die Hälfte (großstadtnah) und haben ganz andere Konditionen.
Jetzt im Moment habe ich keine Zeit, aber wenn Du willst, beschreibe ich Dir ein Projekt, bei dem ich eine Parzelle pachten würde und das nachhaltig und gemeinschaftlich funktioniert, wesentlich billiger.
 
Es ist halt so, Neverleaving, daß es schon sehr blöd ist, wenn er erst nächste Woche fertig ist. Mitte Mai ist schon arg spät, richtig spät. Das finde ich zu dem Preis schon 3x nicht in Ordnung. Dazu kommt:
- Du musst Aussaaten kaufen. Vieles ist jetzt schon ausverkauft. Ein Gärtner kauft Samen im Winter oder Frühjahr. Jetzt bekommst Du fast nur noch das Ausgeklaubte und das Ewigdagewesene. Oder Du musst Jungpflanzen kaufen, die, ehrlich gesagt, manchmal überhaupt nicht billig sind. Auch da ist die Auswahl mittlerweile recht begrenzt. Das sind Kosten, die kommen alle noch obenauf.
- Du kannst nichts anpflanzen, das mehrjährig ist. Sei es Kräuter oder Gemüse, von Beerensträucher, Topinambur oder Rhabarber, Kren mag ich gar nicht reden. Das darfst dann alles schön brav wieder ausgraben, noch bevor es richtig angewachsen ist. Oder es wird einfach untergeackert, das scheint der Plan zu sein.
- Hast Du die Gartengeräte dazu? Dünger und anderes Zubehör, z.B. Tomatenstäbe kosten auch Geld.
- Was ist das für Kohl, der da in Jungpflanzen zur Verfügung steht? Schnöder Weißkohl aus einer Ertragssorte oder was? Ißt Du so viel Mais und Kohl?
Ich will es Dir nicht ausreden, wenn es Dir das Geld wert ist, dann tu es. Aber wenn man wenig Geld hat, ist es schon sehr teuer. Es scheint mir eher etwas zu sein für gelangweilte Großstädter, die mal Natur spielen wollen und auf die Kosten keine Rücksicht nehmen müssen. Klar kostet eine Handtasche oder ein Wellnesstag umgerechnet mehr. Muß man halt immer schauen, was es einem wert ist.
Ich finde es immer noch komplett überzogen vom Preis/Leistung her. Die Gemeinschaftsäcker, die ich kenne, kosten umgerechnet nicht die Hälfte (großstadtnah) und haben ganz andere Konditionen.
Jetzt im Moment habe ich keine Zeit, aber wenn Du willst, beschreibe ich Dir ein Projekt, bei dem ich eine Parzelle pachten würde und das nachhaltig und gemeinschaftlich funktioniert, wesentlich billiger.

Du hast die Kosten für die Revitalisierung des Bodens vergessen.
Der Bauer hat den Boden total ausgelaugt, vergiftet und Tod.
Da kann nichts wachsen.
Und jetzt bietetet er ihn dir an.
Frechheit, dass der Bauer dafür geld haben will.
Da zeigt sich wieder die Bauernschläge, können den Hals nicht voll genug kriegen.
Lass die Finger davon.
Ironie Ende.
 

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