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Gelöscht

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133910
  • Datum Start Datum Start
Hallo,

Ich habe jahrelang nach einer Trauma-Therapie gesucht, aber keinen Therapeuten gefunden. Es gab einfach so gut wie niemand der explizit Trauma Therapien anbietet.
Ja, das ist wirklich ein großes Problem. Meiner Erfahrung nach wird man viel eher in eine Verhaltenstherapie gepackt, deren Methoden leider aber auch schädlich sein können.

Oft heißt es „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker“.
Dieser Spruch taugt für Menschen, denen es relativ gut geht und die einen Witz machen wollen. Für Menschen in einer schlimmen Lage ist sowas nur zynisch.


Ich finde es sehr schlimm, wenn es in einer Beziehung diese schlechten Anteile gibt. So sollte es nicht sein. Ich kann nachvollziehen, dass der Absprung sehr schwierig sein kann. Denn alleine leben zu müssen ist nur sehr schwer auszuhalten. Ich weiß, wovon ich spreche.
 
A

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Re: Gelöscht
Hallo Gelöscht 133910,

schau mal hier:
Gelöscht. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Wo der Kampf um sich selbst und das eigene Überleben endet, dort beginnt Vertrauen. Die Fähigkeit, sich fallen, führen, leiten und tragen zu lassen.
Auch ich habe keine Eltern. Nur einen Gott, der sich Leben nennt. Er ist 3 Milliarden Jahre alt. Doch irgentetwas von ihm trage ich in mir.

Und du auch. Jeder hier.
 
Alternativlos?
Never.
Kann ich sogar beweisen.. nur versteht das niemand.

Stell dir einfach nur vor, du bist mit deiner Weisheit am Ende. Nichts geht mehr. der große Gott kommt nicht. Nie.
Nur gibt es da noch etwas anderes... kleiner, viel kleiner.
Menschen hassen, was sie nicht verstehen. Sie wollen das auch immer gleich vernichten.
Es heißt, dass ein menschlicher Körper mehr Viren und Bakterien in sich trägt als er Körperzellen hat.
Wie Nanobots in der Science-Fiction - die Körper einfach von innen reparieren.
Die Evolution von Bakterien und Viren begann vor 3 Mrd, Jahren. Deren kollektive Weisheit ist also für Menschen nicht begreiflich.
Und die kleinen Biester haben mich schon unzählige Male repariert. Wieder zusammengesetzt. ja, sie hätten mich auch töten können. Haben sie bisher aber nicht.
Gott liebt die kleinsten unter uns. die allerkleinsten. und ich ebenso.
 
Erinnere Dich doch mal an die Zeit Deiner Obdachlosigkeit.

Ich habe da mitgenommen , auf der Strasse bist Du ganz alleine. Keiner kümmert sich um Dich oder nimmt Anteil, Du kannst jeden Tag in der Fußgängerzone verrecken, ohne das es wen stört.
Da habe ich überleben gelernt, war bitter aber das allein wurde im Laufe der Zeit erträglicher weil die Pläne aufgingen, die ich allein machte.

Du stellst eine für mich "toxische" Verbindung, als positiv hin, betonst aber gleichzeitig die Garantielosigkeit , Du könntest egal wie korrekt Du Dich verhältst, trotzdem unkorrekt behandelt werden, Koffer tragen ???

Spätestens hier solltest Du etwas merken ...führt man eine Beziehung und das Koffertragen des Anderen ist das einzige wirklich positive was Dir einfällt, so ist das eher wenig oder ?

Was ich aber nicht verstehe, wieso änderst Du das nicht und suchst Dir andere Gesellschaft ????

Dumm bist Du nicht - an der Arbeit liegt es auch nicht, .....

Die Selbstständigkeit hattest Du als Obdachlose, sonst wärst Du heute noch da, die geht doch nicht unterwegs verloren ????
Woher ich das weiß - rate mal ....ich bin auch nicht mehr obdachlos.....habe aber wie gesagt etwas gelernt, Strasse oder Einzelhaft oder allein in der Natur - da ist kein Unterschied es ist, wie allein in der Wohnung, Gesellschaft sucht man sich oder Leute schart man um sich, wenn man das braucht, aber warum tut man das ???

Weil man sich selbst das wert ist, so denke ich mir, warum ist Dein Selbstwert im Keller, denn Selbstbewußtsein hast Du doch....

Wann hast Du das letzte Mal alleine im Wald gepennt oder am Strand oder den Bergen....oder in der Stadt wo keiner ist ???

Kennst Du das Gefühl Du legst Dich schlafen und hoffst es kommt keiner und morgens ist noch alles da ???
Erinnere Dich dran - außer das Du älter geworden bist hat sich doch nix geändert, die Menschen sind dieselben und deren Verhalten ist oft zum Kotzen.

Dann gibt man sich zwangsläufig mit ihnen ab ....da kam ich mir bei vor, als würde ich gute Mine zum bösen Spiel machen , das ist nix für mich

dann lieber alleine - die kurze Zeit der Realisation und dann wieder weiter machen, denn wenn Du alleine bist , hast Du im Grunde immer etwas zu tun. der Tag hat ja nur 24 h .
🫂
 
Hallo L.,



für mich wird durch deine Erzählung von dir doch sehr deutlich, dass du vieles zu verkraften hast und auch schon immer hattest. Vielleicht verstehe ich das aus meiner Sicht sehr gut, weil mein Leben auch eher ähnlich war, wie deines. Aber manche Dinge waren nicht so schwer.

Und ich kann sehr gut verstehen, dass du keine Lust mehr hast zu kämpfen.

Immer wieder erreichst du das Ziel, das du erreichen kannst und doch verlierst du es immer wieder. Wenn man diese Erfahrung macht, dann prägt das einen und man weiß irgendwann. Auch wenn ich das Ziel erreiche, doch geht es mir wieder verloren. Warum soll ich darum kämpfen?

Was mir dabei hilft ist, meine eigene schöpferische Kraft.

Ich weiß, auch wenn ich ganz alleine da stehe und niemanden mehr habe und keine Ahnung habe, welche Maßnahme oder Gesundheitsförderung noch Sinn macht, ich werde immer etwas finden, mit dem ich was anfangen kann ohne dafür einen Cent zu brauchen. Wäre manchmal schon gut, für was Geld zu haben. Aber früher oder später habe ich wieder ein Stift und ein Blatt Papier. Ich habe eine Zeit lang mit einem Zahnstocher gemalt und dabei sehr schöne Erfahrungen gemacht. Und ich kann immer hoffen, dass irgendwann doch mal was aus mir wird.

Aber wenn ich es will, dann erlebe ich es vielleicht jeden Tag.

Einfach nur weil ich einen Kopf habe.

Ich habe auch eine unheilbare chronische Erkrankung und ich habe gelernt sie zu schätzen und zu hüten. Eine Psychologin hat mal gemeint, dass der Kopf nicht umsonst so reagiert und dass es dafür Gründe gibt. Inzwischen hilft mir meine Erkrankung sogar sehr oft, auch wenn sie die meiste Zeit auf die nerven geht, habe ich gelernt mit ihr zu leben, an ihr zu wachsen und noch tiefer ins Leben eintauchen zu können.

Ich hab mich immer mal wieder gefragt, was bei dir das Problem sein könnte. Diese chronische Erkrankung. Manches deutet auf Drogenkonsum hin und HIV, was zu deinem Leben passen würde. Aber manches widerlegt meine Überlegung.
Mich würde es sehr freuen, wenn du uns oder auch nur mir in einer PN verraten könntest, was es denn ist, was dich immer plagt.
lg
 
Ich frage mich gerade, warum ein Mensch sich einen Umzug und die damit zusammen hängende Arbeit antut, wenn er kaum arbeiten kann?
Die vielen Umzüge damals müssten gezeigt haben, dass sich dadurch nichts verbessert.
Du tauschst jedes mal ein aufgebautes Fundament gegen die vage Chance auf einen weiteren Neuanfang, nimmst Dich mit und lässt Freunde zurück.

Dies macht es Dir schwer, ein soziales Umfeld auf zu bauen, in das Du Dich fallen lassen kannst.
 

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