@ TE
Hast du wenigstens versucht, dich anderweitig mal umzusehen und zu bewerben? Ich würde da nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und es nicht mal versuchen, weil du befürchtest, in deinem Alter bekommt man keine neue Stelle mehr.
Wenn du einen guten Hausarzt hast, kann ich mir nicht vorstellen, dass der dich nicht ernst nimmt, wenn du ihm sagst, dass deine Arbeit im Moment eine anscheinend riesige Belastung für dich ist. Es liest sich für mich so, als hättest du eine depressive Phase, das sollte man ernst nehmen.
Was macht dich bei deiner Arbeit genau fertig? Ist es das Betriebsklima? Die Aufgabenbereiche? Bekommst du zu viel Arbeit aufgeladen? Oder ist es der Schichtdienst?
Ich würde auch mal mit dem Chef darüber reden, wenn es Probleme sind, die man vielleicht mit einem gemeinsamen Gespräch klären könnte, oder hast du das schon? Wenn das nichts bringt, sollte man sich umso mehr nach einem neuen Job bemühen und ja, auch neue Perspektiven entwickeln. Die gibt es nämlich auch noch mit 60.
So depressive Phasen, oder wo das Leben in einem schwarzen Loch feststeckt, sind richtig schlimm. Aber es ist auch kein Grund, dauerhaft stehenzubleiben und eine Arbeitslosigkeit anzustreben. Das sollte keine Dauerlösung sein.
Ich ganz persönlich finde es nicht in Ordnung, Arbeitslosigkeit anzustreben, ohne vorher andere Optionen versucht zu haben, wie einen anderen Job zu finden, oder mit dem Chef der jetzigen Stelle zu reden oder eben einen Arzt aufzusuchen und über den großen Leidensdruck zu sprechen und die Belastungen, die das alles mit sich bringt.
Auch wenn ich nicht weiß, ob das möglich wäre, bzw. was das mit sich bringt: könntest du auch eine Frührente anstreben?