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Geld oder Lebensfreude?

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"...Körperlich bin ich absolut gesund und ich habe Angst vom einem Arzt als Simulantin abgestempelt zu werden, doch wie überlebt man mit Hartz 4 nach dem Arbeitslosengeld?
So geht es jedenfalls nicht weiter, kein Vereinsleben, keine Grillparty, keinerlei Abwechslung nach der Arbeit oder am Wochenende."

Zitat Ende.

Also, ich erkenne da keine Krankheit, die in die Erwerbsunfähigkeit treibt, sondern ganz klar Unbehagen, zu arbeiten.
 
Naja nur Hilfe von anderen finde ich persönlich nicht gut. Arbeitslosengeld ist ja die Hilfe von andern.
Aber sich abrackern für die Arbeit ist auch nciht gut.

Darum such dir einen Job der dir gefällt. Denn es gibt auch Jobs die Spaß machen. Kein Mensch mag putzen und kochen.

Wie wäre es mit Raumgestalter? Dekoratörin... wenn dir sowas liegt.

😕 TE ist 60!
 
"...Körperlich bin ich absolut gesund und ich habe Angst vom einem Arzt als Simulantin abgestempelt zu werden, doch wie überlebt man mit Hartz 4 nach dem Arbeitslosengeld?
So geht es jedenfalls nicht weiter, kein Vereinsleben, keine Grillparty, keinerlei Abwechslung nach der Arbeit oder am Wochenende."

Zitat Ende.

Also, ich erkenne da keine Krankheit, die in die Erwerbsunfähigkeit treibt, sondern ganz klar Unbehagen, zu arbeiten.
Dass man zu nix Bock verspürt und nur noch nach Feierabend auf der Couch liegt, ist gesund? Sie schrieb körperlich gesund; daneben gibt es immer noch psychische Erkrankungen. Eine Krankheit, die in die Erwerbsunfähigkeit z.B. führt, ist Burnout, wobei hier der Körper auch gesund ist.🙄
 
"...Körperlich bin ich absolut gesund und ich habe Angst vom einem Arzt als Simulantin abgestempelt zu werden, doch wie überlebt man mit Hartz 4 nach dem Arbeitslosengeld?
So geht es jedenfalls nicht weiter, kein Vereinsleben, keine Grillparty, keinerlei Abwechslung nach der Arbeit oder am Wochenende."

Zitat Ende.

Also, ich erkenne da keine Krankheit, die in die Erwerbsunfähigkeit treibt, sondern ganz klar Unbehagen, zu arbeiten.

Wegen so Leuten wie dir quälen sich die Leute tagtäglich zur Arbeit bis sie zusammenklappen. Krass das psychische Leiden immer noch runtergespielt werden.
Davon kann ich auch ein Lied singen. Bei mir ging es so weit, das ich auf einem 60 Meter Turm stand und springen wollte....
 
Die TE hat vermutlich in die Arbeitslosenversicherung Jahrzehnte lang miteinbezahlt. Das ist kein Geld von anderen.🙄 Auch die TE gehört zur Solidargemeinschaft und das ist keine Hilfe von "anderen".

Und von gesund und munter kann ich auch nix lesen, @ Monarose.

Und vor allem hat der TO ja schon jahrelang gearbeitet und gut verdient, damit auch Steuern und Beiträge bezahlt. Also warum soll er sich die letzten Jahre noch abrackern, vor allem wenn man sieht, dass mehr und mehr Menschen in diesem Land auf Staatskosten leben, die noch NIE hier in die Kassen eingezahlt haben !!!!!!

Warum wird das eigentlich nie angesprochen ?? Ich zahle lieber für jemand wie den TO , als für Leute, die noch nicht mal unsere Sprache sprechen......

Gruss
 
@ TE

Hast du wenigstens versucht, dich anderweitig mal umzusehen und zu bewerben? Ich würde da nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und es nicht mal versuchen, weil du befürchtest, in deinem Alter bekommt man keine neue Stelle mehr.

Wenn du einen guten Hausarzt hast, kann ich mir nicht vorstellen, dass der dich nicht ernst nimmt, wenn du ihm sagst, dass deine Arbeit im Moment eine anscheinend riesige Belastung für dich ist. Es liest sich für mich so, als hättest du eine depressive Phase, das sollte man ernst nehmen.

Was macht dich bei deiner Arbeit genau fertig? Ist es das Betriebsklima? Die Aufgabenbereiche? Bekommst du zu viel Arbeit aufgeladen? Oder ist es der Schichtdienst?

Ich würde auch mal mit dem Chef darüber reden, wenn es Probleme sind, die man vielleicht mit einem gemeinsamen Gespräch klären könnte, oder hast du das schon? Wenn das nichts bringt, sollte man sich umso mehr nach einem neuen Job bemühen und ja, auch neue Perspektiven entwickeln. Die gibt es nämlich auch noch mit 60.

So depressive Phasen, oder wo das Leben in einem schwarzen Loch feststeckt, sind richtig schlimm. Aber es ist auch kein Grund, dauerhaft stehenzubleiben und eine Arbeitslosigkeit anzustreben. Das sollte keine Dauerlösung sein.

Ich ganz persönlich finde es nicht in Ordnung, Arbeitslosigkeit anzustreben, ohne vorher andere Optionen versucht zu haben, wie einen anderen Job zu finden, oder mit dem Chef der jetzigen Stelle zu reden oder eben einen Arzt aufzusuchen und über den großen Leidensdruck zu sprechen und die Belastungen, die das alles mit sich bringt.

Auch wenn ich nicht weiß, ob das möglich wäre, bzw. was das mit sich bringt: könntest du auch eine Frührente anstreben?
 
Hallo,

Es gibt die Möglichkeit auf Teilzeit umzusteigen , die Stunden zu reduzieren , eventuell ohne Schichtdienst. Gerade Menschen im Schichtdienst haben eine hohe Belastung , , die sich im Alter zeigt, von der Stresssituation mal ganz abgesehen. Mit 60 ist das eigentlich kaum noch möglich, im Schichtdienst zu arbeiten.

Ich kenne da auch den ein oder anderen im Schichtdienst . Und man sieht ihnen jedes Jahr an....

Die andere Möglichkeit ist, auf Burn- Out zu machen, oder die depressive Phase zum Anlass zu nehmen, in die Arbeitslosigkeit zu gehen. Vielleicht noch eine Kur beantragen. Ein guter Arzt kann da sicher einiges machen.

Eventuell kann man auch neben Hartz 4 noch jobben und wenn es auch in einem anderen Bereich und schwarz ist, jedenfalls würde ich mich die letzten Jahre nicht noch kaputtmachen, dafür hat der TO auch jahrelang Beiträge gezahlt, die ihm zustehen. Jedenfalls eher, als Hinz und Kunz, die aus dem Ausland kommen und hier auf Staatskosten leben .

Gastxy
 
Mir erging das ca. vor 8 Jahren ähnlich oder fast genauso. Bei mir kam noch hinzu, daß ich nur schlafen konnte. Zum Glück bin ich nach der Arbeit noch zum Fitti gegangen, das habe ich noch gebacken bekommen. Ansonsten fiel ich plötzlich in eine Schläfrigkeit. Niemand glaubte mir und alles sagte: ich sollte mich überwinden. Aber das war kein typisches Mittagstief, daß durch eine Runde an der frischen Luft beherrschbar war. Ich kam nach Hause und schlief und am Freitag dann von früh abends bis morgens, samstags kurz in die Stadt, dann bis 19 Uhr geschlafen und Sonntag den ganzen Tag. Es war, als wäre ich ein Stein. Dann war ich auch beim HA: ich war gesund. Dann bin ich einfach zur Rentenkasse und mir so ein Formblatt für den Antrag auf eine Kur gestellt. Ich habe den Wisch selbst ausgefüllt und alles in meinen Worten geschildert und daß ich viele Fehlstunden habe und erst 38 Jahre alt bin und ich arbeiten will und wieder fit werden will aber so auf Dauer bestimmt noch kranker werde. Ich bin damit zum Hausarzt gegangen und ihm gesagt, daß ich alles ausgefüllt habe und er nur noch unterschreiben braucht. Er fand das so super. Stelle Dir vor, nach 3 (!) Wochen hatte ich für 6(!) einen positiven Bescheid. Ich bin davon ausgegangen, daß ich Widerspruch einlegen muß.
Seitdem ging es mir echt besser. Viell. wäre das eine Option. Man muß mal raus. Ich finde es auch schade, daß es kein Sabbatjahr gibt...
Alles Gute
w.
 
Ich kenne dieses Gefühl auch. Ich habe immer gern gearbeitet, und ich habe mir auch gedacht, ich sollte froh sein, Arbeit zu haben. Aber muß ich auch froh darüber sein, wenn mich die Umstände krank machen?

Ich habe damals das Glück gehabt, den Weg in die Selbständigkeit gehen zu können. Die entstandene Depression habe ich nach Jahren (!) besiegen können und führe heute ein Leben, mit dem es mir endlich (wieder) gut geht. "Keinen Bock" haben fühlt sich anders an. Solche Phasen hat jeder mal.

TE, ich würde Dir auch raten, mal zu gucken, ob Du benennen kannst, was genau die Umstände sind, die Dich so leiden lassen. Vielleicht kannst Du daran etwas ändern. Aber ich würde Dir auch zu einem Arztbesuch raten. Es gibt sehr viele Ärzte, die durchaus offene Ohren für psychische Leiden haben. Und vielleicht hat es ja auch eine körperliche Ursache, die relativ leicht zu behandeln ist. Alles Gute für Dich!
 

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