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Gelähmt vor Angst und Zweifeln

  • Starter*in Starter*in NichtLeben
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NichtLeben

Gast
Hallo Ihrs,

nun hab ich mich hier doch angemeldet. Naja dann will ich auch mal.
Ich bin derzeit sehr unglücklich in meinem Job. Es macht mir keinen Spaß mehr und es interessiert mich nicht mehr. Und das nach nur knapp 2 Jahren arbeiten. Info dazu ich bin 25 Jahre alt, das ist meine erste Stelle. Vor der Ausbildung zu meinem jetzigen Job habe schon eine Ausbildung gemacht. Bin aber direkt von der ersten in den Zivi übergegangen und dann in die zweite.
Da ich jetzt auch in einem neuen Bereich eingearbeitet werden soll und dort wieder Arbeitskolleginnen sind auf die ich bestens verzichten kann, ist derzeit sogar so etwas wie "Panik" angesagt. Ich habe mich diese Woche die ersten 3 Tage mühevoll an meinen "favorisierten" Arbeitsplatz geschleift. So schlimm wars noch nie, ich habe mich das letzte halbe Jahr schon eher dorthin gequält. Aber diese Woche ist schlimm. Ich kann das nicht in Worte fassen. Ich bin heute zu Hause geblieben werde es morgen auch tun. Ich will da nicht mehr hin. War am Mittwoch schon Infos wegen Kündigung einholen. Hab noch 2 Wochen um fristgerecht zum Jahresviertelende zu kündigen. Aber was dann? Ich könnte nur als Not und Übergangslösung weiter in dem Beruf arbeiten, natürlich woanders. Aber auch das wird sich als schwierig erweisen. Währe aber vielleicht machbar. Aber was dann? In dem Berufsfeld will ich nicht bleiben. An der Fachhochschule studieren gehen wäre bestimmt interessant, aber ich habe Angst das ich da Minimum wieder 3 Jahre festhänge und hinterher wieder das interesse verliere. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll....... Und Sachen die ich mir angeguckt habe die mich vielleicht interessieren....2 Semester Mathematik. Das wäre mein Tod ich hab keine Ahnung von dem Kram und noch viel schlimmer es interessiert mich nicht. Richtig gelesen. Wenn mich etwas nicht interessiert dann interessiert es mich nicht und geht direkt aus meinem Kopf raus. Das ist das andere Problem. Diese Verzweiflung die ich im Moment empfinde ist so unglaublich groß. Ich kann nicht länger in der Abteilung bleiben. Es macht mich fertig ich könnte heulen alleine bei dem Gedanken arbeiten zu gehen. Aber ohne Arbeit geht ja auch irgendwie nicht. Was machen was mich interessiert und was mir spaß machen wird....was soll das sein? Ich weiß es nicht. Ich wusste es nie. Damals mit 15 als ich mich für einen Beruf entscheiden sollte wusste ich es auch nicht. Im Moment sehe ich keinen Ausweg mehr, keinen....
 
in einem musst du dir klar werden.

1) 45 % aller Menschen haben einen Arbeitsplatzt, den sie hassen und jeden morgen aufs neue verfluchen. sie arbeiten nur um geld zu bekommen.

2) 45 % aller Menschen haben einen Job, mit dem sie leben können. Wo sie sagen, es ist nicht der beste, aber ich kann das doch so weiter führen 🙂

3) nur 10 % schaffen es ihren traumberuf zu praktizieren und den beruf zum hobby zu machen. das kann man vergessen..


es gibt für dich 2 möglichkeiten.

1. du versuchst die verhältnisse dort zu ändern. d.h. du redest mit den kolleginen mit denen du ein problem hast und sagst ihnen was dich stört. Mit Selbstbewußtsein an die sache gehen, zeig dass du dich nicht von ihnen auffressen lässt.

2. Studieren dauert locker noch mal 6 semester. also wirst noch länger drin sitzten. Ich würde versuchen wo anders einen job zu bekommen, wo das arbeitsklima besser ist.
 
Silaz hat eig. fast alles gesagt.

Ich würde mich echt mal woanders erkundigen. Was hast du jetz für einen Betrieb? ist es eher ein kleinerer oder eher eins ehr großer?
 
Was würdest Du am liebsten tun? 😉

Hast du überhaupt nur eine vage Vorstellung, was du gerne machen würdest? Das wäre dann ja schon einmal ein guter anfang.
 
Was würdest Du am liebsten tun? 😉

Hast du überhaupt nur eine vage Vorstellung, was du gerne machen würdest? Das wäre dann ja schon einmal ein guter anfang.

sehe ich ebenso. ich glaube meist steht man sich selbst im weg...
und manchmal muss man dinge machen, die einem nicht passen, sie sind eben nötig und wenn man sie als "übergangslösung" sieht - gehts ganz gut.
ich finde nicht, dass man sich damit beruhigen sollte, dass x% der menschen dinge machen, die sie nicht mögen. dazu nimmt der beruf viel zuviel unserer tägl zeit ein.

jedenfalls, so wie du es schilderst, ist dein problem eher ein generelles und ich meine, du bist 25. super jung?!
mach eben einen master und nebenebei arbeite als trainee oder so.
jetzt mal ernsthaft, bisschen anstrengung gehört im leben dazu.
sry für die harten worte aber manchmal frag ich mich, was sich die menschen vorstellen?!

also: kündige nicht sofort, sondern mache dir gedanken, was du wirklich willst. arbeite weiter, bewerbe & informiere dich nebenbei. sobald du sicher was neues in aussicht hast - kündige...
aber egal wie, auf den hintern musst dich setzen, macht halt auch nicht sooooooooo den tollen eindruck, wenn man nie was "fertig-bringt" und "überall mal mitmischt ohne ernsthaftes, bleibendes ziel".
 

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