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Gehen oder Bleiben?

K

Katja

Gast
Hallo liebe Forumleser,

Ich habe vor 8 Monaten in einem Betrieb angefangen, wo mir die Arbeit an sich recht gut gefällt. Nur das Miteinander ist die reinste Katastrophe. Ich habe von Beginn an gemerkt, dass die Menschlichkeit in diesem Betrieb schlicht und einfach nicht existiert.
Meine Vorgesetzte behandelte mich wie Luft, musste ich sie ansprechen war sie genervt.
Im September änderte sich das alles. Sie war auf einmal überfreundlich, zwinkerte mich ständig zu und kam unter sämtlichen Vorwänden zu mir. Ich wusste nie wie ich mich Verhalten sollte, also blieb ich einfach neutral, ruhig und privat verschlossen.

Im November dann schien ihre Stimmung wieder komplett umzuschalten. Sie kam gar nicht mehr zu mir, besprach Arbeitsmäßig alles mit der Vorschicht oder Nachtschicht.
Zur selben Zeit wollte bzw musste ich einen Tag frei nehmen um zum Hautarzt zu gehen weil ich ein akutes Hautproblem hatte. Ich sagte meiner Vorgesetzten dass ich mal einen Tag nicht da wäre, einen Tag krank sei.
Sie fragte warum und ich sagte freundlich, dass ich das gern für mich behalten möchte. Ich finde, ich muss meiner Vorgesetzten auch nichts über meinen Gesundheitszustand sagen. Das ist privat.
Jedenfalls tickte sie in den Moment aus, trat einen Schritt zurück und meinte " es ist mir scheissegal was mit dir is".
Danach ging sie. Da sie aber scheinbar gemerkt hat, dass sie etwas gemacht hat was nicht richtig ist, ging sie doch tatsächlich zur personalchefin, erzählte dieser eine ganz andere Version. Sie erzählte ihr, dass sie mich gefragt hätte ob ich die kommende Woche wieder da wäre, wegen Schichtplanung und ich hätte darauf geantwortet "dass geht dich gar nichts an". Die selbe Fakeversion hat sie dann im weiteren Verlauf des Tages den Kollegen erzählt.

Die personalchefin macht bei der ganzen Sache mit und hielt mir gleich einen Aufhebungsvertrag vor, welchen ich nicht unterschrieben habe. Klärende Gespräche werden verweigert. Ich habe mich daraufhin krank schreiben lassen bis Ende des Jahres.
Auch Anfragen zu vorangegangen Dingen, wie dass in der Firma Jacken verteilt wurden, oder Bistro Gutscheine, welche alle bekommen haben, außer ich natürlich, bleiben komplett ignoriert.

Eigentlich hat sich das Ding für mich gegessen und ich bin seit 2 Wochen aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle.
Trotzdem frage ich mich die ganze Zeit, ob es an mir liegt, auch weil die personalchefin von mir verlangte mich bei meiner Vorgesetzten zu entschuldigen. Ich soll sagen ich hätte überreagiert, derweil hat sie mich beschimpft. Ich hätte es nicht geschafft mich für was zu entschuldigen was ich gar nicht gemacht habe.
Denke ich falsch oder sehe ich es alles zu ernst?
Ich kann mir momentan nicht vorstellen in diese Firma zurückzukehren und ich würde gern mal andere Meinungen dazu hören.

Lg Katja
 

Eva

Aktives Mitglied
Oh je, da wollte ich auch nicht arbeiten. Finde ich gut, dass du aktiv bist, und dir einen neuen Job suchen willst. Da wirst du bestimmt nicht glücklich werden.
 
T

Tradote

Gast
Respekt dafür, dass du deinen Prinzipien gegenüber treu und loyal bleibst. Diese Geschichte wird immer einen bleibenden negativen Eindruck auf die Tätigkeit bzw. das Unternehmen haben. Wie auch zukünftig dieser Vorgesetzten gegenüber treten? Das Vertrauen ist dahin. Richtige Entscheidung zu gehen! Wünsche baldigen Erfolg bei der Jobsuche
 
S

Shtok

Gast
Das Vertrauen ist dahin und das Verhältnis zur Vorgesetzten und Personalchefin verbrannt.
Die lange Krankschreibung wird es auch nicht besser machen.

Ich finde es aber toll, dass du zu deinen Prinzipien stehst und dich nicht von dem Machtmissbrauch und den Manipulationsversuchen gegen dich unterkriegen lässt. Leider gibt es in der Arbeitswelt immer wieder Chefs, die meinen sich alles erlauben zu können, weil sie am längeren Hebel sitzen und nur Speichellecker um sich herum dulden.

An deiner Stelle würde ich mich nach einer neuen Stelle umschauen und sobald du einen neuen Vertrag unterschrieben hast die Kündigung einreichen und letzten Arbeitstage möglichst neutral und respektvoll über die Bühne zu bringen.
 

Dalmatiner

Aktives Mitglied
Falls es einen Betriebsrat gibt würde ich da hingehen und den Vorfall darlegen. Dass sie dich zu einem Aufhebungsvertrag drängen wollten weil sie wissen, dass eine Kündigung unverhältnismäßig ist. Das die direkte Vorgesetzte absichtlich falsche Angaben gemacht hat, um dich loszuwerden. Dass sie ihre falsche Version im Betrieb verbreitet hat. Das diese Interna dem Datenschutz unterliegen und sie das nicht darf. Und klarer Hinweis das nicht du sondern diese Vorgesetzte gemassregelt gehört. Wenn du sicher bist das deine Version stimmt kann das auch schriftlich machen.
Und wenn es keinen Betriebsrat gibt? Dann würde ich das der Vorgesetzten von der Vorgesetzten schicken und irgendwann ungerührt wieder auf Arbeit erscheinen. Natürlich kann das die Kündigung bedeuten. Man sollte schon einen Plan B, heißt eine Zusage haben.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass heftige und andauernde Gegenwehr diesen Leuten die Lust nimmt, weiter anzugreifen. Sie suchen sich zumeist ein anderes Opfer mit dem sie das machen können.
Und ich würde das ein paar Kollegen erzählen um meine Version der Geschichte unterzubringen. Dafür ist es jetzt aber ja zu spät.
 
K

Katja

Gast
Vielen Dank für eure Antworten!
Wenn einem eingeredet wird dass man selbst der Täter sei, oder Aussagen der Personalchefin, sie habe den Vorfall von mehreren Leuten ganz anders gehört als ich ihn erzähle, dann fängt man natürlich auch an, an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
Ich denke aber, dass das auch deren Ziel war.
"Mehrere Leute " obwohl kein anderer dort war als meine Vorgesetzte und ich.

Seit meiner Krankschreibung wird im Betrieb rumerzählt, ich hätte ganz plötzlich gekündigt.

Da es ein sehr großer Betrieb ist, gibt es natürlich auch einen Betriebsrat, sowie einen obersten Chef. Ich habe die ganze Zeit versucht an diesen ranzukommen, aber das ging einfach nicht. Die wollten regelrecht verhindern dass ich mit ihm spreche. Ich habe aber auch keinerlei Kontaktdaten zu ihm, sondern würde ich ihn auf jedenfall mal kontaktieren.
 

Schroti

Urgestein
Da es ein sehr großer Betrieb ist, gibt es natürlich auch einen Betriebsrat, sowie einen obersten Chef. Ich habe die ganze Zeit versucht an diesen ranzukommen, aber das ging einfach nicht. Die wollten regelrecht verhindern dass ich mit ihm spreche. Ich habe aber auch keinerlei Kontaktdaten zu ihm, sondern würde ich ihn auf jedenfall mal kontaktieren.
Das ist sehr ungewöhnlich.
Ich würde langfristig gesehen gehen, aber nicht, ohne zuvor Betriebsrat und "richtigen" Chef über die Sachlage zu informieren.
Die Daten beider kannst du im Sekretariat/bei der Verwaltung erfragen.
Ich finde, ich muss meiner Vorgesetzten auch nichts über meinen Gesundheitszustand sagen. Das ist privat.
Jedenfalls tickte sie in den Moment aus, trat einen Schritt zurück und meinte " es ist mir scheissegal was mit dir is".
Ist das in diesem Betrieb normaler Umgangston?
So muss niemand mit sich umspringen lassen.
 
K

Katja

Gast
Meinst du, im Sekretariat werden mir die Telefonnummer oder Email Adresse des großen Chefs gegeben? Ich denke immer die wissen alle Bescheid, dass ich ja an nix rankomme.
Der Chef muss ja den Aufhebungsvertrag unterschrieben haben, aber mit mir hat er nie ein Wort geredet und ich habe auch das Bedürfnis ihn mal aufzuklären.
 
G

Gelöscht 117789

Gast
Ich würde mich zuerst an den Betriebsrat wenden.
Der kümmert sich dann drum und setzt sich ggf. mit der Betriebsleitung in Verbindung.
 

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