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Gefühlstot/ Emotionstot. Was tun?

anni1991

Mitglied
Hallo liebe User.
Ich habe lange hin und her überlegt und möchte nun doch um Rat fragen.
Wie der Titel es schon sagt, habe ich Probleme mit einem, ich nenne es mal "Gefühlstot."
Ich kann keine Gefühle wie Freude, Angst, Trauer, Nervosität oder sonstiges empfinden. Ich spüre keine Hormonschübe, man kann mich nicht erschrecken und kann auch nicht weinen.
Das mag wirklich komisch klingen, aber es ist wirklich so.

Ich muss auch sagen, dass ich leider depressov veranlagt bin. Schon 2 mal im Leben hatte ich eine richtige Depression und die waren definitiv alles andere als schön. Vor 1 - 2 Jahren war auch so ein typischer Fall in Sachen: "Ach, das macht doch eh alles keinen Sinn und das Leben ist ätzend..."
Angefangen hat meine depressive Haltung vor Jahren, als ich von meinen ehemaligen Mitschülern extrem fertig gemacht wurde, dadurch fast alle Freunde verloren habe und alleine stand.
Ein paar Jahre später, auf einer neuen Schule, hatte ich mit einer anderen Person zu kämpfen, die der Meinung war mich psychisch fertig zu machen, weil ich nicht nach ihrer Pfeife getanzt habe. (Für sie als Freundin musste man in all ihren Ansichten perfekt sein und wehe man war es nicht...)
Daran bin ich in den letzten beiden Jahren ziemlich kaputt gegangen, ALLERDINGS konnte ich dort fühlen. 80% des Tages eigentlich nur Trauer und Wut. Vor 2 Jahren wurde es dann so schlimm, dass ich mir gewünscht habe, man könnte die Gefühle wie ein Schalter ausdrücken.
Irgendwann bin ich dann in eine richtige Depression gefallen. Mit Schlafstörungen, Essstörungen usw.
Und als diese vorbei war, war ich wie ausgewechselt. Alles war mir egal, man konnte mich nicht mehr verletzen, ich hatte eine unsichtbare Blockade aufgebaut, durch die keiner mehr durchdringen konnte. Und das hat mich glücklich und stark gemacht.
Doch mittlerweile merke ich dadurch eines: Ich bin komplett gefühlstot. Ich kann mich nicht für andere freuen, nicht mal für mich selbst, kann nicht dankbar sein, kann wiederrum keine Angst oder Nervosität verspüren. Selbst wenn man mich erschreckt, spüre ich in mir absolut nichts. Ich kann noch nicht mal über Dinge lachen! Ich lache wirklich sehr selten und das macht mich ganz schön traurig, um ehrlich zu sein.
Und datürlich heißt das auch, dass ich nicht lieben kann. Ich liebe zwar meine Eltern und meine Brüder, aber ich kann mich nicht verlieben. Und der Witz an der Sache ist ja auch noch, dass ich mir eigentlich so sehr einen Freund wünsche, den ich lieben kann. Es gibt sogar einen Mann, der mich liebt und er ist absolut perfekt! Nett, zuvorkommend, erwachsen, hilfsbereit und offen für alles. Und ich verspüre absolut nichts für ihn. So war es auch in meiner vorigen Beziehung und diese ist eben wegen meinen nicht vorhandenen Gefühlen zu Brüche gegangen. Mit dem interessierten Mann bin ich noch nicht zusammen, weil ich nichts eingehen will, was für mich nichts bedeutet.
Meine Mutter sagt immer: "Der Richtige kommt schon noch."
Ich bin schon 20 und hatte keine richtige Beziehung, weil ich nicht lieben kann. So langsam macht mich das schon ein bisschen depressiv, wenn ich ehrlich bin.

Aber nicht nur "innerlich" harpert es bei mir. Ich bin absolut träge und faul geworden! Vor 1 - 2 Jahren habe ich täglich Sport getrieben (solange meine Gesundheit es zugelassen hat, aber dazu komme ich später noch), außerdem war ich ab und zu auch mal aus und habe etwas unternommen.
Heute....komme ich um 17 Uhr nach Hause und setze mich vor den PC. Dann gehe ich schlafen und genauso spielt sich jeder Tag meines Lebens ab.
Der Witz an der Sache ist: Ich wünsche mir so sehr auch mal außer Haus zu gehen! Aber ich wohne in nem kleinen Dorf, in dem ich keine Freunde habe. Insgesamt habe ich nur 2 richtige Freundinnen, aber die eine schenkt mir immer nur Neid und Eifersucht (in allem, was möglich ist) und die andere, meine beste Freundin, ist zwar superlieb, aber sie ist vom Kopfe her noch nicht erwachsen (hat bei ihr aber auch gesundheitlich zu tun), was bedeutet, dass ich mit ihr auch schlecht mal über gewisse Dinge sprechen kann, was auch immer.
Und jetzt kommt die Trägheit dazu: Ich könnte mich ja mal aufrappeln und was an meinem Alltag ändern, ABER ICH TUE ES NICHT, WEIL ICH ZU FAUL BIN! Na gut, faul ist vielleicht das falsche Wort....im allgemeinen wünsche ich mir so sehr außer Haus zu kommen, aber wenn denn mal was ansteht, zb. ein kleines Fest oder andere Veranstaltungen, dann habe ich keine Lust und bleibe lieber zu Hause, dann erspare ich mir Stress. (Fragt sich bloß welchen Stress) Ich entscheide mich dann letztendlich doch immer wieder zu Hause vor dem PC zu sitzen und selbst da tue ich nichts. Ich bin nie bei sowas wie Facebook on, was sicherlich aber gut wäre, damit ich mal ein paar Kontakte knüpfen könnte, weil ich mir ja so sehr Freunde wünsche. Aber wenn mich jemand anschreibt, fühle ich mich direkt genervt und möchte das Fenster am liebsten direkt wieder schließen. Ich habe keine Geduld für nichts! Aber ich wünsche es mir doch so sehr...
Wir haben Kaninchen und Meerschweinchen zu Hause. Selbst um diese kümmere ich mich nicht mehr, mein großer Bruder geht immer zu ihnen und mein Zimmer räume ich auch nie auf, weil ich nie Bock habe.
All das habe ich vor 1 - 2 Jahren noch getan. Ich komme mir vor wie ein Faulenzer, der zwar liebend gerne raus möchte, aber dann doch nie Lust hat sich zu bewegen.
Ich war noch nie in einer Disco...und ich bin 20.

Seit 4 Jahren hatte ich zudem auch noch starke Verdauungsstörungen und vor nem halben Jahr kam raus, dass es eine Lebensmittelunverträglichkeit war. Ich darf extrem viele Sachen nicht mehr essen, der Alltag ist da teilweise nicht leicht... und durch die teilweise immer noch bestehenden Probleme konnte ich nie meinen Traum verwirklichen: Tanzen gehen.
Auch träume ich davon Klavier spielen zu können, doch ich habe weder das Geld für ein Klavier, noch für den Unterricht. Zeichnen war bisher ein großes Hobby, doch nur zeichen macht den Tag auch nicht ausgefüllt und selbst das Zeichnen praktiziere ich nicht mehr...

Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass es mit mir immer schlimmer wird. Ich habe wirklich das Gefühl, dass das Leben an mir vorbei rauscht. Ich bin mir dessen bewusst und dennoch tue ich nichts dagegen. Nur warum kann ich es nicht? Das frage ich mich die ganze Zeit.
Am schlimmsten ist wirklich der Gefühlstod...ich kann einfach nicht mehr fühlen. Das habe ich selbst meiner Mutter schon erzählt und eigentlich hat sie ein offenes Ohr, dennoch meint sie bloß zu mir, dass sich das wieder gibt und ich mir das teilweise selbst einreden würde.
Ich glaube aber kaum...

Beispielsweise geht es auch wieder um den Mann, den ICH damals angeschrieben habe und er sagte mir bereits, dass er mich liebt und ich habe den Fehler gemacht und habe ihm mitgeteilt, dass ich es auch tun würde, weil ich es GEGLAUBT HABE, doch sobald ich eine SMS von ihm erhalte, fühle ich mich schon genervt. Er wohnt sehr weit weg und kann daher nur die Wochenenden kommen und wenn er da ist, habe ich schon keine Lust mehr auf ihn und fühle mich nur noch genervt. Nein, natürlich mag ich ihn, es ist ja nicht so, dass ich ihn nicht leiden könnte oder so, aber warum reagiert mein Körper denn so?
Warum überhaupt reagiert er auf nichts mehr?

(Selbst als Geschwister von mir krank waren oder wenn schlimme Dinge passiert sind, zb. mein großer Bruder auf der Intensivstation, das hat mich alles nicht gejuckt, keine Reaktion, nichts, gar nichts. (Nein, ich liebe meine Familie, nur mein Körper scheinbar nicht...)
Ich kann noch nicht mal Kontakte aufrecht erhalten, weil ich nie die Geduld/ Lust habe ne SMS zu schreiben oder mich mal bei Facebook einzuloggen. Ist das normal?)

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mir wünsche einmal wieder Lachen zu können, mich zu freuen, oder auch nervös sein, sogar Angst haben, aus dem Haus zu gehen, Kontakte aufrecht zu halten, Freunde finden und haben und mit meinen mittlerweile 20 Jahren auch mal die erste richtige, große Liebe...

Kann mir irgendjemand einen Rat geben?
Ich kann mit meinen Eltern nicht wirklich darüber reden, weil da nur kommt, ich solle mich nicht so anstellen oder so.
Und ich glaube wirklich so langsam, dass es immer schlimmer wird. Ganz ehrlich: Mein Alltag ist jeden Tag gleich, mein Praktikum macht mir keinen Spaß, ich habe keine Lust auf meine Berufsrichtung und ich ich mache mir jeden Tag umso mehr Gedanken, weil ich mich jeden Tag frage: "Wie willst du dein Leben meistern, wenn du nicht mal in der Lage bist zu fühlen?" Ich weiß genau, ich werde nie einen Freund haben, eine Familie gründen, glücklich sein.
Wie soll all das gehen ohne Gefühle?

Bitte, bitte dringend um guten Ratschlag. Denn so langsam habe ich echt keinen Bock mehr auf dieses öde Leben, in dem eh nichts auf mich wartet.
Freue mich auf Antworten.
LG
 

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Mayem

Mitglied
Hey Anni,

weisst du ich spare mir jetzt mal die üblichen Ratschläge, denn du scheinst mir erfahren genug, um sie zu kennen. Deinem Text nach bist du eben wirklich depressiv (schon länger) und deshalb sehr abgestumpft. Dazu kommt dein festgefahrener Alltag und diese Ziellosigkeit.
Was da meiner Meinung nach am ehesten helfen kann ist ein totaler Ausbruch aus diesem Alltag, ein großes Wagnis (mit nicht zu verleugnemnden Risiko). Wenn du für diesen Mann, der an dir interessiert ist, nichts echtes empfinden kannst, dann wäre der Vorschlag vielleicht den Schritt zu wagen in den Ort zu ziehen, wo er wohnt, wahrscheinlich nicht fair gegenüber dem Mann. Hast du Freunde oder Bekannte in einer Stadt, die dich unterstützen könnten dort Fuß zu fassen?

Ja, ich weiss, ein ziemlich dreister Vorschlag meinerseits. Vielleicht helfen dir auch die normalen Ratschläge, wo du erstmal dein Umfeld belässt, wie es ist und nur an dir arbeitest (mit oder ohne professionelle Unterstützung). Nur glaube ich, dass du das schon versucht hast und finde es besser sowohl Umfeld, wenn es denn so festgefahren ist, zu ändern, als auch gleichzeitig an sich selbst zu arbeiten. Ein neues Umfeld übt eben den gewissen Zwang aus, auch wirklich am eigenen Weltbild zu arbeiten.
 

melli11

Mitglied
hi anni, das kenn ich selber leider nur zu gut .geht mir seit jahren so ,ich kann dir nur raten eine stationäre psychotherapie zu machen. du musst aus der situation aussteigen sonst versinkst du immer schlimmer .und ich weiss wovon ich spreche .du bist schon in ner heftigen depression und alleine also ohne ärztliche hilfe wird das nicht gehen.habe mich jahre dagegen gewehrt ICH DOCH NICHT ... aber das war die beste entscheidung habe in der klinik tolle leute kennengelernt und habe viel über mich gelernt . ich denke das wäre genau das richtige für dich, klar wird das nicht einfach aber du wirst da auch viel spass haben ist ja nicht nur therapie .frag mal deinen arzt .lg
 

anni1991

Mitglied
Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten!
Ein Umzug zu dem Mann ist leider nicht möglich, da ich momentan ein Praktikum bis Ende Februar absolvieren muss und zum anderen...na ja, möchte ich nicht zu ihm ziehen, wenn ich nichts für ihn empfinde. Ich verdiene auch nichts und für 2 Personen reicht sein Verdienst auch nicht aus.

@melli11:
Also ist das wirklich schon eine Depression?
Was genau wird denn da bei der stationären Behandlung alles gemacht? Die Tochter einer Kollegin hat sowas auch gemacht und es hat ihr sehr geholfen. Ich finde den Vorschlag eig. ganz gut nur bin ich wirklich schon "so weit", dass ich direkt eine stationäre Behandlung vorziehen sollte?

...na ja, das Problem ist ja, dass ich das zuerst mit meinem Arzt absprechen muss, doch davor müsste ich das natürlich auch mit meinen Eltern besprechen. (Ich wohne noch zu Hause) Und das....ich weiß nicht, ob ich das kann. Zum einen weiß ich wirklich nicht wie und wann ich sie darauf ansprechen sollte und dann kommt noch hinzu, dass ich bezweifle, dass sie das direkt...ich sag mal "ernst nehmen". Ich höre schon die Stimme meiner Mutter in meinem Hinterkopf sagen: "Ach, du tickst doch nicht richtig!"
Nein, sie ist ein sehr zuvorkommender Mensch, mit dem man eig. über alles reden kann nur, wenn ich dann um die Ecke komme "Mama, ich glaube, ich habe Depressionen", da weiß ich einfach nicht, wie sie reagieren wird. Okay, dass ich depressiv veranlagt bin, weiß sie definitiv, aber...ach, ich weiß nicht.

Hinzu kommt ja auch noch, dass ich in weniger als einem Monat eine Abschlussprüfung schreibe und lernen muss....(und das tue ich nicht, weil ich mich dazu nicht motivieren kann und der Meinung bin, dass ich es eh nicht kann.) Meine Schulmotivation leidet ganz schön darunter, habe ich zumindest den Eindruck, daher könnte das natürlich auch nergative Auswirkungen auf die Prüfung für mich haben.

Ich habe seit euren Antworten auch mal versucht mein eigenes Verhalten gegenüber anderen zu "beobachten". ich bin zurück gezogen und rede nicht so viel mit den anderen. Ich habe auch heute wirklich viel nachgedacht.
Dem Mann habe ich schon seit letztem Montag nicht mehr geantwortet, weil ich mittlerweile nicht mehr weiß, wie ich mich entschuldigen soll...ich verletze ihn gerade ziemlich, denke ich.

Ich weiß einfach nicht, ob ich den Schritt wagen soll. Ich traue mich einfach nicht mit meiner Mutter darüber zu reden und mit meinem Vater schon gar nicht. Der ist, denke ich, kein so gutzer Ratgeber....na ja, ich habe noch nie mit ihm über persönliche probleme gesprochen...doch, ein mal, aber seine Ratschläge waren überhaupt nicht hilfreich.
Nur möchte ich auch nicht, dass es so weiter geht. Ich merke, dass ich viele Menschen vernachlässige und ich selber hocke nur Tag für Tag in meinem Zimmer, entweder Musik hörend oder vor dem PC...
 
V

Vittella

Gast
Hallo liebe User.
weil ich mich jeden Tag frage: "Wie willst du dein Leben meistern, wenn du nicht mal in der Lage bist zu fühlen?" Ich weiß genau, ich werde nie einen Freund haben, eine Familie gründen, glücklich sein.
Wie soll all das gehen ohne Gefühle?

Bitte, bitte dringend um guten Ratschlag. Denn so langsam habe ich echt keinen Bock mehr auf dieses öde Leben, in dem eh nichts auf mich wartet.
Freue mich auf Antworten.
LG
Die Depressionen sind übel, aber das nichts fühlen kann ein Schutz sein, manche Gurus meditieren ein Leben lang um frei vom Gefühl und Emotionen zu sein.
Aber was ich mich gerade frage ist, ob Du medizinisch mal abgeschekt hast ob Du einen Vitaminmangel hast, ich denke da an die B Vitamine und vorallem B 12.
B12 ist zustaändig für das Nervensystem und so mancher hat zuwenig davon im Körper weil die heutige Ernährung eine Katastrophe ist.
 

anni1991

Mitglied
Oh, mit diesen Gurus sollte ich dann aber vorher mal ein Wörtchen reden. ;D

Na ja, medizinisch habe ich mich auf dieser Basis noch nicht checken lassen.
Eigentlich nehme ich viel Gemüse und Obst zu mir...wohl eher mehr Gemüse, als Obst.
Meine Ernährung ist seit ca. 6 Monaten offen gestanden ziemlich einseitig. Ich habe Lebensmittelallergien gegen viele Dinge:

Weizen, Roggen, Dinkel, Ei, Senf, Knobi, Milch, alle Nussarten, und vereinzelte Dinge....
Daraus kann man sich ja erdenken, woraus ich mich ernähren muss. (...)
Aber dieser Gefühlstot ist schon seit 1 1/2 Jahren so. Anfangs war ich glücklich darüber, weil ich dementsprechend auch nicht mehr verletzt werden konnte. Aber heute...ist es die Hölle. Nur die Trauer...die verspüre ich dennoch.

Außerdem habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich ein "kontaktängsitger" Mensch bin. Ich sehne mich zwar nach Kontakten, aber ich hatte schon immer eine ungehäure Angst mit Menschen zu sprechen. Beispielsweise überlege ich während des Unterrichts 10 Minuten lang, ob ich fargen soll, ob ich auf die Toilette gehen darf. Oder während des Praktikums...mir ging es einen Tag nicht sehr gut und ich habe sicherlich 20 Min auf mich eingeredet, dass ich meine zuständige Kollegin endlich mal fragen soll, ob ich an dem Tag früher Schluss machen darf.
Und ich kann Menschen nicht in die Augen sehen, ob es meine beste Freundin ist oder meine Mutter. Nach nur 2 Sekunden Augenkontakt gucke ich weg, weil ich es als total unangenehm empfinde, wenn mich einer ansieht, wenn ich ihn zu dem Zeitpunkt ebenfalls ansehe.
Und ich finde Zweisamkeit total unangenehm. Selbst bei meinen guten Freunden weiß ich dann teilweise gar nicht, was ich mit denen bereden soll und fange dann an Däumchen zu drehen. Erst wenn einer weitere Person dazu kommt, lasse ich die beiden reden und ich rede "mit". Das ist mir angenehmer, weil ich nie weiß, was ich sagen soll...
All das kann man eigentlich auch zurückhaltendes Verhalten nennen, aber ehrlich gesagt scheue ich Zweisamkeit, vor allen Dingen mit Jungs. Ich war mein Leben lang eigentlich nur mit Mädchen befreundet und wenn ich mich mit einem Jungen unterhalten "muss", kann ich es nicht, rede irgendwas und wenn wer dazu kommt, ziehe ich mich zurück und schweige lieber. Irgendwie schon blöd, oder?

Ich habe gelesen, dass man es durch eine einfache Verhaltensänderung ändern kann. Ich bin mir dem auch vollkommen bewusst, aber ich kann es einfach nicht. Irgendwie...fehlt mir dazu der Mut nach Außen zu gehen... ich weiß auch nicht...

Und heute war ich mehr oder weniger über das anstehende Wochenende erfreut. Was soll ich am Wochenende machen? Ich habe eine gute Freundin, aber mit der kann ich auch nichts anderes als Zeichnen oder Vidoes angucken. Und wen anderes habe ich nicht. Shoppen gehen macht mich auch nicht glücklicher...(wie denn auch, wenn man nichts fühlen kann. >___<)

Ich habe mal nach einer Art gefühlstot gegoogelt und WENN man dann wirklich etwas zutreffendes findet, dann wird nur darüber diskutiert, ob es sowas wirklich geben kann. Manche schreiben von Abntreibslosigkeit, eine Person schrieb sogar mal über Gefühlslosigkeit, die in ein paar Punkten mit mir über einstimmte, doch diese Person konnte immer noch Wut, Angst und Nervosität verspüren und Beziehungen führen. Ich kann das irgendwie nicht und ich wüsste wirklich gerne warum.

Kann ich einfach so zu meinem Hausarzt gehen und ihn bitten mich weiterzu leiten? Ich meine, was soll ich ihm denn erzählen? Wie weit soll ich denn ins Detail gehen? Er ist ja nur mein Hausarzt, oder soll ich direkt zu einem Therapeuten gehen?
Vor allen Dingen frage ich mich: Wenn ich jemandem erzähle: "Hey, ich fühle nichts mehr!" Was können die denn tun, um diese Gefühle und meine Unlust an allem wieder zu beleben?
 
Zuletzt bearbeitet:
V

Vittella

Gast
Kann ich einfach so zu meinem Hausarzt gehen und ihn bitten mich weiterzu leiten? Ich meine, was soll ich ihm denn erzählen? Wie weit soll ich denn ins Detail gehen? Er ist ja nur mein Hausarzt, oder soll ich direkt zu einem Therapeuten gehen?
Vor allen Dingen frage ich mich: Wenn ich jemandem erzähle: "Hey, ich fühle nichts mehr!" Was können die denn tun, um diese Gefühle und meine Unlust an allem wieder zu beleben?
nun, ich denke schon, dass Ärzte solche Dinge kennen, denn es gibt eine Anzahl Krankheiten die Einfluss auf das Gefühlsleben haben.
Vielleicht könntest Du sagen, dass Du eine Blutabnahme wünschst um zu sehen ob da irgendwo ein Mangel ist an Vitaminen und/oder Hormonen.

Das Problem der Schüchternheit ist eine Krankheit wenn sie zu extrem ist, andererseits schützt sie Dich aber auch vor unvernünftigen Handlungen, aber wenn sie Dich unglücklich macht, dann solltest Du schon Hilfe suchen.....

Therapeuten gibt es viele unterschiedliche, manchmal wird man vom Hausarzt weiter geleitet, oder Du rufst einen an......aber ich denke, dass Du erstmal beim Hausarzt Dein Blut untersuchen lassen solltest.
 
M

melli 11Gast

Gast
hi anni, tja was wird gemacht in der klinik.... gruppengespräche ,einzelgespräche ,ergotherapie , sport ,musiktherapie und verschiedene therapien autogenes training ,jakobsen usw usw. gibt sehr viele angebote dort. wo ich zb war wir waren auch mal kegeln kino sonnenbank :) haben in unserer freizeit mal im kaffee gesessen oder auf der terrasse und haben viel gequatscht das fand ich für mich besonders hilfreich ,erstmal hab ich kapiert das ich mit meinen problemen ( für nichts mehr lust , kein gefühl für irgendjemand usw) nicht alleine war andere kannten das auch. wir haben uns viel untereinander geholfen. schön war auch die kochgruppe zusammen einkaufen kochen hatten sehr viel spass. und so kam ganz langsam das gefühl wieder ich war viel positiver und interessierte mich wieder für menschen ... du ich konnte auch mit niemanden reden hab mich so geschämt ich war für alle immer die starke und so habe ich jahre vergeudet bis ich völlig zusammengebrochen bin .ich kann dir nur raten egal ob das einer versteht oder nicht,es geht um dich um dein leben .es wird immer menschen geben die über dich urteilen oder das du dir vielleicht blöde sprüche anhören musst.aber die haben keine ahnung und keine vorstellung von dieser art der erkrankung alles was mit psyche zutun hat wird belächelt und du wirst als schwach oder sonstwas verurteilt. aber das alles bist du ganz und gar nicht du bist erkrankt und ich persönlich finde es ist eine sehr schlimme erkrankung zudem muss man sich immer wieder rechtfertigen . vertraue dich erstmal deinen hausarzt an und der kann dich dann weiter überweisen entweder psychater oder verhaltenstherapeut . versuch deiner mutter das etwas anders beizubringen sag ihr einfach was mit dir los ist das du nicht mehr klarkommst und oft sehr traurig bist und das es immer schlimmer wird . ich glaub sie weiss nichts davon und wird dir 100% helfen , also trau dich. ich wünsche dir aales liebe.
 

anni1991

Mitglied
Hm...bisher habe ich mich noch nicht getraut. ó_ò Weil ich genau weiß, dass meine Eltern es mir nicht so ernst nehmen, wie es vielleicht ist...
Ich finde den Vorschlag mit der stationären Therapie eigentlich ganz gut, nur steht mir da ein Problem im Wege: Meine Mediendesignerprüfung im Dezember. Ich habe nur noch 4 Wochen Zeit zum Lernen, aber ich habe bisher auch noch nichts getan. Da kommt dann wieder das typische Symptom zu Vorschein: keine Lust zu lernen, obwohl ich weiß, dass es alles-entscheidend ist.
...na ja, wenn ich durchfalle kann ich die Prüfung ein halbes Jahr später nochmal wiederholen. Im Prinzip ist sie für mich auch nicht pflichtig. Meinen Abschluss habe ich schon, die folgende Prüfung ist auf freiwilliger Basis.
Nur...frage ich mich jetzt, wie ich das packen soll, wenn ich eh nicht lerne, weil ich mich die ganze Zeit frage, wie ich das überhaupt packen soll. Manche Themen aus dem Freitagsunterricht kann ich einfach nicht (Schwerpunkt rechnen) und ich bin letzten Freitag da fast verzweifelt und habe mich nicht getraut meine gute Freundin um Hilfe zu fragen.
Ganz ehrlich: Mir macht das schon etwas Angst, also die Prüfung. Ich habe so meine Zweifel, dass ich in der kurzen Zeit so viel lernen kann, wenn ich eh keine Motivation dazu habe.

Und dann wieder die Frage mit der Therapie. Wenn ich sie nach der Prüfung mache (die sich bis Januar hinzieht), verhaue ich die Prüfung sicherlich. Aber vor der Prüfung würde für mich ein Durchfallen bedeuten. Wobei...wenn ich so darüber nachdenke...ich kann sie ja wiederholen...
Ach man, was soll ich denn jetzt zuerst machen? >__< Meine Mutter würde mich niemals in eine Klinik stecken, jetzt wo die Prüfung vor der Tür steht. (Außerdem weiß sie gar nicht, dass ich bisher kein Stück gelernt habe.)

Irgendwie ist das alles ein bisschen kompliziert. Was rätst du mir am besten? q__q
 

melli11

Mitglied
wie alt bist du eigendlich ? du fragst was du zuerst machen sollst hm... du schreibst du kriegst kaum oder garnichts auf die reihe keine lust usw. was findest du wichtiger ? was würdest du tun wenn zb dein auto die heizung oder sonstwas kaputt geht ? es reparieren lassen ? meine persönliche meinung erstmal geht es um dich um deine gesundheit um deine zukunft ich finde das muss an erster stelle stehen .und deine gedanken kreisen nur was soll ich tun was nicht wenn ich das tue wenn ich jenes nicht tue .... dieses gegrübel führt zu nichts ,in gegenteil .und das ist auch ein weiteres symtom der depression . erzähl das genauso deinen arzt ,bin mir sicher das er dir helfen kann.
 

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